Selbst, wer seit Jahren schreibt, sollte ab und zu auf das ein oder andere Tool zurückgreifen. Die folgenden Helfer und Tools sind für jeden Content Marketer unverzichtbar: um sich zu Inspirieren, Erfolg zu messen und den eigenen Schreibstil zu optimieren.

Tools für Recherche und Inspiration 

Das Netz ist voll mit wertvollen Infos, die Ihnen beim Erstellung und der strategischen Ausrichtung Ihrer Inhalte helfen. Die folgenden Tools geben Ihnen besonders viel Aufschluss darüber, welche Themen Ihre Zielgruppe interessieren und welche spannenden Aspekte sich hinter diesen Themen noch verbergen.

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1. Quora: Ein erstklassiger Service, der Antworten auf konkrete Fragen gibt. Nutzer tauschen in allen erdenklichen Bereichen und Branchen Fragen und Antworten aus. Im Gegensatz zu deutschen Pendants wie zum Beispiel gutefrage.net werden hier auch fleißig Bilder geteilt, das gesamte Portal wirkt sehr lebendig. Außerdem gibt man als neuer Nutzer an, welche Themen, Branchen und Lebensbereiche interessieren und bekommt fast nur neue Fragen und Antworten gezeigt, die auch wirklich interessant sind. Quora ist eine tolle Quelle für Recherchen und Ideen für neue Formate und Themen.

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2. Google Trends: Niemand möchte in seinem Blog Inhalte veröffentlichen, deren Themen keinen interessieren. Google Trends gibt sowohl einen schnellen Überblick der Popularität einzelner Themen als auch die Möglichkeit, Entwicklungen wie wachsende oder abfallende Hypes zu entdecken und miteinander abuzgleichen. Ein tolles Tool von Google, das auch viele Journalisten in der klassischen redaktionellen Arbeit nutzen.

google_trends-13. Twitter: Die meisten Unternehmen verwenden Twitter zur Verbreitung von Inhalten. Der soziale Kurznachrichtendienst ist aber auch ein erstklassiges Tool, um beliebte Themen ausfindig zu machen und auf neue Fragen der Zielgruppe zu kommen. Einerseits können Sie Meinungsführern auf Twitter folgen und über deren Posts auf dem Laufenden bleiben - viele Journalisten sind auf Twitter aktiv. Andererseits können Sie Twitter einfach durchsuchen und haben dank der kurzen Nachrichten schnell im Überblick, was zu einem bestimmten Thema gerade geschrieben wird.

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4. Buzzsumo: Der Dienst ist eigentlich eine eigene kleine News-Suchmaschine, die Themen (Keywords) auf soziale Beliebtheit untersucht. Das Tool listet zu einem Suchbegriff oder gewünschten Thema die beliebtesten Inhalte Inhalte auf, die etwa auf Facebook am meisten Likes erhalten haben. So kann der Redakteur schnell erfassen, was über ein Thema gerade öffentlich gesagt und geschrieben wird und was Leser daran interessiert.

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5. 10000flies.de: Das Portal zeigt an, welche Artikel gerade am häufigsten geteilt und gelesen werden. Damit bietet 10000flies wertvolle Einblicke in die Inhalte, die gerade gut funktionieren.

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Tools fürs Schreiben

Mit den folgenden Tools und Helfern erhöhen Sie nicht nur die Qualität Ihrer Texte, sondern können Inhalte auch wesentlich schneller erstellen und veröffentlichen. 

1. Wortliga Textanalyse: Dieser nützliche Helfer prüft Texte auf Verständlichkeit. Als Maßstab für ansprechende und verständliche Texte verwendet das Tool die Regeln des Hamburger Verständlichkeitsmodells. Die Analyse warnt bei zu langen Sätzen, Wörtern oder meckert bei Passiv-Formulierungen, die den Lesefluss eines Textes stören. Natürlich ersetzt die Textanalyse nicht die Schlussredaktion durch die erfahrenen Augen eines Text-Profis, es nimmt aber Arbeit ab und spart Zeit beim Redigieren von Texten.

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2. Google Docs: Die Office-Anwendung vom Suchmaschinen-Riesen Google ist wesentlich mehr als eine kostenlose Textverarbeitung oder Excel-Alternative. Anstatt Texte etwa in WordPress zu schreiben, macht es oft Sinn, zuerst in Google Docs zu arbeiten. Neben einer Grammatik- und Rechtschreibprüfung ist großer Vorteil von GDocs, dass mehrere Personen zusammen und vor allem gleichzeitig an Dokumenten arbeiten können. Für kreative Sitzungen auf Distanz ein Muss.

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3. Visual.ly und Infogr.am: Mit diesen Diensten können Marketer kostengünstige Infografiken, Charts und Diagramme erstellen. Die Infografiken von visua.ly können sich sehen lassen - leben aber natürlich vom Inhalt. Für den können zum Beispiel die spannenden und vor allem ansehnlichen Darstellungen von Infogr.am sorgen. Hässliche Graphen und Diagramme sollten damit der Vergangenheit angehören. Je besser und ansehnlicher Daten aufbereitet werden, desto höher ist übrigens auch die Chance auf soziale Signale vom Publikum.

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4. Editorial Calender: Mit diesem Plugin für WordPress können Sie Ihre Inhalte planen und behalten im Überblick, welche Posts in den kommenden Tagen anstehen oder bereits veröffentlicht wurden. Besonders praktisch: Das Plugin nutzt direkt die Entwurf-Funktion von WordPress. Wenn Sie im Kalender einen Beitrag anlegen und vorplanen, erscheint der Entwurf auch in der Artikel-Übersicht. Auch Notizen und Beschreibungen können Sie dem Beitragsentwurf hinzufügen, ohne in die Artikel-Verwaltung wechseln zu müssen.

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5. Portent: Dieses englischsprachige Tool bringt Sie auf Themen und Überschriften, an die Sie davor nicht gedacht hätten. Sie geben einfach einen Begriff ein und das Tools spuckt per Klick immer wieder neue Content-Ideen und Überschriften aus, die zwar manchmal keinen Sinn machen, aber meistens wertvolle Anstöße geben.

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Tools zur Verbreitung von Inhalten 

Genauso wichtig wie Online-PR und Seeding-Kampagnen ist das Aufbereiten Ihrer Inhalte, damit Sie automatisch mehr Reichweite gewinnen.

1. Yoast: Das wohl bekanntest Plugin und SEO-Experten ist Yoast. Da WordPress „ab Werk” nur wenige Optimierungsmöglichkeiten bietet, macht Yoast für jeden Sinn, der Traffic über Suchmaschinen generieren will. Von gleichermaßen einfachen wie wichtigen Einstellung wie Meta-Titel für Posts und Seiten bis zu Profi-Maßnahmen wie Canonical Tags oder 301-Weiterleitungen beherrscht das Plugin die Klaviatur der OnPage-Optimierung, um Rankings bei Google zu verbessern.

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2. Editorialized Tweets: Mit diesem WordPress-Plugin sollte sich die Anzahl von Tweets über Ihre Inhalte deutlich erhöhen. Mit dem Tool machen Sie Passagen Ihrer Texte „tweet-fähig” - Nutzer können die vorbereiteten Stellen mit wenigen Klicks auf Twitter verbreiten.

edorialized_tweets3. Slideshare: Die Plattform für Online-Präsentationen kann ein starker Traffic-Kanal sein. Immer wieder taucht Slideshare zu Suchbegriffen in den Google-Ergebnissen auf, während sich darüber und darunter Tageszeitungen oder Seiten von Unternehmen tummeln. Verwandeln Sie Ihre Inhalte in Präsentationen und schaffen Sie einen zusätzlichen Punkt, über den Nutzer zu Ihnen finden können.

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4. Google Webmaster Tools: Diese Sammlung an Tools ist Ihr wichtigster und direkter Draht zur Suchmaschine. Manchmal braucht Google zum Beispiel etwas länger, um einen neuen Blog-Beitrag zu indexieren. Neue Inhalte können Sie über GWT manuell einreichen. Das klappt sogar bei sehr neuen Seiten, die noch keine Links haben. Google prüft dann, ob der Inhalt für eine Indexisierung in Frage kommt. In den Webmaster Tools zeigt Google Ihnen aber noch viele andere wichtige Optionen und Daten über die Leistung Ihrer Webseite in der Google-Suche. Unter anderem sehen Sie, ob der Google-Bot auf alle Bereiche Ihrer Webseite Zugriff hat oder wie hoch die durchschnittliche Ladezeit Ihrer Webseite ist. Machen Sie die Arbeit mit den Webmaster Tools zu einer Selbstverständlichkeit.

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Mehr Tools als man nutzen kann

Dieser Beitrag soll Ihnen die wirklich hilfreichsten Tools für Ihr Content Marketing vorstellen. Es gibt natürlich unzählige weitere Anwendungen und digitale Helfer auf dem Markt, die man als Content Marketer nutzen könnte. Deswegen ist es wichtig, sich nicht von einzelnen Lösungen abhängig zu machen sondern den optimalen Workflow bei der Erstellung von Inhalten zu finden, dem sich die Tools anpassen und nicht umgekehrt.

Sie könnten es sich zum Beispiel zur Angewohnheit machen, Ihre Texte nach Fertigstellung immer noch durch die Wortliga Textanalyse laufen zu lassen. Der ein oder andere Punkt zur Optimierung tritt dabei fast immer zutage. Vielleicht möchten Sie Ihre Texte aber lieber händisch oder von einem Kollegen mit frischem Blick redigieren lassen.

Auch bei der Recherche sollten Sie genau darauf achten, welche Tools Ihnen besonders weiterhelfen. Wenn Sie bei der Recherche eher mit Twitter zurecht kommen, können Sie sich oft den Blick auf Quora oder andere Communities sparen, denn der Nachrichtendienst liefert mehr als genug Inspiration und Links zu tollen Themen. Dienste wie Buzzsumo sind eindrucksvoll, fallen aber auch finanziell ins Gewicht. Die Google Webmaster Tools sind unverzichtbar für Marketer, die über den Status Ihrer Webseite auf dem Laufenden bleiben wollen und für die Google eine Rolle als Traffic-Lieferant spielt. Es ist außerdem schön mit visua.ly tolle Infografiken zu erstellen, aber nur, wenn der Inhalt der Grafiken auch wirklich etwas Wert ist. Jedes Tool ist nunmal nur so gut, wie sein Anwender.

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Ursprünglich veröffentlicht am 26. November 2014, aktualisiert am November 22 2019

Themen:

Content-Marketing