Ein Erfolgsfaktor bei digitalen Geschäftsmodellen ist die Nutzererfahrung der Zielgruppe. User-Experience (UX) ist höchst subjektiv, aber dennoch messbar und fundamental für E-Commerce auch in Deutschland. Wir haben die wichtigsten Tipps & Tricks einmal für Sie zusammengefasst:

Was ist UX Design?

UX steht für „User Experience“. Gemeint ist damit die gesamte Erfahrung eines Nutzers in Bezug auf Interaktionen mit einem Produkt oder System. Der Begriff beschreibt Erwartungen, Wahrnehmungen und Reaktionen, die vor, während und nach der eigentlichen Nutzung entstehen. In Bezug auf E-Commerce bedeutet UX die Erfahrung des Kunden bei der Interaktion mit einem Online Shop. Dabei sollte UX nicht mit dem Begriff Usability verwechselt werden. Bei Usability geht es lediglich um die Bedienbarkeit und nicht den Gesamteindruck.

Unter UX Design versteht man die Kombination von drei Aktivitäten:

  • Koordinierte Interaktionen, die überprüft werden können (z.B. Auswahl von Produkten)
  • Erkenntnis-Interaktionen, die nicht unserer Kontrolle unterliegen (z.B. Produkterfahrungen)
  • negative Interaktionen, die reduziert werden müssen (z.B. schlechte Erreichbarkeit des Kundenservices) 

Warum ist UX Design so wichtig für den E-Commerce? Die positive Erfahrung eines Shopnutzers durch gutes UX Design wirkt sich maßgeblich auf Ihren Absatz aus. Darüberhinaus ist die Usability ausschlagegebend, denn lässt sich Ihr Shop schwer bedienen oder weist Fehler auf, wird automatisch die Nutzererfahrung schlecht.

Folgendes Video beschreibt sehr anschaulich, was UX Design ist und bewirkt: 

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Design: Erfolgsfaktoren für Online Shops

Nutzererfahrung ist allerdings sehr subjektiv. Was bedeutet das nun für Online Shops? Gibt es hier ein Patentrezept? Es gibt tatsächlich gewisse Elemente, die im Allgemeinen zu einer bessern UX führen:

1. Wie gut passen die angebotenen Funktionen zur Zielgruppe?  Eine wenig technikaffine Zielgruppe sollte beispielsweise nicht mit zu komplexen Funktionen überfordert werden. 

2.  Wie gut ist die Performance der Seite?   Dazu sollten die Ladezeiten und Optimierung für mobile Endgeräte überprüft werden.

3.  Wie effizient kann der Käufer seinen Einkauf tätigen?  Es sollten keine Umwege vorhanden und der Weg durch den Shop klar und einfach verständlich sein, so dass ein Kauf problemlos getätigt werden kann.

4. Wie gut ist das Design?   Das sollte man nicht zu unterschätzen. Neben Funktionalität sollte auch ein Augenmerk auf das Design gelegt werden, denn dies hat einen ebenso großen Einfluss auf die UX und kann Besucher im schlechtesten Falle abschrecken.

5. Wie kommt man dem Markenversprechen nach?  Hierbei sollte man überprüfen, wie der Nutzer im Shop sowie außerhalb das Markenversprechen wahrnimmt und dies dem Angebot gerecht wird. Mit diesem Punkt steht und fällt im Endeffekt das Nutzererlebnis und entscheidet ob es positiv oder negativ wahrgenommen wird.

UX Trends im E-Commerce

Mobile Patterns

Das Internet und auch Shops werden zunehmend mobil genutzt, was sich auf das Design von Online Shops ausgewirkt hat. Menschen gewöhnen sich an mobile Patterns und so werden diese nun auch verstärkt für die Desktop Varianten der Shops genutzt, und deswegen wird die mobile Variante bei der Entwicklung bevorzugt. Es gibt bereits interessante Beispiele für Online Shops, die diesem Trend folgen. Sowie ergänzende Case Studies zum Thema Responsive Web Design.

Typographie

Die Macht eines guten Schriftsatzes ist nach wie vor so wichtig, wie die Inhalte selbst. Aktuell wird die Schrift als Designelement wieder genutzt. Hier zwei Beispiele dazu:

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Horizontales Scrollen

Durch Smartphones und Tablets kennt man es, Artikel, Seiten und Bilder seitlich zu verschieben, anstatt nach unten zu scrollen. Dies wird auch zunehmend in Online Shops für das UX Design umgesetzt. Man sollte hier allerdings wieder genau prüfen, ob diese Funktion zur Zielgruppe passt oder diese verwirrt. 

Karten Design 

Pinterest brachte Karten Design, mit dem man alle Inhalte auf einem Blick hat, erstmalig unter die Nutzer. Die Suchmaschine Qwant und das Tool Trello setzen dieses schon seit geraumer Zeit ein. Für Online Shops wird es damit zu einem „Pinterest-Erlebnis“ und ermöglicht einen schnellen ersten Eindruck über das Sortiment. 

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UX Design ist im E-Commerce wichtiger denn je und muss fester Bestandteil einer digitalen Strategie sein. Hierfür brauchen Sie die Unterstützung von erfahrenen Profis, die über den Tellerrand blicken können und ein Gefühl für Ihre Zielgruppe haben. Gehen Sie mit den Trends und Bedürfnissen Ihrer Kunden und halten Sie nicht an vermeintlich altbewährtem fest. So können Sie auch weiterhin erfolgreich und konkurrenzfähig sein.

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Ursprünglich veröffentlicht am 3. Oktober 2015, aktualisiert am Mai 24 2018

Themen:

User-Experience