Enterprise-CRM: Was unterscheidet es von einfachen CRM-Systemen?

Verfasst von: Philipp Becker
Dashboard-Ansicht einer Enterprise-CRM-Software mit Analysegrafiken und HubSpot-Logo

Aktualisiert:

Das Wichtigste in Kürze

Enterprise-CRM-Software unterscheidet sich grundlegend von einfachen CRM-Systemen: Sie wurde für skalierbare, globale Organisationen entwickelt und bietet erweiterte Governance-, Sicherheits- und Integrationsfunktionen, die wachsende Unternehmen im DACH-Raum benötigen.

  • Wann der Wechsel nötig ist: Wenn Teams über mehrere Regionen hinweg wachsen, Compliance-Anforderungen (DSGVO, SOC 2) steigen oder Datensilos die Effizienz bremsen.
  • Schlüsselfunktionen: Flexible Datenmodelle, KI-Agents, Sandboxing, Multi-Org-Governance und tiefe ERP-Integrationen sind die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale.
  • Führende Plattformen: HubSpot Smart CRM, Salesforce, Microsoft Dynamics 365, SAP und Floww.ai werden anhand realer Nutzerbewertungen (G2) verglichen.
  • Entscheidungshilfe: Eine Checkliste zur Unternehmensreife und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung helfen bei der strukturierten CRM-Auswahl.

Lesezeit: 12 Minuten

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Unternehmen, die über ein gewisses Maß an Komplexität, Mitarbeiteranzahl und globalem Footprint hinauswachsen, stehen früher oder später vor der gleichen Herausforderung: Das bisherige CRM-System reicht nicht mehr aus. Enterprise-CRM-Software ist darauf ausgelegt, genau diese Lücke zu schließen. Sie bietet die Governance, Skalierbarkeit und Integrationsdichte, die Großorganisationen benötigen, ohne auf Benutzerfreundlichkeit zu verzichten. Dieser Artikel zeigt, wann der Wechsel sinnvoll ist, worauf es bei der Auswahl ankommt und welche Plattformen im DACH-Markt besonders relevant sind.

Was ist CRM-Software für Unternehmen?

Enterprise-CRM-Software umfasst Lösungen für das Customer Relationship Management, die für große Unternehmen entwickelt wurden und hohe Anforderungen an Sicherheit, Governance, Integration und Skalierbarkeit erfüllen. Enterprise-CRM-Software unterstützt Single Sign-On (SSO), rollenbasierten Zugriff, Prüfprotokolle und Datenresidenz.

Hier finden Sie einen Vergleich zwischen Enterprise- und Basis-CRMs sowie Anhaltspunkte dafür, dass ein Unternehmen den Möglichkeiten eines Basis-CRM für kleine Unternehmen entwachsen ist.

Eigenschaft

KMU/Basis-CRM

Enterprise-CRM

Anwendungsbereich

Zentralisierte Kontakt- und Geschäftsverwaltung für ein kleines Team

Einheitliche Kundendatenverwaltung über globale Vertriebs-, Marketing- und Serviceteams hinweg

Ideale Teamgröße

Teams mit bis zu 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Teams mit mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Governance

Einfache Berechtigungen. Minimale Sicherheitskonfiguration

Umfassende Governance. Unterstützung für Single Sign-On (SSO), rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC), Prüfprotokolle und Datenresidenz

Integrationskomplexität

Verbindung mit wichtigen Anwendungen (E-Mail, Marketing, Rechnungsstellung)

Integration mit Hunderten von Systemen. Unterstützung der Synchronisierung in Echtzeit

Anpassungsmöglichkeiten

Begrenzt. Für eine schnelle Einrichtung und einfache Nutzung entwickelt

Sehr gut erweiterbar. Umfasst benutzerdefinierte Objekte, APIs und Sandboxes zum Testen

Das richtige CRM-System für Unternehmen vereint Vertriebs-, Marketing- und Serviceteams auf einer einzigen Datenplattform. Das optimiert Arbeitsabläufe und gewährleistet die Einhaltung der Vorschriften, insbesondere der DSGVO. Um die für Sie am besten geeignete Lösung zu finden, sollten Sie nach einer Plattform suchen, die bewährte Sicherheit, flexible Integrationen und praxistaugliche KI-Tools bietet.

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Wann sollten Sie von einem Basis-CRM auf ein höherwertiges System umsteigen?

Enterprise-CRMs werden unverzichtbar, sobald Komplexität, Umfang und Governance-Anforderungen die Kapazitäten von CRMs für kleine Unternehmen übersteigen. Im DACH-Raum spielen dabei insbesondere DSGVO-Compliance und die Integration mit ERP-Systemen eine zentrale Rolle. Hier sind fünf konkrete Anzeichen dafür, dass ein Unternehmen bereit für den Wechsel ist:

  1. Das Unternehmen arbeitet mit globalen Teams und Regionen. Ein Unternehmen benötigt ein Enterprise-CRM, wenn seine Teams in mehreren Ländern oder Zeitzonen tätig sind. Dadurch erhält jede Region kontrollierten Zugriff auf gemeinsam genutzte Daten.
  2. Es bestehen hohe Sicherheits- und Compliance-Anforderungen. Ein Upgrade ist unerlässlich, wenn Unternehmensfunktionen wie Single Sign-On (SSO), rollenbasierter Zugriff, Prüfprotokolle und Kontrollen zur Datenresidenz erforderlich sind. Diese schützen sensible Kundendaten und gewährleisten die Einhaltung der DSGVO sowie der „System and Organization Controls 2" (SOC 2).
  3. Das Unternehmen verwaltet komplexe Systemintegrationen. Ein Upgrade wird notwendig, wenn mehrere interne Systeme wie ERP, Marketing-Automatisierung, Analyse oder Finanzsoftware in Echtzeit synchronisiert werden müssen.

Beispielsweise muss ein produzierendes Unternehmen sein CRM möglicherweise mit seiner ERP-Plattform (Enterprise Resource Planning) verknüpfen, damit abgeschlossene Aufträge automatisch in Beständen, Rechnungsstellung und Auftragsabwicklung aktualisiert werden. Einfache CRM-Systeme haben bei einer solchen bidirektionalen Echtzeit-Datensynchronisation häufig Schwierigkeiten, insbesondere bei großen Datenbanken oder über mehrere Regionen hinweg.

  1. Es besteht Bedarf an präziser und einheitlicher Berichterstattung für mehrere Regionen oder Tochtergesellschaften. Wenn ein Unternehmen über mehrere Marken verfügt, die zwar unabhängig voneinander agieren, aber dennoch eine einheitliche Übersicht erfordern, ist es Zeit für ein Upgrade. Enterprise-CRMs bieten abteilungsübergreifende Berichterstattung und erweiterte Analysemöglichkeiten, damit Führungskräfte Umsätze prognostizieren, Leistung überwachen und Engpässe frühzeitig erkennen können.
  2. Das Unternehmen benötigt umfassendere Anpassungsmöglichkeiten. Wenn Teams ständig Umgehungslösungen entwickeln müssen, weil das CRM bestimmte Arbeitsabläufe oder Datenmodelle nicht unterstützt, ist das ein klares Zeichen, dass es dem System entwachsen ist. Enterprise-CRMs bieten die Flexibilität, Objekte, Felder und Automatisierungen anzupassen, sodass sich das System an die Arbeitsabläufe angleicht, anstatt die Teams zu zwingen, sich dem Tool anzupassen.

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Welche Funktionen von Enterprise-CRM-Software sollten Priorität haben?

Es gibt verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Stärken, doch einige Kernfunktionen sind für den Unternehmenseinsatz nicht verhandelbar. HubSpot verfügt über alle wichtigen Enterprise-Features, darunter robuste Datenmodellierung, KI-Copilots, Sandbox-Umgebungen und Multi-Org-Governance. Die folgenden Kriterien sollten bei jeder Plattformevaluierung an erster Stelle stehen.

Flexibilität des Datenmodells

Die Flexibilität des Datenmodells bezeichnet die Fähigkeit des CRM-Systems, sich an die Struktur eines Unternehmens anzupassen, indem es benutzerdefinierte Datenentitäten, komplexe Beziehungen und maßgeschneiderte Verknüpfungen unterstützt. Größere Unternehmen passen selten in eine einfache Struktur aus „Kontakt, Unternehmen und Deal". Sie erfordern umfangreichere Objektmodelle, hierarchische Accounts und konfigurierbare Schemata.

Integrationen und APIs

Eine enge Anbindung an ERP-Systeme, Datenplattformen, Business-Intelligence-Tools und Unternehmensanwendungen über native Integrationen und programmierbare APIs ist unerlässlich. Unternehmen benötigen einen nahtlosen Datenfluss über Dutzende oder sogar Hunderte von Systemen hinweg. HubSpot lässt sich nativ mit über 1.000 Apps integrieren und bietet eine API für benutzerdefinierte Kanäle.

KI-Agents und Copilots

KI-basierte Agents unterstützen bei der Prognoseerstellung, Datenbereinigung, Inhaltserstellung und operativen Entscheidungsfindung. Die generative KI, die prädiktive Intelligenz, die automatisierten Erkenntnisse und die „Conversation Copilot"-Funktionen von HubSpot reduzieren den manuellen Arbeitsaufwand, steigern die Effizienz und ermöglichen es Teams, schneller durch große, komplexe Datensätze zu arbeiten.

Account-Based Marketing (ABM)

Unternehmen benötigen ein Enterprise-CRM mit Tools, um hochwertige Kundinnen und Kunden anzusprechen, Käufergremien zu erfassen und die Kundenansprache in Vertrieb und Marketing individuell zu gestalten. Da an Enterprise-Vertriebszyklen mehrere Stakeholder beteiligt sind, sind koordinierte, kundenorientierte Strategien entscheidend.

Sandboxing

Unternehmen benötigen eigene Testumgebungen, um mit Arbeitsabläufen, Integrationen und Konfigurationsänderungen zu experimentieren, ohne dabei die Produktivdaten zu beeinträchtigen. Solche sicheren Testprozesse, wie sie in Enterprise-CRM-Plattformen wie HubSpot vorhanden sind, verhindern unbeabsichtigte Störungen im laufenden Betrieb.

Unterstützung mehrerer Organisationen

Enterprise-CRMs bieten Unterstützung für Organisationen mit mehreren Geschäftsbereichen, Marken, Regionen oder Teams, die eine gemeinsame Infrastruktur, aber eine segmentierte Steuerung benötigen. Gerade für Unternehmen mit Niederlassungen in mehreren DACH-Ländern oder international ist diese Funktion ein entscheidendes Auswahlkriterium.

Governance-Workflows

Governance-Workflows gewährleisten einen sicheren Zugriff, kontrollierte Datenänderungen und die Einhaltung der Unternehmensrichtlinien. Unternehmen benötigen sie, um Risiken zu steuern, Regeln durchzusetzen und die Nachvollziehbarkeit in großem Maßstab zu gewährleisten, was insbesondere im Kontext der DSGVO relevant ist.

Checkliste zur Unternehmensreife

Bevor Sie in einen aufwendigen Evaluierungsprozess einsteigen, lohnt sich ein schneller Selbsttest. Unternehmen sind bereit für ein Upgrade auf ein Enterprise-CRM, wenn sie die folgenden Fragen mit Ja beantworten:

  • Hat das Unternehmen komplexe Anforderungen an die Berichterstattung?
  • Wachsen der Kundenstamm und das Team über verschiedene Regionen hinweg?
  • Vergrößern sich die Teams in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Kundenservice?
  • Gibt es mehrere Teams oder Abteilungen mit unterschiedlichen Arbeitsabläufen?
  • Gibt es im Unternehmen strenge Compliance- oder Sicherheitsanforderungen (z.B. DSGVO)?
  • Ist die Flexibilität erforderlich, Objekte, Felder und Automatisierungen anzupassen?
  • Muss das Unternehmen maßgeschneiderte Anwendungen entwickeln, um bestimmte Herausforderungen zu bewältigen?
  • Ist das Unternehmen bei seinen Kerngeschäftsprozessen auf komplexe Integrationen angewiesen?

Profi-Tipp: Um Störungen des Geschäftsbetriebs während eines CRM-Upgrades zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Funktionen des neuen Systems mithilfe von Proof-of-Concepts (PoCs) zu testen. Ein PoC ist ein kontrolliertes Experiment im kleinen Maßstab, das klären soll, ob das neue CRM wie vorgesehen funktioniert. Dabei werden Probleme frühzeitig erkannt, zum Beispiel Fehler bei der Datenmigration oder fehlerhafte Integrationen, und die Benutzerfreundlichkeit wird vor der vollständigen Einführung überprüft.

Wie bewertet man Enterprise-CRM-Tools richtig?

Die Wahl des richtigen Enterprise-CRM-Systems ist eine der strategisch bedeutsamsten Entscheidungen für wachsende Unternehmen. Achten Sie bei der Auswahl darauf, ob die Plattform mit Ihrem Unternehmen mitwachsen kann, sich in bestehende Systeme integrieren lässt und die erforderlichen Funktionen in den Bereichen Governance, Sicherheit und Kontrolle der Datenstruktur bietet, die einfache CRM-Systeme nicht leisten können.

Das richtige Tool sollte das Betriebsmodell eines Unternehmens unterstützen, keine Veränderung erzwingen und jedem Team eine einheitliche, zuverlässige Informationsquelle bieten. Enterprise-CRM-Software ermöglicht eine einheitliche Verwaltung von Kundendaten über Vertriebs-, Marketing- und Serviceteams hinweg.

Bevorzugen Sie Plattformen, die flexible Datenmodelle, umfassende Automatisierungsmöglichkeiten, zuverlässige APIs und Berechtigungsstrukturen auf Unternehmensniveau bieten. Ebenso wichtig ist die Abstimmung auf die tatsächlichen Arbeitsabläufe Ihrer Teams. Ein CRM, das auf dem Papier leistungsstark wirkt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber im Alltag ausbremst, wird sich niemals durchsetzen, ganz gleich, wie beeindruckend die Funktionsliste auch sein mag.

Sobald Sie die technische Eignung bestätigt haben, sollten Sie die Praxistauglichkeit prüfen: Kann das CRM Ihr Datenvolumen, Ihre Arbeitsabläufe und Ihre teamübergreifenden Prozesse bewältigen? Praktische Tests und die interne Abstimmung sind dabei weitaus aussagekräftiger als das Marketing der Anbieter.

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Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Auswahl eines CRM-Systems

Eine strukturierte Vorgehensweise bei der CRM-Auswahl spart Zeit, reduziert das Risiko einer Fehlentscheidung und sorgt für breite Akzeptanz im Unternehmen. Die folgenden vier Schritte haben sich in der Praxis bewährt.

1. Anforderungen definieren und Stakeholder aufeinander abstimmen

  • Erfassen Sie die zentralen Arbeitsabläufe, den Datenbedarf und die Sicherheitsanforderungen, die das CRM-System erfüllen muss.
  • Sorgen Sie dafür, dass Vertrieb, Marketing, Service, Operations und IT ein gemeinsames Verständnis davon haben, was „gut" bedeutet.

2. Vorauswahl treffen und strukturierte Demos durchführen

  • Grenzen Sie die Auswahl anhand der unverzichtbaren Funktionen und der technischen Kompatibilität auf 3 bis 5 Plattformen ein.
  • Nutzen Sie szenariobasierte Demos: Bitten Sie die Anbieter, Ihre konkreten Anwendungsfälle zu demonstrieren, statt allgemeine Verfahren zu zeigen.

3. Details prüfen und Proof of Concept durchführen

  • Testen Sie kritische Bereiche: Integrationen, Automatisierung, Berechtigungen, Berichterstattung und Datenqualität.
  • Importieren Sie Beispieldaten oder führen Sie einen kleinen Workflow aus, um zu sehen, wie sich das System in der Praxis bewährt.

4. Kosten bewerten und den Business Case erstellen

  • Vergleichen Sie die Gesamtbetriebskosten (Lizenzen, Implementierung und Administration).
  • Stellen Sie den erwarteten ROI, die reduzierten Risiken und die betrieblichen Auswirkungen dar, um die Zustimmung der Geschäftsleitung zu erhalten.

Die besten Enterprise-CRM-Plattformen im Überblick

Eine effektive Methode zur Bewertung von Enterprise-CRM-Lösungen besteht darin, herauszufinden, welche Systeme große Organisationen tatsächlich einsetzen. Bewertungsplattformen wie G2 zeigen, welche CRM-Systeme in Großunternehmen am häufigsten genutzt werden und welcher Anteil der jeweiligen Nutzerbasis aus dem Enterprise-Segment stammt. Im Folgenden werden die führenden Plattformen vorgestellt, die laut G2-Daten im Großunternehmensbereich besonders verbreitet sind.

1. HubSpot Smart CRM

Enterprise-CRM-Software, HubSpot

HubSpots Smart CRM ist eine KI-gestützte Plattform für das Customer Relationship Management, die Kundendaten nicht nur speichert, sondern auch versteht und anreichert. Sie führt strukturierte Datensätze, unstrukturierte Konversationen und externe Signale zusammen, um Teams klaren Kontext und umsetzbare Erkenntnisse zu liefern. Mithilfe von KI automatisiert das System die Datenanreicherung, optimiert Arbeitsabläufe, erkennt und vereint doppelte Datensätze und liefert wichtige Erkenntnisse, sodass sich Teams stärker auf Kundinnen und Kunden konzentrieren und weniger Zeit mit manuellen Aufgaben verbringen können.

Das Smart CRM von HubSpot bietet eine einheitliche Datenbasis für Unternehmensabläufe und lässt sich nahtlos mit allen Kernprodukten verbinden: Marketing, Vertrieb, Service, Content, Data und Commerce Hub. Das Ergebnis: Alle Teams erhalten einen einheitlichen Überblick über die gesamte Kundschaft.

Smart CRM (im Paket mit Sales Hub von HubSpot) zählt laut G2 zu den drei besten CRM-Systemen für große Unternehmen.

  • Marketing Hub: Bietet Tools für die Lead-Generierung und Marketing-Automatisierung (von Formular-Buildern und Anzeigenverwaltung bis hin zu E-Mail-Kampagnen und Workflows), die Marketingfachleuten dabei helfen, Leads effizient zu gewinnen und zu pflegen.
  • Sales Hub: Verfügt über Tools und Automatisierungen zur Optimierung des Vertriebsworkflows, Verbesserung des Deal-Managements und Steigerung der Produktivität. Die Software hilft Teams dabei, mehr potenzielle Kundinnen und Kunden anzusprechen, Geschäfte schneller abzuschließen und das Umsatzwachstum zu beschleunigen.
  • Service Hub: Umfasst Live-Chat, Ticketsystem, Anruf-Tracking und Umfrage-Tools, um Kundinnen und Kunden bei jeder Interaktion zu unterstützen und zu begeistern.
  • Content Hub: Hat alles, was Sie zum Erstellen, Verwalten und Optimieren von umfangreichen Inhalten benötigen. Umfasst einen KI-gestützten Blog-Generator, erweiterte Analysen, Lead-Erfassung, A/B-Tests und Content-Einbettung.
  • Data Hub: Sorgt für einen reibungslosen Betrieb Ihres Tech-Stacks, indem Daten zwischen Anwendungen synchronisiert, Kundendatensätze bereinigt und Arbeitsabläufe automatisiert werden, für ein nahtloses Erlebnis sowohl intern als auch für Ihre Kundinnen und Kunden.
  • Commerce Hub: Zentralisiert die Abrechnungs- und Zahlungsvorgänge. Ideal zum Erstellen von Rechnungen und Zahlungslinks, zum Generieren von Angeboten, zur Umsatzverfolgung und zur direkten Integration mit QuickBooks.

Die KI-Suite von HubSpot lässt sich in alle Plattformen einbinden und das Smart CRM mit über 1.500 Drittanbieter-Apps integrieren.

Das Smart CRM besitzt einen doppelten Fokus und ist damit eine Besonderheit: Es wurde sowohl für Start-ups mit großen Wachstumsambitionen als auch für Großkundinnen und -kunden entwickelt. Das System verbindet intuitive Bedienung mit der nötigen Tiefe, um komplexe Unternehmensanforderungen zu bewältigen. Über 216.000 Kundenunternehmen in mehr als 120 Ländern nutzen Smart CRM.

Am besten geeignet für: Unternehmen mit vielfältigen Anforderungen oder solche, die eine intuitive Plattform für den Umgang mit zunehmender Komplexität suchen.

Was überzeugt: Die Fähigkeit von Smart CRM, Enterprise-Funktionalität mit Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit zu verbinden.

HubSpot-Preise:

  • Nur Smart CRM: Ab 75 € pro Monat
  • Smart CRM + Kernproduktpaket (Marketing, Sales, Service, Content, Data und Commerce Hub): Ab 4.610 €/Monat (beinhaltet acht Lizenzen)

2. Salesforce

Enterprise-CRM-Software, Salesforce

Salesforce ist eine verbreitete Plattform und ein führendes cloudbasiertes CRM-System, das Unternehmen jeder Größe dabei unterstützt, Kundendaten, Vertriebsprozesse, Marketingkampagnen, Serviceabläufe und vieles mehr in einem einheitlichen System zu zentralisieren und zu verwalten. Ähnlich wie das Smart CRM von HubSpot integriert Salesforce seine Lösungen für die Bereiche Vertrieb, Marketing, Kundenservice und E-Commerce in einer einzigen Plattform und bietet Teams so einen Rundumblick auf die Kundschaft. Das neueste Innovationsprodukt des Unternehmens, Agentforce, führt diesen Ansatz weiter.

Agentforce ist eine Suite autonomer KI-Agents von Salesforce, die direkt in die Plattform integriert ist. Damit können Unternehmen intelligente Agents entwickeln, anpassen und abteilungsübergreifend einsetzen, um Arbeitsabläufe zu automatisieren, die nächsten Schritte vorzuschlagen und im Namen von Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Kundinnen sowie Kunden Maßnahmen zu ergreifen.

Allerdings stellen die umfangreichen Funktionen von Salesforce für manche Unternehmen auch eine Herausforderung dar. Eine Nutzerbewertung auf G2 bezeichnete Salesforce als „sehr teuer" und „etwas überwältigend", obwohl die Person selbst Enterprise-Nutzerin ist und dem Produkt eine Fünf-Sterne-Bewertung gab.

Am besten geeignet für: Großunternehmen, die ein Höchstmaß an individueller Anpassung, komplexe Integrationen und fortschrittliche KI-Automatisierung abteilungsübergreifend benötigen.

Was überzeugt: Die Tiefe und Skalierbarkeit des Salesforce-Ökosystems.

Salesforce-Preise: Ab 100 USD pro nutzende Person und Monat (Preise in USD, da es sich um international gelistete Anbieterpreise handelt).

3. Microsoft Dynamics 365

Enterprise-CRM-Software, Microsoft Dynamics

Quelle

Dynamics 365 ist eine Customer-Engagement-Suite von Microsoft, die CRM- und ERP-Funktionen in den Bereichen Vertrieb, Marketing, Service und Lieferkette vereint. Insbesondere für Unternehmen im DACH-Raum, die bereits auf das Microsoft-Ökosystem setzen, ist diese Plattform eine naheliegende Option.

Was die Plattform auszeichnet, ist ihre enge Integration in das Microsoft-Ökosystem (darunter Outlook, Teams, Excel und Power BI), wodurch Nutzende Kundeninteraktionen verwalten können, ohne ständig zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln zu müssen.

Für Vertriebsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter ist es nicht erforderlich, innerhalb der CRM-Oberfläche zu arbeiten. Die Plattform integriert CRM-Funktionen direkt in die täglich genutzten Tools. E-Mails versenden, Geschäfte nachverfolgen und Datensätze lassen sich direkt aus Outlook heraus aktualisieren, was die Einführung reibungsloser und intuitiver macht.

Microsofts Copilot und Power Platform verbessern die Automatisierungsfunktionen von Dynamics 365. Copilot nutzt generative KI, um Nutzenden dabei zu helfen, E-Mails zu entwerfen, Besprechungen zusammenzufassen und mithilfe von Befehlen in natürlicher Sprache Erkenntnisse über Kundschaft zu gewinnen. Gleichzeitig ermöglicht die Power Platform Anpassungen mit Low-Code- und No-Code-Ansätzen, sodass Teams maßgeschneiderte Workflows, Anwendungen und Automatisierungen ohne kostspielige Entwicklungszyklen erstellen können.

Nutzende loben die Anpassungsmöglichkeiten, bemängeln jedoch die komplexe Benutzeroberfläche.

Am besten geeignet für: Unternehmen, die bereits Microsoft 365 verwenden und ein tief integriertes CRM-System mit leistungsstarken Funktionen für Automatisierung, Berichterstattung und Anpassung suchen.

Was überzeugt: Dynamics 365 verbindet die vertraute Produktivitätsumgebung von Microsoft mit Leistungsfähigkeit auf Konzernniveau, was die CRM-Einführung erleichtert und gleichzeitig fortschrittliche KI-Funktionen sowie Low-Code-Flexibilität bietet.

Preise für Microsoft Dynamics 365: Ab 70 USD pro nutzende Person und Monat (Preise in USD, da es sich um international gelistete Anbieterpreise handelt).

4. SAP

Enterprise-CRM-Software-SAP

Quelle

SAP ist in erster Linie eine ERP-Plattform, umfasst aber auch CRM-Funktionen. Gerade im deutschsprachigen Raum ist SAP eines der bekanntesten Softwareunternehmen überhaupt, mit einer starken Verbreitung in der Fertigungsindustrie, dem Handel und im Finanzwesen. Das erklärt auch, warum SAP sein CRM nicht als eigenständiges Produkt verkauft, sondern es mit anderen Lösungen bündelt, wie der Sales Cloud (für Vertriebsteams) und der Service Cloud (für Kundendienstteams).

SAP Sales Cloud ist besonders bei Unternehmenskunden verbreitet, die 46 % der Kundschaft ausmachen. Nutzende loben das ERP-System von SAP als eines der umfassendsten auf dem Markt, insbesondere in Branchen mit komplexen Abläufen. Allerdings wünschen sich viele Unternehmensnutzerinnen und -nutzer „einfachere Anpassungsmöglichkeiten für die Sales Cloud CRM-Plattform".

Manche berichten auch, dass die Ersteinrichtung der SAP Sales Cloud ziemlich komplex ist, was die Wertschöpfung durch die Software verlängert und spezielles Fachwissen erfordert. Das System gilt zwar als äußerst leistungsstark, fühlt sich aber manchmal etwas starr an und eignet sich eher für große, strukturierte Organisationen als für agile Teams, die schnell Dinge ausprobieren möchten.

Am besten geeignet für: Großunternehmen, die eine durchgängige Transparenz und eine enge Abstimmung zwischen CRM, ERP und den Abläufen in der Lieferkette benötigen, insbesondere Unternehmen, die bereits auf SAP-Backend-Systeme setzen.

Was überzeugt: Die Fähigkeit von SAP, einen einheitlichen Geschäftskern für Unternehmen zu schaffen, die bereits mit SAP-Backend-Systemen arbeiten, wie S/4HANA (für Finanzen, Beschaffung und Fertigung), Ariba (für die Beschaffung) und SuccessFactors (für das HR).

SAP-Preise: Ab 138 USD pro nutzende Person und Monat (Preise in USD, da es sich um international gelistete Anbieterpreise handelt).

5. Floww.ai

Enterprise-CRM-Software, Floww.ai

Floww.ai ist eine KI-gestützte CRM- und Workflow-Automatisierungsplattform, die in erster Linie für B2C- und B2B2C-Vertriebsorganisationen entwickelt wurde. Sie legt den Schwerpunkt auf No-Code-Konfiguration, agile Pipelines und schnelle Analysen und hilft Teams dabei, kurzfristig umzusteuern und sich an veränderte Marktanforderungen anzupassen. Die Hälfte der Nutzenden sind Großunternehmen, von denen die meisten aus dem asiatischen Raum stammen.

Die Versprechen von Floww.ai stimmen mit den Nutzerbewertungen überein: Die Plattform bietet direkte Nutzbarkeit, flexible Arbeitsabläufe und leistungsstarke Automatisierungsfunktionen. Das Unternehmen gibt auf seiner Website an, im Winter 2024 drei G2-Auszeichnungen erhalten zu haben, darunter „Best Relationship", „Easiest To Use" und „Most Implementable". Allerdings wies eine Nutzerbewertung darauf hin, dass die Anpassungsmöglichkeiten von Floww.ai im Vergleich zu einigen anderen CRM-Systemen begrenzt sind.

Am besten geeignet für: Schnell wachsende Unternehmen, insbesondere im B2C- und B2B2C-Bereich, die rasch handeln, manuelle Vertriebsprozesse abbauen und ohne hohen technischen Aufwand skalieren müssen.

Was überzeugt: Die intuitive No-Code-Einrichtung und die agile Pipeline-Architektur von Floww.ai, die es Vertriebsteams ermöglicht, ihre Arbeitsabläufe ohne monatelange Implementierung zu betreiben und zu optimieren.

Preise für Floww.ai: Individuelle Preisgestaltung auf Anfrage.

Mit Enterprise-CRM nachhaltig wachsen

Die Auswahl eines Enterprise-CRM-Systems ist keine Entscheidung, die sich spontan treffen lässt. Sie erfordert Zeit, Analyse und die Einbindung aller relevanten Stakeholder. Mit zunehmendem Wachstum eines Unternehmens treten die Schwachstellen einfacher CRM-Systeme jedoch immer deutlicher zutage: Datensilos entstehen, manuelle Aufgaben bremsen Teams aus, und Führungskräfte verlieren den übergreifenden Überblick über Vertrieb, Marketing und Service.

Enterprise-CRMs bieten Automatisierung, KI-gestützte Erkenntnisse und vernetzte Arbeitsabläufe, die mit dem Wachstum Schritt halten. Wenn Sie an diese Grenzen stoßen, ist das ein deutliches Zeichen, dass Sie über die Möglichkeiten von CRM-Systemen für kleine Unternehmen hinausgewachsen sind. Wenn Sie bereit für den nächsten Schritt sind, schauen Sie sich das CRM-System von HubSpot an, eine All-in-One-Plattform, die auf Skalierbarkeit, Intelligenz und Geschwindigkeit ausgelegt ist.

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Kostenlose Funktionen, die Ihnen sicher gefallen werden:

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FAQ: Häufige Fragen zu Enterprise-CRM-Software

Reicht ein für KMU konzipiertes CRM-System für ein global agierendes Unternehmen aus?
In der Regel nicht. CRM-Systeme für kleine und mittlere Unternehmen sind nicht für Datenmengen im Konzernmaßstab, Governance-Anforderungen oder funktionsübergreifende Prozesse ausgelegt, sodass sie häufig an ihre Grenzen stoßen, wenn die Anzahl der Teams und Regionen zunimmt. Außerdem fehlt ihnen die nötige Flexibilität, um komplexe Hierarchien, erweiterte Berechtigungen und umfangreiche Integrationen zu unterstützen. Zwar können sie als vorübergehende Lösung dienen, doch für die meisten Unternehmen reichen sie schon bald nicht mehr aus.
Wie lässt sich die DSGVO-Konformität eines CRM-Anbieters schnell validieren?
Fordern Sie den aktuellen SOC-2-Bericht, Unterlagen zur Datenresidenz sowie eine Übersicht über die Funktionsweise der Berechtigungs- und Audit-Modelle an. Wichtig für den DACH-Markt ist zudem die Frage, ob der Anbieter eine Datenverarbeitungsvereinbarung (DVV) gemäß Art. 28 DSGVO bereitstellt und ob Daten auf Servern in der EU gespeichert werden können. Seriöse Anbieter sollten diese Unterlagen sofort vorlegen können. Wenn sie zögern, ausweichen oder keine schriftlichen Angaben machen können, ist das in der Regel ein deutliches Anzeichen für zugrunde liegende Risiken.
Wie lässt sich am besten mit CRM-Strukturen umgehen, die mehrere Marken oder Organisationseinheiten umfassen?
Wählen Sie ein CRM-System, das Geschäftsbereiche, Suborganisationen und regionale Segmentierungen in einer einheitlichen Architektur unterstützt. Dadurch wird sichergestellt, dass jede Marke oder jedes Team eigenständig agieren kann, während Daten, Governance und Berichterstattung bei Bedarf weiterhin gemeinsam genutzt werden. Rollenbasierte Zugriffskontrollen sind unerlässlich, damit Nutzende nur das sehen, was für sie vorgesehen ist. Ein einziges, in Partitionen unterteiltes System ist fast immer kostengünstiger und einfacher zu verwalten als mehrere voneinander getrennte CRM-Instanzen.
Wie lange dauert die Migration auf ein neues Enterprise-CRM-System?
Migrationen können je nach Systemkomplexität und Anzahl der betroffenen Integrationen einige Wochen bis zu mehreren Monaten in Anspruch nehmen. Projekte kommen schneller voran, wenn klare Zuständigkeiten festgelegt sind und Entscheidungen nicht ins Stocken geraten. Die Aufbereitung der Daten, also Bereinigung, Deduplizierung und Zuordnung, nimmt dabei oft mehr Zeit in Anspruch als die eigentliche technische Umsetzung. Ein gut durchdachter Migrationsplan und eine frühzeitige Abstimmung mit allen Stakeholdern tragen erheblich dazu bei, Verzögerungen zu vermeiden.
Brauchen wir eine KI-Strategie, bevor wir ein Enterprise-CRM einführen?
Nicht unbedingt, aber Sie benötigen ein CRM-System, das architektonisch für KI gerüstet ist. Das bedeutet eine solide Datenverwaltung, Automatisierungsfunktionen und einheitliche Datensätze, aus denen ein KI-Layer lernen kann. Selbst wenn sich Ihre KI-Strategie später weiterentwickelt, sollte das CRM-System die Integration neuer Modelle und Tools vereinfachen. Plattformen, die KI eher als Zusatzfunktion denn als Kernkompetenz betrachten, schränken Ihre Möglichkeiten langfristig ein.
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