502 Bad Gateway – diese Fehlermeldung sorgt im Internet oft für Verwirrung und Frust, denn sie verhindert, dass Nutzer die gewünschte Webseite besuchen können. Was „502 Bad Gateway“ genau bedeutet, wie sich die Meldung auf Ihre Google-Rankings auswirkt und wie Sie die Ursachen der Fehlermeldung beheben, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

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Kleiner Exkurs: Von Gateways, Proxys und Servern

Möglicherweise können Sie mit unserer Definition wenig anfangen, weil Ihnen Begriffe wie „Gateway“ noch nicht geläufig sind. Kein Problem: Wir holen kurz aus.

Immer, wenn Sie eine Webseite aufrufen, nimmt Ihr Browser Kontakt zu einem Server auf. Dieser sendet die angefragten Inhalte zurück – zusammen mit einem HTTP-Status-Code. Wenn alles so funktioniert, wie es soll, können Sie als Nutzer diesen Code nicht sehen. Wenn aber ein Fehler vorliegt, wird er Ihnen angezeigt.

Der Datentransfer erfolgt im Internet generell über sogenannte Gateways, manchmal auch als Proxys bezeichnet. Dabei handelt es sich letztlich nur um einen Server, der zwischen Ihnen und dem Hauptserver mit den gewünschten Daten steht und über den die Kommunikation läuft.

Fehlercodes aus der 500-Reihe haben ihren Ursprung in der Regel beim Server.502 Bad Gateway“ bedeutet, dass der Server nicht erreichbar war oder es einen Defekt in der Kommunikationskette gibt.

So wirkt sich die Fehlermeldung 502 auf Ihre SEO aus

Wenn der Fehler „502 Bad Gateway“ auf Ihrer Webseite nur wenige Minuten anhält, haben Sie keine großen Auswirkungen auf Ihr Google-Ranking zu befürchten. Sollte genau in dieser Zeit ein Crawler bei Ihnen vorbeikommen, kann er Ihre Webseite auch aus dem Cache laden.

Problematisch wird es, wenn die Fehlermeldung über mehrere Stunden hinweg nicht behoben wird. Versuchen Nutzer, Ihre Webseite aufzurufen, bekommen aber statt der eigentlichen Inhalte nur eine 502-Nachricht angezeigt, nimmt Google das zur Kenntnis. Für die Suchmaschine ist offensichtlich, dass es auf Ihrer Seite Schwierigkeiten gibt. Im schlechtesten Fall lässt sie Ihre Webseite dann in den Suchergebnissen nach unten rutschen.

Ursachen für „502 Bad Gateway“

Die Fehlermeldung 502 kann ganz verschiedene Ursachen haben. Um welche genau es sich handelt, lässt sich jedoch nur schwer herausfinden. Genau das macht die Mitteilung für Nutzer so frustrierend.

Folgende Szenarien sind denkbar:

  1. Der Webserver ist ausgefallen oder ausgeschaltet worden.

  2. Der Server ist überlastet – zum Beispiel, weil ungewöhnlich viele Nutzer gleichzeitig auf dieselbe Webseite zugreifen wollen.

  3. Browser-Erweiterungen stören die Kommunikation.

  4. Der PHP-Code Ihrer Webseite weist einen Fehler auf.

  5. Firewalls stören die Kommunikation.

  6. Der Nutzer ist nicht mit dem Internet verbunden.

502 beheben: Das können Sie tun

Welche Maßnahmen nötig sind, um die Fehlermeldung „502 Bad Gateway“ zu beheben, ist abhängig von den Ursachen. Wie gesagt sind diese aber leider nicht immer ohne Weiteres zu identifizieren. Zum Glück genügt es oft schon, ein wenig zu warten. In vielen Fällen kümmert sich Ihr Hosting- oder Internetanbieter von allein um das Problem.

Besuchen Sie die Webseite deshalb am besten nach einigen Minuten oder Stunden noch einmal. Erst, wenn die Fehlermeldung immer noch besteht, müssen Sie aktiv werden.

Rufen Sie eine andere Webseite auf

Versuchen Sie, eine andere Webseite anzusteuern. Bekommen Sie dort ebenfalls eine „502 Bad Gateway“-Meldung? Dann liegt das Problem vielleicht auf Ihrer Seite. Prüfen Sie zunächst, dass Ihr WLAN funktioniert. Verbinden Sie sich gegebenenfalls per LAN-Kabel mit dem Internet und testen Sie die betroffene Seite erneut.

Testen Sie, wer betroffen ist

Ist die Seite auch weiter nicht abrufbar, können Sie auf der Seite downforeveryoneorjustme.com testen, ob das Problem nur bei Ihnen besteht oder auch für alle anderen Internetnutzer. Das gibt Ihnen schon einen Hinweis, an welcher Stelle der Datenkette Sie nach einer Lösung suchen müssen.

Löschen Sie den Cache und Cookies

Liegt das Problem bei Ihnen, kann es helfen, den Cache und die Cookies zu löschen. So stellen Sie sicher, dass die tatsächliche Webseite geladen wird und nicht eine möglicherweise defekte zwischengespeicherte Version.

Überprüfen Sie Ihren Browser

Rufen Sie die Webseite in einem anderen Browser auf. Funktioniert sie dort einwandfrei, liegt der Fehler möglicherweise in Ihrem ersten Browser. Starten Sie diesen einmal neu.

Sollte das Problem fortbestehen, öffnen Sie den Browser im abgesicherten Modus. Alle installierten Erweiterungen sind dann außer Kraft gesetzt. Rufen Sie die Webseite erneut auf. Ist sie nun erreichbar, wurde die Störung wahrscheinlich durch eines Ihrer Browser-Plug-ins ausgelöst. Andernfalls können Sie es mit einer Neuinstallation des problembehafteten Browsers versuchen.

Wechseln Sie den DNS-Server

In einigen Fällen liegt der Grund für das „Bad Gateway bei Ihrem Internetanbieter. Dann gibt es meist einen falschen Eintrag auf dem DNS-Server.

Wechseln Sie in Ihren Computer-Einstellungen zu einem anderen DNS-Server, zum Beispiel zu dem von Google unter 8.8.8.8, und kontaktieren Sie Ihren Internetanbieter.

Kontaktieren Sie Ihren Hosting-Anbieter

Handelt es sich bei der nicht erreichbaren Webseite um Ihre eigene, sollten Sie Ihren Hosting-Anbieter kontaktieren. Oft liegt der Fehler auf seiner Seite.

Überprüfen Sie Ihre Webseite

Haben Sie Probleme bei Ihrem Hosting-Anbieter ausgeschlossen, kontrollieren Sie die PHP-Programmierung und die Datenbank Ihrer Webseite. Nutzen Sie im Zweifelsfall ein älteres Back-up Ihrer Seite, um den Fehler zu beheben.

„502 Bad Gateway“ umgehen

Sind Sie nicht als Webmaster, sondern als Nutzer vom Fehler 502 betroffen, können Sie ihn mit einem kleinen Trick umgehen.

Google speichert Caches von Webseiten. Geben Sie „cache: und dann die URL in das Suchfeld ein, wird Ihnen diese Version angezeigt. Sie ist allerdings nicht aktuell und kann deshalb veraltete Informationen enthalten.

Die Fehlermeldung „502 Bad Gateway“ ist ohne Frage ärgerlich. In den meisten Fällen erledigt sich das Problem aber glücklicherweise innerhalb weniger Minuten von allein. Stehen Sie beim nächsten Mal also einfach auf und brühen Sie sich einen Tee. Erst, wenn Sie die Webseite danach immer noch nicht besuchen können, sollten Sie sich auf die Fehlersuche begeben.

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Titelbild: Irina Griskova / Getty Images

Ursprünglich veröffentlicht am 30. Oktober 2020, aktualisiert am Oktober 30 2020

Themen:

SEO