Elon Musk, Steve Jobs und Jeff Bezos: Alle drei haben viel gemeinsam. Sie gründeten weltweit bekannte Start-ups und tragen den Beinamen „Entrepreneur“. Was bedeutet dieser Begriff eigentlich und kann man ihn mit einem Unternehmer gleichsetzen? Wofür steht er, wofür nicht? Und wie können auch Sie Entrepreneurship verfolgen?

Download: Marketing-Starterpaket (nicht nur) für Startups

Das zeichnet Entrepreneure aus

Schon der bekannte Ökonom Joseph A. Schumpeter (1883-1950) unterschied zwischen Entrepreneur und Kapitalist. Beide seien zwar Unternehmer, doch sie treibe unterschiedliche Dinge an, so Schumpeter.

Diese Ansicht existiert bis heute. Ein Entrepreneur verfolgt nicht nur die Idee, ein Unternehmen zu gründen, aufzubauen, es zu leiten und damit Geld zu verdienen. Stattdessen treibt ihn eine große Vision an, welche er durch Innovationen realisieren möchte. Dafür durchbricht er bestehende Prozesse, Strukturen, Beziehungen und Traditionen, um sein Ziel – eine Disruption – zu schaffen.

Die verschiedenen Arten von Entrepreneurship

Trotz der Schulbuch-Beschreibung gibt es nicht den Entrepreneur. Die Art und Weise, wie derartige Unternehmer handeln, zeigt sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Der dahinterliegende Unternehmergeist lässt sich unter anderem in diese Kategorien einteilen:

Social Entrepreneurship

Der Unternehmer möchte durch neue Konzepte soziale Probleme lösen. Oft überschneidet sich Social Entrepreneurship mit Eco Entrepreneurship – dem Bestreben, Umweltprobleme durch Innovationen zu lösen.

Hightech Entrepreneurship

Wie es der Name besagt, setzen derartige Entrepreneure auf hochtechnische Lösungen, wozu beispielsweise Deep-Tech-Konzepte wie KI-, Blockchain- oder Quantencomputer-Anwendungen gehören.

Serial Entrepreneurship

Der Seriengründer rennt von Geschäftsidee zu Geschäftsidee und gründet ein Unternehmen nach dem anderen. Überschneiden sich die Gründungen, spricht man vom Habitual Entrepreneur.

Fempreneurship

Da die meisten Entrepreneure männlich sind, wird ein weiblicher Gründer als Fempreneur bezeichnet. Ist die Gründerin Mutter, fällt sie in die Unterkategorie Mompreneur.

Beispiele für erfolgreiche Entrepreneure

Wenn Sie sich mit dem Thema Entrepreneurship beschäftigen, stoßen Sie bald auf ein paar wichtige Personen. Den einen oder anderen der folgenden Namen haben Sie sicherlich schon einmal gehört:

  • Frank Thelen ist einer der wenigen bekannten deutschen Entrepreneure. Der Seriengründer erlebte mit seinen Start-ups schon einige Höhen und Tiefen. Heute arbeitet er unter anderem als Tech-Investor und Vordenker in Sachen Digitalisierung.

  • Steve Jobs gründete zusammen mit Steve Wozniak die Firma Apple. Obwohl er Erfolge mit revolutionären Produkten wie dem Macintosh-Computer, dem iPhone und dem iPad erzielte, musste er einige Niederlagen hinnehmen – zum Beispiel den Rauswurf aus seinem eigenen Unternehmen.

  • Auch Bill Gates erschuf mit Software und Computern ein Imperium. Dem Microsoft-Gründer gelang es so, zum reichsten Mann der Welt zu werden.

  • PayPal, Tesla, SpaceX, The Boring Company, Neuralink, Hyperloop: Elon Musk ist ebenfalls ein umtriebiger Serial Entrepreneur, der meist im Hightech-Bereich investiert. 

  • Jeff Bezos gelang es, aus einem Onlineshop für Bücher in nur 20 Jahren das größte digitale Kaufhaus der Welt zu erschaffen: Amazon. Darüber hinaus will er mit seiner Firma Blue Origin den Weltraumtourismus möglich machen.

  • Wer in dieser Aufzählung nicht fehlen darf: Sir Richard Branson. Der britische Entrepreneur baute die Virgin Group auf. Der Mischkonzern brachte unter anderem Virgin Records (Plattenläden), Virgin Atlantic Airways (Fluggesellschaft) und Virgin Mobile (Mobilfunkanbieter) hervor.

Schritte in die Selbstständigkeit: Wie Sie Entrepreneur werden können

Echte Innovationen und Disruptionen zeichnet aus, dass sie etwas Altes ablösen und etwas Neues erschaffen. Wenn Sie dieses unbekannte Terrain betreten und da Erfolg haben möchten, sollten Sie die folgenden Eigenschaften besitzen:

Seien Sie selbstbewusst

Stehen Sie hinter Ihrer Vision und Ihren Ideen. Verteidigen Sie diese gegen Zweifler und Mitbewerber. Und verfolgen Sie Ihr Ziel mit vollem Einsatz.

Haben Sie keine Angst

Entrepreneure zeichnet aus, dass sie das Unmögliche möglich machen wollen. Wer einen Geschäftszweig oder gar die ganze Welt revolutionieren will, muss risikofreudig und mutig bis zur letzten Faser sein.

Lassen Sie sich inspirieren

Entrepreneure sind meist intelligente Menschen, die sich im Laufe der Zeit viel Wissen angeeignet haben. Sie sind neugierig und stets bereit, etwas Neues zu lernen.

Seien Sie ein Geschäftsmann

Thomas Edison, ein weiterer bekannter Entrepreneur, sagte einmal: „Genie ist 1 % Inspiration und 99 % Transpiration.“ Was er damit meinte: Auch Vordenker und Innovatoren müssen die üblichen Arbeiten eines Geschäftsmannes erledigen. Dazu gehören unter anderem der Überblick über die Finanzen und andere Business-Kennzahlen des Unternehmens.

Seien Sie für andere da

Solopreneure bleiben nicht lange allein. Sie benötigen Unterstützung von anderen Personen. Und die anderen erwarten, dass Sie sie unterstützen. Arbeiten Sie im Team und übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Mitarbeiter.

Lassen Sie sich nicht unterkriegen

Viele Entrepreneure besitzen Charaktereigenschaften, die nicht unbedingt positiv besetzt sind. Zum Beispiel gelten viele als egoistisch, snobistisch, soziophobisch, machthungrig und rücksichtslos. Ihre Welt dreht sich oft nur um ihre Ideen und Konzepte. Um ihre Visionen zu verwirklichen, fahren sie ihre Ellenbogen aus und verdrängen mit teils unfairen oder halb-legalen Methoden die Konkurrenten. So galt Steve Jobs als launenhafter und tyrannischer Chef und eine Biographie über Elon Musk zeigt, dass der geborene Südafrikaner egomanisch und narzisstisch sei.

Wenn Sie im Zuge Ihres Unternehmertums Großes erreichen möchten, müssen Sie große Herausforderungen meistern. Lassen Sie sich auf Ihrem Weg zum Entrepreneurship nicht beirren. Suchen Sie neue Lösungen. Bleiben Sie visionär. Und: Bleiben Sie trotzdem menschlich.

Startup-Marketing Paket

Titelbild: Yindee123 / getty images

Ursprünglich veröffentlicht am 30. Juni 2020, aktualisiert am Juni 30 2020

Themen:

Unternehmen gründen