Blogs gehören längst zum Standardrepertoire der Content-Marketing-Strategie vieler Unternehmen und Influencer. Schließlich lassen sich hierüber mit spannenden Inhalten neue Interessenten und letztlich Kunden generieren. Um jedoch aus den unendlichen Weiten der Blogosphäre herauszuragen, wird auch ein ansprechendes Design zunehmend wichtig. Welche davon uns besonders gefallen, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.

Warum das Blog-Design wichtig ist

Der eigene Blog bietet eine ideale Plattform, um mit potenziellen Kunden in Kontakt zu treten und sich als Experte für die Themenbereiche zu positionieren, in denen sich die eigenen Produkte und Dienstleistungen bewegen. Das Erfolgsrezept ist einfach: Mit spannenden, informierenden und Rat gebenden Inhalten können die Probleme sowie Bedürfnisse der Zielgruppe adressiert werden. Das schafft Vertrauen und hilft beim Aufbau einer Nutzerbeziehung, die sich letztlich in Verkäufe der eigenen Produkte und Dienstleistungen konvertieren lässt.

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Allerdings muss für einen erfolgreichen Blog neben relevanten und spannend aufbereiteten Inhalten außerdem auch das Äußere stimmen. Dazu zählen ein ansprechendes Design sowie hochwertige Grafiken und Bilder, die überhaupt erst zum Lesen einladen und – ebenso wichtig – zum Verweilen animieren, Stichwort: User Experience. Nur wenn sich der Nutzer auf den Seiten wohlfühlt, wenn sich die Artikel gut lesen lassen und sich die Navigation benutzerfreundlich gestaltet, kommen Interessenten auch gerne wieder.

Blog-Design – Zehn Best-Practices

Bei den folgenden zehn Blog-Beispielen stimmt das Gesamtpaket aus hochwertigen Inhalten und ansprechendem Design. Mit den Best-Practices-Beispielen aus verschiedenen Branchen wollen wir Ihnen Inspirationen und Learnings für Ihren eigenen Blog mitgeben. Natürlich ist die Liste nicht vollständig, sondern unterliegt unserer subjektiven Auswahl.

Mit Vergnügen DACH-schicke-blogs-mitvergnuegen.png

Bild: Screenshot auf mitvergnuegen.com, 23.10.2017

Mit Vergnügen ist ein Kulturmagazin für die deutschen Metropolen Berlin, Hamburg und München. Von Veranstaltungstipps über Restaurant-Guides bis hin zu aktuellen Lifestyle-Themen – nicht nur mit seinen Inhalten macht der Blog Laune auf das pulsierende Stadtleben. Mit seinem hippen und intuitiven Design überzeugen die Macher auch den letzten Kulturbanausen.

Bereits auf der Startseite erhalten Nutzer auf einen Blick Kulturtipps für die nächsten Tage, schmackhaft gemacht mit hochwertigen Fotos. Darunter folgt ein interaktiver Stadtplan, der die angesagten Restaurants und Bars in der Umgebung kartographiert. Dank der Nutzerführung, einer klaren Artikelstruktur und lesefreundlicher Whitespaces in den Beiträgen finden Ausgehwütige schnell neue Inspirationen für ihre Freizeitgestaltung.

Linda loves... 

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Bild: Screenshot auf lindaloves.de, 23.10.2017

Der Fashion- und Lifestyle-DIY-Blog Linda loves... besticht durch ein minimalistisches Design. Weißer Hintergrund und schwarze Trennlinien räumen den bildgewaltigen Bastelanleitungen ihren notwendigen Platz ein. Die Bloggerin Linda Seel setzt ihre kreativen Ideen mit hochwertigen Illustrationen auf der Startseite in Szene, um die DIY-Projekte dann anhand von kleinteiligen Fotofolgen oder Erklärvideos für den User Schritt für Schritt zu dokumentieren.

Bake to the roots

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Bild: Screenshot auf baketotheroots.de, 23.10.2017

Tea Cake mit Marzipan und Feigen, Milchreistorte mit Organen-Blüten oder „Cruffins“ –betreten Nutzer den Back-Blog Bake to the roots, überwältigt sie sogleich eine Armada an innovativen Backspezialitäten, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Großflächige Bildkacheln zeigen hochwertige Nahaufnahmen erlesener Kalorienbomben und sorgen dafür, dass Nutzer reflexartig den Backofen vorheizen. Der renommierte Blog folgt ganz dem Prinzip „Das Auge isst mit“ und beweist, wie wichtig die optische Inszenierung im Food-Blogging-Bereich ist.

Gleichzeitig überzeugt der Blog auch in Sachen User Experience auf ganzer Linie: Mit einem Klick auf die Artikelbilder lassen sich die Rezepte schnell auf die eigene Pinterest-Merkliste setzen und über die Navigationsleiste findet jeder Hobby-Bäcker seine gewünschte Rezeptkategorie – wahlweise auch auf Englisch.

23 QM Stil

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Bild: Screenshot auf 23qmstil.de, 23.10.2017

Bloggerin Ricarda hat ein Auge für stilvolle Wohneinrichtung und lässt dies bereits über das Blog-Design durchscheinen. Auf der Startseite des Blogs 23 QM Stil präsentiert ein großflächiges, rotierendes Karussellelement die aktuellen . Via Mousover gibt es eine entsprechende Vorschau. Ansonsten dominieren große Bilder auf weißem Hintergrund und einige wenige Trennlinien – 23 QM Stil besticht durch ein minimalistisches Design und beweist, dass es keine ausgefallenen Schriftarten oder spektakuläre Verzierungen braucht, um seine Inhalte passend in Szene zu setzen. Elegant gelöst ist auch die Platzierung des Footers, der sich erst nach dem Scrollen bis zum Seitenende ausrollt.

Filmtourismus

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Bild: Screenshot auf filmtourismus.de, 23.10.2017

Der Blog Filmtourimus ist gewissermaßen ein Reiseblog für Cineasten. Bloggerin Andrea dokumentiert hier ihre Ausflüge zu Filmschauplätzen und beweist bei ihrer Aufbereitung der Reisen ein Höchstmaß an Sorgfalt und Ordnung. Nutzer können sich die Schauplätze wahlweise nach Filmen und Serien oder direkt nach Drehorten anzeigen lassen. Außerdem ist ein Zugang über eine interaktive Weltkarte möglich. Die Filmtouristin zeigt eindrucksvoll, wie übersichtliche Navigation funktioniert und kann als Muster für Blogs dienen, die ebenfalls enzyklopädisches Wissen abbilden wollen.

Geschmacksmomente

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Bild: Screenshot auf geschmacksmomente.com, 23.10.2017

Ähnlich wie der Backblog Bake to the Roots setzt auch der Kochblog Geschmacksmomente auf die Macht der Bilder. Die Startseite gleicht einer Pinterest-Kollektion oder Googles Bildersuche. Anstelle von Rezepten bekommt der User schlicht Bilder von den fertigen Speisen aufgetischt, ein Teaser zum jeweiligen Rezept erscheint erst mit einem Mouseover.

Damit richtet sich der Blog gezielt an Hobby-Köche, die nach Inspirationen für ihr nächstes kulinarisches Projekt suchen. Die aufwendig drapierten Köstlichkeiten auf den hochwertigen Bildern sprechen für sich. Interessierte Nutzer wählen einfach aus der bunten Zusammenstellung von Vor-, Haupt- sowie Nachspeisen aus und finden anschließend eine genaue Anleitung zum Nachmachen. Die vielen Whitespaces tragen hier zum Lesefluss bei.

Uberding

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Bild: Screenshot auf uberding.net, 23.10.2017

Das Bloggerkollektiv von Uberding berichtet über Reise- sowie Lifestyle-Themen und beeindruckt gleich auf mehreren Ebenen. Über den Artikeln prangen riesige Hero-Images als Headerbilder, die zum Lesen anreizen. Neben hochwertigen Fotos machen auch die Reisevideos, in denen sich immer wieder spektakuläre Drohnenaufnahmen finden lassen, Lust auf eigene Erkundungstouren durch die Weltgeschichte. Passend dazu sind die Artikel auf einer Fernweh-Weltkarte angeordnet und lassen sich nach gewünschter Destination ansteuern, für individuelle Anliegen ist ein Live-Chat eingerichtet.

Dandy Diary

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Bild: Screenshot auf dandydairy.de, 23.10.2017

Der Modeblog Dandy Diary verfolgt hinsichtlich seines Designs einen progressiven, künstlerischen Ansatz. Bewusst trashig präsentiert sich der Styleguide für den extrovertierten Großstadt-Hipster: quietschbunte Hintergründe und Emojis gepaart mit rotierenden Bildern und wackelnden Buchstaben. Besonders in der mobilen Version überzeugt das kompromisslose Design. Alle Beiträge werden mit einer neuen Hintergrundfarbe in Szene gesetzt und lassen sich so schnell voneinander unterscheiden – das ist schlicht, aber effektiv. Analog zum angesprochenen Publikum kennt das Blog-Design keine Grenzen und Tabus – auf diese Weise wird der Blog selbst zum Kunstwerk.

LangweileDich.Net

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Bild: Screenshot auf langweiledich.net, 23.10.2017

Das Unterhaltungsmagazin LangweileDich.Net wartet mit großen Bildern und ebenso großen Überschriften auf. Die effektvolle Inszenierung der Themen bedient schließlich das namensgebende Versprechen. Schnell bekommt der Nutzer verschiedene Artikel präsentiert, damit auch ja keine Langeweile aufkommt. Neben der magazinartigen Ansicht wird auch der Wechsel zum klassischen Blog-Design angeboten.

Ähnlich wie Dandy Diary spielt LangweileDich.Net besonders in der Smartphone-Ansicht seine Stärken aus. Durch die mobil-optimierten Start- und Artikelseiten sowie das übersichtliche Menü wirkt der unterhaltsame Blog eher wie eine eigenständige App mit der für Nutzer gewohnten Navigation.

Louisa Dellert

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Bild: Screenshot auf louisadellert.com, 23.10.2017

Die Sport- und Lifestyle-Bloggerin Louisa Dellert folgt auf ihrem gleichnamigen Blog dem optischen Kredo themennaher Wettbewerber: weißer Hintergrund, dezente Linien, große Bilder. Raffinierte Details verleihen dem Blog allerdings das gewisse Etwas. Die Überschriften auf der Übersichtsseite ragen in die Vorschaubilder hinein, auffällig auch der vertikale Teilen-Button – diese kleinen, optischen Finessen geben dem Blog seine individuelle Note.

Auch hinsichtlich der User Experience zeigt Louisa Dellert clevere Ideen: Beim Scrollen der Artikel bleiben Überschrift und Social-Media-Button fixiert. Das trägt zur Orientierung bei und erleichtert dem Nutzer außerdem das Teilen der Inhalte zu jedem Zeitpunkt während des Lesens.  

Auf die User Experience kommt es an

Die gelisteten Blog-Design Best-Practices zeigen, dass die optische Aufmachung stets auf das adressierte Publikum und die thematische Ausrichtung abgestimmt werden muss. Bei informationsgetriebenen Ratgeber-Inhalten sollte die Gestaltung stets zum Lesefluss beitragen, angefangen von einer übersichtlichen Navigation über eine sinnvolle Artikelstruktur bis hin zur gut leserlichen Schriftart beziehungsweise Schriftfarbe.

Der Trend geht bei DIY- und Lifestyle-Blogs zu minimalistischen, funktionellen Designs: dunkle Schrift auf hellem Hintergrund, keine überflüssigen Verzierungen oder ausufernden Textabschnitte.

Anders gestaltet sich der Fokus bei bildgewaltigen Themenbereichen wie Essen, Reise oder Mode: Hier isst, reist und kleidet das Auge natürlich mit, entsprechend sollten hochwertige Bilder sowie Videos und ebenso stylische Blog-Designs den inspirierenden Charakter des Blogs mittragen.

Das Design sollte letztlich immer im Dienste der User Experience stehen, das verdeutlicht insbesondere der Blick auf die mobilen Blog-Versionen. Gezeigte Blogs orientieren sich hier an die für Nutzer bekannten Navigationsstrukturen sozialer Netzwerke oder Apps. In der Artikelübersicht wird, ähnlich wie beispielsweise bei Facebook, Fließtext auf ein Minimum reduziert und die Inhalte eher über aussagekräftige Bilder angeteasert. Ein übersichtliches Menü bietet zudem die Möglichkeit, gezielt die einzelnen Teilbereiche der Seite anzusteuern.

Checkliste zur Neugestaltung Ihrer Webseite

Ursprünglich veröffentlicht am 25. Oktober 2017, aktualisiert am Dezember 21 2017

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