Automatisierte Prozesse und moderne Business-Software bilden die Basis für gesundes Wachstum in vielen Branchen. Um effiziente Geschäftsprozesse zu schaffen, setzen viele Unternehmen auf Enterprise Ressource Planning (ERP).

Vor allem im E-Commerce ist ein solches System heute unverzichtbar – es vereinfacht die Prozesse hinter den Kulissen und stärkt die Beziehungen zu den Kundinnen und Kunden. 

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Erfolg ist kein Zufall – erst recht nicht im E-Commerce

2020 ist mehr als jeder achte Euro der Verbrauchenden in den E-Commerce geflossen. Für Online-Händler brachte das einen Rekordumsatz von 83,3 Milliarden Euro brutto – 2021 könnten die Umsätze sogar die 100-Milliarden-Euro-Marke knacken. Doch selbst wenn der E-Commerce boomt und Verbraucher und Verbraucherinnen auch weiterhin viele Einkäufe online erledigen wollen, ist der Erfolg im Online-Business nicht vorprogrammiert. 

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren im E-Commerce

Wer als Online-Händler neue Kundschaft gewinnen und treue Online-Shopper halten will, muss vieles richtig machen – und die Konkurrenz hinter sich lassen. Der Erfolg von Online-Händlern hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel:

  • hohe Benutzerfreundlichkeit des Shops

  • schnelle Ladezeiten

  • erstklassiger, gut erreichbarer Service

  • aussagekräftige Produktbeschreibungen

  • vielfältige Zahlungsmöglichkeiten

  • bequeme Lieferung und Retouren

  • Präsenz auf allen relevanten Kanälen

Warum E-Commerce smarte Business-Software braucht

Wenn Sie einen Online-Shop starten, können Sie viele dieser Faktoren noch locker managen und Ihre Kundinnen und Kunden begeistern. Spätestens mit den ersten Wachstumsschüben Ihres Online-Handels steigt allerdings die Komplexität der Prozesse. 

Es werden immer mehr Kunden und Kundinnen, doch damit steigen nicht nur die Umsätze, sondern auch die Erwartungen. Wenn Sie jetzt auch noch neue Trends umsetzen, internationale Märkte erobern oder einen neuen Kanal erschließen wollen, ist Chaos vorprogrammiert.

Die Lösung: Sie können ein CRM-System nutzen, um Leads zu generieren, mit SEO- und Marketing-Tools mehr Sichtbarkeit im Netz erreichen und Ihren Lagerbestand in Excel-Listen abbilden. Oder Sie nutzen eine Software, die all diese und weitere Funktionen vereint und die wichtigsten E-Commerce-Aufgaben automatisiert. 

Ein ERP-System als holistischer Ansatz für den E-Commerce-Erfolg

Mit einem ERP lassen sich alle Geschäftsprozesse zentral verwalten. Online-Händler verlieren so nie wieder den Überblick über KPIs und Kanäle. Die Automatisierung von Prozessen bietet für Unternehmen aller Branchen Vorteile, allerdings profitiert der E-Commerce in besonderem Maße. 

Wer ein ERP-System im E-Commerce nutzt, kann über Online-Marktplätze den Kundenstamm erweitern, Peak-Zeiten im Handel effizienter nutzen, schneller skalieren und starke Kundenbeziehungen aufbauen. Konkret lassen sich im E-Commerce unter anderem in den folgenden Bereichen große Potenziale heben:

1. Multichannel-Management

Unternehmen müssen ihre Kundinnen und Kunden dort erreichen, wo diese am liebsten unterwegs sind: auf Social-Media-Plattformen, in Suchmaschinen und Vergleichsportalen oder auf Amazon. 

Eine ERP-Software vereinfacht die Verwaltung mehrerer Vertriebskanäle inklusive dem eigenen Online-Shop: Sie führt Aufträge und Daten zur Performance aller Kanäle an zentraler Stelle zusammen. 

2. Automatisierte Bestellungen

Aus Sicht der Kundschaft hat E-Commerce einen Nachteil: Es ist ein wenig Geduld gefragt, bis die Ware zu Hause ankommt. Ärgerlich ist auch, wenn ein Artikel im Warenkorb liegt und beim Check-out plötzlich nicht mehr lieferbar ist. 

Ein ERP automatisiert alle Bestellungen und verschafft Händlern einen genauen Überblick über Warenbestände. Verkauft sich ein Artikel besonders gut, kann er rechtzeitig nachgeordert werden. Das Warten kann ein ERP Ihren Kunden und Kundinnen zwar nicht abnehmen – es sorgt aber dafür, dass Käufer ihre Waren schneller erhalten. 

3. E-Commerce-Controlling

Im E-Commerce müssen Sie nicht nur die Rechnungen Ihrer Kunden und Kundinnen im Auge behalten, sondern auch Ihre eigenen. Hinzu kommen steuerliche Themen, die besonders im internationalen Handel alles andere als leicht zu handhaben sind. 

Ein ERP-System automatisiert die Buchhaltung im E-Commerce, behält Lieferschwellen im Blick und übermittelt Ihrer Steuerberatung alle Daten, die benötigt werden. 

Krisen-Best-Practices: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt für ein ERP ist

In Krisenzeiten schrauben viele Unternehmen ihre Ausgaben herunter. Dabei ist es gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten wichtig, sich anzupassen, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Corona hat gezeigt, dass es für Online-Händler – aber auch für den stationären Handel – nie wichtiger war, Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren

Die folgenden fünf Punkte zeigen, warum ein ERP jetzt und über die Corona-Krise hinaus eine sinnvolle Investition für den E-Commerce ist – und welche Features unverzichtbar sind.

Kauferlebnis 

E-Commerce legt spürbar zu, immer mehr Menschen shoppen online. Doch die Konkurrenz ist groß. Deshalb lautet das oberste Ziel: den Kundinnen und Kunden das beste Kauferlebnis bieten. Für viele Konsumierende gehören zu einem gelungenen Shopping-Erlebnis unter anderem eine schnelle und bei Bedarf kontaktlose Lieferung, ein großes Sortiment und attraktive Preise. 

Mit einer ERP-Software gelingt es ohne Probleme, E-Commerce-Produkte zu verwalten und Bonusprogramme einzuführen. Ein gutes ERP sollte außerdem eine einfache Anbindung an die wichtigsten Versand- und Zahlungsdienstleister bieten.

Personalisierung

Unentschlossene Käufer oder Kundinnen, die ihre Kaufentscheidungen sehr genau abwägen, legen Wert auf persönliche Beratung. Jeder fünfte Online-Shopper hat sich schon einmal beraten lassen. In Lockdown-Phasen dürfte die Zahl weiter gestiegen sein. 

Achten Sie bei der ERP-Wahl darauf, dass CRM-Funktionen enthalten sind. Denn dann können Sie mit zentralen Kundendaten eine konsistente, schnelle und personalisierte Kundenkommunikation aufbauen und Ihren Kundenservice auf das nächste Level heben.

Verfügbarkeit

Viele Geschäfte mussten im Corona-Lockdown schließen, deshalb haben mehr Menschen ihre Einkäufe online erledigt. Peak-Zeiten stellen E-Commerce-Händler auch unabhängig von Corona regelmäßig auf die Probe. 

Um heiße Phasen zu nutzen und stets genügend Artikel auf Lager zu haben, brauchen Sie gute Fulfillment-Prozesse und den Überblick über Ihre Lagerbestände. Beides lässt sich mit einem ERP bewerkstelligen. 

Flexibilität

Das E-Commerce-Business ist schnelllebig: Gestern waren Chatbots gefragt, heute rettet Click & Collect den Einzelhandel über den nächsten Lockdown und morgen wünschen sich Kundinnen und Kunden vielleicht personalisierte Smartphones aus dem 3D-Drucker. 

Egal was kommt und wie schnell sich die Dinge ändern – mit einem ERP passt sich Ihr Online-Handel problemlos an. Voraussetzung: Es muss möglichst viele Schnittstellen zu anderen Systemen bieten und flexibel skalierbar sein.

Homeoffice

Automatisierte Prozesse machen nicht nur Ihre Kunden und Kundinnen glücklich. Auch für E-Commerce-Teams bietet ein ERP-System praktische Features – vor allem vor dem Hintergrund, dass in Zukunft mehr Menschen im Homeoffice arbeiten möchten. 

Mit einer browserbasierten ERP-Lösung mit Cloud-Anbindung haben Teams von überall aus Zugriff auf genau die Daten, die sie für ihr Tagesgeschäft brauchen. Wichtig: Das ERP-System sollte die Möglichkeit bieten, Rollen zu vergeben, damit der Datenschutz gewährleistet ist.

Mit ERP-Software nachhaltig im E-Commerce wachsen

Unabhängig von Ihrer Branche und Ihrer Unternehmensgröße: Wenn Sie Wert auf nachhaltiges Wachstum für Ihr E-Commerce-Business legen und Ihren Kunden und Kundinnen innovative Services bieten möchten, sind Sie mit einem ERP für die Zukunft gewappnet. Je nach Anbieter können Sie selbst entscheiden, wie viel Arbeit das ERP-System Ihnen abnehmen soll. 

Ein abschließender Tipp: Wenn möglich, nutzen Sie die Möglichkeit, Ihr Wunschprogramm ausgiebig zu testen, um das beste System für Ihren E-Commerce zu finden.

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Titelbild: Tevarak Phanduang / EyeEm/ Getty Images Plus

Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Gastbeitrag von Irene Fischer, Marketing Automation Managerin bei xentral.

Ursprünglich veröffentlicht am 20. April 2021, aktualisiert am April 20 2021

Themen:

E-Commerce