Marketing auf der Überholspur

03 Dezember 2015 // 02:00

Mehr Traffic durch Bilder-SEO: Für wen lohnt sich die Optimierung?

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Bei mehr als 40 Prozent aller Suchanfragen integriert Google Bilder in die Ergebnisliste. Unter den beliebtesten “Spezial-Suchen” rangiert die Bildersuche sogar immer auf den vorderen Plätzen, meist noch vor Videos und News. Trotzdem ist die Bilderoptimierung in den meisten SEO-Abteilungen noch ein verwaistes Feld.

Die gute Nachricht für viele Seitenbetreiber: Die Konkurrenz schläft noch ! Ob es sich für Ihr Unternehmen lohnt, im Bilder-SEO aufzurüsten, lesen Sie hier.

Dass man auch mit Bildern Besucher über Google gewinnt, ist bekannt. Wie das geht, kann man in zahlreichen Tutorials nachlesen, am besten bei Martin Mißfeldt. Deswegen gehe ich in diesem Artikel weniger auf die Techniken des Bilder-SEO ein, sondern zeige an Beispielen, für welche Branchen die Bildersuche das größte Potential bietet.

Mode: Bildergalerien müssen Schaufensterpuppen sein

Kaum eine Branche lebt so sehr von der Optik ihrer Produkte wie die Modebranche. Wer online eine Lederjacke bestellt, interessiert sich bestimmt auch für die Qualität des Leders und nimmt positive Kundenstimmen zur Kenntnis. Entscheidend für den Kauf ist aber, wie die Jacke getragen aussieht. Der Klick auf die Bildersuche liegt da nicht fern. 

Für Mode-Shops bietet das die Möglichkeit, ihre Produkte direkt am Menschen zu präsentieren. Und nicht nur das: bei einem Mode-Shooting trägt ein Model ja nicht bloß das eine beworbene Kleidungsstück. Eine Vielzahl verwandter Longtail-Anfragen können Sie so gleich mit abdecken und Bilder entsprechend optimieren:

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Die Suchbegriffe lassen schon erahnen, dass User das Kleidungsstück am liebsten “im Einsatz” sehen möchten.

 

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Wer “Outfits” googelt, will auch Outfits sehen. Und wer seine Bilder mit entsprechenden Begriffen optimiert, bekommt mehr Traffic.

 

Einige der Begriffe mögen für die Produktseite unpassend erscheinen, wie etwa “Lederjacke Winter”. Das macht sie aber nicht weniger interessant für die Bildersuche. Hier drängt sich geradezu die Idee für einen Blog-Beitrag auf. Ein gelungenes Beispiel dafür liefert OTTO in seinem Blog Two For Fashion.

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Auch PC-Bastler mögen es anschaulich

Wenn der PC mal wieder streikt, ist es im Zweifelsfall das Netzteil oder der Lüfter. Beide Ersatzteile sind typische Fälle für die Nutzer-Intention “Online kaufen und selbst montieren”. Kein Wunder, dass es auch hier die entsprechenden Suchanfragen gibt:

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Manchmal liefern Bilder die einfachsten Antworten auf Suchanfragen

 

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PC-Gamer sind anspruchsvoll - und nicht wenige kaufen Ihren Kühler auch nach Optik. Bilder-SEO macht Sinn.

 

Passend zum Bauteil könnten Shop-Betreiber auch bebilderte Kurz-Tutorials bereit stellen. Ob direkt auf der Produktseite oder im Blog, bleibt der eigenen Strategie überlassen. Im besten Fall wird so der interessierte Bastler via Tutorial auf weitere praktische Hardware aufmerksam. Der Einstieg zum Kaufprozess ist dann zwar ein anderer, der aber oft nicht weniger erfolgreich ist. Die Kaufentscheidung trifft der Besucher dann, weil die Bauteile zur Umsetzung eines neuen Plans benötigt werden.

Bilder machen Lust auf Reisen

So kritisch, wie bei der Urlaubsplanung, geht es im E-Commerce selten zu. Das Hotel muss schön sein, das Essen vor Ort schmecken und natürlich sollte am Urlaubsort auch im Dezember Badewetter sein. All diese Informationen haben die meisten Reiseveranstalter für ihre Kunden schon parat. Aber die meisten kann man auch problemlos auf Bildern darstellen. 

 

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Drei Suchanfragen, die leicht zu beantworten sind, ohne viel Text. Und wenn es entsprechenden Text gibt, unterstützt das Bild die jeweiligen Aussagen sogar noch - und macht nicht zuletzt Lust, weiter zu lesen.

Mit Bildergalerien können Seitenbetreiber die gesuchten Informationen kompakt darstellen. Ob es sich um die Webseite der Ferienwohnung oder um ein Städtereise-Portal handelt, ist dabei egal. Hier kann die Kommunikation über Bilder neben SEO-Erfolg auch ein gelungenes Stück Content-Marketing sein. Im Erfolgsfall trifft ein potentieller Kunde früh auf das Angebot des Reiseanbieters - auch wenn er am Anfang seiner Entscheidungsfindung steht. 

Designermöbel kauft niemand ungesehen

Der Möbelversand ist einer der Wachstumstreiber im E-Commerce. Der Markt ist stark umkämpft und Traffic-Quellen in Nischen sind heiß begehrt. Foto-Dienste wie Instagram oder Pinterest stehen dadurch naturgemäß im Fokus. Es gibt aber auch einige gute Gründe, die Google-Bildersuche als Quelle für mehr Besucher ins Auge zu fassen:

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Nach diesen Suchanfragen folgt selten ein Direktkauf 

  • Ähnlich wie bei Modeartikeln, kauft niemand (Design-)Möbel, ohne sie vorher gesehen zu haben. Bilder tragen also unmittelbar dazu bei, Online-Shopper näher an den Kauf heranzuführen.
  • Bilder holen Interessenten bei transaktionalen ebenso wie informativen Suchanfragen ab. Im Erfolgsfall vergrößert das wieder die Zielgruppe.
  • In der Bildersuche sind die üblichen Ranking-Regeln etwas außer Kraft gesetzt. Platz 1 bedeutet nicht gleich ungeteilte Aufmerksamkeit, Platz 10 ist auch keine Katastrophe.

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Die Bilder-SERPs wirken hier eher wie eine Galerie zum Durchklicken und Vergleichen. Die Chance, geklickt zu werden, hängt vom Bild ab – nicht nur vom Ranking.

 

Online-Magazine und die Macht der Longtail-Suche

Eine eigene Keyword-Strategie verfolgen wenige Online-Magazine. Um per Bilder-SEO neue Leser zu gewinnen, ist das aber auch nicht unbedingt nötig. Viele Magazine arbeiten mit hochwertigen Bildern und gewinnen einen guten Teil Ihrer Klicks mit Bildergalerien. Die Spanne an möglichen Themen ist dabei ebenso groß, wie die der Suchbegriffe, zu denen potenzielle Leser sich informieren.

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Zu aktuellen Ereignissen oder Promi-Themen erschließen sich Magazine einen alternativen Kanal, wenn sie auf die Bild-Optimierung setzen. Nicht nur die normale Index-Suche und Google News sind Traffic-Lieferanten.

Lohnt sich Bilder-SEO für Sie? 

Ob Nutzer bei einem Suchbegriff auch auf Bilder klicken, erkennen Sie schon allein daran, ob Google-Bilder angezeigt werden - zum Stichwort “Inbound Marketing” macht es einfach keinen Sinn, Bilder in die Ergebnisliste einfließen zu lassen. Und wer würde schon ein Bild erwarten, wenn er sich über Inbound-Marketing informiert?

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Anders sieht es da zum spezifischeren Begriff “Inbound Marketing System” aus. Wer aber zum Beispiel ein Tool für Inbound Marketing herausbringt, profitiert von Rankings zu solchen Begriffen trotzdem nur indirekt. Denn “System” ist in diesem Fall kein Synonym für “Tool”. Sie sollten vor allem dann mehr Gewicht auf Bilder-SEO in Ihrer Strategie setzen, wenn Sie aus einer der oben genannten oder vergleichbaren Branchen kommen und Ihre Kunden etwas sehen wollen, bevor sie kaufen. Dann ist Bilder-SEO eine interessante Lücke, die Sie für Traffic-Steigerung über Google schließen können. 

Fazit und Ausblick

Die Bild-Erkennung und Zuordnung von Suchbegriffen gelingt Google immer besser, wie auch Andreas Graap in seinem Blog-Beitrag erläutert. In nicht allzu ferner Zukunft könnte die Suchmaschine Bilder anhand ihres tatsächlichen Inhalts erkennen und kategorisieren. Die technische Optimierung für die Bildersuche findet dann unter geänderten Vorzeichen statt. Momentan führt aber der Weg zum besseren Bilder-Ranking meistens rein über SEO. Damit lassen sich relativ leicht Ranking-Erfolge und Traffic-Zuwächse erzielen. In Branchen, deren Produkte von ihrer Optik leben, lohnt sich Bilder-SEO immer, weil Nutzer Bilder-Content erwarten und ganz sicher auch klicken.

Themen: SEO

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