Facebook wird oft wegen der fehlenden Transparenz und den mangelnden Privatsphäre Einstellungen kritisiert. Das zeigt auch wieder das jüngste Beispiel: die Übernahme von WhatsApp durch Facebook. Fast zwei Drittel der Nutzer sehen diese, auch aus Datenschutzgründen, problematisch.

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In Bezug auf das soziale Netzwerk wird immer wieder Kritik an den voreingestellten Privatsphäre Einstellungen für das private Facebook Profil laut. Daher haben wir von Projecter uns diese genauer angeschaut und erklären in diesem Beitrag, welche Einstellungen sinnvoll sind. Zusätzlich geben wir noch ein paar Tipps für versteckte Funktionen auf Facebook.

Wer seine Facebook Einstellungen im Griff hat, vermeidet, dass Beiträge von den falschen Leuten gelesen werden. Bei Facebook sind schnell Freundschaften mit vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Lebens geknüpft. Die richtigen Privatsphäre Einstellungen sind damit nicht nur nützlich, sondern ersparen auch Unsicherheiten bei der Nutzung von Facebook.

Oftmals sind sich die Nutzer nicht bewusst, wer welche Beiträge sehen kann und welche Konsequenzen damit verbunden sein können. Das berühmte Beispiel mit den Partybildern, die bei Facebook ohne Bedenken gepostet werden und dann bei einer Bewerbung ein schlechtes Licht auf den Bewerber werfen, trifft auch hier zu. Aber auch die ganz einfache Tatsache, dass nicht jeder im Internet wissen muss, wer wann wo ist und wie es einem gerade geht. Dies alles kann vermieden werden, wenn die richtigen Einstellungen umgesetzt werden.

Standardmäßig ist auf Facebook alles zunächst für die gesamte Öffentlichkeit sichtbar – jeder Post, jedes Foto und auch jeder Kommentar den man hinterlässt. Befolgt man die nachfolgenden Tipps, kann in Zukunft bedenkenlos gepostet und geliked werden.

Ihr bestimmt, was andere sehen!

Wer etwas postest, hat die Wahl den Post in unterschiedlichen Privatsphäre Einstellungen zu veröffentlichen: Öffentlich, Freunde, Freunde ohne Bekannte, Nur ich, Benutzerdefiniert oder man wählt eine seiner Listen aus (zu den Listen kommen wir später noch einmal). Dies kann für jeden Post individuell eingestellt werden. 

Status

 

Die Standard Einstellungen können in der Privatsphäre Einstellungen verwaltet werden. Dahin gelangt man über das Schloss in der oberen rechten Ecke jeder Seite. Dort wird entschieden, wer eigene Inhalte sehen, einen kontaktieren und eben nicht kontaktieren darf. Auch die Chronik und Markierungseinstellungen findet man an dieser Stelle (Über den Bereich „weitere Einstellungen anzeigen"). Hierüber wird festgelegt, inwieweit Meldungen auf der eigenen Chronik für andere sichtbar sind und wie die Markierungen verwaltet werden.

Die Einstellungen sind selbsterklärend und am besten geht man sie einfach Stück für Stück durch. Jedoch werden die Einstellungen nur für alle zukünftigen Aktivitäten übernommen, die vergangenen Handlungen entsprechen gegebenenfalls noch nicht der gewünschten Privatsphäre. Um diese zu prüfen gibt es das Aktivitätenprotokoll. Dahin gelangt man über den Pfeil in der oberen rechten Ecke oder den Button auf dem eigenen Titelbild. Nun ist es möglich, alle Aktivitäten, die auf Facebook stattfanden, nachzuvollziehen.

Hier einige im Detail:

Chroniküberprüfung

Zunächst kann man sich die Beiträge anzeigen lassen, die noch eine Überprüfung benötigen. Das sind zum Beispiel die Bilder, in denen man verlinkt wurde oder andere Beiträge. Hier kann man auch einstellen, ob man eine Benachrichtigung erhalten möchte, wenn man in einem Beitrag markiert wurde.

Deine Beiträge

Hier erscheinen die geteilten Beiträge, geposteten Links, Statusaktualisierungen etc. Diese Beiträge kann man nun im Nachhinein bearbeiten, Statusmeldungen vergrößern, ausblenden oder sogar löschen. Und man kann die Inhalte mit einem Ort oder einem anderen Datum versehen. Außerdem ist zu erkennen, welche Menschen diesen Beitrag sehen. Auch dies geht im Nachhinein, zumindest bei den Statusmeldungen, zu ändern.

Beiträge, in denen du markiert wurdest

Diese Inhalte sind besonders interessant, denn falls man nicht blockiert hat, dass man markiert werden darf, kann man über seine Markierungen schnell die Übersicht verlieren. Will man diese Inhalte weiterhin in seiner Timeline haben? Wenn nicht, dann geht man einfach auf den Stift in der oberen rechten Ecke und wählt dort aus, wie man den Beitrag bearbeiten möchte.

Beiträge von anderen

Hier erscheinen alle Inhalte, die andere auf der eigenen Chronik gepostet haben. Da mischt sich schnell unliebsamer Inhalt unter, der kurzerhand gelöscht werden kann.

Der Ablauf funktioniert analog bei den Fotos und „Gefällt mir“-Angaben. Auch alle weiteren Informationen, Freundschaften, Spiele, Veranstaltungen, Fragen, Apps etc. können bearbeitet oder zumindest gelöscht werden. So bietet Facebook die Möglichkeit, seine Chronik nach eigenen Vorstellungen aufzuräumen und das eigene Image, was auf der Plattform dargestellt wird, zu formieren. Alle verborgenen Inhalte kann man natürlich auch wieder einblenden indem man sie wieder in der Chronik zulässt.

Der ultimative Check

Der Test, ob man die richtigen Einstellungen vorgenommen hat, führt über die Funktion „Anzeigen aus der Sicht von“. Den Button findet man in seinem Titelbild, wenn man auf das „Zahnrad“ klickt. Hier kann angezeigt werden, welche Informationen öffentlich sind oder ein bestimmter Freund wird ausgewählt und dann wird das eigene Profil aus dessen Sicht angezeigt.

Anzeigen_aus_der_Sicht_von

 

Facebook hat ein paar Funktionen versteckt – wir verraten sie

Facebook kommt mit einer Reihe von versteckten Funktionen daher. Einige sind eher lustige Spielerei, andere hingegen sehr nützlich. Einige sind schon ganz lange verfügbar, andere wurden erst kürzlich eingeführt. Wir zeigen hier unsere Favoriten.

Freunde und Seiten in Listen einteilen

Die Facebook-Freundeslisten finden in der Regel unter den Nutzern nicht viel Beachtung, dabei handelt es sich bei der Funktion um einen praktischen Dienst. Besonders, wenn die Anzahl der Facebook-Freunde und gelikten Seiten immer weiter wächst, kann der eigene Newsfeed schnell unübersichtlich werden. Abhilfe leistet dabei die Listenfunktion des sozialen Netzwerks. Zu den Listen gelangt man in der linken Sidebar der Timeline. Neben dem Reiter „Freunde“ erscheint ein „Mehr“, über das die Einstellungen vorgenommen werden können. Hier können neue Listen erstellt oder bestehende Listen verwaltet werden.

Die Funktion der Listen eignet sich nicht nur, um die eigene Privatsphäre im Griff zu behalten, sondern auch als Newsfilter unter den Freunden. Mit einem Klick auf die gewünschte Liste erscheint ein Newsfeed nur mit Meldungen der Freunde, die in diese Liste eingeordnet wurden. So verpasst man nie die Meldungen der engsten Freunde oder derer, die stets interessante Neuigkeiten posten.

Analog zu den Freundeslisten können auch Seiten und Freunde sogenannten Interessenslisten zugeordnet werden. Dahin gelangt man ebenfalls auf seiner Timeline, in der linken Sidebar unter „Interessen“ -> „Mehr“. Diese Funktion erleichtert es, Facebook tatsächlich als Newsfeed zu verwenden. So können beispielsweise Seiten zu bestimmten Themen wie Musik, Nachrichten, Literatur, Region etc. zusammengefasst und ihre Neuigkeiten somit gefiltert abgerufen werden. Die Interessenslisten werden ebenfalls in der linken Sidebar der Timeline angezeigt.

Listen_erstellen

Gemeinschaftsseite erstellen

Auf Facebook lässt sich die Freundschaft zwischen zwei Leuten in Form einer Gemeinschaftsseite darstellen. Das funktioniert über das Zahnrad auf der Chronik einer befreundeten Person. Klickt man auf den Reiter „Freundschaft anzeigen“, dann erscheinen alle Inhalte, die beide betreffen auf einer Gemeinschaftsseite. Das kann man fortführen und sich wiederum über das „Mehr“ weitere Freundschaften und Gemeinschaftsseiten anzeigen lassen.

Inhalte auswählen, die angezeigt werden sollen

Sollte man sich einmal mit einer Statusmeldung konfrontiert sehen, die man zum Zeitpunkt der Betrachtung als besonders nervig oder überflüssig erachtet, besteht die Möglichkeit, einzelne Beiträge zu verbergen. Hierzu geht man im Beitrag auf den Pfeil in der oberen rechten Ecke und kann dann auswählen, wie mit dem Beitrag verfahren werden soll.

Neben dieser Variante, einzelne Beiträge auszublenden, gibt es die Möglichkeit, Personen zu sperren. Hierzu reicht ein kurzer Besuch auf dem Profil der entsprechenden Personen. Dort angekommen kann anschließend die Maus auf den „Freunde“-Button bewegt werden und es erscheint ein Menü, über das zahlreiche Einstellungen vorgenommen werden können.

Die eigenen Posts individualisieren

Dass man Nutzer markieren kann, ist eigentlich nicht zu übersehen, denn sobald man ein paar Buchstaben eintippt, schlägt Facebook schon entsprechende Freunde oder gelikte Seiten vor. Was vielleicht noch nicht jeder weiß, ist, dass man die markierten Namen auch einkürzen kann. Der Nachname kann gelöscht werden und nur der Vorname bleibt markiert. Das ist ganz praktisch, dann klingt die Konversation nicht so förmlich und der angesprochene Freund wird trotzdem über seine Erwähnung benachrichtigt.

Beiträge können seit einer Weile mit netten Informationen versehen werden. So kann man zum Beispiel angeben wie man sich fühlt, was man gerade liest oder wohin man reist.

Beitrag_personalisieren

Hat man seinen Status bekannt gegeben und sich dabei vertippt, kann der Fehler ganz schnell behoben werden. Dazu einfach über den „Pfeil“ in der rechten oberen Ecke des Posts auf „Bearbeiten“ klicken, den Text ändern und fertig. Das geht übrigens auch bei Kommentaren, die man unter anderen Beiträgen hinterlässt.

Wenn einem ein Beitrag besonders gut gefällt, sei es der eigene oder der eines Freundes auf der eigenen Seite, dann kann man diesen vergrößern und dadurch besonders hervorheben. Dies geschieht ebenfalls über den „Pfeil“ im Beitrag.

Erweiterte Chat-Einstellungen

Auf Facebook kann man bekanntlich auch chatten und dabei verschiedene Einstellungsmöglichkeiten vornehmen. Mit den erweiterten Chat-Einstellungen kann man selektieren, mit wem man chatten will oder nicht. Falls man inaktiv ist, gelangen die Nachrichten über das Postfach dennoch an den Adressaten. Die Einstellung kann über das Zahnrad in der unteren rechten Ecke des Chats vorgenommen werden.

Die Liste der Facebook Funktionen kann noch beliebig fortgesetzt werden. Ebenfalls ist es möglich, dass die ein oder andere Funktion demnächst wieder deaktiviert wird. Auch die Privatsphäre Einstellungen verstecken sich von Zeit zu Zeit an einer anderen Stelle. Somit wird es nie langweilig in dem größten und beliebtesten sozialen Netzwerk. Mit den genannten Privatsphäre Tipps sollten jedoch alle grundlegenden Einstellungen zu einem sicheren Umgang mit Facebook führen.

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Ursprünglich veröffentlicht am 18. März 2014, aktualisiert am 12. Januar 2018

Themen:

Facebook-Marketing