Das Online-Marketing hat viele Facetten. Wer sich selbst zum „Online-Marketing-Profi aller Disziplinen“ erheben wollen würde, könnte genauso gut versuchen, in jeder Kampfsportart der Welt einen schwarzen Gürtel zu erringen. Von Social-Media-Marketing über Anzeigen-Management und Blogging bis hin zum Content-Marketing, und so weiter und so fort. In allen diesen Bereichen gleichmäßig versiert zu sein, scheint kaum  schaffbar – doch leider ist mittlerweile beinahe jedes moderne Unternehmen darauf angewiesen, sich diesen Themen zumindest am Rande zu widmen. Damit Sie im Online-Marketing-Dschungel von 2019 nicht Ihren Weg verlieren, hält dieser Gastbeitrag einige Tipps & Tricks zu Tools und digitalen Helfer bereit, die Ihre Bestrebungen vereinfachen werden.

Das Online-Vergleichsportal trusted hat einige der besten Online-Marketing-Tools in drei Kategorien verglichen:

  • Konversionsoptimierung
  • Content-Marketing
  • Social-Media-Marketing

Die vorgestellten Tools gehören zu den Stars ihrer jeweiligen Sparte und können auch Ihr Unternehmen und Ihre Marketing-Initiativen unterstützen. Im Folgenden möchten wir Ihnen die Ergebnisse des Vergleichs präsentieren.

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Konversionsoptimierung

Eine der wichtigsten Kennzahlen im digitalen Marketing ist die Konversionsrate, zu Englisch: „Conversion Rate“, oder kurz Conversion. Gemeint ist die Konversion von Besuchern zu Leads oder Kunden, beispielsweise indem sie auf eine Schaltfläche für einen Kauf klicken, sich für einen Newsletter mit Werbematerial anmelden oder eine andere Aktion ausführen, die sie im Kaufprozess einen Schritt weiter führen.

Ein wichtiges Instrument, um Konversionen zu erzielen, sind Landing-Pages. Diese zu erstellen und laufend zu optimieren, beispielsweise mithilfe von A/B-Tests, ist eine wichtige Aufgabe im digitalen Marketing. Folgende Tools können Ihnen dabei helfen, diese Aufgabe zu meistern:

AB Tasty

Erklärtes Ziel von AB Tasty ist es, A/B- und multivariate Tests auch für Einsteiger einfach und verständlich zu machen. Das gelingt auch relativ gut. Als All-in-One-Lösung bietet das Tool eine ganze Reihe von konfigurierbaren Test-Szenarien, die mittels eigenem Seitendesigner schnell umgesetzt und ausgerollt werden können. Zielgruppen lassen sich dabei anhand von über 100 Kriterien sehr präzise bestimmen – auf Wunsch können Sie zusätzlich Ihre eigenen Daten mit in die Gleichung aufnehmen. Insbesondere die selbst wählbaren Profile, die Sie Ihren Landing-Pages jeweils vorschalten können, fallen positiv auf. So wird sämtlichen Besucher bzw. jeder Zielgruppe eine eigens angepasste Version der Seite gezeigt.

AB Tasty

Die Oberfläche ist gezielt auf Nutzer zugeschnitten, die nicht zwangsläufig über technisches Vorwissen und Programmierkenntnisse verfügen. AB Tasty ist damit recht einsteigerfreundlich, was durch die verfügbaren Video-Tutorials, die Anfänger durch das Tool führen, zusätzlich verstärkt wird. Im Grunde wäre AB Tasty dadurch das ideale Tool für kleine Unternehmen und Start-ups. Einziges Manko: Der Preis bzw. die monatlichen Kosten für das Tool sind nur schwer abzuschätzen. Diese berechnen sich anhand der monatlichen Unique Visitors, mehr Informationen gibt der Anbieter allerdings nicht heraus. Interessant ist jedenfalls, dass aktuell vor allem mittelständische bis große Unternehmen zum Kundenstamm des Tools gehören, beispielsweise Allianz, TUI, HP oder AXA.

Fazit: Abhängig von Ihren Anforderungen ist AB Tasty mal günstiger, mal teurer zu haben. Standard-Preispakete gibt es hier nicht, es ist daher ratsam, ein unverbindliches Angebot direkt beim Provider einzuholen. Ist die Kostenhürde allerdings einmal genommen, verbirgt sich dahinter ein modernes und funktionsstarkes A/B-Testing- und Analyse-Tool mit einer Top-Benutzerführung. Vor allem Neu- und Quereinsteiger in das Thema A/B-Testing haben Freude am Tool.

Optimizely

Ähnlich wie AB Tasty setzt Optimizely auf eine grafische Oberfläche statt auf Quelltext und vereinfacht damit die Durchführung von A/B-Tests und anderen Web-Experimenten erheblich. Allerdings steht hier klar die Auswertung und Nutzung der Daten im Vordergrund. Dafür hat Optimizely die innovative „Stats Engine“ mit im Gepäck, die der Provider in Zusammenarbeit mit der Universität Stanford entwickelt hat. Statt wie in der Branche üblich statistische Berechnungen durchzuführen, bringt die Stats Engine sogenannten Sequenzielltests zum Einsatz, die bereits während der Testphase verwertbare Ergebnisse liefern. Experimente lassen sich dadurch quasi in Echtzeit auswerten und bei Bedarf noch während des laufenden Tests anpassen, um die Auswirkungen bestimmter Anpassungen zu beobachten.

Das Testverfahren, das im Schnitt um 25 Prozent aussagekräftigere Daten produziert als herkömmliche Testmethoden, ist ein Alleinstellungsmerkmal von Optimizely. Ansonsten bietet das Tool die üblichen Standard-Features und erlaubt eine Reihe von A/B- und Splittests für unterschiedliche Zielgruppen. Ähnlich wie bei AB Tasty gibt der Anbieter keine genaueren Preisauskünfte.

Fazit: Optimizely trumpft in Sachen Analyse und Auswertung auf und ist daher das perfekte Tool für Datenfetischisten. Wenn Sie schnell und gezielt an verwertbare Ergebnisse gelangen wollen, die wirklich signifikante Aussagekraft haben, ist Optimizely Ihr Tool der Wahl – vorausgesetzt, die einfache Bedienung und der starke Funktionsumfang sind Ihnen die potenziell hohen Kosten wert.

Content-Marketing

Das Content-Marketing ist eines der wirkungsvollsten Instrumente, die E-Commerce- und andere Internet-Unternehmen zur Verfügung haben. Doch wenig durchdachte oder gar nicht vorhandene Strategien und mangelhafte Planung führen leider oft dazu, dass genialer Content im Sande verläuft. Im trusted-Ratgeber zum Thema erfahren Sie, wie sich das verhindern lässt. Zusätzlich können diese Tools eine Hilfe für Ihre zukünftige Content-Planung und -Veröffentlichung sein:

Scompler

Scompler deckt so ziemlich den gesamten Content-Lifecycle“ ab. Eigentlich sogar noch mehr als das, denn mit Scompler starten Sie schon, bevor Sie überhaupt Content produzieren – nämlich bei der Strategie. Mit Scompler planen Sie die Ziele Ihrer Content-Marketing-Strategie, Ihre Zielgruppen und Personas, Ihre Formate, Content-Arten und Ihre bevorzugten Kanäle. Erst danach erstellen Sie mit dem Tool auch einen konkreten Redaktionsplan und beginnen, Inhalte zu erstellen. Dabei unterstützt Scompler Sie mit frei konfigurierbaren Workflows, auf die Sie und Ihr Team zentral Zugriff haben.

Scompler

Content können Sie direkt aus Scompler heraus per WordPress- bzw. CMS-Schnittstelle oder auf sozialen Medien veröffentlichen, auf Wunsch auch zeitgesteuert. Und selbstverständlich hat das Tool auch noch ein Analyse- und Reporting-Modul mit im Gepäck, mit dem Sie die wichtigsten Kennzahlen (die Sie zuvor definiert haben) flexibel messen können.

Blogger, Freelancer und Einzelkämpfer sind mit dem Basistarif „Scompler ONE“ gut beraten. Diesen gibt es kostenlos mit den wichtigsten Features, allerdings ohne persönlichen Support. Der kommt im Tarif „Scompler TEAM“ für rund 100 Euro pro Nutzer und Monat hinzu.

Fazit: Scompler ist ein kleiner Alleskönner und schon nach kurzer Einarbeitungszeit eine wirklich nützliche Ergänzung für jedes (Content-)Marketing-Toolset. Von der Strategie über die Inhaltserstellung und
-distribution bis hin zur Analyse Ihres Content – alles, was Sie brauchen, finden Sie in Scompler. Einziger Wermutstropfen ist der kostenpflichtige Premium-Support, der durch die günstigeren Tarife nicht restlos aufgewogen werden kann.

Contently

Contently dürfte eine der umfangreichsten Content-Marketing-Plattformen sein, die es aktuell auf dem Markt gibt. Ähnlich wie Scompler deckt das Tool den gesamten Content-Prozess ab: Von der Strategie bis hin zur Auswertung. Was Contently aber deutlich von der Konkurrenz abhebt, sind die vielen Zusatzangebote rund um die einzelnen Features.

So bringt Contently nicht nur einen teamfähigen Content-Editor für textbasierte Inhalte mit, sondern hat auch gleich noch eine Schnittstelle zu einem Netzwerk aus internationalen Journalisten und Autoren integriert. So lassen sich Texter-Aufträge flexibel an externe Partner vergeben und Sie können ein Team aufbauen, das Sie in Contently managen. Vor allem Contentlys Analysetool zeichnet sich deutlich von der Konkurrenz ab. Es zieht nicht nur Ihre vordefinierten KPIs zur Auswertung heran, sondern bietet auch Zugriff auf spezialisierte Analyseoptionen wie Heatmaps und SEO-Dashboards.

Fazit: Gerade für große Unternehmen ist Contently die ideale Content-Plattform. Die einfache Bedienung, der professionelle Support, der riesige Funktionsumfang und die sehr granularen Analyse-Möglichkeiten machen das Tool im Grunde unverzichtbar für große Content-Produzenten. Wenn Sie also Inhalte in hoher Stückzahl und ggf. auch über mehrere Marken hinweg produzieren, sollten Sie Contently auf dem Schirm haben.

Social-Media-Marketing

An den gängigen sozialen Netzwerken kommt heutzutage kein Marketer vorbei. Und wer würde das auch wollen? Viel zu groß sind die Möglichkeiten in Sachen Reichweite und Zielgruppenansprache, die Ihnen Facebook und Co. bieten. Aber auch hier gilt: Sorgfältige Planung und organisiertes Management sind das A und O, wenn Ihre Strategie ein Erfolg sein soll. Diese Tools können Ihnen dabei helfen, Ihr Social-Media-Marketing zu optimieren:

Hootsuite

Hoosuite ist ein mächtiges Social-Media-Tool, das so gut wie alle Bedürfnisse im Social-Media-Marketing abdecken kann. Die Zielgruppe besteht vor allem aus Agenturen und Medienhäusern, wobei mit der entschlackten Professional-Version auch kleinere Teams auf ihre Kosten kommen. Sieben Kernnetzwerke sind in Hootsuite integriert:

  • Facebook
  • Twitter
  • Google+
  • LinkedIn
  • Instagram
  • YouTube
  • WordPress

Ihre Profile auf diesen Plattformen können Sie mit Hootsuite koppeln, um somit die Erstellung von Beiträgen oder die Distribution von Content zentral auf einer einzigen Plattform zu verwalten – ähnlich wie bei Content-Marketing-Tools wie Scompler und Contently.

Hootsuite

Anders als diese konzentriert sich Hootsuite im Kern allerdings nicht nur auf das Verbreiten eigener Inhalte, sondern in erster Linie auf die Sammlung und Aufbereitung von Fremdinhalten (Stichwort: „Content Curation“). So lassen sich im Hootsuite-Stream die Beiträge von Konkurrenten und artverwandten Seiten überwachen. Zudem können Sie themenbasierte Listen anlegen und mit relevanten Profilen füllen, um auch themenspezifisch stets auf dem Laufenden zu sein und früh Trends zu entdecken. Die Analyse von fremdem Content und die Auswertung der eigenen Beiträge mit dem integrierten (und recht funktionsstarken) Analyse-Tool sind die Hauptmerkmale des Tools. Die eigentliche Content-Produktion und -Verteilung läuft da fast schon nebenher“.

Hootsuite hat außerdem eine ganze Reihe an Schnittstellen mit an Bord, beispielsweise zu CRM-Systemen, Projektmanagement-Tools, E-Mail-Anbietern oder Messenger-Apps. So lässt sich das Tool ideal in viele Umgebungen einbetten. Allerdings wird für einige der nützlichsten Integrationen eine kleine Zusatzgebühr fällig. Neben dem kostenlosen Tarif für Einzelkämpfer bietet Hootsuite insgesamt vier Preispakete zwischen 20 und 500 Euro pro Monat. Die einzelnen Tarife unterscheiden sich hauptsächlich durch die integrierbaren Social-Media-Profile und die verfügbaren Nutzerzugänge.

Fazit: Hootsuite hat einiges auf dem Kasten und ist eine der bequemsten Möglichkeiten, eine Reihe von Social-Media-Profilen zentral zu verwalten. Dabei profitieren nicht nur große Teams mit vielen Profilen von der Software; durch den Fokus auf die Auswertung von Fremd-Content können auch kleine Teams durchaus einen Nutzen aus Hootsuite ziehen, da sie so die Konkurrenz im Auge behalten und ihre Themenfindung vereinfachen können. Alles in allem ein tolles Tool.

Swat.io

Eins gleich vorweg: Swat.io hat seinen Preis. Die Tarife beginnen ab rund 250 Euro pro Monat und anders als viele Wettbewerber, die auch kleinere Kunden zur Zielgruppe zählen (wie zum Beispiel Hootsuite), gibt es auch keine Basis- oder kostenlose Version mit abgespeckten Features. Adressaten des Tools sind daher vor allem große Medienhäuser und solche, die es werden wollen. ORF, ARD und RTL gehören beispielsweise zum Kundenstamm von Swat.io. Entsprechend viel hat die Software auf dem Kasten: Swat.io vereint Social-Media-Management über die wichtigsten Kanäle (Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn, Instagram und YouTube) mit Content-Planung und -Veröffentlichung, Community-Management, Social-Media-Monitoring und sogar WhatsApp-Management.

swat.io

Kern des Ganzen ist die sogenannte Ticket Inbox“, in der alle Kommentare, Posts und Nachrichten Ihrer angeschlossenen sozialen Netzwerke zusammenlaufen. Die Inbox mutet tatsächlich wie ein E-Mail-Postfach an und ist recht übersichtlich. Zudem können Sie direkt mit jedem einzelnen Ticket interagieren, zum Beispiel um schnell auf Kommentare zu antworten oder Beiträge zu bearbeiten.

Analytics laufen bei Swat.io über eine Partnerschaft mit Ubermetrics, einem Unternehmen aus Berlin, seines Zeichens Marktführer im Bereich Social-Media-Monitoring. So haben Sie Zugriff auf alle wichtigen Instrumente und Daten und können beispielsweise die Erwähnungen Ihres Unternehmens oder Ihrer Profile verfolgen, ebenso wie die Posts Ihrer Wettbewerber und Themen, die vielleicht bald zum Trend werden.

Fazit: Swat.io ist eine äußerst leistungsstarke Plattform, die mit 250 Euro pro Monat vor allem für mittelständische und große Unternehmen mit Ambitionen in Sachen Social Media eine der besten verfügbaren Lösungen ist. Inbound Marketing in 2019

Dieser Beitrag ist ein Gastbeitrag von Maximilian Reichlin, Online-Redakteur bei trusted.de.

Ursprünglich veröffentlicht am 18. Februar 2019, aktualisiert am Februar 26 2019

Themen:

Marketing-Strategie