Falls Sie Netflix nutzen oder schon einmal etwas bei Amazon bestellt haben, dann wissen Sie, wie gut die Personalisierung des Nutzererlebnisses funktionieren kann. Sie müssen sich nicht durch endlose Seiten mit Filmtiteln arbeiten – Netflix hält Empfehlungen für Sie bereit, die zu Filmen passen, die Sie mögen oder vor Kurzem gestreamt haben. Haben Sie sich erst neulich The Breakfast Club angesehen? Dann gefällt Ihnen vielleicht St. Elmo's Fire, auch ein Teenager-Film aus den 80ern. Vielleicht haben Sie auch eine entsprechende Follow-up-E-Mail mit weiteren Vorschlägen bekommen. Und wenn Sie ein Buch bei Amazon bestellt haben, werden Sie bei Ihrem nächsten Besuch mit Empfehlungen für ähnliche Bücher begrüßt. War etwas für Sie dabei? Haben Sie die Website erneut besucht? Wahrscheinlich schon. Das ist effektives Marketing!

Warum haben Sie auf die Links in der E-Mail von Netflix geklickt, warum sehen Sie sich die Empfehlungen von Amazon an? Weil sie auf Ihre persönlichen Interessen, Wünsche und Bedürfnisse zugeschnitten sind und weil es so einfach ist. Aus gutem Grund meint ein Drittel der Marketer, dass persönliche Marketing-Kampagnen effektiv seien (EPiServer).

Kein Unternehmen kann es sich leisten, seine Online-Präsenz schleifen zu  lassen. Nutzen Sie unseren Leitfaden, um Ihre Marketingstrategie zu entwickeln.

Personalisierung ist ein essenzieller Bestandteil eines effektiven Internet-Marketing, und das gilt nicht nur für B2C-orientierte Unternehmen wie Amazon und Netflix. Mit einem persönlicheren Erlebnis für Ihre Interessenten und Kunden, das auf ihre individuellen Probleme, Interessen, Bedürfnisse und Wünsche eingeht, sorgen Sie dafür, dass die Besucher immer wieder auf Ihre Website kommen. Und das bedeutet: Mehr Besucher = mehr Leads, und mehr Leads = mehr (zufriedenere) Kunden.

Falls Sie jetzt auch Lust auf personalisiertes Marketing bekommen haben, empfehlen wir Ihnen, die folgenden zehn Personalisierungstaktiken in Ihre Marketingstrategie zu integrieren.

9 effektive Taktiken für personalisiertes Marketing, die sich sofort umsetzen lassen

1. Senden Sie E-Mails von einer persönlichen Adresse, nicht von einer allgemeinen Firmenadresse.

Dies ist wohl die einfachste und schnellste Möglichkeit, das Nutzererlebnis für Ihre E-Mail-Empfänger persönlicher zu gestalten. Verwenden Sie als Absender nicht „Firma XY“, sondern den Namen eines Teammitglieds aus dem Marketing. Sie könnten zusätzlich ein Foto dieses Teammitglieds und eine E-Mail-Signatur unter den Text der E-Mail setzen. So wird noch deutlicher, dass sich tatsächlich ein Mensch die Zeit genommen hat, eine Nachricht zu schreiben – und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, eine Antwort zu erhalten.

2. Sprechen Sie die Empfänger Ihrer E-Mail mit ihren Namen an

„Lieber Empfänger“, „An [Vorname]“ und „Hallo Kunde“ sind als Begrüßung in Ihrer E-Mail-Kommunikation einfach nicht akzeptabel. Die Namen von Interessenten oder Leads lassen sich schließlich leicht herausfinden. Wenn sie ein Formular ausgefüllt haben, dann kennen Sie ja zumindest ihre Namen und E-Mail-Adressen. Ist dies nicht der Fall, dann sollten Sie ihnen vermutlich gar keine E-Mails schicken. In den meisten E-Mail-Clients ist es möglich, vorformulierte Nachrichten mit dem Namen des Empfängers anzupassen, und wir würden Ihnen empfehlen, diese Funktion zu nutzen. 

3. Segmentieren Sie Ihre E-Mail-Datenbank und personalisieren Sie Ihre Nachrichten für jedes Segment

Den Daten von EPiServer zufolge gaben 14 % der befragten Marketer an, dass personalisierte Kampagnen eine höhere Antwortrate aufweisen als Massenbotschaften. Wenn Sie also die Antwortrate für Ihre E-Mail-Kampagnen steigern möchten, sollten Sie die Liste Ihrer E-Mail-Empfänger entsprechend segmentieren. Dazu können Sie die Informationen, die Sie über Interessenten und Leads erfasst haben, auf verschiedene Weise nutzen.

Am einfachsten ist es, die Adressaten wenigstens anhand der Buyer-Personas zu segmentieren. Wenn Sie zum Beispiel drei unterschiedliche Personas identifiziert haben, die jeweils ideale Kunden darstellen, teilen Sie Ihre Liste in drei Segmente auf. Personalisieren Sie dann die Nachrichten für die jeweiligen Segmente, indem Sie den Stil verwenden, der zu der entsprechenden Persona passt und auf den sie am ehesten reagiert.

4. Sprechen Sie mit Ihren Botschaften gezielt die spezifischen Anforderungen der verschiedenen Personas an

Erstellen Sie neue Inhalte oder passen Sie vorhandene Inhalte an, um die spezifischen Bedürfnisse und Probleme Ihrer verschiedenen Personas anzusprechen. Verwenden Sie dabei jeweils den passenden Tonfall. Berücksichtigen Sie, dass eine Persona vielleicht Herausforderungen bewältigen muss, die für andere kein Thema sind.

Für eine nicht personalisierte Kampagne müssten Sie Inhalte erstellen, die für alle Empfänger gleichermaßen relevant sind. In diesem Fall könnten Sie diese speziellen Herausforderungen also gar nicht thematisieren. Wenn Sie dagegen einen personalisierten Ansatz verfolgen und sich jeweils an eine bestimmte Gruppe von Interessenten wenden, können Sie genau dieses Problem ansprechen und den jeweiligen potenziellen Kunden ein personalisierteres und wertvolleres Nutzererlebnis bieten.

5. Erstellen Sie Landing-Pages, die ganz gezielt unterschiedliche Personas ansprechen

Falls Sie nicht die Kapazitäten haben, für jede Persona Ihres Unternehmens spezielle Inhalte zu erstellen, sollten Sie wenigsten gezielte Landing-Pages für Ihre verschiedenen Angebote erstellen. Passen Sie die Sprache und die Botschaft Ihrer Landing-Pages an die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Segments Ihrer Zielgruppe an – für jedes Ihrer Segmente.

6. Nutzen Sie Tools für Marketing-Automatisierung, um Lead-Nurturing-Kampagnen zu entwickeln, die auf dem Interesse Ihrer Empfänger beruhen

Sie können in Ihren Inhalten zwar verschiedene Themen der Branche ansprechen, aber nicht alle potenziellen Kunden sind an allen Themen interessiert. Wenn ein Lead zum Beispiel ein E-Book zum Thema X herunterlädt, können Sie diesen Lead mit einer entsprechenden Marketing-Automatisierung automatisch in eine Lead-Nurturing-Kampagne mit relevanten Inhalten zu diesem Thema aufnehmen lassen. Bei der Personalisierung der entsprechenden E-Mail-Nachrichten sollten Sie dann berücksichtigen, welcher Content ursprünglich heruntergeladen wurde.

7. Erstellen Sie Variationen Ihrer LinkedIn-Unternehmensseite für verschiedene Produkte

LinkedIn-Unternehmensseiten bieten ein großartiges Targeting-Tool, mit dem Sie die Produkte/Services personalisieren können, die Besucher einer LinkedIn-Seite sehen, wenn sie Ihre LinkedIn-Seite aufrufen. Sie können für das Targeting demografische Informationen nutzen, zum Beispiel Branche, Stellenbezeichnung und Standort. Damit können Sie nicht nur unterschiedlichen Besuchern unterschiedliche Produkte zeigen, sondern Sie können auch bestimmte Inhalte und andere Angebote als „Produkte“ hinzufügen und entsprechende Content-Angebote gezielt anbieten.

8. Nutzen Sie Social Media für die Kommunikation mit Interessenten und Kunden

Verbraucher informieren sich immer häufiger in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, LinkedIn und Google+, bevor sie sich zum Kauf eines Produkts entscheiden. Bei der Automatisierung Ihres Marketing sollten Sie es nicht übertreiben und keinesfalls versäumen, täglich Aktivitäten in sozialen Medien zu beobachten. Sorgen Sie dafür, dass ein Mitglied Ihres Teams Fragen und Kommentare in sozialen Medien nachverfolgt und beantwortet und immer in der Lage ist, passende Inhalte für die jeweiligen Fans und Follower anzubieten.

9. Nutzen Sie Lead-Informationen, um Follow-up-Aktivitäten vom Vertrieb zu personalisieren

Lead-Informationen wie demografische Informationen, Daten zum Surfverhalten auf Ihrer Website usw. sind hilfreich, wenn Sie Segmente Ihrer Personas definieren. Aber diese Informationen helfen auch Ihrem Vertriebsteam bei der Personalisierung von Verkaufsansätzen. In welcher Branche arbeitet ein Lead? In welche Lead-Nurturing-Kampagne wurde er aufgenommen? Über welchen Kanal erfolgte die erste Konversion? Welche Arten von Content wurden heruntergeladen oder auf der Website gelesen?

Diese Lead-Informationen kann Ihr Vertriebsteam nutzen, um den Verkaufsansatz schon in der Vorbereitung zu personalisieren – die Anforderungen eines bestimmten Leads sind bekannt, bevor das Gespräch beginnt. Und je besser die Vorbereitung, desto schneller kommt es zum Abschluss.

68 % der Marketer planen, in der Marketingkommunikation verstärkt auf Personalisierung zu setzen. Gehören Sie auch dazu?

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Ursprünglich veröffentlicht am 20. September 2018, aktualisiert am September 20 2018

Themen:

Personalisierung