Als Suchmaschine ist Google die unangefochtene Nummer eins. Und auch in Hinblick auf die Auswahl seiner Tools kann kaum ein anderer Anbieter mit dem Internetgiganten mithalten. Mit Google Sites bietet das Unternehmen Nutzern einen Website-Baukasten, mit dem die eigene Onlinepräsenz nur wenige Mausklicks entfernt ist.

Wir haben für Sie untersucht, was Google Sites kann und ob es den von Google gewohnten Qualitätsstandards gerecht wird.

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Von Analytics und Ads über Maps und My Business bis hin zu Drive und Trends – nicht nur als Suchmaschine, sondern auch was seine anderen Internetdienste anbelangt, gilt Google oft als das Maß aller Dinge. Mit den Funktionen seiner zahlreichen Tools bietet Google tagtäglich Millionen von Anwendern Hilfe bei digitalen Fragen und Aufgaben – und das überwiegend gratis.

Die Erstellung von Websites ist dabei keine Ausnahme. Seit 2009 lässt sich mit Google Sites einfach und kostenlos in wenigen Minuten eine eigene Website erstellen.

Mit Google Sites kostenlos eine Homepage erstellen

Mit Google Sites kann jeder seinen eigenen Onlineauftritt erstellen – ohne Programmierkenntnisse und große Einarbeitungszeit. In der Anwendung ist das Website-Baukastensystem so simpel und intuitiv, wie es die Nutzer von anderen Google-Tools kennen. Die einzige Voraussetzung, um Google Sites nutzen zu können, ist ein Gmail-Konto und ein bisschen Zeit.

Wer sich mit seiner Gmail-Adresse anmeldet, startet sofort in der Gestaltungsoberfläche für die neue Website. Mit wenigen Mausklicks lassen sich die Navigation der Seite anlegen und neue Unterseiten erstellen. Diese können beliebig in ihrer Reihenfolge verändert, als Startseite festgelegt, umbenannt, dupliziert oder in der Navigation verborgen werden. Empfehlenswert ist es, sich vorher bereits eine Sitemap (Seitenübersicht) zu überlegen, die die Struktur der zu erstellenden Seiten festlegt.

Für die Gestaltung der Seiten stehen verschiedene voreingestellte Layouts zur Verfügung, die sich in erster Linie in Farbe und Schrift voneinander unterscheiden. Da die Zahl der Einstellungsmöglichkeiten recht überschaubar ist, ist auch das Design in Kürze festgelegt. Ebenso unkompliziert ist das Einfügen von Texten – die verschiedenen Möglichkeiten zur Formatierung sind selbsterklärend aufgebaut.

Darüber hinaus können auch Logo, Bilder und Videos implementiert und diverse ergänzende Einstellungen, wie zum Beispiel Hervorhebungen, Kontaktformulare oder die Verknüpfung mit Google Analytics oder Google Maps durchgeführt werden.

Sobald die Bearbeitung abgeschlossen ist, genügt ein Klick auf „Veröffentlichen“ und schon ist die Website online – entweder über die kostenlose URL von Google oder über eine eigene, gekaufte Domain.

Classic oder New? Vorlagen und andere Unterschiede

Mit „Classic" und „New" stehen Nutzern aktuell zwei Varianten von Google Sites zur Auswahl. Während die Classic-Variante mehr Funktionen beinhaltet, punktet die 2016 überarbeitete, neue Version mit mehr Übersichtlichkeit, modernerem Design und mehr individuellen Gestaltungsmöglichkeiten.

Google Sites New

Das neue Google Sites beinhaltet sechs verschiedene Themes in unterschiedlichen Design-Varianten, die individuell angepasst werden können. Alle Werkzeuge werden in der Seitenleiste dargestellt und können solange adaptiert werden, bis das Layout den eigenen Vorstellungen entspricht.

Das Baukasten-System basiert auf einem Drag-&-Drop-Editor, mit dem die einzelnen Komponenten, wie Texte, Bilder und Codeausschnitte, ganz einfach hinzugefügt werden können.

Die Verknüpfung mit anderen Tools wie Google Drive oder Docs ermöglicht einen einfachen Zugriff auf eigene Dateien. Werden externe Bilder für die Webseite benötigt, leistet die integrierte Suche gute Dienste.

Das Werkzeug beschränkt das Suchergebnis darüber hinaus automatisch auf Bilder, die über die entsprechenden Lizenzen für eine Verwendung auf der Website verfügen.

Google Sites Classic

Wer lieber mit fertigen Vorlagen arbeitet, ist bei Googles Sites Classic besser aufgehoben: Es kann zwischen 30 unterschiedlichen Varianten in sechs Kategorien und 50 zusätzlichen Themes gewählt werden. Zu beachten ist dabei jedoch, dass es kein eigenes Feature für responsive Design gibt, was bedeutet, dass Ihre Website beim Zugriff über mobile Geräten unter Umständen nicht optimal dargestellt wird. 

Google Sites Classic hat Vor- und Nachteile: Um zusätzliche Funktionen, wie beispielsweise eine PayPal-Schaltfläche, auf der Website zu integrieren, stehen in der Classic-Version Gadgets zu Verfügung, während in Google Sites New der jeweilige Code eingebettet werden muss.

Google Sites Classic vereinfacht wichtige Schritte für die Nutzer, hinkt jedoch an anderer Stelle seinem Nachfolger Google Sites New erkennbar hinterher.

Keine Kosten – guter Nutzen

Ganz gleich, mit welcher Version von Google Sites Sie liebäugeln, wägen Sie pro und contra ab. Der größte Vorteil des Dienstes ist unbestritten, dass mit ihm keine Kosten verbunden sind. Auch das hohe Maß an Benutzerfreundlichkeit spricht für Google Sites. Die intuitive Bedienung und vorgefertigten Layouts zählen definitiv zu den Pluspunkten.

Dem gegenüber steht, dass Google Sites in seinen Möglichkeiten, vor allem hinsichtlich Design und Marketingmaßnahmen, eingeschränkt ist und auf Dauer wohl kaum eine „echte“ Website ersetzt. Zum Einstieg in Website-Baukastensysteme und als einfacher Weg zur ersten Onlinepräsenz ist Google Sites aber dennoch eine gute Alternative sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen.

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Header: Lauren Edvalson / Unsplash

Ursprünglich veröffentlicht am 5. Februar 2020, aktualisiert am Februar 10 2020