Suchmaschinenoptimierung – kurz SEO – ist ein wichtiger Teil des Online-Marketings – denn sie sorgt dafür, dass Ihre Website über Suchmaschinen wie Google gefunden wird. Je weiter vorne Sie in den Suchergebnissen auftauchen, desto besser stehen Ihre Chancen, mehr potentielle Kunden auf Ihre Seite zu ziehen. Allerdings braucht SEO Zeit und eine gute Strategie.

Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Thema Suchmaschinenoptimierung ankommt und welche Maßnahmen Sie sofort ergreifen können.

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Onpage- und Offpage-Optimierung: Wo liegt der Unterschied?

Google verrät nicht im Detail, nach welchen Kriterien es entscheidet, wo genau eine Webseite in den Suchergebnissen positioniert wird. Klar aber ist: Es gibt mehr als 200 Ranking-Faktoren, die im komplexen System der Suchmaschinenoptimierung ineinandergreifen. Die SEO-Methoden, die sich daraus ableiten, werden in Onpage- und Offpage-Optimierung gegliedert.

Onpage-SEO umfasst alle Optimierungen, die auf der Website selbst vorgenommen werden. Dazu gehören inhaltliche wie technische Aspekte, etwa die Produktion von hochwertigem Content oder die Optimierung der Website für Mobilgeräte.

Offpage-SEO befasst sich damit, die Reputation Ihrer Webseiten zu verbessern. Hauptdisziplin in diesem Bereich ist der Aufbau wertvoller sogenannter Backlinks. Das sind Links, die von anderen Seiten auf Ihre Inhalte verweisen. Wenn bekannte, vertrauenswürdige Websites mit passenden Themen auf Sie verlinken, kann sich das positiv auf Ihr Ranking auswirken.

Was kostet Suchmaschinenoptimierung?

Die finanziellen Kosten für die Suchmaschinenoptimierung lassen sich kaum klar beziffern. Wenn Sie eine Agentur oder einen Einzelunternehmer mit SEO beauftragen wollen, variieren die Preise von Anbieter zu Anbieter. Würden Sie die Optimierung auf die Spitze treiben wollen, könnten Sie sogar eine ganze Marketing-Abteilung damit beschäftigen.

Wenn Sie die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Seite hingegen selbst angehen möchten, kostet Sie das vor allem Zeit, Geduld und Ausdauer. Leider ist SEO nichts, was über Nacht funktioniert. Es dauert in der Regel vier bis zwölf Monate, bis sich nach Änderungen konkrete Verbesserungen bei Google beobachten lassen. 

Außerdem sind Sie mit der Suchmaschinenoptimierung niemals fertig. Sie sollten stetig neuen Content liefern und optimieren und natürlich Änderungen am Google-Algorithmus im Auge behalten. Denn SEO ist ein laufender Prozess: Sobald Sie keine Mühe mehr hineinstecken, können andere Websites Sie überholen.

Grundlegende SEO-Maßnahmen für den Start

Es gab Zeiten, in denen sich Google relativ einfach manipulieren ließ. Die sind vorbei. Google bevorzugt Seiten, die authentisch und vertrauenswürdig sind und Nutzern genau das liefern, was sie gesucht haben. Deshalb sind viele Ranking-Faktoren auf das Nutzererlebnis ausgerichtet. Hier kommen sieben Möglichkeiten, wie Sie mit der Suchmaschinenoptimierung starten können:

1) SSL-Verschlüssung einrichten

Ein SSL-Zertifikat ist absolute Pflicht. Es macht Ihre Website sicher. Zu erkennen ist es an dem kleinen grünen Vorhängeschloss am Anfang der Browser-Zeile und an dem URL-Start „https“ statt „http“.

Wenn Sie kein SSL-Zertifikat eingebunden haben, erhalten Besucher an prominenter Stelle den Hinweis, Ihre Website sei nicht sicher. Das ruft förmlich danach, die Seite wieder zu verlassen. Ergebnis ist eine hohe Bounce Rate beziehungsweise unter Umständen auch eine hohe Return-to-SERP-Rate, insofern die Nutzer nach dem kurzen Besuch zu den SERPs (Suchergebnis-Seiten) zurückkehren.

An Google sendet das Signal, dass die User auf Ihrer Seite nicht gefunden haben, wonach sie suchten – was sich für Sie höchstwahrscheinlich in einem verschlechterten Ranking niederschlagen wird.

2) Ladegeschwindigkeit optimieren

Niemand mag langsame Webseiten. Wenn Ihre Seite nicht schnell genug lädt, könnten Sie dadurch Nutzer verlieren. Im besten Fall ist Ihre Website in weniger als drei Sekunden verwendbar.

Die aktuelle Ladezeit können Sie ganz einfach über die Google PageSpeed Insights in Erfahrung bringen. Dort bekommen Sie auch direkt Vorschläge, wie Sie Ihre Website schneller machen können.

3) Optimierung für Mobilgeräte

Längst sind Ihre Kunden nicht mehr nur vom Computer aus im Internet unterwegs. Nein, sie wollen auch schnell und einfach über das Handy oder Tablet surfen können. Das weiß auch Google und bestraft seit dem „Mobilegeddon“-Update Seiten, die nicht für mobile Geräte optimiert sind.

Nutzen Sie deshalb ein responsives Design für Ihre Website. Die Darstellung Ihrer Inhalte passt sich dann automatisch an das jeweilige Endgerät an und sieht auf jeder Bildschirmgröße gleichermaßen überzeugend aus.

4) Passende Keywords finden

Keywords sind Suchbegriffe, die Google-Nutzer in die Suchzeile eingeben. Wenn Sie wissen, was Ihre Kunden suchen und diese Keywords in Ihre Texte einbauen, kann Google besser verstehen, dass Ihre Website für das jeweilige Thema relevant ist und sie entsprechend weiter vorn in den Suchergebnissen anzeigen.

Für die Recherche passender Keywords können Sie aus unzähligen kostenpflichtigen sowie kostenlosen Tools wählen. Für den Einstieg eignet sich zum Beispiel Ubersuggest.

Idealerweise ist das Suchvolumen für ein gutes Keyword hoch, der Konkurrenzwert aber niedrig. Letzterer zeigt an, wie umkämpft der Begriff in der Suche ist. Sobald Sie ein passendes Keyword gefunden haben, können Sie es unter anderem in den Seitentitel, die Überschriften und natürlich in den Haupttext schreiben. Übertreiben Sie es aber nicht! Vorsicht ist vor Keyword Stuffing geboten, denn Ihr Text sollte sich immer natürlich lesen lassen. Noch effektiver gehen Sie vor, wenn Sie Ihre Keyword-Recherche in eine übergreifende SEO-Strategie eingliedern.

5) Hilfreichen Content produzieren

Ein gutes Ranking erzielen Sie durch nützlichen, einzigartigen Content. Versetzen Sie sich in Ihre Kunden hinein:

Welche Probleme treiben sie an?

Was brauchen sie?

Dann liefern Sie Inhalte, die die Suchanfragen Ihrer Kunden so genau wie möglich beantworten. Hochwertiger, SEO-optimierter Content liefert einen Mehrwert, ist durch Überschriften, Absätze, Aufzählungen gut strukturiert, leicht rezipierbar, durch Bilder, Grafiken und Videos aufgewertet und natürlich frei von orthografischen und grammatischen Fehlern. Achten Sie auch darauf, Duplicate-Content zu beseitigen.

6) Metadaten nutzen

Die Metadaten bestehen aus einem Titel, einer URL und einer Beschreibung. Sie werden in den Suchergebnissen angezeigt und haben einen großen Einfluss darauf, ob Kunden den Link zu Ihrer Website anklicken oder nicht.

Verraten Sie Nutzern und Suchmaschine im Titel, um welches Thema es auf Ihrer Seite geht. In der Beschreibung können Sie den Inhalt kurz und bündig näher umreißen.

Auch die URL sollte deutlich lesbar sein: Verzichten Sie auf ein Kauderwelsch von Zahlen und Buchstaben und wählen Sie stattdessen ein bis drei Schlagworte. In allen Bereichen der Metadaten können Sie auch Ihre Keywords einbinden.

7) Linkbuilding

Ihr Ziel beim Linkbuilding sollte sein, dass vertrauenswürdige, hochwertige und thematisch zu Ihrem Unternehmen passende Websites auf Ihre Seiten verlinken.

Es gibt diverse Möglichkeiten, das zu erreichen. Sie können beispielsweise damit beginnen, Kontakte zu Bloggern aus Ihrer Nische zu knüpfen. Und natürlich sollten Sie selbst durch herausragenden Content überzeugen, der zum Verlinken einlädt. Verzichten Sie in jedem Fall darauf, Backlinks zu kaufen. Google könnte Ihre Webseite dann abstrafen.

Suchmaschinenoptimierung macht Sie Schritt für Schritt sichtbarer: Die Optimierung Ihrer Website ist eine Form des Online-Marketing, die Ihnen langfristig sehr nützen kann. Zwar dauert es teils mehrere Wochen oder sogar Monate, bis sich Ergebnisse zeigen, dann aber kann Ihre Website dauerhaft besser von Interessenten gefunden werden. Ein gründlicher SEO-Check in regelmäßigen Abständen kann Ihnen hier ebenfalls wichtige Erkenntnisse liefern.

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Header: Rawpixel / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 16. Dezember 2019, aktualisiert am Dezember 16 2019

Themen:

SEO