So vieles ist heute smart: Smartphone, Smart TV, Smart Home … Und nun auch noch Smart Data? Ja, denn Daten werden immer mehr zu einem bedeutsamen Rohstoff der Wirtschaft.

Was es genau mit Smart Data auf sich hat und wie Datenintelligenz erreicht werden kann, erklären wir in diesem Artikel.

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Was bedeutet Smart Data?

Der Begriff „Big Data” ist schon einer breiten Masse bekannt: Es handelt sich dabei um Datenmassen, die so groß sind, dass von Menschen manuell und auch von herkömmlichen IT-Lösungen nicht mehr überblickt und verarbeitet werden können. 

Viele Daten allein bringen jedoch überhaupt nichts. Erst wenn sie erfasst, geordnet und sinnvoll ausgewertet sind, stiften sie einen Nutzen. Genau hier kommt Smart Data ins Spiel.

Smart Data ist das Ergebnis der Strukturierung und Analyse von Big Data. Es handelt sich um hochwertige, abgesicherte und nutzbringende Daten, die so aufbereitet sind, dass Menschen sie verstehen und sinnvoll nutzen können. Intelligente Daten sind zum Beispiel hilfreich, wenn Sie komplexe Entscheidungen treffen und dazu verschiedene Handlungsoptionen gegeneinander abwägen müssen. 

Das Potenzial von Smart Data

Smart Data hat für Unternehmen sehr großes Potenzial, denn die Daten können Erkenntnisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart liefern, Zusammenhänge zwischen Ereignissen aufdecken und einen Ausblick auf mögliche Szenarien in der Zukunft geben. 

Unternehmen wird es dadurch unter anderem möglich,

  • Kundinnen und Kunden und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen,

  • auf dieser Basis neue Angebote zu entwickeln oder alte zu verbessern,

  • komplett neue vielversprechende Geschäftsfelder zu entdecken und zu erschließen,

  • den Kundenservice zu verbessern,

  • das Marketing gezielter aufzustellen,

  • den Einsatz von Ressourcen bestmöglich zu planen,

  • Prozesse im Unternehmen effektiver zu gestalten und so die Produktivität zu steigern,

  • fundiertere Entscheidungen zu treffen,

  • positive wie negative Trends in der Zukunft frühzeitig zu erkennen und dadurch

  • rechtzeitig auf Veränderungen zu reagieren.

Zusammengefasst macht Smart Data Unternehmen flexibel und hilft ihnen, zu wachsen.

Wie Big Data zu Smart Data wird

Die Gewinnung von Smart Data ist ein hochkomplexer Prozess:

Im ersten Schritt werden eine Menge Daten aus verschiedenen relevanten Quellen gesammelt und zusammengetragen. Solche Quellen können unter anderem soziale Medien wie Facebook und Instagram sein, aber auch Geräte und Apps, die Daten von Nutzerinnen und Nutzern erheben oder Maschinen, die Ihr Unternehmen zur Produktion nutzt.

Auch die Daten, die Ihnen über Ihre Kundinnen und Kunden sowie Ihre Leads vorliegen – etwa in einem Customer-Relationship-Management-System (CRM) – können verwertet werden.

Im zweiten Schritt kommen verschiedene Data-Analytics-Verfahren zum Tragen. Die unstrukturierte Datenmasse wird erfasst, geordnet und ausgewertet. Sinnvolle Informationen, Zusammenhänge und Prognosen werden herausgefiltert und auf Wunsch visuell dargestellt. Diese Aufgabe ist so umfangreich und kompliziert, dass hier spezialisierte Software zum Einsatz kommt. 

Erst nachdem die Big Data gründlich aufbereitet ist, fangen menschliche Entscheider an, damit zu arbeiten. Besonders spannend sind oft Fragen wie: „Warum ist Ereignis X eingetreten?” oder: „Was könnte in der Zukunft passieren, wenn die Aspekte Y und Z eintreten?”.

Die größten Herausforderungen für Smart Data Analytics

Big Data bedeutet, dass so viele Daten vorliegen, dass sie mit bisher bekannten Methoden nicht bewältigt werden können. Data-Analytics-Methoden müssen dieses Problem beheben.

Dazu gehört zum Beispiel, dass:

  • alle denkbaren Arten von Daten erfasst und analysiert werden können,

  • mehrere Datensätze gleichzeitig verarbeitet werden können,

  • Nutzerinnen und Nutzer gezielt nach bestimmten Daten suchen können,

  • mehrere Suchanfragen gleichzeitig möglich sind,

  • die Ergebnisse möglichst schnell verfügbar sind und

  • die ermittelten intelligenten Daten einfach weiterverwendet werden können, zum Beispiel von Systemen, die künstliche Intelligenz (KI) oder Machine Learning einsetzen.

Wer Smart Data nutzen möchte, muss also zwangsläufig auf entsprechende Software setzen. Damit hören die Herausforderungen aber lange nicht auf. Auch die folgenden Aspekte sollten Sie unbedingt bedenken, bevor Sie mit der Verarbeitung von Daten im großen Stil beginnen:

Datenquellen erschließen

Je mehr Daten Sie zur Verfügung haben, desto mehr Erkenntnisse können Sie gewinnen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Sie sich über relevante Datenströme klar werden und aus diesen gezielt Informationen extrahieren müssen.

Daten speichern

Daten brauchen Platz. Mit einer einfachen Festplatte ist es im Fall von Big Data nicht getan: Da wird schon eher ein ganzes Rechenzentrum oder ein großer Cloud-Speicher nötig. Erst recht, wenn Sie vorsichtshalber noch eine Sicherungskopie aller Daten anlegen.

Daten verwalten

Eine Information allein ist schön und gut - so richtig nützlich wird sie aber erst, wenn sie mit anderen Informationen in Verbindung gebracht wird. Es ist deshalb auch wichtig, die Daten in einem logisch aufgebauten System zu verwalten, damit sie flexibel für verschiedene Anwendungsgebiete und Fragestellungen genutzt werden können. Auch einen Zusammenhang zwischen theoretischen Informationen und Ihren real existierenden Kundinnen und Kunden fällt in diesen Bereich.

Datenschutz

Wer Daten hat, hat Verantwortung. Seit Mai 2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Die darin festgehaltenen Regelungen sollten unbedingt eingehalten werden, um die Daten vor unberechtigtem Zugriff zu schützen und Kundinnen und Kunden vor Schaden zu bewahren.

Fazit: Wertvolle Daten zu einem hohen Preis

Smart Data ist für Unternehmen eine enorm wertvolle Ressource. Sie hilft, neue Geschäftsmodelle zu erkennen und zu erschließen, Prozesse und Angebote zu optimieren, noch besser auf die eigene Kundschaft einzugehen, das Marketing zu verfeinern und vieles mehr. Letztlich sind durch die gekonnte Nutzung von Smart Data auch Umsatzsteigerungen möglich.

Überhaupt erstmal an die aufbereiteten Daten zu gelangen, ist aber mit einigem Aufwand und natürlich auch mit Kosten verbunden. Hinzu kommen organisatorische Herausforderungen, zum Beispiel die Speicherung und den Schutz der Daten betreffend.

Nicht vergessen sollten Sie auch, dass Maschinen und Programmen Fehler unterlaufen können. Smart Data kann wertvolle Impulse liefern, Entscheidungen erleichtern und das Wachstum Ihres Unternehmens beschleunigen – die Daten sind aber immer mit einer gewissen Vorsicht und gesundem Menschenverstand zu betrachten und zu hinterfragen. Wenn Sie diese Punkte im Hinterkopf behalten, können Sie von Smart Data jedoch nur profitieren. 

Klar scheint in jedem Fall: Die Aufbereitung, Analyse und strategische Nutzung großer Datenmengen wird in der Zukunft völlig normal sein und kann sogar zu einem wettbewerbsentscheidenden Faktor werden. Es ist daher sinnvoll, sich schon jetzt mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen.

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Titelbild: Hiroshi Watanabe / DigitalVision / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 20. April 2021, aktualisiert am April 20 2021

Themen:

Digitalisierung