Führen muss gelernt sein – Was Sie als gute Führungskraft benötigen

by Inken Kuhlmann

Date

22.02.2016 06:51:26

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Die Begriffe „Führung“ und „führen“ sind verführerisch im Arbeitsumfeld. Sie suggerieren Klarheit und Einfachheit: Eine Person führt, andere folgen. Mit der Realität hat dieses eindimensionale Verständnis allerdings wenig zu tun. Führung beinhaltet viele Aufgaben und Facetten. Besonders komplex sind Führungsaufgaben in der Sandwichposition – von oben erhalten Sie Druck von Ihrem Vorgesetzten, von unten geben Mitarbeiter anderer Abteilungen kluge Ratschläge und die Kollegen quengeln.

Wenn Sie eine Führungsposition erfolgreich ausführen möchten, sind Sie auf die Kooperation und Akzeptanz Ihrer Mitarbeiter angewiesen. Diese erwarten unter anderem, dass Sie Ihre Arbeit fair bewerten. 

Aber welche Fähigkeiten werden gefordert, damit Sie als Führungskraft akzeptiert werden und erfolgreich sind? Diese typischen Führungsaufgaben zeigen zunächst, was Sie erwartet:

  • Kommunikation: Konsens herstellen, Ziele kommunizieren, Aufgaben definieren
  • Steuerung: Prozesse steuern, Ziele setzen, delegieren
  • Motivation: Zu Projekten und Aufgaben motivieren, Feedback geben, Perspektiven aufzeigen, Leistung bewerten
  • Entscheidung: Konflikte lösen, Mittel- und Zeitressourcen, Handlungsspielräume festlegen

Führen bedeutet auch, sich selbst führen

Um bei der Führung von Mitarbeitern erfolgreich zu sein, müssen Sie ein Vorbild sein und auch sich selbst führen. In hektischen Zeiten ist es hilfreich, sich Zeit zu nehmen, innezuhalten und den eigenen Standpunkt zu bestimmen. Wie sehen Sie sich in dieser Situation und wie sehen Ihre Mitarbeiter Sie? Fühlen Sie sich von Ihren Vorgesetzten gut unterstützt? Diese Faktoren sind maßgeblich daran beteiligt, ob wir morgens gerne ins Büro gehen. Die Arbeitsbelastung ist die eine Seite der Medaille, Ihre Arbeitsleistung die andere. 

Zu einer Führungskraft gehört auch Selbstreflexion 

Zu einer gelungenen Selbstreflexion gehört es, Veränderungswünsche zu identifizieren. Dabei geht es nicht um große Pläne oder die eigene Karriere, es geht in erster Linie um Ihr subjektives Empfinden, was im Unternehmen optimiert werden kann. Sind Sie in Ihrem Job zufrieden mit Prozessen und Aufgaben oder möchten Sie manche Dinge verändern? Ihre Entscheidungen und Ihr Handeln tragen maßgeblich dazu bei, wie Sie auf Ihr Umfeld wirken. Später können Sie diese Betrachtungen ins Team einbringen, um Vorschläge und Lösungen zu initiieren. Wenn Sie über Veränderungswünsche nachdenken, werden Sie sich automatisch mit negativen Dingen beschäftigen. Das ist vollkommen normal, denn unangenehme Erfahrungen und Konflikte wecken den Wunsch nach Veränderung. Stellen Sie sich folgende Frage: „Wie habe ich mich in dieser Situation gefühlt?“. Da eine gezielte Selbstreflexion bewusst geschieht, erfordert sie etwas Übung. Führen Sie Ihren Mitarbeitern und sich Konfliktsituationen vor die Augen. Hilfreich ist auch ein Führungskraft-Tagebuch, in dem Sie Ihr eigenes Verhalten und den Verlauf von schwierigen Situationen festhalten. Gehen Sie diese in Ihrem Kopf durch und entwickeln Sie alternative Handlungsmöglichkeiten. Wenn Sie sich Ihrer eigenen Stärken und Schwächen bewusstwerden, legen Sie den Grundstein, Ihr Führungsverhalten zu verbessern.

Sich selbst motivieren und eigene Prozesse optimieren

In einer Führungsposition stehen Sie im Zentrum von Bedürfnissen und Wünschen der Mitarbeiter und Vorgesetzten. Verlieren Sie Ihre eigenen Ziele nicht aus den Augen und lernen Sie, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Denken Sie langfristig und bündeln Sie Ihre Energien. In einer Führungsposition müssen Sie jeden Tag viele Entscheidungen treffen, je hektischer Ihr Alltag ist, desto schneller müssen diese demnach getroffen werden. Das wohlüberlegte Nachdenken bleibt dabei oft auf der Strecke. Entscheidungen kosten viel Zeit, meistens tun wir in hektischen Situationen Dinge, die nicht wirklich wichtig sind. Wenn Sie sich gut organisieren, steigern Sie die Effizienz bei der Arbeit.

Effizienz darf nicht mit Effektivität verwechselt werden. Effektives Arbeiten führt zum gewünschten Ziel, Effizienz bedeutet, ein Ziel mit geringem Aufwand an Zeit, Personaleinsatz und Energie zu erreichen. Effizienz kann mit einer geringen Anzahl von Praktiken erreicht werden. Für die Arbeit in einer Führungsposition, sollten Sie Effizienz lernen! Auf diese Weise haben Sie deutlich weniger Stress. 

EASE-System – mehr Effektivität und weniger Stress

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Prioritäten setzen

Damit Unnützes Ihr Gedächtnis nicht belastet, gehört es in den Papierkorb. Arbeiten, die nicht Sie betreffen oder bei denen Sie nicht handeln können, sollten abgegeben werden. Bei der Frage nach den Prioritäten sollten Sie immer zwei Gesichtspunkte beachten: Wichtigkeit und Dringlichkeit. Wichtig sind Arbeiten, deren Inhalt Priorität hat. Dringend sind Arbeiten, die in Bezug auf die zeitliche Abfolge Priorität haben. Wenn Sie eine Führungsposition innehaben, werden viele Dinge in Ihrem Postfach oder auf Ihrem Schreibtisch landen, die auch schnell erledigt werden können. Oft neigen wir dazu, aufgrund von höheren Prioritäten unwichtige Dinge vor uns herzuschieben. Eine Terminabsage oder -bestätigung benötigt oft nur einen Mausklick oder eine Unterschrift auf einer Geburtstagskarte ist in einer Minute erledigt. Trotzdem neigen wir dazu, diese Kleinstaufgaben zu sammeln, sodass sie in Vergessenheit geraten oder für Unordnung sorgen. Fazit: Jede Aufgabe, die in weniger als zwei Minuten bewältigt werden kann, sollte entweder sofort erledigt oder zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden, sodass Sie nicht aus Ihrem eigentlichen Arbeitsablauf herausgerissen werden.

Bevor Sie mit Ihren Aufgaben starten, sollten Sie sich um die Organisation kümmern. Eine gute Planung hilft dabei, dass Zeitkonto aufzustocken. Mit der Formulierung Ihrer Ziele schaffen Sie bereits eine gute Grundlage für ein erfolgreiches Zeitmanagement. Wenn die Einschätzung Ihrer Aktivitäten und Tätigkeiten für Sie ein Problem ist, erstellen Sie eine Woche lang ein Zeitprotokoll. Auf diese Weise haben Sie es schwarz auf weiß, wie viel Zeit Sie für welche Arbeit benötigen.

Finden Sie Ihren Weg

 Die hohe Kunst einer Führungskraft ist es, trotz des Drucks vom Chef und Mitarbeitern seinen eigenen Weg zu finden. Mit einer gewissen Flexibilität im Handeln und Denken und der Fähigkeit, Konflikte konstruktiv zu lösen, werden Sie die unterschiedlichen Anforderungen auf jeden Fall erfolgreich bewältigen.

Titel-Bild: https://www.pexels.com/photo/people-coffee-meeting-team-7096/

Written by Inken Kuhlmann

Inken Kuhlmann leitet ein internationales Team von Marketern bei HubSpot. Ihr Team betreut ingesamt 3 Märkte und erstellt Content in Französisch, Deutsch und Spanisch. Im Jahr 2013 hat Sie den deutschen Blog aufgebaut und seit dem sehr viel Erfahrung im internationalen Markt gesammelt. Viele Ihrer Tipps und Erfahrungen teilt sie auf unserem Blog mit.

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