Das richtige Social Media Timing: Was Sie beachten müssen.

by Gerrit Grunert

Date

27.04.2015 08:18:37

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Social Media ist im Online Marketing so wichtig wie die Luft zum Leben. Auf Facebook, Twitter und Co. interagieren die User mit Produktanbietern und Dienstleistern. Doch nicht immer freuen sich die Online-Marketing-Strategen über die Ergebnisse des offenen Dialogs. Eine wichtige Rolle, die oft unberücksichtigt bleibt, spielt dabei das richtige „Timing“. Nachfolgend einige Marketing Tipps, wie Sie in bestimmten Situationen (nicht) vorgehen sollten.

Zu welchen Zeiten sind User auf Social Media aktiv?

Eine einfache Grundregel für Ihr Content Marketing auf Social Media lautet: Je mehr User gerade in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, umso wahrscheinlicher, dass viele User Ihren Post auch sehen. Der zweite Faktor ist die Anzahl anderer Posts: Je weniger konkurrierende Posts in Ihrem Zeitfenster online gehen, umso eher fällt Ihr Post auf.

Surepayroll hat in diesem Zusammenhang das Social-Media-Verhalten US-amerikanischer Nutzer analysiert. Auf Facebook ist demnach besonders wenig am Wochenende vor acht Uhr morgens und nach acht Uhr abends los; auf Pinterest sind die Zugriffe während der regulären Arbeitszeiten niedrig und auf Google+ sind die Nutzer am frühen Morgen und an den Abenden abwesend. 

Ohne Content Strategie bleiben User aus

Diese Ergebnisse können allerdings höchstens einen ersten Anhaltspunkt für Ihre eigene Social-Media-Strategie liefern. So sind die Zeiten und Tage, an denen Ihre Zielgruppe gerne auf Facebook aktiv ist, je nach Branche ganz unterschiedlich. Beobachten Sie daher möglichst genau, an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit Ihre Posts auf welchen Social-Media-Kanälen am häufigsten geliked, getwittert und geteilt werden. Wenn Sie regelmäßig posten und die Reaktion auf Ihre Posts genau analysieren, werden Sie die Zeiten entdecken, an denen Sie kaum jemanden erreichen. Nutzen Sie dafür ein Social-Media-Analyse-Tool, das Ihnen auch dabei hilft, eine Content Strategie für Ihre einzelnen Aktivitäten aufzustellen.

Geduld ist in Social Media anfangs ein hohes Gut

Wenn Sie eine solche Content Strategie aufgestellt haben, sind Sie schon einen großen Schritt weiter als viele Ihrer Konkurrenten. Es gibt nämlich ein weit verbreitetes Phänomen: Viele Unternehmen gehen zwar mit einer eigenen Facebook-Seite online, verlieren aber bereits nach wenigen Posts die Geduld. Getreu dem Motto „Da passiert ja gar nichts“ hören sie auf, sich strategisch mit ihrem Social-Media-Auftritt auseinander zu setzen. Völlig lieblose und unkoordinierte Posts rufen bei den eigenen Kunden eher Kopfschütteln als Likes hervor. Ohne klare Content Strategie werden Ihre Social-Media-Aktivitäten nicht von Erfolg gekrönt sein. Gehen Sie daher nicht mit Ihren Social-Media-Kanälen online, bevor Sie in einer gründlichen Marketing Strategie ausgearbeitet haben, wie Sie diese bespielen möchten.

Sparen Sie mit Eigenlob

Den Start der eigenen Facebook-Seite gehen viele Unternehmen falsch an. Sie kreieren eine mit Informationen rund um das Unternehmen überfrachtete Seite und wundern sich anschließend über eine hohe Bounce Rate. Wer an einem Tag gleich mehrmals sein eigenes Unternehmen und seine eigenen Produkte bewirbt, der braucht sich nicht zu wundern, dass die Likes ausbleiben. Wenn Sie dann auch noch Fragen, die Kunden via Social Media an Sie richten, Tage lang unbeantwortet lassen, macht Ihr Social-Media-Auftritt schnell einen scheinheiligen Eindruck. Denken Sie daran, dass es sich um „soziale“ Netzwerke handelt.

Kritik ist ein willkommener Anlass

Sollten Sie nun zu den Glücklichen gehören, die es nach einigen Anlaufschwierigkeiten geschafft haben, dass die User über Social Media mit Ihnen kommunizieren, werden Ihnen aber auch negative, teils hämische Kommentare nicht immer erspart bleiben. Was nun? Gemäß dem Strauß-Prinzip stecken einige umgehend den Kopf in den Sand und tun so, als ob nichts passiert wäre. Andere löschen schlichtweg die negativen Kommentare von der eigenen Social-Media-Seite. Durch dieses Vorgehen verlagern Sie die Debatte allerdings häufig auf Seiten, auf die Sie deutlich weniger Einfluss haben als auf Ihre eigene. Wer stattdessen umgehend reagiert, kann gerade Kritik dazu nutzen, um mit der eigenen Zielgruppe ins Gespräch zu kommen: Ein solcher Dialog kann durchaus für eine souveräne Unternehmensführung stehen. 

Am Anfang steht die Strategie

Fassen wir zusammen: Bevor Sie versuchen, Ihre Kunden anzusprechen, sollten Sie eine Content Strategie ausarbeiten. Überlegen Sie dabei, mit welchen Inhalten Sie Ihre Zielgruppe zu welchen Zeiten erreichen. Erst wenn Sie diesen Fahrplan erstellt haben, gehen Sie mit Ihren Social-Media-Seiten online. Vergessen Sie dabei nicht: Aller Anfang ist schwer.

Written by Gerrit Grunert

Gerrit Grunert ist Gründer und CEO von Crispy Content. Nach verschiedenen Stationen in Medienunternehmen wie Sevenone Intermedia, MTV Networks Germany und Research International gründete er im Mai 2010 die Content Marketing Agentur Crispy Content. Der Fokus der Agentur liegt auf der effizienten Content Produktion und deren Einsatz im Online Marketing. Zu Crispy Contents Kunden zählen u.a. Axel Springer, Continental, Red Bull Media House und Viacom International Media Networks.

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