Dateien und Inhalte jederzeit im Internet verfügbar zu machen, ist für Unternehmen, die online vertreten sind, eine wichtige Aufgabe. So stellen Sie sicher, dass Ihre Zielgruppe Ihre Website rund um die Uhr erreicht und die Inhalte findet, die sie sucht. Hierdurch erreichen Sie eine optimale User Experience und erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Verkäufen und Umsätzen.

Um die Daten und Dateien bereitzustellen, ist es wichtig, dass Sie über einen verlässlichen und modernen Webserver verfügen.

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Der Unterschied zwischen Webserver und Webhosting

Webserver und Webhosting stehen im Zusammenhang, meinen aber grundsätzlich unterschiedliche Vorgänge. Bei Webhosting handelt es sich um die Speicherung von Daten und Dateien auf einem digitalen Medium im Internet. Hierfür gibt es sogenannten Webspace, der online zur Verfügung steht. Sämtliche Inhalte, die Sie erstellen, können Sie in einen solchen Webspace verschieben, sodass der Host sie speichert.

Content ist jedoch kein Selbstzweck, sondern soll von der Zielgruppe gefunden werden. Deswegen ist es wichtig, die Inhalte nicht einfach irgendwo abzuspeichern, sondern sie im Internet auch für alle zugänglich zu machen. Hierfür ist es nötig, dass der Webspace mit einem Webserver verbunden ist. Über diesen Webserver bekommen Nutzer und Nutzerinnen die Möglichkeit, auf den Content zuzugreifen. Der Webserver schickt diesen dann an die jeweiligen Clients.

Wie funktioniert ein Webserver? Aufbau eines Webservers

In der Praxis nehmen Clients über die Software eines Webservers Kontakt zu diesem auf. Üblicherweise handelt es sich bei den Clients um Webbrowser oder um Crawler von Suchmaschinen. Die Webserver reagieren auf die Kontaktaufnahme und schicken beispielsweise HTML-Seiten zurück.

Diese können statisch oder dynamisch sein, was sich auf die Übertragungsgeschwindigkeit auswirkt. Weitere Faktoren sind in diesem Zusammenhang die verwendete Hardware und die Anzahl an Anfragen, die parallel eingehen.

Die Antworten des Webservers auf eine Request (Anfrage) werden von den Webbrowsern beziehungsweise Clients interpretiert. Hierdurch kann es zu weiteren Requests kommen, die dann wiederum vom Webserver beantwortet werden.

In diesem Zusammenhang kommen meist die standardisierten Übertragungsprotokolle HTTP zum Einsatz oder, wenn die Sicherheit im Vordergrund steht, HTTPS. Hierfür stehen unterschiedliche Lösungen wie virtuelle, dedizierte oder cloudbasierte Webserver zur Verfügung.

Neben der reinen Kommunikation haben Webserver noch viele weitere Funktionen und Aufgaben. Unter anderem dienen sie der Weiterleitung und sorgen durch Verschlüsselungen und Benutzerauthentifizierungen für ein Höchstmaß an Sicherheit. Durch das Caching werden Daten zwischengespeichert, wodurch sie schneller geladen werden. Auch die Nutzung von Cookies übernimmt der Webserver.

Welche Webserver gibt es? Vier Beispiele für Webserver

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Webserver, auf die Sie zurückgreifen können. Diese haben jeweils andere Eigenschaften und setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Im Folgenden werden vier gängige Webserver vorgestellt:

1. Apache Webserver

Der Apache Webserver arbeitet auf einer Open Source Basis und steht somit gratis zur Verfügung. Sein modularer Aufbau hilft Ihnen dabei, genau die Anwendungen zu finden und zu nutzen, die Sie brauchen. Der Apache Webserver ist mit fast allen Betriebssystemen kompatibel und bietet die Möglichkeit zur Integration ganz unterschiedlicher Skriptsprachen wie PHP. Da die Einrichtung relativ aufwendig ist, sollte hier ein gewisses Grundwissen zu Webservern vorhanden sein.

2. Linux Webserver

Linux ist nicht nur ein Betriebssystem, sondern bietet auch einen eigenen Webserver. Der Vorteil hierbei ist, dass für die Nutzung keine Lizenzkosten anfallen und dass der Wartungsaufwand gering ist. Es ist möglich, einen Linux PC in einen Server umzuwandeln, andere nutzen hierfür einen Raspberry Pi. Um einen solchen Server und seine Anwendungen nutzen zu können ist eine spezielle Server Software erforderlich, die in einem Linux Paket zur Verfügung steht.

3. nginx Webserver

nginx ist wegen der Möglichkeit zur kostenfreien Nutzung ausgesprochen beliebt. Außerdem stellt dieser Webserver einen Reverse Proxy bereit, durch den die Arbeit des Servers deutlich beschleunigt wird. Sowohl im privaten Bereich als auch bei Unternehmen gewinnt dieser Webserver immer mehr an Bedeutung.

4. Microsoft IIS Webserver

Microsoft IIS ist ein Service Software Paket, in dem ein Webserver inkludiert ist. Wenn Microsoft IIS nicht standardmäßig installiert ist, können Sie es nachinstallieren. Allerdings ist dieses Tool nur für Nutzer und Nutzerinnen geeignet, die Windows-Server nutzen.

Die Einrichtung eines Webservers

Wenn Sie einen Webserver einrichten wollen, müssen Sie zunächst einen passenden Host finden. Ein wichtiges Auswahlkriterium ist hierbei die Menge an Webspace, die Sie brauchen. Es gibt ganz unterschiedliche Varianten von Webhosting, zu denen beispielsweise das Shared-Hosting oder das Managed-Cloud-Hosting gehören. Sobald Sie die passende Lösung gefunden haben, geht es an die Einrichtung.

Wenn Sie einen Root-Zugriff nutzen, bleiben sämtliche Zugriffsrechte bei Ihnen. Das bedeutet allerdings, dass Sie sich um die Serversicherheit selbst kümmern müssen. Hierfür brauchen Sie ein Webserver-Programm. Bei einem Managed Server übernimmt diese Aufgabe der Host. Er kümmert sich beispielsweise um Software-Updates, die für eine größtmögliche Sicherheit sorgen. Für solche Serviceleistungen erheben die Anbieter unterschiedlich hohe monatliche Gebühren.

Fazit: Inhalte mit dem passenden Server jederzeit verfügbar machen

Um Ihre Inhalte online bereitzustellen und für Ihre Zielgruppe verfügbar zu machen, ist ein Server unerlässlich. Abhängig von Ihren persönlichen Zielsetzungen bieten sich jeweils andere Dienstleister und Lösungen an. Investieren Sie genügend Zeit in die Auswahl eines Webservers, damit dieser rundum zuverlässig arbeitet und es nach Möglichkeiten nie zu Ausfallzeiten Ihrer Website kommt.

Je professioneller Sie bei der Einrichtung des Webservers vorgehen und je besser Sie ihn auf Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen, desto zufriedener sind auch die Besucher und Besucherinnen Ihrer Website.

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Titelbild: artpartner-images / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am Jul 28, 2022 2:00:00 AM, aktualisiert am Juli 28 2022