Schon lange sind Konsumenten der traditionellen Marketing Methoden überdrüssig. Jahre des Werbebombardements haben sie resistent gegen jede übliche Form der Werbung werden lassen. Doch schlaue Marketers haben verstanden, dass die gängigen Marketing Methoden nicht mehr effektiv sind und haben eine neue Methode entwickelt um Kunden zu gewinnen.

Content Marketing ROI und Definition

Der Zweck von Content Marketing ist es Konsumenten anzuziehen und langfristig an das Unternehmen zu binden, indem die Unternehmen für den Kunden wertvolle und informative Inhalte kreieren und verteilen. Content Marketing ist die Kunst mit Ihren Kunden einen Dialog aufzubauen, ohne Ihnen direkt ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen. Ziel dieser Marketingbemühungen ist es, das Kaufverhalten des Konsumenten indirekt zu beeinflussen.

Content Marketing ist in aller Munde. Doch welche genauen Vorteile bringt eine ausgefeilte Content Marketing Strategie für Ihr Unternehmen?

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Dieser Artikel befasst sich mit den direkten Vorteilen für Ihr Unternehmen und Ihre Marke, und zeigt Ihnen wie Sie den Erfolg Ihrer Content Marketing Kampagnen messen können.

1. Brand Awareness (Markenbekanntheit)

Brand Awareness gibt Auskunft darüber, ob Ihre Marke von Konsumenten erkannt wird und sie diese dann mit Ihrem Produkt assoziieren können. Markenbekanntheit ist somit das Hauptziel von vielen Unternehmen in den ersten Monaten oder Jahren nach dem Produktlaunch.

Meist wird die Markenbekanntheit als Prozent auf dem Zielmarkt dargestellt. Die Markenbekanntheit von Coca Cola zum Beispiel liegt laut einer Umfrage von Research Now bei sagenhaften 94%.

Content Marketing hilft dabei die Markenbekanntheit Ihres Unternehmens zu steigern und potenzielle Kunden schon vor dem eigentlichen Kauf des Produktes mit Ihrer Marke in Berührung zu bringen. Dabei ist es wichtig, dass Ihr Content das Markenbild Ihres Unternehmens wiederspiegelt und dem Konsumenten wertvolle Informationen liefert. 

Um die Markenbekanntheit Ihres Unternehmens zu messen, können Sie auf die Kennzahlen Impressions, Traffic und CT zurückgreifen. Diese Kennzahlen liefern Informationen darüber, wie viel Personen auf Ihrer Suche nach Antworten Ihren Content finden und dann mit ihm interagieren. 

Für die Messung Ihrer Markenbekanntheit sind vor allem die organischen und viralen Impressions relevant.

  • Organische Impressions: Ist die Anzahl, wie oft dem Nutzer Ihr Content in seinem News Feed, Ticker oder auf Ihrer Webseite angezeigt wurde.
  • Viral Impressions: Ist die Anzahl, wie oft Ihre Inhalte, welcher mit Ihrer Webseite assoziiert wird, von anderen Konsumenten geliked, kommentiert oder geshared wurden.

Vorsichtig: Oft werden Impressions mit Reach verwechselt. Impressions messen, wie oft Ihr Inhalt dargestellt wurde, während Reach misst wie viele einzelne Nutzer Ihren Content gesehen haben.

Des Weiteren geben Ihr Webseiten Traffic, Social Shares und CTR eine sehr gute Auskunft darüber, inwiefern Ihr Content Ihre Kunden davon überzeugt, sich genauer mit Ihrem Produkt oder Ihrer Marke zu befassen. 

Traffic durch Clicks von Ihrem Blog Post auf Ihre Landing Page entstehen unter anderem dann, wenn die Nutzer Ihren Content wertvoll finden und sich Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung genauer anschauen möchten.

Viele Social Shares bekommt Ihr Unternehmen oder Ihre Marke vor allem dann, wenn die Inhalte dem teilenden Nutzer in seiner Peergroup Anerkennung verschaffen. Social Shares steigern den Bekanntheitsgrad Ihre Marke und Sie erreichen Kunden, welche Ihr Unternehmen vielleicht vorher nicht kannten.

2. Brand Loyalty (Markentreue)

Brand Loyalty sorgt dafür, dass Kunden sich Ihrer Marke verpflichtet fühlen und immer wieder Produkte von Ihnen kaufen. Wenn also Kunden die Möglichkeit und einen guten Grund haben eine andere Marke zu bevorzugen und trotzdem bei Ihnen kaufen, dann haben Sie mit Ihrem Unternehmen wahre Markentreue erreicht.

Somit ist Brand Loyalty einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg Ihrer Marke und Ihres Unternehmens. Falls Sie es nicht schaffen treue Stammkunden für Ihre Marke zu rekrutieren, dann müssen Sie mit anderen Unternehmen in Faktoren wie Preis und Nutzwert konkurrieren.

Wenn Ihre Kunden Ihr Produkt nur Kaufen, weil es günstig oder einfach zu besorgen ist, dann ist Ihr „Markenprodukt“ eine reine Konsumware geworden. Ihr Unternehmen wird dann in einen harten Preiskampf verwickelt und ist dem ständigen Risiko ausgeliefert seine Kunden an andere Marken mit einem höheren Nutzwert zu verlieren.

Deshalb sollten Sie anfangen Ihre Brand Loyalty aufzubauen und zu entwickeln. Brand Loyalty ist das Resultat des Konsumentenverhaltens und wird von den persönlichen Präferenzen der Kunden beeinflusst. Loyale Kunden werden fortlaufend Produkte von Ihnen kaufen, auch wenn es vielleicht bessere Produkte gibt. Das bekannteste Beispiel ist Apple.

Viele große Unternehmen nutzen Content Marketing, Treueprogramme oder Incentives um Kundentreue zu kultivieren. Content Marketing hat dabei den großen Vorteil den Kontakt zum Kunden schon vor dem Kauf aufzubauen, da er sich mit Ihrem Content bei seiner Recherche auseinandersetzt.

Guten Content wird der Kunde daraufhin mit Ihrer Marke assoziieren. Dabei gilt, je größer der Stellenwert Ihrer Marke im Leben eines Kunden - desto loyaler bleibt er Ihrem Unternehmen.

Der beste Weg um Markentreue zu messen sind Umfragen. Sie sollten ständig die Rückmeldung von Konsumenten in Ihrem Zielmarkt einholen, vor allem von denen, welche soeben ein Produkt oder Dienstleistung von Ihnen erworben haben.

Es gibt 5 Kennzahlen, welche bei der Beurteilung von Markentreue eine wichtige Rolle spielen:

Kundenbindung: Hilft Ihnen zu verstehen, warum Ihre Produkte oder Ihre Dienstleistung die Erwartungen Ihrer Kunden erfüllen oder übertreffen.

Frage: Werden Sie uns an andere weiterempfehlen?

Vertrauen: Ist für alle Marken wichtig, vor allem aber für Marken, welche sensible Informationen von Kunden handhaben müssen, wie zum Beispiel Bankdaten und Kreditkarteninformationen.

Frage: Haben Sie Vertrauen in unsere Marke?

Wertschätzung: Der Respekt, den Ihr Kunde gegenüber Ihrer Marke hat und ob er diese mit einem guten Erlebnis verbindet.

Frage: Haben Sie schon von unserer Marke gehört?

Zuverlässigkeit: Wie nimmt Ihr Kunde die Qualität Ihrer Produkte und Dienstleistung wahr.

Frage: Wie finden Sie die Qualität unserer Produkte?

Identifizierung: Der emotionale Wert Ihres Produktes für den Kunden.

Frage: Wie wertvoll ist das Produkt für Sie?

3. Customer Engagement (Kundenbindung)

Lange wurde Marketing als ein eindimensionaler Kanal betrachtet. Passive Kunden wurden dabei mit Werbebotschaften regelrecht bombardiert. Die Marketingmaßnahmen setzten damals vor allem auf Masse und Reichweite. Das Resultat sind Phänomene wie Banner Blindness.

Heutzutage wird dem Konsumenten eine aktive Rolle zugesprochen. Um Kunden langfristig zu binden setzen Unternehmen auf Customer Engagement. Customer Engagement ist die Tiefe und der Grad an Interaktionen von Konsumenten mit Ihren Inhalten, um ihre Zielbedürfnis zu befriedigen.

Das Internet bietet Ihren Kunden die Möglichkeit, sich über ihre positiven und negativen Erfahrungen mit Ihrem Produkt und/oder Unternehmen auf Social Media Netzwerke, wie Facebook und Twitter, und Foren auszutauschen. Positive Kunden Testimonials stellen somit eine hervorragende freie Form der Werbung für Ihr Unternehmen da. Deshalb sollte jede Interaktion mit dem Konsumenten einen sehr hohen Stellenwert bei Ihnen haben.

Der direkte Dialog mit Ihren Kunden gibt Ihnen die Möglichkeit, mehr über ihr Verhalten und Bedürfnisse zu erfahren. Mit den erworbenen Informationen, können Sie dem Kunden aktiv dabei helfen die Probleme des Alltags zu meistern und ihm zugleich weitere Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Ihre Kunden werden es Ihnen danken, dass Sie ihnen ein offenes Ohr schenken.

Hochwertige, nützliche und unterhaltsame Informationen laden zum Diskurs ein und verbreiten sich schneller. Dabei ist es egal, ob Sie bei Ihrer Content Strategie auf einen Blog, Social Media, Webcasts oder E-Mail Kampagnen setzen. Guter Content bietet Gesprächsstoff, weckt Emotionen und führt zu weiteren nutzergenierten Inhalten, die wiederum das Image Ihres Unternehmens stärken.

Diese 2 Kennzahlen helfen Ihnen bei der Bewertung Ihres Customer Engagements:

Sentiment:

Um das Sentiment Ihrer Social Media Kanäle zu messen, müssen Sie alle Kommentare Ihrer Onlineauftritte erst einmal segmentieren. Die Kommentare lassen sich meist in drei Kundensegmente einteilen: Promoters (Befürworter), Detractors (Kritiker) und Kunden, die Servicehilfe beanspruchen.

Nachdem Sie die Kommentare Ihren entsprechenden Segmenten zugeordnet haben, wird es Zeit diese zu messen und Trends herauszufiltern. Sie müssen nun analysieren, welches Segment die meisten Kommentare hat. Zusätzlich finden Sie heraus welches Segment, die meisten kommentierenden Kunden beheimatet. Zum Schluss sollten Sie die Frequenz der Veröffentlichung der Kommentare in jedem Segment messen, da diese ein Schlüsselindikator für das Customer Engagement ist.

Netpromoter Score:

Zufriedene Kunden sind nicht gleich loyale Kunden. Konsumenten sind mit einem Produkt oder einer Dienstleistung zufrieden, weil ein Unternehmen Ihnen den Standard Service geliefert hat, welchen Sie erwartet haben, nicht mehr und nicht weniger. 

Werden diese Kunden nicht weiter umworben, werden sie wahrscheinlich in Zukunft nicht als Ihr Markenbotschafter fungieren. Loyale Kunden werden die positive Erfahrung, die Sie mit Ihrem Unternehmen in Verbindung bringen mit ihren Bekannten teilen und diese dazu ermuntern auch Ihre Produkte und Dienstleistung zu kaufen oder zu testen.

Der Netpromoter Score ist das Punktemodel, welches misst, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Kunde seine gute oder schlechte Erfahrung mit Ihren Produkte oder Dienstleistungen mit seiner Peergroup teilt.

4. Viralität

Merke: Je schneller und erfolgreicher eine Werbebotschaft seine gewünschte Zielgruppe erreicht, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das beworbene Produkt oder die Dienstleistung im Gedächtnis des Konsumenten verweilt.

In Zeiten des Social Sharings können sich gute Inhalte wie ein Lauffeuer ausbreiten. Damit dies auch gelingt, sollten Sie stets darauf achten, dass Ihr Content einzigartig ist. Darüber hinaus muss viraler Content Menschen zum lachen bringen, sie auf einer emotionalen Eben berühren oder ihnen Hilfestellungen zu einem ihrer Probleme vermitteln.

Mit gutem Content Marketing erschaffen Sie Content, der zum teilen anregt . Dadurch entstehen die gewünschten Multiplikatoren-Effekte. 

Um die Viralität Ihres Contents zu messen, können Sie den K-Faktor nutzen. 

Der K-Faktor setzt sich wie folgt zusammen:

K= A x B x C x D

A = % der Nutzer, die Ihre Inhalte pro Besuch einmal teilen

B = Durchschnitt an geteilten Inhalten pro Nutzer und Webseitenbesuch
C = Nummer der Nutzer, die den Inhalt auf sozialen Netzwerken teilen
D = % von C, welche authentisierte Nutzer (Nutzer, die auch Inhalte veröffentlichen) werden

Wenn Sie nun zum Beispiel einen Wert von 0,02 erhalten, dann bedeutet dies, dass Sie pro 50 Nutzer einen neuen Nutzer hinzugewinnen.

5. Webseite als Informationshub

Hubwebseiten, Seiten mit nützlichen Ressourcen, oder Authority Webseiten, Seiten mit vielen eingehenden Links von hochrangigen Webseiten, werden im Google Search Ranking besonders berücksichtigt.

Damit Ihre Webseite, aber als solche von Google auch erkannt wird, müssen Sie eine Menge an nützlichen Inhalten zu einem Themengebiet produzieren. Webseite, Twitter und soziale Netzwerke sollten dabei miteinander verknüpft sein und sich ergänzen.

Ausführliche und hilfreiche Informationen erhöhen die Verweildauer der Nutzer auf Ihrer Webseite. Zugleich werden diese Ihre Webseite weiterempfehlen und Sie haben die Chance sich als Koryphäe in Ihrer Industrie zu etablieren.

Fortan müssen Sie nicht mehr nach Ihren Kunden suchen, sondern Sie werden von Ihren Kunden in den Suchmaschinen gefunden.

Um zu messen, wie es mit Ihren Bemühungen einen Informationshub aufzubauen aussieht, sollten Sie sich primär auf die Anzahl der Backlinks konzentrieren, die auf Ihre Webseite führen.

Auf der Webseite www.backlinktest.com ermitteln Sie die genaue Anzahl an Backlinks, die auf Ihre Webseite verlinken.

Zusammenfassung

Wenn Sie Ihr Unternehmen konkurrenzfähiger machen wollen, dann sollten Sie anfangen auf Content Marketing zu setzen. Eine gute Content Marketing Strategie hilft Ihnen nicht nur dabei neue Kunden für sich zu gewinnen, sondern bindet diese kontinuierlich an Ihre Marke. Fangen Sie an Ihre Markenbekanntheit und Markentreue mit wertvollem Content zu kultivieren. 

Sie werden schnell bemerken, dass Customer Engagement und Viralität keine Zufallsprodukte sind, sondern die Resultate eines aufrichtigen Dialoges mit Ihren Kunden. Ihre Kunden werden es Ihnen danken, wenn Sie ihnen bei ihren Fragen mit Rat zur Seite stehen und Sie mit Loyalität zu Ihrem Unternehmen und Marke belohnen.

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Ursprünglich veröffentlicht am 14. Mai 2015, aktualisiert am Februar 10 2021

Themen:

Content-Marketing