Marketing auf der Überholspur

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30 März 2017

5 Trends, die 2017 das Neugeschäft von Agenturen bestimmen werden

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5 Trends, die 2017 das Neugeschäft von Agenturen bestimmen werden

Wird sich die Kommunikation zwischen Agenturen und ihren Kunden 2017 zusehends verschlechtern?

Wie wird sich der Trend hin zu projektbasierten Aufträgen auf die Fähigkeit Ihrer Agentur auswirken, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen?

Wollen Kunden 2017 mehr Marketingaufgaben an unternehmensinterne Ressourcen vergeben?

Ein neuer Bericht von RSW/US hat diese und andere beunruhigende Trends näher unter die Lupe genommen. Dabei wurden Agenturen und Marketer unter anderem nach den folgenden zentralen Aspekten befragt: Marketing-Ausgaben für 2017, bevollmächtigte Agenturen vs. projektbasierte Arbeit, die rapide Verbreitung von Marketingtechnologien.

HubSpot hat eine Umfrage unter mehr als 750 Agenturen durchgeführt – zur  Preisgestaltung und zum Rechnungswesen. Sichern Sie sich hier Ihre kostenlose  PDF-Ausgabe des Reports.

Der jährliche RSW/US New Year Outlook Report sammelt und analysiert Daten von 200 Agenturen und Marketing-Entscheidungsträgern in den USA und Kanada. Falls Sie Ihre Marketing- und Vertriebsprioritäten für 2017 also noch nicht in Stein gemei, überlegen Sie sich, wie die RSW/US-Daten Ihre Ziele beeinflussen könnten.

5 Trends, die das Agentur-Neugeschäft neu definieren werden

1) Marketer und Agenturen haben zunehmend auseinandergehende Vorstellungen vom Umfang der Marketingausgaben in 2017

Seit RSW/US diese Studie 2011 zum ersten Mal durchführte, haben Marketer ihre geplanten Ausgaben für Marketing und Werbung Jahr um Jahr höher angesetzt.

Laut der Studie von 2017 werden Marketer auch in Zukunft mehr Ausgaben veranschlagen. 67 % von ihnen sagen, dass ihre Budgets 2017 im Vergleich zum Vorjahr etwas oder deutlich höher ausfallen werden.

HubSpot – Trends für das Agentur-Neugeschäft in 2017 – Marketing-Ausgaben (Unternehmen) Ergebnisse des RSW/US 2017 Outlook Report, Übersetzung von HubSpot

Ein höheres Budget auf Kundenseite mag zwar erst einmal vielversprechend klingen, doch Agenturen sollten sich nicht zu früh freuen. Denn als Marketer hat man eine bestimmte Idee davon, welche Ausgaben im nächsten Jahr notwendig sind. Doch es scheint, als ob Agenturen zunehmend ganz andere Vorstellungen haben.

Von den befragten Agenturen erwarten lediglich 48 %, dass die Ausgaben fürs Marketing 2017 etwas oder deutlich höher ausfallen werden. Die Diskrepanz zwischen den Investitionen, die Agenturen und Kunden vorschweben, liegt bei fast 20 % – einer der höchsten Prozentsätze seit 2011.

Mark Sneider, Präsident und Inhaber von RSW/US, gibt allerdings Entwarnung: Dieser hohe Prozentsatz sei nicht darauf zurückzuführen, dass Agenturen und ihre Kunden generell ganz unterschiedliche Vorstellungen hätten. Hier spiele eher die Tatsache eine Rolle, dass Agenturen vorsichtigen Optimismus walten ließen. Da Marketer beabsichtigen, 2017 mehr fürs Marketing auszugeben, rät Sneider Agenturen dazu, diesen Trend auszunutzen. Sie sollten regelmäßig aktiv nach neuen potenziellen Kunden suchen und bestehenden Kunden neue Projektideen vorschlagen. 

HubSpot – Trends für das Agentur-Neugeschäft in 2017 – Marketing-Ausgaben (Agenturen) Ergebnisse des RSW/US 2017 Outlook Report, Übersetzung von HubSpot

2) Agenturen geben etwas weniger für den Geschäftsbetrieb (Mitarbeiter, Marketing und Vertrieb) aus

Es gibt nach wie vor eine große Mehrheit von Agenturen (89 %), die für das kommende Geschäftsjahr etwas oder sehr viel in ihren Geschäftsbetrieb investieren wollen. Allerdings ist das schon ein niedrigerer Prozentsatz als 2014, als stolze 96 % der Agenturen mehr für Mitarbeiter, Marketing und Vertrieb ausgeben wollten.

Was könnte Agenturen 2017 also dazu verleiten, weniger in die eigenen Geschäftsabläufe zu investieren? Möglicherweise gehen diese Agenturen davon aus, dass ihre Kunden mehr von ihrem Marketing- und Werbe-Budget in projektbasierte und interne Arbeit investieren. Der Ausbau der eigenen Ressourcen ist dann erst einmal keine Priorität für die Agenturen. 

HubSpot – Trends für das Agentur-Neugeschäft in 2017 – Geschäftsbezogene Investitionen (Agenturen) Ergebnisse des RSW/US 2017 Outlook Report, Übersetzung von HubSpot

3) Fast die Hälfte der befragten Marketer (44 %) haben vor, Geld vom Marketing abzuziehen und stattdessen in Marketingtechnologien zu investieren

2017 kommt keine Marketing-Agentur an den modernen Technologien der Branche vorbei. Agenturen müssen sich spätestens jetzt das nötige Fachwissen aneignen und ihre Dienstleistungsangebote mit technologischen Hilfsmitteln aufwerten. Marketer suchen aktiv nach Möglichkeiten, um Automatisierung und Analytics in ihren Unternehmen zu integrieren, um datengestützte Entscheidungen treffen zu können – und Agenturen müssen da mithalten.

Der Run auf neue Marketingtechnologien ist sogar so groß, dass viele Marketer Geld von ihren Budgets für das traditionelle Marketing und die traditionelle Werbung abzwacken und in neue Tools investieren. 44 % der Marketer verrieten RSW/US von ihren Plänen, die Finanzmittel, die sie 2017 vom Marketing abziehen, stattdessen in Marketingtechnologien zu stecken. 74 % sagten zudem aus, dass sie über die nächsten drei Jahre mehr in Marketingtechnologie investieren möchten.

Agenturen, die 2017 weniger in Ressourcen und neue Mitarbeiter investieren wollen, sollten diese Entscheidung ernsthaft überdenken. Denn in Zukunft kann die Erwartungen von Marketern nur erfüllen, wer ein starkes Team zur Verfügung stellen kann, das sich mit Daten und Automatisierung auskennt.

HubSpot – Trends für das Agentur-Neugeschäft in 2017 – Budget für Automatisierung Ergebnisse des RSW/US 2017 Outlook Report, Übersetzung von HubSpot

4) Marketer arbeiten mit individuellen Projekten (anstatt mit bevollmächtigten Agenturen und laufenden Vereinbarungen)

Bevollmächtigte Agenturen, die im Rahmen einer laufenden Vereinbarung sämtliche Marketing-Bedürfnisse von Unternehmen abdecken, werden immer weniger eingesetzt. 35 % der Agenturen geben an, dass mehr als 60 % ihrer Arbeit projektbasiert ist. Im Gegensatz zum letzten Jahr (mit 20 %) wurde hier also eine Steigerung um 15 Punkte verzeichnet.

Was bedeutet dieser Trend für Agenturen, die langfristige Kundenbeziehungen aufbauen wollen? Projektarbeit muss in Agenturen zukünftig einen anderen Stellenwert bekommen. Ziel ist es nicht mehr, einzelne Projekte an Land zu ziehen, abzuarbeiten und dann nach neuen Kunden zu suchen. Ein Projektauftrag ist heutzutage nur der Beginn einer hoffentlich lang währenden Kundenbeziehung. Daher sollten Agenturen bei jedem Projekt herausfinden, ob Potenzial für eine längerfristige Beziehung besteht.

 

HubSpot – Trends für das Agentur-Neugeschäft in 2017 – Anteil von projekt-basierter Arbeit Ergebnisse des RSW/US 2017 Outlook Report, Übersetzung von HubSpot

5) Immer mehr Marketer teilen traditionelle Agenturdienstleistungen unternehmensinternen Ressourcen zu

Fast 80 % der Agenturen erwarten, dass ihre Kunden sich 2017 dafür entscheiden, einige Marketingaufgaben intern zu bearbeiten – das ist ein 23-prozentiger Anstieg gegenüber zum Vorjahr.

Diese Zahl scheint zwar etwas beunruhigend, aber Agenturen sollten sich noch nicht zu viele Sorgen machen. Marketer selbst geben niedrigere Zahlen an. Der Großteil (84 %) sagt, dass sie 2017 20 % oder weniger von ihren Marketingaufgaben intern zuweisen wollen.

Laut dem RSW/US-Bericht handelt es sich bei diesen Aufgaben um „kleinere Jobs“. Solange Agenturen also große Leistungsversprechen anbieten, brauchen sie sich keine Sorgen zu machen.

HubSpot – Trends für das Agentur-Neugeschäft in 2017 – Verlagerung zu unternehmensinternen Ressourcen
Ergebnisse des RSW/US 2017 Outlook Report, Übersetzung von HubSpot

Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Arbeit von Agenturen 2017 verändern? Teilen Sie Ihre Ideen mit uns in den Kommentaren. New Call-to-action Dieser Artikel ist ursprünglich auf dem HubSpot.com-Blog erschienen und wurde aus dem Englischen übersetzt.

Themen: Business

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