Google Analytics ist das umfassendste Tool, um relevante Daten der eigenen Webseite oder App auszuwerten. Doch die Plattform einzubinden reicht noch nicht aus, um ein valides Reporting zu erhalten. Ungefilterte Datenansichten erzeugen nämlich noch keinen wirklich hilfreichen Bericht. Dazu müssen Sie verschiedene weitere Einstellungen vornehmen.

In diesem Artikel erfahren Sie, wo der Unterschied zwischen einem Konto, einer Property und einer Datenansicht in Google Analytics liegt, wie Sie eine Property anlegen und wie Sie mithilfe von Filtern aussagekräftige Datenberichte erstellen.

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Konto, Property und Datenansicht: Wo liegt der Unterschied?

Ihr Google Analytics Account ist in die drei Ebenen „Konto“, „Property“ und „Datenansicht“ gegliedert. Diese sind hierarchisch geordnet, was bedeutet, dass Einstellungen einer höheren Ebene sich auf die darunterliegenden auswirken.

Das Konto beschreibt die höchste Ebene. Ein Konto wird jeweils für ein Unternehmen angelegt. Wenn Sie als Agentur beispielsweise mehrere Kundenkonten verwalten, dann legen Sie für jeden Kunden ein neues Konto an oder aber der Kunde gewährt Ihnen Zugriff auf seine Property.  

Diese Property folgt auf der darunterliegenden Ebene. Diese wird jeweils für eine Website anlegt. Damit die Daten entsprechend gesammelt werden, muss der für die jeweilige Property generierte Tracking-Code in die Webseite eingebunden werden. Pro Konto können bis zu 50 verschiedene Properties angelegt werden. Pflegen Sie mehrere Webseiten – wie beispielsweise eine Homepage und ein Magazin – können Sie für beide eine gesonderte Property anlegen.

Die letzte Ebene sind die Datenansichten. Hier verwalten Sie die Übersicht aller Daten zu einer jeweiligen Property. Für jede Property können bis zu 25 verschiedene Datenansichten angelegt werden. Mithilfe von Filtern und verschiedenen Einstellungen können Sie die Rohdaten anpassen und so verschiedene Berichte erstellen.

So können Sie eine Property erstellen

Um eine Property in Ihrem Google Analytics-Konto anzulegen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Gehen Sie in Ihr Google Analytics-Konto.

  2. Klicken Sie in der linken Navigation auf „Verwaltung“.                          Property Datenansicht Google Analytics_1                              Quelle: https://analytics.google.com/analytics/

  3. Wählen Sie nun das Konto aus, für das Sie eine Property erstellen wollen.Property Datenansicht Google Analytics_2 Quelle: https://analytics.google.com/analytics/

  4. Klicken Sie anschließend auf den blauen Button „+ Property erstellen“.

  5. Wählen Sie nun aus, welche Art von Daten getrackt werden soll: Website-Analysen, App-Analysen oder App- und webübergreifende Nutzeranalysen. Wenn Sie „Google Apps“ auswählen, müssen Sie als Tracking-Methode „Firebase“ festlegen und die App verknüpfen. Property Datenansicht Google Analytics_3Quelle: https://analytics.google.com/analytics/

  6. Anschließend definieren Sie den Namen Ihrer Webseite, die URL, die Branche sowie die Zeitzone.Property Datenansicht Google Analytics_4Quelle: https://analytics.google.com/analytics/

  7. Klicken Sie auf „Erstellen“.

Jetzt müssen Sie noch den Tracking-Code einrichten, damit die Daten abgerufen werden können. Nachdem Sie die Property erstellt haben, erhalten Sie diesen spezifischen Code. Kopieren Sie ihn, um ihn an den Anfang des <head>-Elements aller Webseiten einzufügen, die Sie erfassen möchten.

So richten Sie eine Datenansicht ein 

Zu der erstellten Property benötigen Sie nun noch eine Datenansicht. Um diese anzulegen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Gehen Sie in Ihr Google Analytics-Konto.

  2. Klicken Sie in der linken Navigation auf „Verwaltung“.

  3. Wählen Sie nun das Konto und die Property aus, für die Sie eine Datenansicht anlegen wollen.

  4. Klicken Sie auf den blauen Button „+ Datenansicht erstellen“.

  5. Nun wählen Sie aus, welche Daten die Datenansicht enthalten soll. Sie vergeben außerdem einen Namen für den Bericht und legen die gewünschte Zeitzone fest.Property Datenansicht Google Analytics_5Quelle: https://analytics.google.com/analytics/

  6. Klicken Sie dann auf „Datenansicht erstellen“.

Filter anlegen und Datenansicht-Einstellungen vornehmen

Haben Sie eine Datenansicht angelegt, handelt es sich dabei erst einmal um eine Rohfassung. Sie können Ihre Datenansichten jedoch auch mithilfe von verschiedenen Filtern und Einstellungen konkretisieren. Beachten Sie aber unbedingt, dass einmal angelegte Filter nicht mehr zurückgenommen werden können. Deshalb sollten Sie die erste Datenansicht immer mit der Bezeichnung „Rohfassung“ (oder Ähnlichem) abspeichern, um jederzeit wieder darauf zurückgreifen zu können.

Um die Datenansicht nun zu spezifizieren, legen Sie einfach eine zweite an. Hier können Sie verschiedene Anpassungen vornehmen. Sie haben unter dem Reiter „Verwaltung" die Möglichkeit, zu folgenden Punkten Einstellungen zu spezifizieren:

  • Einstellungen der Datenansicht,

  • Zielvorhaben,

  • Gruppierung nach Content,

  • Filter,

  • Channel-Einstellungen und

  • E-Commerce-Einstellungen.

Unter „Datenansicht – Nutzerverwaltung“ können Sie außerdem Zugriffs- und Bearbeitungsrechte verwalten.

Mithilfe dieser Einstellungen können Sie beispielsweise die verschiedenen Bereiche Ihrer Website analysieren oder feststellen, woher Zugriffe auf Ihre Seite kommen. Es bietet sich an, verschiedene Datenansichten anzulegen, in denen Sie beispielsweise externe, mobile oder aber Zugriffe auf bestimmte Webseiten-Inhalte überwachen.

Besonders sinnvoll ist es außerdem, einen Filter anzulegen, der interne Zugriffe ausschließt. So verhindern Sie, dass Aufrufe durch Ihre eigenen Mitarbeiter Ihre Traffic-Daten nach oben treiben. Um einen solchen Filter anzulegen, gehen Sie auf den Menüpunkt „Filter“. Klicken Sie hier auf den Button „Filter hinzufügen“. Vergeben Sie nun einen Namen, zum Beispiel „Interne Zugriffe“. Nun können Sie über die IP-Adresse Firmen-interne Zugriffe ausschließen.

Property Datenansicht Google Analytics_6

Quelle: https://analytics.google.com/analytics/

In den „Einstellungen der Datenansicht“ können Sie grundlegende Einstellungen verwalten. Um nur realen Traffic auszuwerten, aktivieren Sie den Spam-Filter. So werden Bots und gefakte Zugriffe aus der Datenansicht ausgeschlossen. Aktivieren Sie hierzu das Feld „Bots herausfiltern“.

Property Datenansicht Google Analytics_7

Quelle: https://analytics.google.com/analytics/

Über das Site Search-Tracking können Sie außerdem eine Statistik zu der Suchfunktion auf Ihrer eigenen Webseite einrichten, sofern Sie über eine solche verfügen. Sie haben dabei auch die Möglichkeit, bestimmte Suchparameter aus dem Tracking auszuschließen.

Eine Google Analytics Property löschen oder verschieben

Möchten Sie eine Property löschen, weil Sie beispielsweise einen Kunden nicht mehr betreuen, können Sie dies ebenfalls über den Menüpunkt „Verwaltung“ tun. Wählen Sie dazu die Property aus, die Sie entfernen möchten. Klicken Sie nun auf „Property-Einstellungen“ und anschließend auf den Button in der linken Ecke „In den Papierkorb verschieben“. Im nächsten Schritt müssen Sie den Löschvorgang noch einmal über den Button „Löschen“ bestätigen.

Property Datenansicht Google Analytics_8

 Quelle: https://analytics.google.com/analytics/

Sie haben zusätzlich die Möglichkeit, eine Property in ein anderes Konto zu verschieben. Dies ist beispielsweise hilfreich, wenn Sie einen Kunden oder die Webseiten-Betreuung an einen Kollegen abgeben. Klicken Sie dazu in den „Property-Einstellungen“ auf den Button „Verschieben“. Nun müssen Sie das Zielkonto auswählen und entscheiden, ob die Berechtigungen für die Datenansicht und Property bei Ihrem Konto bleiben oder auf das Zielkonto übertragen werden.

Property Datenansicht Google Analytics_9Quelle: https://analytics.google.com/analytics/

Google Analytics ist ein mächtiges Tool, um den Traffic der eigenen Webseite auszuwerten. Dazu ist es jedoch notwendig, erst einmal den Unterschied zwischen den verschiedenen Ebenen – nämlich Konto, Property und Datenansicht – zu verstehen.

Um besonders aussagekräftige Daten zu erhalten, müssen Sie verschiedene Filter und Einstellungen in den Datenansichten anlegen. Achten Sie hierbei stets darauf, die Rohversion gesondert abzuspeichern und erst dann entsprechende Einstellungen vorzunehmen. Mehr Informationen rund um Google Analytics finden Sie in unserem ausführlichen Analytics-Leitfaden.

So nutzen Sie die Google Suite

Titelbild: ipopba / Getty Images

Ursprünglich veröffentlicht am 22. September 2020, aktualisiert am September 22 2020

Themen:

Google Analytics