– Dieser Beitrag basiert auf einer Mitteilung von Brian Halligan an alle Angestellten von HubSpot –

Gestern erhielt ich drei E-Mails von Unternehmen, die mich um ihr Einverständnis baten, mir weiterhin E-Mails senden zu dürfen. Vermutlich werden Sie ebenfalls einige solcher E-Mails erhalten haben. Das Ganze ist schon etwas ironisch.

Allerdings betrachte ich diese E-Mails nicht als etwas Negatives, sondern begrüße sie sogar. Schließlich versuchen diese Unternehmen schlichtweg, sich richtig zu verhalten, indem sie sich an die DSGVO, die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union halten, die heute in Kraft tritt.

Dazu möchte ich einen kleinen historischen Vergleich bemühen: In den 1960er Jahren kämpften Automobilhersteller gegen Regierungen, die Sicherheitsgurte als Serienausstattung vorschrieben. Sie beklagten unter anderem, dass dadurch die Kosten steigen und Verbraucher denken würden, dass Autos nicht sicher seien. Außerdem sei Sicherheit schlichtweg kein Verkaufsargument.

Doch schon bevor der Einbau von Sicherheitsgurten verpflichtend wurde, gab es einige Automobilhersteller, die sie freiwillig als Serienausstattung anboten. Sie waren dem Trend eine Nasenlänge voraus und machten das Thema Sicherheit schon Jahre vor allen anderen zu ihrem Unterscheidungsmerkmal.

Es ist genau diese Art von „Pioniergeist“, der die Nutzer von HubSpot auszeichnet – und wir selbst bemühen uns natürlich auch darum. Unsere Kunden haben der Art und Weise, wie sie ihre Produkte und Dienstleistungen verkaufen, die gleiche Priorität eingeräumt wie der Frage, was sie verkaufen. Sie wollen nicht um jeden Preis wachsen, sondern eben richtig wachsen, indem sie die richtigen Kunden anziehen, für sie da sind und ihnen helfen, anstatt sie mit störender Werbung zu nerven. Unsere Kunden verkörpern die Inbound-Methodik.

Die DSGVO ist für die Marketingbranche eine positive Entwicklung. Und die Grundauffassungen der DSGVO gehen mit der Inbound-Methodik Hand in Hand.

Einige Unternehmen zeichnen sich bereits jetzt dadurch aus, dass sie relevante, hilfreiche und transparente Informationen zur Verfügung stellen. Diesen Unternehmen wird die DSGVO helfen, ihre ohnehin schon zukunftsorientierte Herangehensweise weiterzuentwickeln, und so ihr Wachstum weiter auszubauen.

Jedoch gibt es auch Unternehmen, die sich am anderen Ende des Spektrums bewegen. Sie haben kein Interesse daran, ihre Marketingpraktiken an einen Markt anzupassen, dessen Anforderungen sich laufend weiterentwickeln. Sich DSGVO-konform zu verhalten, ist für solche Unternehmen nur eines: beschwerlich.

Und dann gibt es all die Unternehmen in der Mitte, zwischen diesen beiden Extremen. Sie sind möglicherweise willens, die Weichen in Richtung Inbound-Methodik zu stellen, waren bisher aber vielleicht noch nicht ganz bereit oder in der Lage dazu, weil kurzfristig andere Prioritäten den Vorrang hatten. Für diese Unternehmen könnte die Notwendigkeit, sich DSGVO-konform zu verhalten, ein Wendepunkt sein, der sie dazu bringt, ein moderneres, freundlicheres und hilfreicheres Marketing zu betreiben. Eine Möglichkeit, besser zu wachsen.

Konformität mit der DSGVO zu gewährleisten, mag für viele Unternehmen eine schwierige Aufgabe sein, und dafür haben wir vollstes Verständnis.

In den letzten Monaten haben wir ebenfalls hart daran gearbeitet, unser Unternehmen darauf auszurichten, die Prinzipien der neuen Regulierungen global umzusetzen. Und wir haben die HubSpot-Plattform für unsere Kunden verbessert, um ein DSGVO-konformes Arbeiten zu vereinfachen. Wenn Sie mehr über die Veränderungen in unseren Produkten und weitere Informationen über HubSpot und die DSGVO erhalten möchten, klicken Sie hier.

Ich freue mich bereits auf eine Zukunft, in der die DSGVO zur Serienausstattung gehört.

Weitere Informationen zu HubSpots Vorbereitungen auf die DSGVO

Ursprünglich veröffentlicht am 25. Mai 2018, aktualisiert am Juni 18 2018

Themen:

DSGVO