Ihre Bounce Rate – die „Absprungrate“ – ist ein wichtiger Indikator dafür, wie gut Ihre Seite Ihre Leser fesselt. Wenn zu viele Besucher Sie schon nach kurzer Zeit wieder verlassen, stimmt etwas nicht und Sie verlieren potenzielle Kunden.

Unglaublich viele Dinge verlangen von Ihren Kunden im Netz permanente Aufmerksamkeit – wenn die Newsstory einen Tab weiter spannender wirkt als Ihre Landing Page, sind Ihre Kunden erst einmal weg. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Probleme bei hohen Absprungraten identifizieren und effektiv lösen können.

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1. Ihre Seite ist nicht ansprechend

Kaum eine Website sieht heute noch so mies aus wie noch vor wenigen Jahren. Ihre Konkurrenten im Netz haben überwiegend schöne, übersichtliche und leicht zu navigierende Seiten – ein hoher Standard. Ihre Seite sollte Ihrem Kunden auf den ersten Blick klar machen, was er davon hat, wenn er bleibt. Schon allein das Suchen nach einer Navigation oder einem zentralen Thema kann für einen genervten Seitenbesucher ein Grund sein, Ihre Homepage zu verlassen. Zeigen Sie Ihre Seite unabhängigen Freunden oder Familienmitgliedern: Die meisten werden Ihnen sofort sagen können, ob Ihre Seite ansprechend ist oder nicht.

Bounce-Rate verringern

Kaum zu glauben, aber: Diese Website stammt aus dem 21. Jahrhundert. (Foto: Screenshot auf www.preteristarchive.com) 

2. Ihre Seite lädt zu lang

Auch wenn Sie vermutlich mit einem schnellen Internetzugang gesegnet sind, verfügt leider noch nicht jeder Mensch auf der Welt über einen Highspeed-Zugang. Statista führt an, dass der durchschnittliche deutsche Haushalt eine Zugangsgeschwindigkeit von etwa 8 MB/s besitzt. Das ist schon vergleichsweise viel, aber noch lange nicht das Maximum der Möglichkeiten. Testen Sie die Ladezeit Ihrer Seite, zum Beispiel mit PageSpeed Insights von Google – denn nicht zuletzt ist die Ladezeit Ihrer Website auch ein Ranking-Kriterium für die Suchmaschine. Ihre Ladezeit reduzieren Sie beispielsweise effektiv mit weniger eingebundenen Videos, weniger hochaufgelösten Bildern oder mit dem Verzicht auf Plugins.

3. Ihr Seite ist überladen

Dinge, die auf den ersten Blick toll wirken, können einen vielbeschäftigten Seitenbesucher strapazieren. Dazu zählen: automatisch startende Videos, Pop-Ups, große Animationen oder Sounds und Hintergrundmusik. Kennen Sie auch diese Sorte Fernsehwerbung, die jeder nervig findet? Was kann eine professionelle Werbeagentur nur dazu veranlasst haben, so einen Spot zu drehen? Die Antwort lautet: Selbstüberschätzung. Machen Sie nicht den gleichen Fehler. Belassen Sie es bei Einfachheit und sprechen Sie Ihre Kunden über Ihr Content Marketing an. 

4. Sie schalten (zu) viel Werbung

Natürlich kann Ihnen Anzeigenwerbung auf Ihrer Website einen angenehmen Nebenverdienst verschaffen. Wenn Sie jedoch Conversions erreichen wollen, kommen Sie um gutes Inbound Marketing anstelle von Google AdWords nicht herum. Konzentrieren Sie sich nicht darauf, ein Produkt direkt zu verkaufen, sondern lernen Sie, was Ihre Kunden suchen. Auch Werbung in eigener Sache kann für den Kunden schnell nervig werden, zum Beispiel wenn Ihr Newsletter-Opt-In den Seitenbesucher schon nach wenigen Sekunden auffordert, sich in einen E-Mail-Verteiler einzutragen.

5. Ihre Content ist irrelevant

Ist Ihr Content schlecht? Es gibt viele Gründe, warum Content Marketing nicht so funktioniert, wie es sollte. Achten Sie auf die Lesbarkeit Ihrer Texte – auch hierfür gibt es kostenlose Analysetools, die Ihnen den so genannten FLESCH-Wert anzeigen. Ein Problem könnte aber auch sein, dass Ihre Kunden Ihren Content nicht finden – entweder wegen eines schlechten Webdesigns oder weil Ihr Text nicht ausreichend suchmaschinenoptimiert ist. Wenn Ihr Text nicht die Wörter beinhaltet, die Ihre Kunden suchen, dann springen Sie schnell wieder ab und schauen sich das nächste Ergebnis im Google Ranking an. 

6. Ihre CTAs sind deplatziert

Ihre CTAs sind ein Kernstück Ihres Online Marketings. Sorgen Sie dafür, dass Sie sich vom restlichen Webdesign abheben und gut zu finden sind, zum Beispiel mit Signalfarben. Bedenken Sie, dass Sie Leser mit einem CTA abholen wollen und dieser den Interessen Ihrer Leser entgegen kommen muss. Ergibt ein CTA in einem Blogeintrag überhaupt Sinn oder überfallen Sie Ihre Leser vielleicht damit? Reflektieren Sie, ob Ihr CTA Sinn ergibt – sonst wirken Sie womöglich aufdringlich oder werblich und potenzielle Kunden verlassen Ihre Seite.

 

Bounce-Rate verringern

Welche Farbe eine CTA hat, kann für den User einen entscheidenden Unterschied machen. (Foto: www.blog.hubspot.com)

7. Ihre Seite ist nicht „mobile friendly“

Seit Googles nicht-ganz-so-scherzhaft „Mobilegeddon“ genanntem Update werden für Smartphones und Tablets nicht-optimierte Seiten schlechter gerankt. Ob Ihre Website „mobile friendly“ ist, können Sie direkt mit einem Google-Tool testen. Wenn das Ergebnis schlecht ausfällt, konzentrieren Sie sich auf die Erstellung eines so genannten „responsive Designs“. Dieses passt sich dem (mobilen) Endgerät Ihrer Seitenbesucher an und sorgt für eine optimale Usability auf kleinen Bildschirmen.

8. Die PlugIns Ihrer Seite machen Probleme

Viele Webmaster nutzen nach wie vor PlugIns wie JavaScript oder Flash für einen effektvollen Webauftritt. Fürs Online Marketing gilt allerdings immer: weniger ist mehr. PlugIns sind nicht nur bei der Verwendung verschiedener Browser und Betriebssysteme schwierig, sondern machen auch auf mobilen Endgeräten häufig Probleme. Verzichten Sie lieber einmal zu viel als zu wenig auf technische Spielereien wie eine Flash-Elemente oder dynamische Menüs mit JavaScript und konzentrieren Sie sich lieber auf guten Text – der braucht nämlich keine Effekte.

Fazit

Auch wenn relevanter Content Ihre wichtigste Waffe im Kampf gegen hohe Bounce Rates ist, lässt sich Ihre Seite auch hinsichtlich vieler andere Faktoren gut optimieren. Versuchen Sie, Ihren eigenen Auftritt mit „fremden Augen“ zu sehen oder vertrauen Sie auf das kritische Urteil von einem Außenstehenden. Wichtig ist nicht nur, dass Sie zufrieden sind, sondern dass Ihre Website auch bei anderen gut ankommt.

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Ursprünglich veröffentlicht am 13. August 2015, aktualisiert am 25. Mai 2018

Themen:

Konversionsoptimierung