Sie ahnen nichts Böses … und plötzlich funktioniert Ihre Website nicht mehr. Wichtige Elemente lassen sich nicht mehr bedienen oder vielleicht ist Ihre Website auch gar nicht mehr aufrufbar. Ein Update von WordPress, einem Plugin oder einem Theme kann genügen, um die Arbeit von Monaten und Jahren zunichte zu machen. Gut, wenn Sie dann ein Backup in der Hinterhand haben und alle Daten schnell wiederherstellen können. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einfach ein Backup Ihrer Wordpress-Seite erstellen können.

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Am sinnvollsten ist es, nicht nur vereinzelt, sondern auf regelmäßiger Basis Sicherungskopien zu erstellen. Dabei können Sie ebenfalls Plugins unterstützen.

Manuelle Backups über den FTP-Client

Ein Backup Ihrer Website zu erstellen, kostet Sie nur wenige Minuten. Wenn Sie die Sicherheitskopie händisch anlegen möchten, müssen Sie sich zunächst in Ihren FTP-Client einloggen. Dort öffnen Sie den Ordner, in dem alle Dateien Ihrer WordPress-Installation abgelegt sind.

Theoretisch können Sie den ganzen Ordner sichern. Viele der Dateien sind aber direkt von WordPress erstellt und können auch jederzeit von dort heruntergeladen werden. Für Sie relevant sind deshalb vor allem Ihre selbst erstellten Inhalte wie Bilder, Texte und Einstellungen am Theme. Um diese zu sichern, sollten Sie aus dem FTP-Client den Ordner wp-content sowie die Dateien .htaccess und wp-config.php herunterladen.

Im nächsten Schritt sichern Sie die WordPress-Datenbank. Das ist nötig, damit die Daten später im richtigen Verhältnis zueinander stehen, also zum Beispiel Kommentare den richtigen Blogartikeln zugeordnet werden.

Zugang auf die Datenbank erhalten Sie über die Benutzeroberfläche phpMyAdmin. Nach dem Einloggen wählen Sie in dem Menü ganz links Ihre Datenbank aus. Rechts erscheinen nun viele weitere Auswahlmöglichkeiten. Klicken Sie ganz oben auf „Exportieren“ und im sich nun öffnenden Fenster auf „OK“.

Nun werden alle Daten heruntergeladen. Das kann ein paar Minuten dauern. Schließen Sie das Fenster erst, wenn der Download beendet ist.

Daten wiederherstellen

Die gespeicherten Daten können Sie auf dem gleichen Weg wiederherstellen wie Sie sie gesichert haben: Überspeichern Sie im FTP-Client einfach die aktuellen Dateien mit den gespeicherten. Auf phpMyAdmin wählen Sie erneut Ihre Datenbank, dann den Punkt „Importieren“ und schließlich das Backup. Bestätigen Sie die Auswahl mit „OK“ - fertig.

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Die besten Backup-Plugins: BackWPup, UpdraftPlus und BackupBuddy

Noch einfacher, als ein Backup manuell durchzuführen, ist die Nutzung eines Plugins. Dabei stehen Ihnen zahlreiche Optionen zur Verfügung. Drei gute Plugins stellen wir Ihnen im Folgenden vor:

BackWPup

Das Plugin BackWPup kann sowohl die Dateien aus dem FTP-Client als auch die Datenbank sichern. Tippen Sie seinen Namen einfach in die Plugin-Bibliothek von WordPress ein, klicken Sie auf „Installieren“ und aktivieren Sie das Programm.

Sie können entscheiden, ob die Daten in einem Ordner auf Ihrem Server, über den FTP-Client oder in einer Cloud gespeichert werden sollen. Die Sicherung an sich funktioniert über einen simplen Klick auf den entsprechenden Button.

UpdraftPlus

In UpdraftPlus müssen Sie nur auf „Jetzt sichern“ klicken – schon ist ein Backup erstellt. Darüber hinaus können Sie in einem Zeitplan festlegen, wann automatische Backups erstellt werden sollen. Die Sicherungskopien können Sie im FTP-Client oder in einer Cloud speichern oder sich per Mail zusenden lassen.

Die vergangenen Backups werden Ihnen innerhalb des Plugins in einer Liste angezeigt. Klicken Sie dahinter auf „Wiederherstellen“, wird Ihre Website innerhalb weniger Sekunden bis Minuten (je nach Umfang Ihrer Seite) auf den von Ihnen gewünschten Stand zurückgesetzt.

BackupBuddy

BackupBuddy müssen Sie einmalig kostenpflichtig erwerben. Für eine Website zahlen Sie aktuell 56 US-Dollar. Danach können Sie Dateien und Datenbanken nicht nur sichern und wiederherstellen, sondern bei Bedarf auch einzelne Webseiten von einer Domain zu einer anderen verschieben. Falls Sie umfangreiche Änderungen an Ihrer Website planen, können Sie so erst alles auf einer kleinen, unbekannten Domain vorbereiten und die fertigen Seiten dann auf Ihre Unternehmenswebseite transferieren.

Automatische WordPress-Backups mit Plugins oder VaultPress

Ein Backup sollten Sie immer dann erstellen, wenn Sie Ihre Website grundlegend bearbeiten oder ein Update einspielen sollen. Davon ab lohnt es sich aber, regelmäßige, automatisierte Sicherungen einzurichten. Damit können Sie auch auf unvorhergesehene Probleme wie zum Beispiel Hacker-Angriffe souverän reagieren.

Automatische Backups bieten Ihnen unter anderem die Plugins UpdraftPlus und BackupBuddy. Eine weitere Option ist das Programm VaultPress. Für 20 US-Dollar im Monat werden alle Daten einmal täglich in einer Cloud gespeichert und für jeweils 30 Tage aufbewahrt. Auch die Wiederherstellungen sind automatisiert. Zusätzlich kontrolliert VaultPress, dass Ihre Website sicher ist und informiert Sie über Bedrohungen.

Viele Wege führen schnell und einfach ans Ziel

Sowohl manuelle Sicherungen als auch Backups mit Plugins sind innerhalb weniger Minuten erstellt. Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, ist es sinnvoll, auf automatisierte regelmäßige Sicherungen zu setzen. Bei UpdraftPlus bekommen Sie diese Funktion kostenlos. Bei BackupBuddy und VaultPress zahlen Sie etwas, bekommen dafür aber zusätzliche Leistungen. Alternativ können Sie sich natürlich auch feste Termine für manuelle Backups in Ihren Kalender eintragen.

Egal, für welche Lösung Sie sich letztlich entscheiden: Die Hauptsache ist, Sie sichern Ihre Website überhaupt. Sollte sie einmal Fehler aufweisen oder gar nicht mehr funktionieren, werden Sie für ein Backup sehr dankbar sein.

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Titelbild: PhonlamaiPhoto / getty Images

Ursprünglich veröffentlicht am 26. Mai 2020, aktualisiert am Mai 26 2020

Themen:

Wordpress