Den Wochenreport erstellen, das längst überfällige Angebot schreiben, mittags gesünder essen und abends Sport machen: Haben Sie diese Ziele schon lange, aber konnten sich bisher noch nicht dazu überwinden? Dann haben Sie eine mangelnde Selbstdisziplin. Dieser Artikel gibt Ihnen Tipps, wie Sie den inneren Schweinehund überwinden.

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Der Begriff Disziplin wird häufig mit strengen Lehren, Zucht und Ordnung assoziiert. Bei der Selbstdisziplin geht es um den eigenen Antrieb. Synonyme dafür sind Selbstkontrolle und Selbstbeherrschung.

Warum ist Selbstdisziplin wichtig?

Wenn Sie sich zu mehr Selbstdisziplin animieren, hat das einen Grund: Sie möchten Ihre Ziele besser erreichen. Mit mehr Willenskraft gelingt es Ihnen zum Beispiel, Ihre Arbeitsleistung zu steigern und Strukturen im Alltag zu schaffen. Der anschließende Erfolg steigert Ihre Motivation, ineffiziente Gewohnheiten abzulegen und weitere Ziele anzugehen.

Das bedeutet: Sie nutzen Ihre Willenskraft, um Dinge zu verändern. Gelingt das, erhalten Sie eine Belohnung - zum Beispiel mehr Anerkennung oder eine Beförderung. Gehen Sie Herausforderungen mit weniger Disziplin an, hat das oft zur Folge, dass die gewünschten Erfolge ausbleiben.

Tipps zur Steigerung der Selbstdisziplin

Haben Sie immer die Motivation, eine lästig erscheinende Aufgabe oder ein schwer zu erreichendes Ziel direkt anzupacken? Beantworten Sie diese Frage mit einem „Nein”, geht es Ihnen wie vielen Menschen mit zu wenig Selbstdisziplin. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, mehr Durchhaltevermögen im Alltag und im Berufsleben zu entwickeln.

Tipp 1: Klare Ziele finden

„Ich möchte mehr Erfolg im Job” oder „Ich will fitter werden”: Das sind Ziele, die häufig zu hören sind. Doch diese sind nur schwer zu erreichen, da sie viel zu unkonkret ausfallen. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihre Ziele klar formulieren, zum Beispiel: „Ich will Abteilungsleiterin werden” oder „Ich möchte drei Mal pro Woche Sport treiben”.

Tipp 2: Deadlines festlegen

Mehr Disziplin erreichen Sie, wenn Sie festlegen, bis wann Sie welche Dinge schaffen möchten. Erweitern Sie Ihre klar formulierten Ziele daher um den Faktor Zeit. Fragen Sie sich, zu welchem Zeitpunkt Sie einen Erfolg feiern wollen und setzen Sie sich davon abhängig eine Deadline. Zum Beispiel: „Ich will unbedingt innerhalb der nächsten drei Jahre den Posten des Abteilungsleiters erreichen.”

Tipp 3: Ziele aufteilen

Selbstdisziplin hat viel mit Motivation zu tun. Diese kommt auf, wenn Sie regelmäßige Erfolgserlebnisse haben. Indem Sie Ihre großen Ziele in viele kleine Ziele oder Aufgaben unterteilen, steigern Sie Ihr Durchhaltevermögen.

Überlegen Sie sich, welche Fähigkeiten Sie beispielsweise benötigen, um eine höhere Position in Ihrem Unternehmen einzunehmen oder welche Gewohnheiten Sie zuerst ablegen müssen, um Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu führen. Finden Sie das heraus und arbeiten Sie schrittweise die kleinen Herausforderungen ab.

Tipp 4: Erfolge zelebrieren

Menschen ticken in vielen Aspekten wie Tiere: Wenn es ein “Leckerli” - also eine Belohnung - gibt, steigert das die Motivation, fortwährend an der eigenen Disziplin zu arbeiten. Zelebrieren Sie deshalb Ihre vielen kleinen Erfolge, indem Sie sich selbst loben oder mal etwas Schönes gönnen.

Tipp 5: Intrinsische Motivation aufbauen

Entwickeln Sie die Fähigkeit, gerne und aus eigenem inneren Antrieb heraus Ihre Ziele zu erreichen. Machen Sie sich klar, warum Sie selbst und niemand anders für Ihre Gewohnheiten im Alltag oder Business verantwortlich sind und wie Sie diese verändern können. Finden Sie den wahren Kern, den Sinn, trägt das positiv zu Ihrer Selbstdisziplin bei.

Tipp 6: Vorbilder finden

Es gibt Menschen, die extrem viel Disziplin zeigen. Diese haben eine starke Resilienz gegenüber Problemen und beweisen ein hohes Durchhaltevermögen. Orientieren Sie sich an diesen Vorbildern. Finden Sie heraus, was Ihre „Idole” antreibt und welche Fähigkeiten sie sich angeeignet haben. Lernen Sie aus den Erkenntnissen, um Ihre eigene Selbstkontrolle zu optimieren.

Tipp 7: Kritik ausblenden

„Das geht doch nicht” oder „Das schaffst du niemals”: Hören Sie nicht auf Zweifler und Zögererinnen. Nur weil andere nicht die Motivation, den Ehrgeiz oder die Willenskraft haben, gewisse Aufgaben zu meistern, dürfen Sie sich davon nicht entmutigen lassen. Halten Sie durch!

Tipp 8: Mangelnde Selbstdisziplin analysieren

Gelingt es Ihnen trotz der Tipps nur schwer, Erfolge zu erzielen? Dann untersuchen Sie, was Ihre Selbstdisziplin torpediert. Liegt es vielleicht daran, dass Ihre Ziele unrealistisch sind? Oder haben Sie noch nicht den passenden Rhythmus gefunden?

Benötigen Sie vielleicht Unterstützung, beispielsweise durch Bekannte, Mitarbeitende oder einen Psychologen beziehungsweise eine Psychologin? Gehen Sie den möglichen Hindernissen auf den Grund und arbeiten Sie daran, diese aus dem Weg zu schaffen.

Fazit: Arbeiten Sie an Ihrer Willenskraft

Mike Tyson sagte einmal: „Disziplin bedeutet, Dinge, die man hasst, so zu tun, als würde man sie lieben!“. Es stimmt - wenn es Ihnen gelingt, Ihre Selbstdisziplin zu verbessern, fallen Ihnen viele Aufgaben und Herausforderungen leichter. Sie wissen dann, dass Sie diese mit Selbstkontrolle und Durchhaltevermögen meistern können. Und jeder Erfolg am Ende ist eine Belohnung für Ihre Willenskraft.

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Titelbild: vgajic / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 16. September 2022, aktualisiert am September 16 2022

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