Ansprechende und professionelle Produktfotografie kann für Ihre E-Commerce-Strategie nicht nur wertvoll, sondern sogar verkaufsentscheidend werden. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Produktfotos perfekt in Szene gesetzt werden und Ihrer Kundschaft sofort ins Auge springen.

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8 Tipps und Beispiele für professionelle Produktfotos

Mit dieser Liste an Produktfotografie-Tipps, Requisiten und Tools können Sie loslegen. Außerdem zeigen wir Ihnen echte Beispiele von Produktfotos, bei denen unsere Ratschläge Anwendung finden.


1. Produktfotografie-Kamera: Smartphone-Kameras sind völlig ausreichend

Heute brauchen Sie keine Profi-Kamera mehr, um ansprechende Bilder in hoher Auflösung aufzunehmen – moderne Smartphones genügen oft schon. Die ersten Smartphones auf dem Markt hatten Kameras mit weniger als 4 MP, wodurch es schwierig bis unmöglich war, detaillierte Produktaufnahmen zu machen.

Aber neuere Smartphones haben Kameras mit bis zu 64 MP, einer hohen Schärfentiefe und verschiedene Temperatureinstellungen, mit denen Sie Ihre Fotos in verschiedenen Lichtverhältnissen anpassen können. Auf das Thema Licht gehen wir später noch detailliert ein.

Dieses Produktfoto wurde – unglaublich, aber wahr – mit einem iPhone XR bei gewöhnlichem Tageslicht aufgenommen:

Produktfotografie-Beispiel Parfuemflasche

Quelle: Screenshot YouTube-Video von Florian Frickel

2. Produktfotografie-Ausrüstung: Mit dem Stativ steht und fällt alles

Natürlich gibt es neben einem Stativ noch viel anderes Equipment. Doch da es maßgeblich für den Blickwinkel Ihrer Bilder und damit Ihres Publikums verantwortlich ist, widmen wir ihm einen eigenen Abschnitt.

Lehnen Sie Ihr Smartphone nicht einfach nur mit der Linse in Richtung Objekt gerichtet an etwas Stabiles. Dieses improvisierte System kann während des Fotoshootings ganz leicht verrutschen, wodurch Ihre Produktfotos nicht mehr einheitlich wirken. Wenn Sie Ihre Kamera beispielsweise auf einem Stapel Bücher platzieren, müssen Sie dafür sorgen, dass sich dieser Aufbau während des Shootings nicht ändert.

Natürlich können Sie Ihre Kamera auch in den Händen halten, wenn Sie nur wenige Produkte für Ihren Online-Shop fotografieren. Aber je größer Ihr Unternehmen wird und je mehr Fotos Sie von Ihren Produkten machen, desto schwieriger wird es, die Produktbilder in Bezug auf deren Ausrichtung zu standardisieren.

Damit Ihre Produktaufnahmen einheitlich aussehen, brauchen Sie ein Stativ. Heutzutage kosten Stative glücklicherweise auch kein Vermögen mehr und sind günstig in verschiedenen Online-Shops wie Amazon oder Ebay erhältlich. Es gibt zwei verschiedene Stativ-Typen, aus denen Sie wählen können. Außerdem benötigen Sie für Ihr Smartphone noch ein Zubehörteil.

Traditionelle und flexible Stative

Es muss nicht immer das traditionelle Stativ mit ausziehbaren Beinen sein. Hier sehen Sie ein kleineres, aber flexibles Stativ, dessen Beine gebogen werden können, um beliebige Kamerastellungen zu erzielen. Die flexiblen Stative sind jedoch meist kleiner als Stative, deren Beine weit ausgezogen werden können.

Produktfotografie-Zubehoer Stativ

Quelle: Screenshot Amazon

Smartphone-Halterung

Stative haben oben einen Befestigungsmechanismus, um Kamera oder Smartphone mit dem Stativ zu verbinden. Während die meisten professionellen Kameras unten ein Gewinde haben, mit dem man sie auf dem Stativ festschrauben kann, brauchen Smartphones eine bestimmte Halterung wie diese hier.

Produktfotografie-Zubehoer Smartphone-Halterung

Quelle: Screenshot Amazon

Der Adapter umgreift das Smartphone an der Seite und kann in jeden Stativtyp eingeschraubt werden. So können Sie die Kamera bequem steuern. Wenn Sie bestimmt haben, welches Stativ Sie einsetzen möchten, platzieren Sie es vor Ihrem Produkt. Ziehen Sie in Erwägung, den Standort der Stativbeine mit einem Stück Klebeband zu markieren, damit Sie stets die gleiche Position finden können.

3. Produktfotografie-Beleuchtung: Natürliches und künstliches Licht richtig einsetzen

Neben dem Stativ ist das richtige Licht absolut essenziell. Für wirklich überzeugende Produktfotos dürfen Sie hier nicht sparen!

Verschiedene Lichttypen können die Bildqualität Ihrer Produktaufnahmen stark verbessern oder verschlechtern. Bedenken Sie, dass Kundinnen und Kunden ein Produkt in einem Ladengeschäft am besten bewerten können, weil sie sich jeden Blickwinkel des Produkts ansehen können. Mit dem richtigen Licht können Sie bei Ihren Produktfotos die entscheidungsrelevanten Seiten zur Schau stellen.

Allerdings sollten Sie beachten, dass manche Produkte in einer bestimmten Lichteinrichtung hervorragend wirken und andere darin ausgesprochen schlecht aussehen. Nicht jede Lösung passt für alle Artikel. Ihnen stehen zwei Lichttypen zur Auswahl:

Natürliches Licht in der Produktfotografie

Natürliches Licht bedeutet ganz einfach Sonnenlicht. Es wird als weiches Licht bezeichnet, da sein Spektrum größer und weicher ist als beispielsweise das einer Lampe, die direkt auf das Produkt leuchtet. Produkte im Online-Handel wirken in diesen Fällen in natürlichem Licht gut:

  • Das Produkt soll draußen fotografiert oder verwendet werden.
  • Das Produkt wird von einem Menschen verwendet oder getragen. In aller Regel sehen Menschen in natürlichem Licht besser aus.
  • Die Umgebung des Produkts soll betont werden, nicht die spezifischen Merkmale des Produktes.

Unten sehen Sie ein ansprechendes Produktfoto, das in natürlichem Licht aufgenommen wurde. Die Sonne leuchtet die Aktentasche perfekt an, schafft einen sanften Schatten auf die Beine des Mannes, der die Tasche trägt. So steht das Produkt im Mittelpunkt.

Produktfotografie-Beispiel Tasche draussen

Quelle: Screenshot Jahn Lederwaren

Künstliches Licht in der Produktfotografie

Zu künstlichem Licht zählen Kerzenschein, Feuer und natürlich auch die klassischen Glühbirnen. Es wird auch als hartes Licht bezeichnet, da der Lichtschein kleiner, aber konzentrierter ist. Dieses Licht bietet sich an, um Produkte zu fotografieren, deren Details besonders hervorgebracht werden müssen, um Käuferinnen und Käufer zu beeindrucken.

Dieses ansprechende Produktfoto wurde unter künstlichem Licht fotografiert. Man kann erkennen, dass die Oberfläche und das schlichte Ziffernblatt-Design die wichtigsten Verkaufsfaktoren sind.

Produktfotografie-Beispiel Uhr in kuenstlichem Licht

Quelle: Screenshot Capture Studio

Als Grundregel sollten Sie sich einprägen, immer nur eine Art Licht pro Foto zu verwenden, entweder natürlich oder künstlich. Wenn Sie einem Produkt, das künstlich beleuchtet wird, natürliches Licht hinzufügen, kann dies das Bild weicher machen, obwohl es eigentlich scharfgestochen sein sollte. Das Gleiche gilt umgekehrt auch für natürlich beleuchtete Produkte und künstliches Licht. Mit diesem Wissen stehen Sie sich nicht selbst im Weg.

4. Produktfotografie-Bearbeitung: Das Licht aufhellen oder reflektieren, um Schatten abzuschwächen

Ob Sie natürliches oder künstliches Licht verwenden, es wird immer Schatten geben. Diese müssen Sie bei beiden Lichtquellen verringern. Es gibt dafür drei Möglichkeiten:

Produktfotos aufhellen

Sie können eine weitere, nicht so intensive Lichtquelle ergänzen. Diese zusätzliche Lichtquelle wird als Aufheller oder Fülllicht bezeichnet. Sie soll den natürlichen Schatten des Hauptlichts verringern. Der Aufheller wird auf der gegenüberliegenden Seite der Hauptlichtquelle positioniert, sodass sich das Produkt in der Mitte befindet.

Bounce Card als Aufsatz für den Blitz

Eine Bounce Card reflektiert das Hauptlicht auf die Oberfläche unterhalb des Produkts, um so den Schatten zu reduzieren.

Es gibt Bounce Cards, die auf den Blitz der Profikamera aufgesetzt werden und den Blitz streuen. Die Karte reflektiert von oben ein weicheres Licht auf das Objekt, statt direkt darauf zu strahlen. Dadurch sind die Schatten hinter Ihrem Objekt nicht so lang. Beide Bounce-Card-Varianten, weiß und reflektierende Folie, können den Blitz streuen.

Produktfotografie-Zubehoer Bounce Card

Quelle: Screenshot Camfere

Separate Bounce Card

Bei Fotografie mit Smartphone ist ein Bounce-Card-Aufsatz natürlich nicht möglich, da man keinen Blitz zur Verfügung hat, an den man den Aufsatz anbringen kann. Stattdessen können Sie sich eine eigene separate Bounce Card basteln, die Sie gegenüber Ihrer Hauptlichtquelle anbringen.

Für Anfänger und Anfängerinnen in der Produktfotografie kann diese Bounce Card den Aufheller ersetzen, welcher dem harten Blitzlicht der Kamera oder der Lampe entgegenwirkt, die auf die Vorderseite Ihres Produktes einwirken.

Produktfotografie-Zubehoer separate Bouncecard

Quelle: Screenshot TableTopPhotography

Es ist ganz egal, welcher Art von Licht Sie entgegenwirken möchten, es ist Ihr Ziel, Schatten zu reduzieren und gleichzeitig die Merkmale Ihres Produkts in Szene zu setzen, die für Ihre Interessentinnen und Interessenten wichtig sind. In diesem Bild zeigt sich der riesige Unterschied – links sehen Sie harte Schatten, rechts weiche Schatten:

Produktfotografie-Beispiel Schatten

Quelle: Screenshot Foto Tipps

5. Produktfotografie-Hintergrund: Fotohintergrund, Porträtmodus und Requisiten

Es gibt viele Arten, das Produkt zu positionieren sowie mit Licht und Reflexion zu arbeiten. Das Ergebnis ist auch davon abhängig, vor welchem Hintergrund und mit welchen Requisiten die Fotos aufgenommen werden. Wählen Sie dabei nicht nur die Option aus, die am einfachsten zu gestalten ist.

Der Hintergrund zeigt Ihren Kundinnen, wie Sie das Produkt gerne wahrgenommen haben wollen. Mithilfe von Requisiten verleihen Sie Ihrem Produkt einen emotionalen Effekt oder können ein ästhetisches Stillleben darstellen.

Überlegen Sie sich, ob Sie einen weißen Hintergrund, einen dynamischeren, realistischen Hintergrund oder ein physisches Element als Hintergrund nutzen möchten.

Weißer Hintergrund: Hohlkehle

Insbesondere Packshots – sprich, Produkte, die vergrößert und häufig auch in der Verpackung dargestellt werden – zeigen das zu bewerbende Motiv vor einem neutralen, meist weißen Hintergrund. Man könnte meinen, es würde für einen weißen Hintergrund reichen, einen Tisch gegen eine weiße Wand zu schieben.

Aber sogar Smartphone-Kameras bemerken kleine Unebenheiten an weißen Wänden, die Ihnen selbst nicht ohne Weiteres aufgefallen wären. Um einen perfekten weißen Hintergrund ohne Ecken oder Unebenheiten zu erhalten, sollten Sie eine Hohlkehle verwenden.

Eine Hohlkehle ist ein großes, biegsames Blatt Papier, auf dessen unterer Hälfte Ihr Produkt platziert wird und dessen obere Hälfte gegen eine weiße Wand hinter dem Produkt gewölbt ist. Die Krümmung der Hohlkehle ist auf Fotos nicht sichtbar. Alle Produktdetails werden durch den weißen Hintergrund deutlich, was für die Käuferinnen natürlich wichtig ist.

Produktfotografie-Beispiel Pflanze auf Hohlkehle

Quelle: Screenshot geisi

Realistischer Hintergrund: Porträtmodus

Dynamische, realistische Hintergründe sind dann besonders ansprechend, wenn Produkte fotografiert werden, die eine bestimmte Anwendung haben oder von einer Person präsentiert werden.

Das Beispiel mit der Aktentasche war genau so ein Fall. Aber bei realistischen Hintergründen kommt es leicht vor, dass sie den Blick vom Produkt ablenken und es nicht mehr so deutlich ist, welches Teil im Foto beworben wird.

Sie können Ihr Produkt mit Tiefe präsentieren, indem Sie den Porträtmodus nutzen, über den fast jede Profi-Kamera verfügt und die es mittlerweile auf vielen neuen Smartphones gibt. Mit dieser Einstellung wird der Hintergrund unscharf und nur das Produkt ist klar und deutlich erkennbar. So hat man einen natürlichen Hintergrund, der dem Produkt nicht die Show stiehlt.

Dieses Bild von einem HubSpot-Kugelschreiber wurde mit dem Porträtmodus eines Google Pixel 2 aufgenommen. Man kann sehen, dass der Stift auf dem Tisch liegt und sich ein Laptop im Hintergrund befindet. Dennoch ist der Stift im zentralen Blickpunkt.

Produktfotografie-Beispiel Kugelschreiber in Portraetmodus

Einsatz von Foto-Requisiten: Werden Sie kreativ

Um einen emotionalen Effekt zu erzeugen, eine Geschichte über das Produkt zu erzählen oder ein elegantes Stillleben zu schaffen, werden bei Fotoshootings Requisiten oder Zubehör eingesetzt.

Zeigen Sie, in welchem Kontext Ihr Produkt genutzt wird. Bei Food-Fotografie können Sie beispielsweise hochwertige Holzschneidebretter, Marmorplatten oder außergewöhnliche Weingläser verwenden.

Der Grundsatz bei der Verwendung von Produktfotozubehör lautet übrigens: Weniger ist mehr. Nehmen Sie nur Requisiten, die zum Produkt passen, deren Unique Selling Proposition (Alleinstellungsmerkmal) betonen und vor allem nicht von ihm ablenken.

Dieses Produkt, eine Dusch- und Badecreme, ist mit Pflanzen und einem Badeschwamm als Requisiten dekoriert:

Produktfotografie-Beispiel Duschcreme mit Pflanzen

Quelle: Screenshot Lisa Bauer

Für dieses Produkt werden ein Tulpenblatt und ein passender Farbhintergrund eingesetzt:

Produktfotografie-Beispiel Lippenstift auf Rosenbluete

Quelle: Screenshot Lisa Bauer

6. 360°-Produktfotografie: Sinnvolle Investitionen

Für Online-Shops werden 360°-Produktfotos immer beliebter. Dabei werden Produkte auf der Website in einer Rundumsicht von allen Seiten präsentiert. Nutzende können sich damit eine realitätsnahe Vorstellung des Produktes verschaffen. Die 360°-Ansicht entsteht aus vielen einzelnen Einzelbildern, die aneinandergereiht werden und so wie eine Rotation wirken.

Die wesentliche Anschaffung für ein 360°-Produktfoto ist ein elektrischer Drehteller, damit das Motiv aus allen Perspektiven abgelichtet werden kann. Unbedingt erforderlich ist außerdem ein Stativ. Der Fotohintergrund sollte so neutral wie möglich sein – dies können Sie durch Freistellung mithilfe einfacher Programme durchführen.

Auf alle Fälle benötigen Sie für professionelle 360°-Produktaufnahmen einige Erfahrung. Falls sich diese Art von Produktbildern für Ihren Online-Shop lohnt, sollten Sie in spezielle Software und Ausrüstung investieren.

Selbst ein Alltagsprodukt wie ein Rasierer wirkt direkt aufregender, wenn man ihn in Rundumsicht betrachten kann.

Produktfotografie-Beispiel Rasierer auf weissem Hintergrund

Quelle: Screenshot turnaround.photo

7. Produktfotografie-Nachbearbeitung: Produktfotos den letzten Schliff verleihen

Mit einer guten Nachbearbeitung können Sie noch einiges aus Ihren Produktbildern herausholen – selbst durchschnittliche Produktaufnahmen werden dadurch zum richtigen Hingucker. Für die Bildbearbeitung gibt es spezielle Software für unterschiedliche Levels, beginnend beim Amateur bis zur ausgebildeten Produktfotografin.

Ein paar Beispiele für Probleme, die mit Bildbearbeitung behoben werden können:

  • Anpassung von Helligkeit und Belichtung
  • Farbanpassung durch Weißabgleich
  • Ausbalancierung von Kontrasten, Lichtern und Schatten
  • Retusche von Reflexion, Glanzlicht oder ungewollten Details
  • Kratzer oder Etiketten können durch sogenannte Clone Stamps aus den Produktbildern entfernt werden
  • Freistellung des Produkts, um einen anderen Hintergrund hinzuzufügen
  • Verwendung von Filtern, damit das Produktbild in die eigene Farbwelt passt

Das umfangreichste Fotobearbeitungstool ist Adobe Photoshop. Am Anfang brauchen Sie dafür ein wenig Einarbeitungszeit – Photoshop ist kein Programm, das einfach oder intuitiv zu bedienen ist, bietet dafür aber viele Profi-Funktionen. Wenn Sie sich für diese Software entscheiden, stehen Ihnen eine Menge Tutorials auf der Adobe Website, YouTube oder auf Blogs zur Verfügung.

Eine kostenlose und bekannte Alternative ist Canva. In diesem relativ selbsterklärenden Web-Editor können Sie Bilder ganz einfach bearbeiten und Grafiken erstellen. Es gibt eine kostenlose und eine kostenpflichtige Premiumversion, mit der Ihnen noch mehr Möglichkeiten offenstehen. Für Windows gibt es außerdem das kostenfreie Tool Gimp.

8. Produktfotografie Profi-Tipp: Viele verschiedene Produktfotos aufnehmen

Der letzte Tipp für gute Produktfotografie für Ihren Online-Shop ist, nicht nur ein Foto von Ihrem Produkt aufzunehmen. In einem Ladengeschäft können Kundinnen und Kunden jedes Produkt aus so vielen Blinkwinkeln betrachten, wie sie möchten. Daher ist es wichtig, dass Sie auf Ihrer Website eine Vielzahl von Bildern anbieten, die dieses Erlebnis simulieren.

Wenn Sie beispielsweise Kleidungsstücke fotografieren, sollten Sie den Artikel zunächst ausgebreitet auf weißem Untergrund ablichten und dann auf einer Schaufensterpuppe, deren Farbe sich von der Produktfarbe unterscheidet. Weitere Bilder sollten dann vom Kleidungsstück an einem Model gemacht werden. So sind unterschiedliche Posen und Blickwinkel möglich.

Natürlich müssen Sie nicht jeden Tipp sofort umsetzen und alle vorgestellten Ausrüstungsgegenstände auf einmal kaufen. Aber wenn Sie die Tipps nach und nach umsetzen, um zu sehen, was sich für Shop im E-Commerce positiv auszahlt, dann sind Sie auf dem besten Wege zu besserer Produktfotografie.

Wie wichtig ist professionelle Produktfotografie?

Einer aktuellen Studie zufolge kaufen 85,7 % der Deutschen mehr als einmal im Monat online ein. Der Gang zum Ladengeschäft nimmt immer weiter ab, gerade bei den jüngeren Generationen. Einzig bei Bekleidung und Schuhen bevorzugen viele noch immer den Kauf vor Ort: Dort können sie die Ware sehen, anfassen und ausprobieren, bevor sie dafür Geld ausgeben.

Die Bequemlichkeit von Online-Shops ist nicht für jede Käuferin das Nonplusultra. Dennoch trägt die Auswahl von Waren vom Sofa aus natürlich zum Erfolg von Online-Geschäften bei. Um die Leute zu erreichen, die lieber online einkaufen, müssen Sie Ihren potenziellen Kunden klare, ins Auge fallende Fotos Ihrer Produkte bieten.

Denn mit den Fotos steht und fällt das Vertrauen in Ihre Angebote. In einem Ladengeschäft können Kundinnen den Artikel schließlich hautnah begutachten und bewerten.

Bei der Produktfotografie geht es um mehr als nur Anvisieren und Abdrücken. Selbst für die grundlegendsten Produkte brauchen Sie die passende Ausrüstung, Ausleuchtung und Platz. Nur wenn alles stimmt, können Ihre Produkte richtig in Szene gesetzt werden.

Fazit: Die Regeln für professionelle Produktfotografie können auch Sie lernen

Artikel im Online-Shop brauchen nicht nur eine klare Produktbeschreibung, sondern unbedingt auch ansprechende, reizvolle Bilder. Produktfotografie oder Werbefotografie war lange Zeit das Metier von Profis. Um zu Produktfotos zu kommen, war ein professionelles Fotoshooting im Fotostudio erforderlich. Viele Grundlagen lassen sich heutzutage aber auch autodidaktisch erlernen und umsetzen:

Das Produktfotografie-Equipment und eine passende (Smartphone-)Kamera sind meist schon vorhanden oder können günstig erworben werden. Wie bei allem ist es wichtig, dass die Produktfotos zu Ihrem Unternehmen passen und die Emotionen und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe ansprechen. Aber vergessen Sie nicht: Haben Sie Spaß am Fotografieren Ihrer Produkte!

Photoshop-Leitfaden

Titelbild: Rawpixel / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 12. September 2022, aktualisiert am September 12 2022

Themen:

E-Commerce