Der Anfänger-Guide für Inbound-Marketer: 7 häufige Fehler, die Sie leicht vermeiden können

by Inken Kuhlmann

Date

01.02.2016 02:59:45

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Inbound-Marketing-Neulinge: Willkommen im Club!

Aller Anfang ist schwer: Wir wissen selbst am besten, dass es für Neueinsteiger, die gerade zum ersten Mal eine Inbound-Marketing-Strategie erstellen, eine ganze Menge Hindernisse und Probleme zu überwinden gilt. 

Das trifft ganz besonders auf Sie zu, wenn Sie einen Hintergrund in traditionellem Marketing haben oder innerhalb Ihres Teams einer der Ersten sind, der sich mit Inbound-Marketing befasst.

Nun kann es sein, dass Sie anfangs so begeistert von dieser Methode sind, dass Sie gleich sämtliche Aspekte Ihrer Marketing-Strategie überarbeiten und optimieren wollen. Aber aufgepasst: So wird man nicht nur leicht überfordert, sondern verläuft sich oftmals auch an den Rand der Erschöpfung. Vielleicht sind Sie zu Beginn jedoch auch eher skeptisch, was verschiedene Aspekte von Inbound-Marketing anbelangt (was hat es eigentlich mit dieser ganzen Bloggerei auf sich?), sodass Sie vor jenen Schlüsselstrategien zurückschrecken, die Ihren Umsatz letztlich steigern würden.

Aber verzagen Sie nicht: Jeder macht mal Fehler. Deshalb wollen wir Ihnen dabei helfen, den Übergang zu einer Inbound-Marketing-Strategie so angenehm – und vor allem erfolgreich – wie möglich zu gestalten. Wir haben für Sie eine Liste mit 7 Fehlern zusammengestellt, die neue Inbound-Marketer häufig begehen, damit Sie diese bewusst vermeiden können.

7 häufige Fehler von neuen Inbound-Marketern

Fehler #1: Alles auf einmal tun wollen.

Das Szenario: Sie haben sich intensiv mit Inbound-Marketing auseinandergesetzt und vielleicht sogar erfolgreich an dem Inbound-Marketing-Zertifizierungsprogramm von HubSpot teilgenommen. Jetzt können Sie es in Ihrem Übereifer kaum erwarten, so viele Blog-Beiträge wie möglich zu veröffentlichen, Ihre E-Mail-Listen zu perfektionieren und bis auf die Sekunde genau zu ermitteln, zu welchen Zeiten Ihre Beiträge in sozialen Netzwerken am besten ankommen.

Aber immer mit der Ruhe. Nicht, dass hohe Erwartungen grundsätzlich schlecht wären – Sie wollen hoch hinaus, und das ist auch toll –, allerdings müssen Sie Ihre Inbound-Marketing-Strategie über Monate hinweg Schritt für Schritt verfeinern, um ihren Erfolg zu garantieren. Andernfalls verzetteln Sie sich am Ende nur, und die gewünschten Resultate bleiben aus.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, klare Prioritäten zu setzen, anstatt jeden Tag ein bisschen an allem Möglichen (Blogs, soziale Netzwerke, Website, E-Mail-Strategie usw.) zu arbeiten. Stellen Sie sich folgende Fragen: Welcher dieser Aspekte liefert momentan die meisten Resultate? Wo besteht am meisten Verbesserungsbedarf? Gibt es Aspekte, die eine Weile ohne Ihre volle Aufmerksamkeit auskommen, während Sie sich auf andere konzentrieren? Wenn Ihre sozialen Netzwerke beispielsweise ausreichend Engagement generieren, Ihre E-Mail-Absprungrate jedoch weit über 2 % liegt, sollten Sie sich zunächst darauf konzentrieren, Ihre E-Mail-Listen zu optimieren.

Fehler #2: Mangel an realistischen, messbaren Zielen.

Wenn Sie sich keine messbaren Ziele setzen, können Sie auch nicht auf diese hinarbeiten, geschweige denn Ihre Erfolge im Laufe der Zeit nachverfolgen.

Laden Sie sich deshalb unsere Excel-Vorlage für SMARTE Ziele herunter. 

 

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Wie bereits gesagt, hohe Erwartungen sind von Vorteil, allerdings sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Ziele realistisch und SMART sind. SMART steht für:

  • Specific (spezifisch). Jedes Ziel sollte mit einer spezifischen Kennzahl einhergehen. Nehmen Sie sich nicht vor, „mehr Blog-Beiträge zu veröffentlichen“, sondern zum Beispiel „2 Blog-Beiträge pro Woche zu veröffentlichen“. Dies sollte Hand in Hand mit festen Deadlines gehen.
  • Measurable (messbar). Konkrete Zahlenwerte erlauben Ihnen, Ihre Erfolge nachweisbar zu messen.
  • Attainable (erreichbar). Hochgesteckte Ziele sind schön und gut, allerdings nur dann, wenn diese auch erreichbar sind. Fragen Sie sich, wie viel Sie und Ihr Team realistisch gesehen schaffen können und kalkulieren Sie dabei auch potenzielle Hürden und Probleme ein.
  • Relevant (relevant). Ihre Ziele sollten Ihrem Unternehmen zugutekommen. Nehmen wir an, Sie wären ein Hersteller von Einhornfutter. Sie haben 100 Filialen, die jeweils nur 10 Kartons mit Einhornfutter in ihren Läden vorrätig haben. In diesem Szenario sollte Ihr Ziel nicht darin bestehen, „die Produktion von 1.000 auf 5.000 Kartons Einhornfutter zu erhöhen.“ Was nützt Ihnen mehr Ware, wenn Sie Ihnen niemand abnimmt?
  • Timely (zeitnah) Halten Sie Deadlines ein! Wenn Sie Fristen immer wieder verlängern, verlieren Ihre Ziele an Glaubwürdigkeit, woran wiederum Ihre gesamte Strategie leidet.

Unsere kostenlose Vorlage hilft Ihnen, sich SMART-Ziele zu setzen und diese einzuhalten. Während Sie daran arbeiten, Ihre Ziele in die Tat umzusetzen, ist es wichtig, Ihre Analytics im Blick zu behalten und Ihre Strategie bei Bedarf anzupassen.

Fehler #3: Bestehende Ressourcen werden nicht verwendet.

Viele Inbound-Marketing-Neulinge begehen den verheerenden Fehler, bestehende Strategien im Eifer über Bord zu schmeißen, statt auf ihnen aufzubauen und sie zu optimieren. Selbst, wenn Sie vorher in erster Linie mit klassischen Marketing-Methoden gearbeitet haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie über Content und Ressourcen verfügen, die Sie im Rahmen Ihrer Inbound-Strategie verwenden können.

Sind Sie mit Ihrer Website zufrieden? Wir verraten Ihnen, welche Seiten Sie für SEO optimieren können (und zwar ganz ohne Spam). Sie wollen Ihr erstes Angebot erstellen? Bieten Sie auf Ihrer Landing-Page eine Demo oder Beratung an. Ihr Unternehmen hat bereits eine Broschüre? Dann machen Sie daraus doch Ihre „Über uns“-Seite. 

Fehler #4 Der Stellenwert von Blogs wird unterschätzt.

Wenn Sie Business-Blogging vernachlässigen, verzichten Sie im Grunde auf Content, der möglicherweise einen beträchtlichen Jahresbeitrag einbringt, und von dem Ihr Unternehmen insofern auch nachhaltig profitiert. Mit jedem veröffentlichten Blog-Beitrag erweitern Sie Ihre Website um eine weitere indizierte Seite  – und das bedeutet eine noch größere Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Website von Suchmaschinen erfasst wird und somit mehr Traffic generiert. Hierzu sollten Sie wissen, dass Google und andere Suchmaschinen erkennen, wenn Sie eine neue Seite hinzugefügt haben. Da dies bedeutet, dass Ihre Website aktiv ist, wird diese bei Suchanfragen eher berücksichtigt.

Darüber hinaus lassen sich mit neuem Content hervorragend neue Leads generieren. Jeder Ihrer Beiträge sollte im Idealfall mehrere Calls-to-Action (CTAs) enthalten. Dies gilt zum Beispiel für Banner oben oder unten auf Seiten, CTAs in Seitenleisten, Links zu Landing-Pages, sonstige Beiträge innerhalb von Postings usw.

Fehler #5 Irrelevanter Content

Wenn Sie erst einmal erkannt haben, wie wichtig Business-Blogging ist, mag es verlockend sein, dem Kribbeln in den Fingern Abhilfe zu schaffen und gleich über das erste Thema, das Ihnen in den Sinn kommt, einen Beitrag zu verfassen. Aber Achtung! Bloggen, genau wie alles andere im Marketing-Bereich, bedarf einer Strategie. Alles andere ist wie Fischen ohne Köder.

Bevor Sie also mit dem Erstellen von Content loslegen, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, welche Art von Content Besucher – und damit potenzielle Kunden – auf Ihre Website locken könnte. Hierzu sollten Sie:

  • Buyer-Personas & -Lifecycles herausarbeiten Dieser Prozess, der auch als Content-Mapping bekannt ist, ist ein wesentlicher Bestandteil der Content-Erstellung. Wenn Sie zum Beispiel Küchengeräte verkaufen, werden Familien mit Kindern andere Fragen, Bedürfnisse und Wünsche haben als Studenten. Womöglich interessieren sich zwar beide Zielgruppen für Ihre Produkte oder Dienstleistungen, jedoch höchstwahrscheinlich aus unterschiedlichen Gründen. Deshalb sollten Sie Content erstellen, der verschiedene Zielgruppen gleichermaßen anspricht.
  • Eine Keyword-Liste erstellen Versuchen Sie, sich einen Eindruck von relevanten Keywords zu verschaffen, bevor Sie mit dem Erstellen von Content beginnen. So vermeiden Sie Beiträge, die maßlos mit Keywords überfüllt sind und somit nicht nur den Lesefluss stören, sondern auch von Suchmaschinen abgestraft werden. 
  • Ihre Kunden befragen Wenn uns bei HubSpot die Content-Ideen ausgehen, greifen wir immer wieder gerne auf Content-Umfragen zurück, um zu ermitteln, was sich unsere Kunden wünschen.

Bieten Sie Ihrer Zielgruppe Content, der sie auch wirklich interessiert, und wir garantieren Ihnen, dass Sie schon bald mehr Traffic auf Ihrer Website sowie mehr Leads in Ihrem Verkaufstrichter verbuchen können, und dass die Abonnentenzahl Ihres Blogs und Ihrer E-Mail-Liste steigen wird.

Fehler #6: E-Mail-Listen werden nicht aufgeräumt.

Wenn Sie jemals eine E-Mail-Liste erworben, Spam-Nachrichten versendet, mit veralteten E-Mail-Listen gearbeitet oder in irgendeiner Form unaufgefordert Nachrichten an Menschen gesendet haben, sollten Sie wissen, dass diese Zeiten vorbei sind, denn für Inbound-Marketer ist so etwas tabu.

Das Bilden von organischen E-Mail Listen durch Inbound Marketing wird sich positiv auf Ihre Messwerte auswerten, da fortan nur noch jene Kunden von Ihnen E-Mails erhalten, die diese auch erhalten möchten. Statt anderen Ihre Message aufzudrängen, können Sie das Interesse Ihrer Empfänger mit anspruchsvollem, hilfreichem und relevantem Content wecken.

Fehler #7: Resultate werden nicht gemessen bzw. die Strategie wird nicht entsprechend angepasst.

Je mehr Sie Ihre Inbound-Marketing-Strategie ausbauen, umso wichtiger ist es, jene Kennzahlen im Auge zu behalten, für die Sie sich Ziele gesetzt haben. So ermitteln Sie, ob Sie auf dem richtigen Weg sind. Welche spezifischen Kennzahlen Sie Woche für Woche bzw. Monat für Monat verfolgen, hängt von Ihren jeweiligen Schwerpunkten ab – wenn Sie zu viele Kennzahlen auf einmal verfolgen, kann es vorkommen, dass Sie Ihre konkreten Ziele aus den Augen verlieren (siehe Fehler #1).

Wenn Ihr Fokus auf dem Erstellen und Optimieren von Blog-Beiträgen liegt, sollten Sie die Anzahl an Aufrufen von Beiträgen, die Klickraten (d. h. der Prozentsatz an Website-Besuchern, die auf Ihre CTAs geklickt haben), die Anzahl an generierten Leads sowie Traffic-Quellen analysieren. Generiert Ihre Website in erster Linie organischen oder eher Referral-Traffic?  Oder gelangen Besucher eventuell sogar in erster Linie über Social Media auf Ihre Website? Wenn Sie Ihr E-Mail-Marketing verbessern und einen Eindruck davon bekommen möchten, welche Art von E-Mails Ihre Zielgruppe sich wünscht, können Sie dies tun, indem Sie die Klickrate Ihrer E-Mails analysieren. 

Übrigens sollten Sie sich keinen Zwang antun: Wenn Sie etwas sehen, das Ihnen gefällt, können Sie es getrost übernehmen. Bleiben die gewünschten Ergebnisse aus, versuchen Sie es mit einer anderen Herangehensweise – nur durch Versuch und Irrtum lassen sich langfristig erfolgreiche Strategien entwickeln.

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Written by Inken Kuhlmann

Inken Kuhlmann leitet ein internationales Team von Marketern bei HubSpot. Ihr Team betreut ingesamt 3 Märkte und erstellt Content in Französisch, Deutsch und Spanisch. Im Jahr 2013 hat Sie den deutschen Blog aufgebaut und seit dem sehr viel Erfahrung im internationalen Markt gesammelt. Viele Ihrer Tipps und Erfahrungen teilt sie auf unserem Blog mit.

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