85 % aller Leute berichten, dass sie über Networking schon einmal einen Job bekommen haben. Wenn ein Event besonders ansprechend und stimulierend ist, kann das Netzwerken mitunter ganz leicht fallen. Aber man fühlt sich eben nicht immer so aufgeschlossen. Was also tun?

Manchmal müssen wir einfach ein paar Gesprächseinstiege in petto haben. So kommt die Unterhaltung ins Laufen – auch wenn Sie sich mehr als nur überwinden müssen, nicht nach Hause zu gehen, den Fernseher anzumachen und sich eine Pizza zu bestellen.

Aber keine Sorge, Sie haben ja uns! Hier finden Sie eine Reihe an Gesprächseinstiegen, die wir in der Realität ausprobiert haben und mit denen wir Erfolg hatten. Speichern Sie sich diese Tipps ab für Ihr nächstes Networking-Event – oder vielleicht sogar den nächsten Abend in der Bar, Sie Schlawiner.

17 Geniale Gesprächseinstiege, mit denen Sie beim Networking garantiert das Eis brechen

1) „Hallo, ich bin X.“

Anmerkung: Bitte verwenden Sie Ihren Vornamen anstelle des „X“.

Einfach, simpel und: Es funktioniert! Allerdings sollten Sie auch noch ein paar Folgethemen haben, damit sie sich nicht plötzlich peinlich schweigend gegenüber stehen. Und genau das ist einer der wesentlichen Knackpunkte für einen erfolgreichen Einstieg in ein Gespräch: Sie brauchen ein Folgethema. Wenn Sie jemandem „Hallo“ sagen, ist das ein guter erster Schritt. Bleiben Sie am Ball und schon kann es losgehen.

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2) „Haben Sie auch Probleme mit dem WLAN?“

Gute Neuigkeiten: Die Antwort darauf ist in den meisten Fällen „Ja.“ So gut wie jeder Besucher von Events wird bereits schlechte Erfahrungen damit gemacht haben, wenn das Internet in allerletzter Sekunde gestreikt hat. Nutzen Sie Ihre Geschichte als Gesprächseinstieg.

3) „Das [Essen oder Getränk] sieht lecker aus. Wo haben Sie das her?“

Auf diese Frage können Sie verschiedene Antworten erwarten. Die Person könnte Ihnen einfach sagen, wo sie das Essen herbekommen hat. Oder sie könnte Ihnen beschreiben, wie es schmeckt oder die Qualität kommentieren. Sind Sie unsicher, wie es nun weitergeht? Erzählen Sie von einem Ort, an dem Sie die allerbeste Variante von dem, was die Person gerade trinkt oder isst, bekommen haben. Aber stellen Sie dabei eine Frage, wie z. B.: „Waren Sie schon einmal auf Hawaii? Dort habe ich den besten gegrillten Fisch meines Lebens gegessen.“

Diese Taktik funktioniert auch gut bei neutralen Komplimenten, zum Beispiel wenn Sie jemandem sagen, dass Ihnen deren Jacke oder Laptop-Tasche gut gefällt. Den meisten Leuten gefällt es, positives Feedback zu erhalten. Oft erzählen sie dann, wo oder wie sie den Artikel gekauft haben. (Und falls sie das nicht tun, fragen Sie nach. Denken Sie daran, Sie wollen, dass die Unterhaltung ins Rollen kommt.)

4) „Wissen Sie, wo die Garderobe ist?“

Auf diese Weise können Sie sich die allgemeine Verwirrung zunutze machen, die bei jedem Event anfangs auftritt. Direkt nach der Ankunft am Veranstaltungsort weiß kaum einer, was los ist. Aber jemand, der Bescheid weiß, wird gerne „den Weisen“ spielen.

5) „Es ist wirklich kalt/heiß/schön heute, finden Sie nicht auch?“

Ein Plausch über das Wetter klingt abgedroschen, aber es funktioniert tatsächlich – insbesondere, wenn Ihr Gegenüber aus einer anderen Stadt kommt. Natürlich setzt das voraus, dass Sie die Person vorher gefragt haben, woher sie kommt. Sobald Sie das wissen, könnten Sie vielleicht sogar einen Witz machen: „Sie sind sicher froh, dass Sie endlich mal aus Barcelona raus sind und ein paar Tage Winter in Hamburg genießen können.“

6) „Sind Sie mit Kollegen hier?“

Wenn jemand, mit dem Sie ins Gespräch gekommen sind, mit einer Gruppe vor Ort ist, könnten Sie so Ihren Zirkel erweitern. Allerdings nur, wenn Sie proaktiv sind. Sie könnten also taktvoll Interesse zeigen, einen Kollegen kennenzulernen, indem Sie nach den unterschiedlichen Rollen im Team fragen. Dann könnten Sie beispielsweise das hier einfließen lassen: „Wissen Sie, ich wollte schon immer mehr über X erfahren. Würde es Ihnen etwas ausmachen, mir Ihren Kollegen vorzustellen, der daran arbeitet?“

Wenn die Person allein unterwegs ist, können Sie auch Empathie erzeugen, da sie ja auch ein einsamer Wolf sind. Das bedeutet nicht, dass sie der Person nicht mehr von der Seite weichen sollten, aber „ich auch“ hört in diesem Zusammenhang jeder gerne. Aber lassen Sie es nicht darauf beruhen. Schlagen Sie doch vor, dass man sich ja zusammentun könnte, um weitere Leute kennen zu lernen. Zum Beispiel könnten Sie erwähnen, dass für später eine tolle Breakout-Session auf der Agenda steht.

7) „Sie scheinen von allen Gruppen den meisten Spaß zu haben. Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich mich dazu stelle?“

Natürlich sollten Sie das nur zu Leuten sagen, die tatsächlich Spaß zu haben scheinen. Und wer würde auf diese Frage schon mit „Nein“ antworten? Und wenn sie das tun, dann sollten Sie sich sowieso besser eine andere Gruppe suchen.

8) „Sind Sie hier, um eine bestimmte Veranstaltung mitzumachen?“

Wenn Sie beide daran interessiert sind, die gleichen Leute zu treffen, oder sich die gleichen Sessions anzusehen, hilft Ihnen diese Frage dabei, eine Gemeinsamkeit zu finden. Ganz gleich, was für eine Antwort Sie darauf bekommen, Sie werden mehr über die Ziele und Gründe für die Teilnahme am Event Ihres Gegenübers erfahren. Das wiederum fördert den Austausch von Ideen und Wissen. Und das wiederum kann Chancen entstehen lassen, sogar über den Event hinaus. Man weiß ja nie, wann der andere mal Ihre Expertise braucht, oder Sie seine.

9) „Sind Sie alle zusammen hierher gekommen, oder haben Sie sich hier kennengelernt?“

Diese Frage eignet sich hervorragend, wenn Sie zu einer Gruppe dazu stoßen. Jeder in der Gruppe wird in die Unterhaltung einbezogen, nicht nur derjenige, der zufällig neben Ihnen sitzt/steht. Je mehr Leute reden, desto besser. So können Sie mehr über die Ziele der anderen Gruppenmitglieder erfahren und Ideen austauschen.

10) „Nun ja, wo wir schon hier sind, kann ich mich ja auch einfach mal vorstellen.“

Wenn die Veranstaltung groß genug ist, kann es gut sein, dass Sie irgendwo Schlange stehen müssen. Vielleicht für die Keynote-Rede, Essen, Toilette etc. Versuchen Sie doch einfach, die nervige Wartezeit damit zu verbringen, etwas Anderes zu tun als sich nur darauf zu konzentrieren, wie unendlich langsam es vorangeht. Stecken Sie diese Energie lieber in etwas Produktives, z. B. neue Menschen um Sie herum kennenzulernen. Geteiltes Leid ist halbes Leid, warum nicht auch beim Schlange stehen?

11) „Haben Sie den Vortrag von X gehört?“

Wenn Sie und Ihr Gegenüber an der gleichen Konferenz teilnehmen, sind Sitzungen und Redner eine garantierte Gemeinsamkeit und somit die perfekte Chance für einen Gesprächseinstieg. Diese Frage ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt und die Unterhaltungen können sich in alle erdenklichen Richtungen entwickeln. Haben Sie einen Vortrag dieser Person vielleicht schon einmal bei einer anderen Veranstaltung gehört? Haben Sie etwas über deren Arbeit gelesen? Wie fanden Sie den Vortrag?

12) „Waren Sie schon mal bei X hier um die Ecke? Ich wollte da wirklich gerne mal hin.“

Diese Frage ist super, wenn Sie bei einem Event sind, das in einer anderen Stadt stattfindet. Wenn es ein Restaurant gibt, über das Sie Gutes gehört haben, können Sie sowohl die Einheimischen, als auch Besucher ansprechen und herausfinden, ob sie vielleicht auch dort hingehen möchten.

Wenn Sie selbst einheimisch sind und mit Besuchern sprechen, könnten Sie auch vorschlagen, dass man ja gemeinsam dorthin gehen könnte, solange sie in der Stadt sind. Erwähnen Sie, dass sie schon länger nicht mehr dort waren, oder dass Sie unbedingt noch einmal dorthin gehen wollen. Wenn Sie sich einig sind, könnten Sie vorschlagen, dass man gemeinsam dorthin läuft oder sich ein Taxi teilt.

Wenn Ihr Gegenüber kein Interesse hat, dorthin zu gehen, fragen Sie doch einfach, ob er oder sie vielleicht etwas Anderes empfehlen könnte oder ob es einen Ort gibt, an den er oder sie gerne gehen möchte. Sie könnten vorschlagen, zusammen dorthin zu gehen. Aber seien Sie nicht zu aufdringlich, manchmal möchten Leute einfach nur mal eine Weile allein sein. Nehmen Sie es nicht persönlich.

13) „Halten Sie hier einen Vortrag?“

Hierbei sollten Sie eine weitere Frage in petto haben, falls die Antwort „Nein“ lautet. Beispielsweise könnten Sie fragen, ob Kollegen der Person einen Vortrag halten oder welche Sessions die Person vorhat, zu besuchen. Diese Fragen können Ihnen einen guten Einblick in die Tätigkeiten der Person geben. So können Sie auch bestimmen, wie Sie voneinander lernen könnten.

Wenn die Antwort aber „Ja“ ist – Jackpot! Das ist eine tolle Möglichkeit, zu erfahren, worüber Ihr Gegenüber einen Vortrag halten wird und weswegen die Person so an diesem Thema interessiert ist. Erwähnen Sie auch auf jeden Fall, dass Sie sich auf den Vortrag freuen und sagen Sie auch, was Sie sich erhoffen, lernen zu können.

Wenn der Vortrag bereits stattgefunden hat und Sie ihn leider verpasst haben, können Sie ruhig auch Ihre Enttäuschung darüber ausdrücken. Fragen Sie aber auch auf jeden Fall nach, ob es die Möglichkeit gibt, den Vortrag online in der Wiederholung anzusehen oder wann die Person das nächste Mal einen Vortrag halten wird.

14) „Sind Sie zum ersten Mal bei einer Veranstaltung wie dieser?“

Wenn die Antwort „Nein“ ist, sollten Sie versuchen, der Person das Gefühl zu geben, dass sie ein Experte ist, allerdings ohne sie dabei zu überwältigen. Fragen Sie nach Insidertipps, wie Sie das Beste aus der Veranstaltung herausholen können, was dieses Jahr im Vergleich zum letzten Jahr anders ist und was Ihr Gegenüber sich von diesem Jahr verspricht. Vielleicht ergeben sich daraus gemeinsame Interessen.

Vielleicht gewinnen Sie aber auch die Empathie anderer Erstbesucher und können gegebenenfalls die gleichen Fragen stellen, zum Beispiel, warum sie zu diesem Event gekommen sind und ob es ihnen bisher gefällt. So bietet sich die Möglichkeit, dass es in einer Unterhaltung zu einem „geht mir auch so“-Moment kommt und vielleicht ergibt sich die Möglichkeit, gemeinsam an einer Session teilzunehmen.

15) „Haben Sie verstanden, was der Redner mit „X“ gemeint hat?“

Diese Frage eröffnet Ihnen viele Möglichkeiten zum Gesprächseinstieg mit einigen der Leute, die während eines Vortrags neben Ihnen gesessen haben. So können Sie netzwerken, anstatt schweigend/unbehaglich den Saal zu verlassen, nachdem der Vortrag vorbei ist. Wenn Sie tatsächlich etwas nicht verstanden haben, sollte Ihnen das nicht peinlich sein. Vielleicht hat es andere Leute auch verwirrt. Es kann sogar wirklich Spaß machen, zu überlegen, was ein Redner wohl gemeint hat. Dabei können Sie wirklich kreativ werden und möglicherweise Ideen mit jemandem austauschen, der Ihnen eine frische Perspektive bietet.

Und selbst wenn diese Person wirklich verstanden hat, was Sie verwirrt hat, schmeicheln Sie demjenigen vielleicht sogar ein wenig, wenn Sie um eine Erklärung bitten. Versuchen Sie die Unterhaltung aber auf jeden Fall weiterzuführen – insbesondere, wenn Sie mehr über das erfahren möchten, was Ihr Gegenüber zu sagen hat.

16) „Ich habe es ein wenig satt, immer mit meinen Kollegen zu sprechen. Ich sehe sie ja ständig. Worüber sprechen Sie gerade?“

Diese Frage ist eine Variation eines Anmachspruchs aus dem Podcast des Comedians Pete Holmes. Seine Originalversion lautete: „Ich habe es satt, immer mit meinen Freunden zu reden. Worüber redet ihr gerade?“

Dieser Spruch ist in einer Vielzahl von Szenarien effektiv, weil er mit großer Wahrscheinlichkeit einfach stimmt. Es ist ja nicht so, dass Sie Ihre Kollegen nicht mögen ... Aber wenn Sie schon von neuen Leuten umgeben sind, warum nicht ein wenig von der frischen Perspektive mitnehmen, die wir vorhin erwähnt haben? Die Frage zeigt, dass Sie daran interessiert sind, die anderen Teilnehmer kennen zu lernen. Da der Spruch recht locker ist, können sich daraus auch Möglichkeiten zum Austausch lustiger Büroerlebnisse entwickeln. Damit brechen Sie das Eis zwischen Fremden im Nu.

17) „Alles klar, ich habe einen lustigen Marketingwitz für Sie.“

Der Spruch funktioniert nur, wenn Sie wirklich einen Marketing-Knaller auf Lager haben. 

Also, los geht‘s.

Wenn nichts klappt, sagen wir humorvoll, dass es eins gibt, das Sie immer zu ihrem Nachbarn sagen können: „Ich könnte jetzt einen Drink gebrauchen!“ Wenn ein langer Tag hinter Ihnen liegt, wird derjenige Ihnen sicher zustimmen und vielleicht sogar mit Ihnen kommen wollen. Bitte schauen Sie aber nicht zu tief ins Glas. Sie machen gegebenenfalls all Ihre tollen Einstiege ins Gespräch zunichte, wenn Sie sich später zum Affen machen.

Alles in allem können Sie so ziemlich mit allen Dingen ins Gespräch einsteigen, wenn sie angemessen sind. Das trifft auch zu, wenn die Unterhaltung droht, einzuschlafen. Dann können Sie schnell das Thema wechseln, zum Beispiel zu etwas Harmlosen wie Haustieren.

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Dieser Artikel ist ursprünglich auf dem HubSpot.com-Blog erschienen und wurde aus dem Englischen übersetzt. 

Ursprünglich veröffentlicht am 3. August 2018, aktualisiert am Mai 07 2021

Themen:

Event-Marketing