PR und Inbound-MarketingEin zentrales Ziel im Inbound Marketing ist es ja, Besucher in dem Moment auf die Website zu führen, wenn sie auf der Suche nach dem eigenen Angebot sind. Es geht also nicht einfach um mehr Besucher, sondern um die richtigen – nämlich jene, die sich in einem Entscheidungsprozess befinden.

Im nächsten Schritt sollen sich diese Besucher dann registrieren und Content-Angebote herunterladen oder auch für ein Webinar anmelden. Damit beginnt dann die Bearbeitung des potenziellen Kunden. Doch wie hilft Pressearbeit in diesem Szenario?

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Exkurs: Sinn und Zweck von Pressearbeit

Gehen wir kurz einen Schritt zurück: In Business-to-Business-Märkten sind Fachmedien – online wie offline - wichtige Informationsquelle von Entscheidern. Sie besitzen eine hohe Glaubwürdigkeit, die sie sich zum Teil über Jahrzehnte aufgebaut haben.

Will ich als Anbieter meine Botschaften über diese Medien an die Zielgruppe heranbringen, habe ich vor allem zwei Optionen: Werbung und Pressearbeit. Anzeigen steigern zwar den Bekanntheitsgrad, sind jedoch kostenintensiv. Als klassische Outbound-Marketing-Maßnahme treffen sie zudem selten den Moment, in dem sich Entscheider auf die Suche nach einer Lösung ihres Problems machen. Fachmedien brauchen allerdings immer gute Inhalte. So werden sie ihrer Servicefunktion gegenüber den Lesern gerecht. Diese sollen ja spannende Inhalte finden und immer wieder das Heft aufschlagen, den Newsletter lesen oder die Website besuchen.

Hier arbeiten Unternehmen und Journalisten beim Content zusammen: Presseabteilungen und PR-Agenturen versorgen Redakteure und freie Journalisten mit Inhalten, z. B. in Form von Presseinformationen, Statements, Interviews, Fachbeiträgen oder Anwenderberichten. Unternehmen zeigen, was es neues gibt und welchen Nutzen Ihre Produkte oder Lösungsansätze den Anwendern bringen. Wenn Ihr Thema es dann ins Heft schafft, profitieren Sie vom Namen des Mediums: Schließlich hat ein kompetenter Redakteur Ihre Story ausgewählt oder über Sie berichtet. Das wirkt positiv auf Ihren Bekanntheitsgrad und generiert Aufmerksamkeit bei potentiellen Kunden.

Inzwischen unterstützen Verlage übrigens auch ganz konkret bei der Lead-Generierung, beispielsweise mit Anbieter-Webinaren, die auf der Website der Medien beworben werben. Dies ist eine Überlegung wert, da die Medien meist gute Kontakte zu den Zielgruppen haben.

Darüber hinaus lohnt sich Pressearbeit in Kombination mit Inbound Marketing in weiteren Bereichen – vier davon springen mir sofort ins Auge:

Links aus Medienquellen gewinnen

Pressearbeit und die resultierenden Medienberichte helfen beim Link-Building. Links von populären Medien-Websites sorgen für bessere Positionen der eigenen Seite in Suchergebnissen und bringen über Artikel direkte Besucher. Zudem sind wohl die allermeisten Medien auf Social-Media-Plattformen aktiv. Auch hier gibt es Links, wenn die Medien ihre Beiträge posten. Schließlich führen Berichte auch immer dazu, dass der eine oder andere Entscheider direkt eine Anbieterwebsite aufruft – oder ein Blogger über das eigene Produkt oder Thema schreibt.

Medien helfen bei der Themenwahl

Medien helfen, Themen zu setzen und machen das zugehörige Vokabular bekannt. Wenn Sie ein neuartiges Produkt oder eine ungewöhnliche Lösung haben, wird vermutlich zuerst kaum jemand genau danach suchen. Sie profitieren also im Inbound Marketing, wenn Medien über Ihre Themen schreiben. So lernen Ihre Kunden das Thema kennen und bekommen auch gleich die passenden Suchbegriffe für ihre Investitionsvorhaben.

Unterstützung im Lead Nurturing

Zurück zur Glaubwürdigkeit der Fachmedien: Die meisten Fachmedien nehmen gerne Anwenderberichte bzw. Customer Stories an. Anstatt immer nur über Produkte, Konzepte oder allgemeine Trends zu schreiben, bieten Zeitschriften ihren Lesern so einen Einblick in die Welt von Unternehmen mit ähnlichen Herausforderungen. Nutzen Sie diese Berichte für Ihr Lead-Nurturing – verwenden Sie beispielsweise einen Bericht aus einem Fachmedium als Schritt Ihrer Nurturing-Kampagnen. Denn damit behaupten ja nicht nur Sie als Anbieter, dass Ihre Lösung gut ist: Ein unabhängiges Medium berichtet über die Vorteile Ihrer Angebote. Das hilft! Oder nutzen Sie Anwenderberichte im Vertriebskontakt. So ist es nicht nur der Entscheidungsvorbereiter, der positives über Ihre Produkt oder Dienstleistungen berichtet.

Thought Leadership

Wenn Sie sich als Vordenker in einem bestimmten Bereich positionieren wollen, brauchen Sie Dritte, die ihre Vordenkerrolle bestätigen. Dazu zählen Fachmedien. Wenn Sie in Zeitschriften auftauchen, zum Beispiel mit eigener Kolumne, Fachbeiträgen oder in Interviews, machen Sie es anderen leichter, Sie online in Blogs oder Online-Medien zu zitieren sowie Sie als potenziellen Autor für ein Fachbuch oder als Vortragsredner zu finden.

Warum macht HubSpot das nicht?

HubSpot hat sich entschieden, mehr oder minder voll auf Inbound Marketing zu setzen – Nach dem Motto „Eat your own dog food“. Inbound Marketing bringt ihnen die besten Conversions hin zu Kunden. Da wir thematisch im gleichen Teich fischen, kann ich mir das sehr gut vorstellen, denn auch für uns funktioniert Inbound Marketing. Aber für viele Unternehmen ist Inbound Marketing ein Baustein von mehreren, darunter auch Pressearbeit – wenn auch Inbound Marketing derjenige ist, der in der Zukunft wohl die meisten Neukunden bringt.

Eine Einführung in die Welt des Inbound Marketings

Ursprünglich veröffentlicht am 29. Januar 2015, aktualisiert am Februar 10 2017

Themen:

Inbound Marketing