Software as a Service (kurz: SaaS) bedeutet, Programme und Tools nicht am eigenen PC zu installieren, sondern in der Cloud zu nutzen. Die Zahl dieser Software nimmt zu und damit auch die Kokurrenz. Wer sich vor seinen Mitbewerbern platzieren will, schafft das mit Inbound Marketing – mit nützlichen Inhalten und strategisch genutzten Social-Media-Kanälen. Wie das geht, zeigen vier deutsche Unternehmen. Ein Blick auf die Best Practice.

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1. Plentymarkets

Plentymarkets ist ein Dienstleister für E-Commerce-Software mit Sitz in Kassel. Mit der Firmengründung im Jahr 2001 gehört das Unternehmen mittlerweile bereits zum alten Eisen und kann auf einige Jahre Inbound-Marketing-Erfahrung zurückblicken. Plentymarkets unterhält eine gut gepflegte Facebook-Seite, auf der strategisch fundiert Social Media Marketing betrieben wird. So gibt die Firma hier beispielsweise Softwareupdates bekannt gegeben und informiert über Messeauftritte – eine Säule ganzheitlichen Inbound Marketings.

Inbound-Marketing Tipps

Hashtags und Shortlinks - ein gutes Beispiel für Twitter-Marketing: (Foto: Screenshot auf www.twitter.com)

 Herzstück des Inbound Marketings von Plentymarkets ist jedoch der Blog. Hier veröffentlichen die Unternehmer nicht nur interne News wie Softwareupdates oder Stellengesuche, sondern informieren auch über Neuigkeiten aus der E-Commerce-Branche oder schreiben Tutorials. Hier wird nicht nur Content Marketing um des Contents willen bemüht. Leser erhalten relevante Informationen und nützliche Tipps, die sie auf die Seite locken und dort auch halten.

2. XOVI

Ebenfalls ein Vorzeigebeispiel in puncto Inbound Marketing ist der SEO-Dienstleister XOVI aus Köln – kein Wunder, schließlich ist die Kernkompetenz dieses Software-as-a-Service-Anbieters die Suchmaschinenoptimierung. Bemerkenswert ist zunächst die Blog-Rubrik auf der Hauptseite, die sich in zwei Bereiche gliedert: Einen umfangreichen Online Marketing Blog sowie einen Expertenrat“. Während der klassische Blog die Kunden mit Branchennews und allerlei Marketing-Tipps versorgt, schreiben beim Expertenrat vor allem bekannte Namen aus der Branche – so unter anderem auch Björn Tantau, den wir Ihnen bereits vorgestellt haben. Der SEO-interessierte Kunde findet hier alle wichtigen Informationen für sein eigenes Business, auch wenn er (noch) nicht Eigentümer des Produktes ist. Gut optimierter Content bringt die Kunden automatisch zu Ihnen, ohne direkt werblich zu sein – das praktiziert XOVI hier meisterhaft.

Nahtlos funktioniert bei dem SEO-Riesen selbstverständlich auch die Integration der Social-Media-Profile, bestens zu sehen am Beispiel Google+.

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Ein Wort führt direkt zu ansprechendem Content. XOVI weiß, wie man Google+ richtig nutzt. (Foto: Screenshot auf www.google.de)

Auch auf Facebook und Twitter ist XOVI vertreten und versorgt seine Follower nicht nur mit dem eigenen Content, sondern zeigt sich auch in der Branche vernetzt: Regelmäßig werden Beiträge anderer SEO-Experten zitiert oder retweetet. Auf diese Art und Weise sichert sich XOVI eine große Bekanntheit in der Szene und profitiert ebenfalls von häufigen Verlinkungen und Retweets. Darüber hinaus kann man Content von XOVI auch in visueller Form auf YouTube oder Instagram abrufen – und wie Sie wissen, liegt das Unternehmen damit goldrichtig.

3. Wunderlist 

Wunderlist ist ein noch recht junger SaaS-Anbieter, der seine Kunden mit einer App versorgt, die sich für die simple Einkaufsliste bis hin zum effektiven Projektmanagement eignet. Der Blog überzeugt mit einer einfachen Oberfläche, unter der sich einiges verbirgt.

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Einfach, schön und sozial vernetzt: Der Marketing-Blog von Wunderlist. (Foto: Screenshot auf www.wunderlist.com)

Hier werden Nutzer der App über praktische Anwendungsbeispiele („Wunderlist for Apple Watch“) oder bestimmte Events („Frühjahrsputz“, „10 Millionen Nutzer“) informiert. Die Posts stellen vor allem die Vielseitigkeit der App dar: Sie eignet sich sowohl für Unterhaltungszwecke als auch für professionelles Business. Der Content erreicht damit die Bedürfnisse vieler verschiedener Menschen und zieht somit eine große Anzahl potenzieller Conversions in seine Reichweite, ohne dass Wunderlist direkt wirbt.

Auf Facebook veröffentlichen die Entwickler der App zudem nicht nur Links zum eigenen Content, sondern nutzen hier auch die häufig vernachlässigte Milestone-Funktion des sozialen Netzwerks. Diese eignet sich hervorragend, um Unternehmenserfolge nicht nur zu zelebrieren, sondern in direkte Calls-to-Action umzuwandeln.

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CTA und Backlink auf den eigenen Blog - so funktionieren Marketing-Milestones. (Foto: Screenshot auf www.facebook.com)

4. Searchmetrics

Der deutsche SEO-Anbieter Searchmetrics überzeugt vor allem mit dem Inbound-Marketing auf seiner Website. Im hauseigenen Blog werden Studien und Analysen aus dem Bereich der Suchmaschinenoptimierung vorgestellt. Die zusätzliche „Knowledge-Base“ gibt den Anwendern wertvolle Marketing-Tipps für SEO allgemein oder für bestimmte Branchen. Besonders lobenswert ist außerdem der umfangreiche Glossar auf der Website, der dem SEO-Neuling Buzzwords von A wie „Anchor-Text“ bis W wie „Webmaster-Richtlinien“ erklärt. Searchmetrics hat damit etwas geschafft, was das ultimative Ziel von Inbound-Marketing ist: Sie sind in Ihrer Branche eine zentrale Anlaufstelle für alle Informationen. So gelangen auch Leser auf die Seite, die Searchmetrics vorher nicht kannten und nun indirekt von den Möglichkeiten der Software erfahren. 

Fazit

In allen vier Beispielen haben Sie Vorzeigekinder des Inbound-Marketings kennengelernt: Diese SaaS-Unternehmen betreiben Marketing längst nicht mehr auf die gleiche, aggressive „Outbound“-Art. „Inbound“ heißt: Kundennähe, Mehrwert, Information. Vor allem bei Searchmetrics können Sie das besonders gut sehen: Selbstverständlich ist der Content der Seite in erster Linie für Kunden des Produkts gedacht. Insbesondere aber mit der Knowledge Base und dem Glossar eignet er sich aber auch als informative Anlaufstelle für SEO-Interessierte. Wenn auch Ihr Content-Marketing einen ähnlichen Mehrwert für seine Leser bietet, dann haben Sie einen wichtigen Inbound-Marketing-Schritt geschafft.

Eine Einführung in die Welt des Inbound Marketings

Ursprünglich veröffentlicht am 17. August 2015, aktualisiert am November 16 2018

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Marketingtipps