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01 August 2017

Creative-Commons-Lizenzen richtig einsetzen

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Creative-Commons-Lizenzen richtig einsetzen

Die Werke von Fotografen, Musikern oder Redakteuren sind urheberrechtlich geschützt und dürfen deshalb nicht ohne Weiteres online verwendet und verbreitet werden. Mit Creative-Commons-Lizenzen können Urheber allerdings Nutzungsrechte für mediale Inhalte erteilen – abseits der klassischen Varianten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie CC-lizensierte Werke richtig einbinden und was es dabei zu beachten gilt.

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Wie funktionieren Creative-Commons-Lizenzangaben?

Die Non-Profit-Organisation Creative Commons (auf Deutsch etwa: schöpferisches Gemeingut) wurde 2001 gegründet und bietet vorgefertigte Lizenzverträge für Werke im Internet an, die unter das Urheberrecht fallen. Autoren verschiedener Medienformate wie Texte, Bilder, Musikstücke oder Videos können mit den CC-Lizenzen Nutzungsrechte für ihre Werke festlegen, die über das Urheberrecht hinausgehen.

Die Bandbreite der insgesamt sechs Lizenzen bewegt sich zwischen engem Copyright, das die Nutzung nur mit Einwilligung des Autors erlaubt, und der Gemeinfreiheit für eine uneingeschränkte Nutzung zu jedem Zweck.

Welche Vorteile haben Creative-Commons-Lizenzen?

Bei CC-lizensierten Werken müssen Nutzer den Urheber nicht mehr explizit um Erlaubnis bitten, sondern können auf einen Blick die Freiheiten und Einschränkungen der Werke erkennen. Umgekehrt sparen sich Autoren juristischen Aufwand und erhalten Rechtssicherheit, indem sie selbst über die Nutzung ihrer Werke bestimmen.

Urheber müssen allerdings beachten, dass eine CC-Lizenz nicht widerrufen werden kann. Wenn ein Fotograf ein Bild mit einer CC-Lizenz ausstattet, die die kommerzielle Nutzung erlaubt, lässt sich eine kommerzielle Nutzung nachträglich nicht mehr verbieten.

Wo finde ich Creative-Commons-Bilder?

Mit den leichtverständlichen Lizenzen wächst auch die Menge an frei verfügbaren Werken fortlaufend an. Mittlerweile besteht ein vielfältiges Angebot an Inhalten mit CC-Lizenz, mit denen beispielsweise Marketer ihre Blogartikel und andere Inhalte bebildern können.

Mittels der Suchmaschine von Creative Commons können Sie plattformübergreifend nach Werken aller Art suchen. Auch die Wikimedia Commons bieten eine vielfältige Auswahl frei nutzbarer Medieninhalte. Darüber hinaus finden Sie Bilder auch gezielt bei Flickr oder mit Hilfe der Google-Bildersuche mit dem entsprechenden Filter unter „Tools“, „Nutzungsrechte“:

Creative-Commons-Bildersuche bei Google

Bild: Screenshot auf google.de

Beliebte Plattformen für wiederverwendbare Musik sind Soundcloud und Jamendo. Das Video-Portal YouTube lässt sich ebenfalls nach audiovisuellen CC-Werken filtern:

Creative-Commons-Suchergebnisse bei YouTube

Bild: Screenshot auf youtube.de

Die wichtigsten Lizenzen auf einen Blick

Aktuell existieren insgesamt sechs verschiedene Standard-Lizenzverträge, die sich auf die drei Restriktionsebenen Urheberrecht, kommerzielle Nutzung und Modifizierung von Werken beziehen. Grundlage dafür bilden diese vier Rechtemodule:

Creative-Commons-Lizenzen

Urheber können mit dem CC0-Werkzeug (Kürzel: CC0) und der Public Domain Mark (Kürzel CC-PD-MARK) auch sämtliche Rechte am eigenen Werk abtreten.

Die vier beschränkenden Rechtemodule sind miteinander kombinierbar, sodass sich für CC-Werke neben den urheberrechtsfreien Versionen CC0 und CC-PD-MARK insgesamt sechs mögliche Lizenzen ergeben:

Creative-Commons-Lizenzen im Überblick

In Deutschland sind die Lizenzen in der Version 3.0 vorherrschend, seit Januar 2017 besteht allerdings auch eine deutsche Übersetzung der 2013 veröffentlichten internationalen 4.0-Version.

Creative-Commons-Lizenzen richtig einsetzen

Bei der Verwendung von Inhalten mit CC-Lizenzen müssen Sie die jeweiligen Lizenzbedingungen hinsichtlich des Urheberrechts, der kommerziellen Nutzung oder Modifikationsmöglichkeiten beachten. Bei CC-lizensierten Bildern dürfen in jedem Fall folgende Angaben nicht fehlen:

  • Namensnennung des Autors: Sie müssen den Namen des Urhebers oder seinen Profilnamen auf dem jeweiligen Bildportal angeben.
  • Link zur Quelle des Bildes: Der Autor oder das Werk müssen verlinkt werden, idealerweise über eine Verlinkung des Autorennamens.
  • Nennung der Lizenz und Verweis auf Lizenzurkunde: Sie müssen die Lizenz angeben, unter der der Urheber sein Bild veröffentlicht hat. Die Lizenz verweist via Verlinkung auf die Lizenzurkunde (englisch: „License deed“).
  • Hinweis auf Bearbeitung: Sofern eine Bearbeitung vorgenommen wurde, muss diese gekennzeichnet werden, beispielsweise mit „Bildausschnitt“.
  • Nennung des Werktitels: Bei CC-Lizenzen vor der Version 4.0 müssen Sie den Titel nennen, allerdings nur, falls dieser bekannt ist und Sie hierfür ausreichend Platz haben. Ab Version 4.0 genügt eine Verlinkung zu einer weiteren Seite, die die Rechteangabe besitzt.
  • Urheber im Dateinamen: Der Urheber sollte auch im Dateinamen genannt werden, sofern die Datei direkt per URL aufrufbar ist.

Drei Beispiele für korrekte Einbindungen von Creative-Commons-Bildern:

Creative-Commons-BeispielMiguel Mendez, „Sunrise by the Liffey“, CC BY 2.0.

Creative-Commons-BeispielBenson Kua, „Somewhere over Africa“, CC BY-SA 2.0.

Creative-Commons-Beispiel
Retro Arzbacher, „Pinguin“, CC BY-ND 2.0.

Mögliche Konsequenzen bei fehlerhafter Nutzung

Auch wenn die Lizenzbedingungen Nutzer teilweise mit großen Freiheiten in der Handhabung von lizenzierten Inhalten ausstatten, gehören die „Jedermannlizenzen“ weiterhin den Künstlern – und nicht der Allgemeinheit. Achten Sie deshalb darauf, lizensierte Werke korrekt auf Ihrer Seite einzubinden. Mit fehlerhaften oder unvollständigen Angaben zu Creative-Commons-Bildern riskieren Sie eine Abmahnung und Strafzahlungen im dreistelligen Bereich.

Creative-Commons-Lizenzen vereinfachen Content-Marketing

Die Creative-Commons-Lizenzen vereinfachen die Verbreitung und Verwendung von kreativen Werken und Medieninhalten im Internet sowohl auf Urheber- als auch auf Nutzerseite. Marketern und Bloggern bietet sich dadurch eine riesige Auswahl an Medien, die sich kostenfrei und einfach in das eigene Content-Angebot einbinden lassen, um es für den Leser noch attraktiver zu gestalten.

Aus Respekt gegenüber den Urhebern und um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden, ist ein gewissenhafter Umgang mit den Werken und Lizenzrechten dabei oberstes Gebot.

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Dieser Beitrag ist ein unverbindliches Informationsangebot und stellt keine Rechtsberatung dar.

Themen: Social Media Content Marketing

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