Mindmaps sind wohl eine der bekanntesten und beliebtesten Möglichkeiten, Gedanken zu ordnen, Projekte zu strukturieren und Ideen sinnvoll zueinander in Beziehung zu setzen. Das Problem bei klassischen Mindmaps: Das Papier, auf dem Sie die Gedankennetzwerke anfertigen, ist endlich. Außerdem müssen Sie sehr gut überlegen, bevor Sie etwas niederschreiben – schließlich können Sie einmal Aufgezeichnetes in der Regel nicht mehr löschen. Eine deutlich flexiblere Lösung bietet Mindmap-Software. Hier lernen Sie die elf besten Tools kennen.

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Wie Sie eine gute Mindmap erstellen

Mindmaps dienen dazu, Probleme, Ideen oder Projekte zu visualisieren. Sie starten, indem Sie das Thema Ihrer Mindmap aufschreiben. Ringsum vermerken Sie Gedanken und Ideen, die mit diesem Thema zusammenhängen. Diesen Unterthemen können Sie wiederum neue Ideen zuordnen. Punkte, die miteinander in Zusammenhang stehen, verbinden Sie durch Linien. So verästelt sich die Mindmap nach und nach immer mehr wie ein Baum.

Im Ergebnis können Sie Strukturen besser überblicken, große Projekte wie Content-Marketing-Kampagnen in gut überschaubare kleine Aufgaben unterteilen oder durch den assoziativen Charakter von Mindmaps auch ganz neue Ideen gewinnen.

Mit einer Mindmap-Software agieren Sie noch flexibler, können Ihre Mindmap beliebig groß gestalten, jederzeit Punkte hinzufügen, löschen oder verschieben und Ihr komplettes Team an diesem Prozess beteiligen.

Darauf sollten Sie bei der Auswahl Ihres Mind-Mapping-Tools achten

Mind-Mapping-Tools gibt es viele. Damit Sie das für Sie passende finden, sollten Sie auf diese Punkte achten:

  • Einfache Bedienung: Mindmaps zeichnen sich durch ihre Simplizität aus. Das sollte sich auch in der Software spiegeln. Wenn sie nicht genauso selbstverständlich zu nutzen ist wie Papier und Stift, laufen Sie Gefahr, Zeit und Nerven zu vergeuden.

  • Ästhetik: Eine gute Mindmap-Software lässt Sie mit verschiedenen Farben arbeiten, um Ihre Gedanken noch besser ordnen zu können. So lassen sich z. B. verschiedene Aspekte eines Marketing-Projekts übersichtlich abbilden: Ideenfindung, Content-Erstellung bis hin zu Content-Seeding. Einige Tools bieten sogar die Möglichkeit, Symbole und Bilder in die Mindmap zu integrieren.

  • Teamfunktionen: Nutzen Sie Mindmaps nicht nur für sich allein, sondern im Team? Dann achten Sie darauf, dass die Software Ihrer Wahl ausreichend viele Personen zulässt.

  • Exportmöglichkeiten: Möglicherweise wollen Sie Ihre Mindmaps auch außerhalb der gewählten Software nutzen können. In diesem Fall sollten Sie sicherstellen, dass es eine Exportfunktion gibt.

  • Kosten: Einige Mindmap-Tools sind kostenlos verfügbar, für andere müssen Sie zahlen. Überlegen Sie sich vorab, welche Funktionen Sie benötigen und entscheiden Sie dann, wie viel Sie Ihnen wert sind.

1) Bubble.us: Einfache Nutzung direkt im Browser

Bubble.us ist ein englischsprachiges Tool mit einer übersichtlichen Nutzeroberfläche. Sie können mit verschiedenen Farben arbeiten und die Mindmaps als Bild- oder Textdatei speichern. Da Sie kein Programm installieren müssen, sondern direkt in Ihrem Browser arbeiten können, ist Bubble.us in seiner Nutzung recht flexibel. Es lässt sich vom Computer aus genauso bedienen wie vom Mobiltelefon.

Bis zu drei Mindmaps können Sie mit diesem Tool kostenlos erstellen. Wenn Sie mehr Mindmaps benötigen oder Teammitglieder beteiligen wollen, starten die Preise bei rund 5 US-Dollar pro Monat.

2) Coggle: Ästhetische Mindmaps in wenigen Minuten

Mit Coggle können Sie in kürzester Zeit optisch ansprechende, vielfarbige Mindmaps erstellen. Die Bedienung funktioniert sehr intuitiv per Drag-and-Drop. Bei Bedarf können Sie Ihre Mindmap auf Ihrer Website einbinden oder auf Facebook und Twitter teilen.

Nachteil: Um Coggle nutzen zu können, brauchen Sie zwingend ein Google- oder Microsoft-Konto. Außerdem sind Sie auch bei diesem Tool auf drei kostenlose Mindmaps beschränkt. Auch um Teammitglieder ins Boot zu holen, müssen Sie 5 US-Dollar pro Monat zahlen.

3) FreeMind: Funktional statt hübsch

FreeMind ist eine Open-Source-Software und komplett kostenlos. Die Darstellung ist auf das Nötigste reduziert, allerdings können Sie die einzelnen Punkte mit Icons, Links und Multimedia-Dateien versehen. Die Arbeit im Team ist nur sehr eingeschränkt möglich. Die fertige Mindmap kann als PDF- oder HTML-Datei exportiert werden.

4) mapul: Für schöne, farbenfrohe Mindmaps

Wenn Ihnen die Ästhetik Ihrer Mindmaps wichtig sind, ist mapul eine Überlegung wert. Mit dieser Software können Sie farbenfrohe Gedankennetze erstellen, die optisch mehr als bei anderen Tools an Bäume erinnern. Auch der Einsatz von Symbolen ist möglich.

Andererseits ist mapul nicht geeignet, um im Team zu arbeiten. Außerdem steht Ihnen nur eine Mindmap kostenfrei zur Verfügung. Für alle weiteren müssen Sie zahlen.

5) mind42: Kostenlose Team-Arbeit

Mit Mind42 können Sie auch in Teams kostenlos arbeiten. Senden Sie Ihren Mitstreitern einfach einen Einladungslink und schon kann es losgehen. Allerdings müssen Sie dafür Werbung auf der Plattform in Kauf nehmen. Fertige Mindmaps können Sie als JPEG-, PNG-, PDF oder RTF-Datei exportieren.

6) Mindjet MindManager: Profi-Tool für Unternehmen

Der MindManager ist eines der bekanntesten Mindmapping-Tools und wird der offiziellen Website zufolge auch von großen Unternehmen wie Acer genutzt. Zu Beginn eines Projekts können Sie aus verschiedenen Vorlagen wählen, die Sie und Ihr Team dann nur noch auszufüllen brauchen.

Sie können MindManager 30 Tage lang kostenlos testen. Im Anschluss müssen Sie einmalig eine Lizenz erwerben.

7) MindMeister: Vielfältige Funktionen für Teams

MindMeister ist ein in Deutschland entwickeltes Tool, das sich auf die Bedürfnisse von Unternehmen spezialisiert hat. Teammitglieder können in Echtzeit zusammen an der Mindmap arbeiten, Kommentare hinterlassen und das Resultat über einen Direktlink teilen oder in diversen Formaten exportieren.

Wie bei den meisten anderen Tools bietet auch MindMeister kostenlos nur grundlegende Funktionen. Die kostenpflichtigen Pakete starten bei rund fünf Euro pro Monat.

8) MindMup: Praktisch, um Projekte zu planen

Mit MindMup können Sie direkt in Ihrem Browser mit dem Gestalten loslegen. Wenn Sie ein Projekt planen, können Sie den einzelnen Aufgaben einen Fortschrittsbalken hinzufügen. Allerdings ist die Größe der Mindmaps in der kostenlosen Version auf 100 KB beschränkt. Wollen Sie größere Dateien anlegen oder mit anderen zusammenarbeiten, müssen Sie ein kostenpflichtiges Paket wählen.

9) Mindomo: Zugeschnitten auf Studenten und Schüler

Mindomo legt den Fokus auf akademische Nutzer und die Arbeit im Team. Die Software lässt sich in diverse andere Tools – darunter Google Drive, Dropbox und Lernplattformen wie Moodle – integrieren. Studenten und ihre Dozenten können Videos und Audios in die Mindmaps einbinden und später alles über einen Präsentationsmodus vorstellen.

Drei einfache Mindmaps können Sie kostenlos erstellen. Für die meisten Funktionen werden Preise ab sechs Euro pro Monat fällig.

10) WiseMapping: Kostenloses Open-Source-Tool

WiseMapping ist eine weitere Open-Source-Lösung und komplett kostenlos nutzbar. Ähnlich wie FreeMind ist es nicht das schönste aller Tools, bringt aber alle wichtigen Funktionen mit. Auch grundlegende Team-Features sind enthalten. Außerdem können Sie die Software bei Bedarf auf einem eigenen Server hosten.

11) XMind: Umfassende Anpassungsmöglichkeiten

XMind ist eine sehr vielfältige Software. Neben Mindmaps können Sie auch Zeitleisten und Fischgräten-Diagramme anlegen. Das Tool bietet viele Möglichkeiten, das Design anzupassen. Auch Icons und Bilder können hinzugefügt werden. In der kostenpflichtigen Version können Sie zudem Präsentationen rund um Ihre Mindmaps erstellen.

Fazit: Viele Tools führen ans Ziel

Jede vorgestellte Mindmap-Software kann Ihnen helfen, Ihre Gedanken zu ordnen, neue Ideen zu sammeln und Ihre Projekte zu organisieren. Welches Tool für Sie das beste ist, hängt vor allem davon ab, wie viel Wert Sie auf die Optik Ihrer Mindmaps legen, ob Sie allein oder im Team arbeiten möchten und welche Zusatzfunktionen Sie benötigen. Nehmen Sie sich die Zeit, verschiedene Anwendungen zu testen. Das ist bei allen Optionen kostenlos möglich.

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Titelbild: Rawpixel / getty images

Ursprünglich veröffentlicht am 17. Juni 2020, aktualisiert am Juni 17 2020

Themen:

Content-Marketing