In den vergangenen zwei Jahren wurde das Thema Cybersicherheit viel diskutiert.

Doch wer ist denn eigentlich für die Gewährleistung der Sicherheit im Netz verantwortlich und wer kann und sollte einen Beitrag dazu leisten? Wie bei vielen wichtigen und ernsten Themen denkt man dabei zunächst einmal automatisch an große Konzerne und Regierungen – und vielleicht noch an die eigene IT-Abteilung. Für Marketing-, Vertriebs- und Kundendienstteams scheint das Thema jedoch eher uninteressant, wenn nicht sogar irrelevant.

Aber ist dem wirklich so?

Tatsächlich ist es äußerst wichtig, dass sich auch Marketingteams mit den Themen Datenschutz und Account-Sicherheit auseinandersetzen. Während die Gründe hierfür vielfältig sind, steht dabei ein Faktor grundsätzlich im Vordergrund: Vertrauen.

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Warum die Datensicherheit auch in der Verantwortung von Marketingteams liegt

1. Vertrauen ist einer der Grundpfeiler der Inbound-Marketing-Methodik

Unternehmen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, das Vertrauen von Verbraucherinnen und Verbrauchern in ihre Marke zu stärken.

Dazu zählt beispielsweise, dass Sie Ihr Fachwissen unter Beweis stellen und alles daransetzen, Ihre Kundschaft in den Mittelpunkt zu stellen und ihr ein herausragendes Erlebnis zu bieten. Zudem fördert es das Vertrauen, authentische Beziehungen zu Ihren Leads aufzubauen, die nicht mit dem Kaufabschluss enden, sondern von dem Ziel geprägt sind, zufriedene Kundinnen und Kunden zu gewinnen, die Sie und Ihre Produkte gerne weiterempfehlen.

Denn genau das ist ein wichtiger Faktor im Kreislaufmodell, dessen Eigendynamik ohne das Vertrauen Ihrer Kundschaft nicht aufrechterhalten werden kann.

Verlieren Verbraucherinnen und Verbraucher das Vertrauen in ein Unternehmen oder eine Marke, kann das ernste Konsequenzen haben. Tatsächlich gibt es kaum einen Vorfall, der Kundinnen und Kunden schneller dazu veranlasst, eine Geschäftsbeziehung zu einem Unternehmen zu beenden, als eine Sicherheitsverletzung. Eine Studie in den USA ergab, dass 25 % der Verbraucherinnen und Verbraucher nicht bei Unternehmen kaufen würden, bei denen es schon einmal zu einer Sicherheitsverletzung kam.

2. Verbraucherinnen und Verbraucher verlassen sich darauf, dass Sie die Sicherheit ihrer Daten gewährleisten

Wenn Ihre Webseitenbesucherinnen und -besucher ein Formular ausfüllen, sich für ein Webinar anmelden oder für einen Testlauf Ihres Produkts registrieren, geben sie damit ihre persönlichen Daten in Ihre Hände und vertrauen darauf, dass Sie sie in ihrem besten Interesse verwalten werden.

Damit bringen sie nicht nur Ihrem Unternehmen großes Vertrauen entgegen, sondern insbesondere auch Ihrem Marketingteam, das schließlich für die Verwaltung der Tools verantwortlich ist, mit denen diese Daten erfasst werden. Sie verlassen sich darauf, dass Sie ihre Daten schützen und ausschließlich nutzen, um ihnen zu besseren Ergebnissen zu verhelfen – und nicht etwa, um ihre Postfächer mit unerwünschten E-Mails zu fluten.

3. Der Schutz von Kundendaten ist ebenso wichtig wie ihre angemessene Nutzung

Die angemessene Nutzung von Daten ist zweifelsohne ein viel diskutiertes Thema unter Marketerinnen und Marketern, zu dem immer wieder neue Tipps und Best Practices veröffentlicht werden.

So wird beispielsweise allgemein empfohlen, Kontakte nicht mit E-Mails zu überschwemmen, ihnen ausschließlich für sie relevante Angebote zukommen zu lassen und sie nicht ohne ihre vorherige Einwilligung zu kontaktieren.

Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt, der mindestens ebenso wichtig ist, dem bisher aber deutlich weniger Beachtung geschenkt wurde. Und das ist die Frage, wie auch Marketingteams einen Beitrag dazu leisten können, Kundendaten bestmöglich vor nicht autorisiertem Zugriff zu schützen.

Der Grund dafür, dass dieses Thema noch nicht in aller Munde ist, liegt sicherlich darin, dass großangelegte Angriffe auf Kundendaten erst in der jüngeren Vergangenheit zum Problem wurden.

Die Gewährleistung der Datensicherheit ist allerdings enorm wichtig, um das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher zu gewinnen.

Wer Daten verwaltet, ist auch für ihren Schutz verantwortlich

Auch wenn Marketingteams zwar primär für die Generierung von Leads und den Aufbau ihrer Marke verantwortlich sind, kommt ihnen noch eine weitere Aufgabe zu, deren Bedeutung nicht zu unterschätzen ist: die Verwaltung von Kundendaten.

Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher Ihnen vertrauen, weil Sie sich aktiv um den Aufbau authentischer Beziehungen, einer vertrauenswürdigen Marke und einer Community aus Fürsprecherinnen und Fürsprechern bemüht haben, liegt es an Ihnen, dieses Vertrauen angemessen zu würdigen – und zwar, indem Sie alles daransetzen, Ihre Kundendaten bestmöglich zu schützen.

Fazit: Kundenvertrauen durch Datenschutz stärken

Zunächst einmal gilt festzuhalten, dass es recht einfach ist, Best Practices zum Schutz Ihrer Accounts zu implementieren. In den meisten Fällen können Sie sogar direkt mit der Umsetzung beginnen.

Nachstehend haben wir einige Ressourcen für Sie verlinkt, die Ihnen bei der Einrichtung grundlegender Sicherheitsmechanismen helfen werden:

Blogbeiträge:

HubSpot Academy-Ressourcen und Web-Seminare:

Sie haben bereits große Anstrengungen unternommen, um Ihre eigene Marke und Community aufzubauen, doch Datenschutz und Account-Sicherheit spielen für den langfristigen Erfolg Ihres Unternehmens eine zentrale Rolle.

Indem Sie nun unter Einbindung Ihres Marketingteams konkrete Schutzmaßnahmen durchsetzen, können Sie das Vertrauensverhältnis zu Ihrer Kundschaft und das Markenimage Ihres Unternehmens bedeutend stärken.

DSGVO-Kit herunterladenTitelbild: Yumi mini / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 23. August 2021, aktualisiert am August 23 2021

Themen:

DSGVO