Marketing auf der Überholspur

04 Mai 2015

XML, RSS, Feedly: Mehr Ordnung und Komfort beim Sichten der News

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RSS Tipps

Thematisch sortierte Facebook-Timelines hin, Twitter-Listen her - wer sich im Web strukturiert und effizient informieren möchte, schafft das auch anno 2015 nicht ohne einen vernünftigen RSS-Aggregator. Diese Erkenntnis ist erstaunlicherweise noch nicht in jedem Marketing-, PR- und Fachpresse-Büro angekommen. An dieser Stelle daher nochmals eine Kurzvorstellung des derzeit wohl besten Tools für alle Informations-Ranger da draußen: Feedly. Und ein paar Sätze zur Technik dahinter.

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Warum RSS?

Grundlage von Feedly ist eine alte, aber nach wie vor geniale Webtechnologie namens RSS (= Rich Site Summary bzw. Really Simple Syndication) Damit lassen sich - vereinfacht gesprochen - Änderungen und News auf Websites von deren Betreibern schnell, automatisch und übersichtlich im XML-Format ins Netz schicken, wo sie von interessierten Lesern und deren Tools (wie eben Feedly) eingesammelt werden können. Das Ergebnis ist eine Art Nachrichtenticker: Das empfangene RSS-Dokument enthält in der Regel Überschrift und Zusammenfassung oder Einleitung des entsprechenden Beitrags sowie Angaben zu Autor, Medium und Veröffentlichungsdatum. Auf der Website wird dann weitergelesen (wobei einige Redaktionen auch vollständige Beiträge via Feed zur Verfügung stellen).

Der große Vorteil der RSS-Kanäle: Sie liefern sämtliche Updates und Neupublikationen, während Social-Media-Feeds (Facebook, Twitter etc.) oft nur sporadisch und/oder manuell sowie mit zeitlicher Verzögerung befüllt werden. Hier geht es auf Seite des Senders in erster Linie um Reichweite, nicht um Vollständigkeit und höchste Aktualität.

Die ähnlich konzipierte und parallel nutzbare Alternative zu RSS heißt übrigens Atom - im Web ebenfalls erkennbar am typischen Feed-Symbol.

Warum Feedly?

Selbstverständlich ist Feedly nicht das einzige Tool, mit dem sich RSS-Feeds lesen und verwalten lassen. Viele E-Mail-Clients lassen sich als Reader nutzen, in modernen Browsern funktioniert das Ganze auch ohne extra Software, darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Desktop- und Cloud-Apps. Feedly ist aber in Sachen Handhabung, Performance und Eleganz nahezu konkurrenzlos, vor allem seit dem Tod des Google Readers im Juli 2013.

Bereits in der kostenlosen Version bietet Feedly eine ganze Bandbreite nützlicher Funktionen. Beiträge können in frei benennbaren Kategorien gebündelt, für später gespeichert oder via Social Media geteilt werden. Das Design lässt sich individuell anpassen. Ein Login ist u.a. via Google, Twitter oder Evernote möglich. Außerdem steht der schick gestaltete Aggregator zusätzlich als kostenlose App für Android und iOS zur Verfügung - Sie können also auch unterwegs lesen und kuratieren und im Büro nahtlos weitermachen.

Besonders praktisch: die Unterstützung von OPML (Outline Processor Markup Language). Damit lassen sich ganze Feed-Kollektionen (z.B. zum Thema Marketing & PR) in einem Rutsch importieren. Umgekehrt gestattet Feedly auch den Export der eigenen Sammlung. So können Sie Kollegen eine Menge Such- und Sammelarbeit ersparen - und haben außerdem ein praktisches Backup, falls Sie den Aggregator später doch wechseln möchten.

RSS Tipps

Der Schnellstart

Die Nutzung von Feedly hat sich als weitgehend intuitiv erwiesen. Loslegen können Sie folgendermaßen:

  • www.feedly.com besuchen und anmelden/einloggen, anschließend die passende App für Ihr Smartphone herunterladen (Android, iOS)
  • per „Organize“-Funktion vorab sinnvolle Kategorien für Ihre Feeds anlegen, z.B. „Marketing & PR“ oder - wenn Sie differenzierter vorgehen wollen - „SEO & SEA“, „Social Media“, „E-Commerce“ etc.
  • innerhalb von Feedly mit Hilfe von Keywords nach passenden/interessanten Feeds suchen (und dabei auch die Tipps der Redaktion beachten)
  • abonnieren, löschen, abonnieren; in aller Ruhe Feeds lesen bzw. Inhalte sortieren und kuratieren
  • optional das Feedly-Plugin für Chrome installieren; danach lassen sich via Mini-Toolkit (in der unteren rechten Ecke des Browsers) auch beim „normalen“ Browsen Seiten in Feedly speichern, regelmäßig beziehen oder im Social Web teilen

Nach kurzer Eingewöhnungsphase werden Sie XML, RSS/ATOM und den Cloud-Aggregator Feedly nicht mehr missen wollen.

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Themen: Business

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