Für die einen können sie ein Marketing-Instrument, das höhere Konversionsraten ermöglicht, für die anderen eine attraktive Einnahmequelle: Affiliate-Programme bringen sowohl für Unternehmen als auch für Website- oder Blog-Betreibende viele Vorteile mit sich.

Hier erfahren Sie, welche Affiliate-Programme überzeugen.

Download: Affiliate Marketing Guide

Zutaten eines Affiliate-Programms: Cookies, Links und beteiligte Parteien

Affiliate-Programme sind Provisionssysteme. Unternehmen, die online Produkte verkaufen, werden in diesem Kontext als Merchants bezeichnet. Sie finden im Rahmen des Affiliate-Marketing zu geeigneten Publishern, die auf ihren Werbeflächen gezielt zum Produktkauf anregen.

Damit kontrolliert werden kann, ob und wie viele Klicks und weitere Handlungen auf die Werbung des Publishers hin erfolgen, wird dieser vom Merchant mit einem individuellen Affiliate-Link ausgestattet.

Dieser Link wird in die Anzeigen des Publishers eingebunden und führt auf die Seiten des Merchants. Üblicherweise ist der Affiliate-Link mit Cookies versehen, sodass die Klicks und Folgehandlungen der Nutzenden für einen bestimmten Zeitraum in einer Affiliate-Software getrackt werden können.

Die besten Affiliate-Programme: Ein Vergleich von 11 Partnerprogrammen

Im Folgenden geben wir einen Überblick über die bekanntesten Affiliate-Programme und deren Merkmale:

1. HubSpot

Provision (Cost-per-Sale): 15 % monatlich oder 100 % vom ersten Monatsbeitrag des Kontaktes

Cookie-Lebensdauer: 90 Tage

HubSpot möchte Unternehmen dabei helfen, besser zu werden und zu wachsen. Die pflegeleichte All-in-One-Software für Marketing, Vertrieb und Kundenservice unterstützt bereits tausende Firmen dabei, ihren Kunden und Kundinnen die bestmögliche Customer Experience zu bieten. Im HubSpot-eigenen Partnerprogramm richtet sich die Höhe der Provision nach der Produktkategorie.

Je nachdem, was und wie viel Ihr angeworbener Kontakt kauft, bestimmt sich somit Ihre Provision. Dementsprechend liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, mit einem einzigen Kunden 3.000 US-Dollar zu verdienen, sofern dieser die gesamte HubSpot Suite erwirbt.

2. XOVI

Provision (Lifetime): 20 Prozent

Cookie-Lebensdauer: 60 Tage

Das Marketing-Tool XOVI hilft bereits mehr als 3.000 Kunden und Kundinnen bei der Umsetzung und Optimierung von Online-Marketing-Maßnahmen. Dabei lockt der Anbieter mit einer attraktiven Vergütung:

Für jede Vermittlung werden Publisher in der Lifetime-Variante monatlich mit einer Provision von 20 Prozent pro Kunde bzw. Kundin entlohnt. Teilnehmende Partner erhalten Zugriff auf zahlreiche Werbemittel, Statistiken und Tools.

3. Booking.com

Provision (Cost-per-Sale): Bis zu 40 Prozent für Buchungen

Cookie-Lebensdauer: On-Session Tracking mittels eigener Affiliate-ID.

Auch in der Reisebranche kommen Affiliate-Programme zum Einsatz: Der weltweite Marktführer für die digitale Unterkunftsbuchung Booking.com bietet ein Partnerprogramm an. Publisher können hier zwischen zwei Vergütungsmodellen wählen.

Die Individualisierbarkeit des Angebots zeigt sich auch an anderer Stelle: Affiliate-Partner können selbst auswählen, welche Unterkünfte sie gerne bewerben möchten.

4. Shutterstock

Provision (Cost-per-Sale): 20 Prozent

Cookie-Lebensdauer: 30 Tage

Die digitale Stockfoto- und Video-Bibliothek Shutterstock macht eine Zusammenarbeit für Publisher vor allem aufgrund des hohen Verkaufsvolumens und durchschnittlichen Bestellwerts auf der Plattform attraktiv. Das Affiliate-Programm von Shutterstock überzeugt darüber hinaus mit einer benutzerfreundlichen API sowie einer großen Auswahl an Bannern.

5. Kinsta

Provision (Cost-per-Sale + Lifetime): Bis zu 500 US-Dollar + 10 Prozent monatlich

Cookie-Lebensdauer: 60 Tage

Der schnelle und sichere Anbieter für Managed-WordPress-Hosting Kinsta kümmert sich um allerlei Kundenbedürfnisse in Bezug auf WordPress-Webseiten. Kooperieren Sie mit Kinsta, erhalten Sie als Publisher eine Gewinnbeteiligung von 50 bis zu 500 US-Dollar, je nachdem, zu welchem Tarif Sie Neukunden- und kundinnen angeworben haben. Daraufhin erwartet Sie eine wiederkehrende monatliche Zahlung von 10 Prozent, solange die Kontakte bleiben.

6. SEMRush

Provision: 200 US-Dollar für jeden Verkauf, 10 US-Dollar für jede neue Demo, 0,01 US-Dollar für jede Registrierung

Cookie-Lebensdauer: 120 Tage

SEMRushs Affiliate-Programm nennt sich BeRush und wirbt mit attraktiven Vergütungen bei jedem Schritt des Verkaufstrichters. Die SaaS-Firma ist spezialisiert auf SEO und Tools für die Wettbewerbsanalyse im Digital-Marketing-Bereich.

7. ConversionBoosting ANALYZE

Provision (Cost-per-Sale): Bis zu 25 Prozent; Lifetime: 10 Prozent

Cookie-Lebensdauer: 30 Tage

ConversionBoosting ermöglicht eine umfassende Analyse von Websites, Landing Pages sowie Onlineshops und kann somit Handlungsempfehlungen für mehr Conversion aussprechen. Publisher erhalten neben der Cost-per-Sale-Vergütung für Sale-eLearning-Kurse auch eine Lifetime-Vergütung von 10 Prozent für die erfolgreiche Vermittlung an die Plattform ANALYZE.

8. Wix

Provision (Cost-per-Sale): 100 Dollar pro Premium-Kunde

Cookie-Lebensdauer: 30 Tage

Der Website-Baukasten Wix ermöglicht die einfache Erstellung und Verwaltung von Webprojekten. Für die Affiliates gelten besondere Bedingungen: Monatlich sollen drei Abschlüsse vom Publisher arrangiert werden. Je produktiver Sie dabei sind, desto mehr verdienen Sie – Wix wirbt mit unbegrenzter Auszahlung.

9. FinanceScout24

Provision (Cost-per-Sale): 30 Euro

Cookie-Lebensdauer: 30 Tage

Wirft man einen Blick auf die Finanzbranche, so bietet sich beispielsweise FinanceScout24 als Affiliate-Programm an. Denn vor allem bei Finanzportalen spielt der Vertrauensfaktor für den Erfolg von Werbemaßnahmen eine große Rolle – durch die Zugehörigkeit zur Scout24-Gruppe können Publisher FinanceScout24 mit gutem Gewissen weiterempfehlen und sich bei Erfolg über eine attraktive Vergütung freuen.

10. Tarifcheck

Provision (Cost-per-Sale): Bis zu 175 Euro; Cost-per-Lead: unterschiedlich

Cookie-Lebensdauer: 30 Tage

Beim Online-Portal Tarifcheck werden Nutzende fündig, die Preise vergleichen wollen: Von Versicherungen über Kredite bis hin zu Strom und Gas werden hier alle möglichen Deals verglichen. Ein kostenloser Tarifrechner liefert den Sparfüchsen dazu schnelle Antworten.

Affiliates werden, je nach Produktkategorie und Vergütungsmodell, unterschiedlich bezahlt: So erhalten Sie eine Provision von 67,50 Euro, wenn Sie einen Lead für eine bestimmte private Krankenversicherung generieren, 50 Euro gibt es für eine abgeschlossene Unfallversicherung und bei einer abgeschlossenen Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es 25 Euro pro Lead.

11. N26

Provision (Cost-per-Sale): 20 Euro

Cookie-Lebensdauer: 30 Tage

Die deutsche Onlinebank N26 hat sich auf die Kontoführung via Mobile spezialisiert. Ihren mittlerweile 7 Millionen Kunden und Kundinnen bietet sie ein kostenloses Girokonto, was diese komplett in der zugehörigen App verwalten können. Push-Nachrichten sowie der einfache Login via Fingerabdruck oder Gesichtserkennung gehören zum innovativen Angebot dazu.

Affiliates dürfen sich für jeden geworbenen Neukunden über 20 Euro freuen. Bei dem rasanten Wachstum und der großen medialen Aufmerksamkeit, die das Unternehmen erhält, dürfte dies nicht allzu schwer fallen.

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Affiliate-Netzwerke

Die Suche nach den geeigneten Partnern kann durch Affiliate-Netzwerke vereinfacht werden. Dabei handelt es sich um Marktplätze, die Merchants und Blogger, Influencerinnen sowie andere Content Creator zusammenbringen. Außerdem übernehmen sie die Koordination, Tracking und Provisionszahlungen zwischen den Parteien.

Zu den bekannten Plattformen gehören:

1) ADCELL

2) AWIN

3) Belboon

4) Webgains

Affiliate-Programme in Deutschland: Das Angebot wächst

Ihren Ursprung haben Affiliate-Programme in den USA, aber auch in Deutschland wächst ihre Zahl beständig. Bekanntester Vertreter ist vermutlich der E-Commerce-Gigant Amazon: Die Vor- und Nachteile des Affiliate-Marketings mit Amazon unterscheiden sich jedoch etwas von denen anderer, kleinerer Affiliate-Programme und sollten daher gesondert betrachtet werden.

Für Einsteigende ist es in jedem Falle ratsam, sich zunächst einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten und branchenspezifischen Ausprägungen der Partnerprogramme zu verschaffen. Je nach Unternehmensbereich und Art der Vergütung gibt es hier nämlich große Unterschiede.

Welche Provisions-Modelle gibt es im Affiliate Marketing?

Nicht nur die Höhe, sondern auch die Art der Provision variiert abhängig vom einzelnen Partnerprogramm. Verbreitete Provisionsmodelle sind:
  • Cost-per-Click
  • Cost-per-Lead
  • Cost-per-Sale

Beim Cost-per-Click (CPC) erhält der Publisher für jeden Klick auf die Website des Merchants eine feststehende Vergütung. Das Risiko, ob sich aus den weitergeleiteten Besuchern und Besucherinnen tatsächlich Leads oder Sales ergeben, trägt dabei der Merchant.

Cost-per-Lead dagegen ist ein Vergütungsmodell, bei dem der Publisher erst entlohnt wird, wenn die Nutzenden bestimmte Zielhandlungen ausführen, etwa ihre persönlichen Daten angeben.

Beim Cost-per-Sale-Modell trägt der Publisher das größte Risiko: Er wird nur für das Bewerben bezahlt, wenn es auf den Seiten des Merchants tatsächlich zu Verkäufen kommt.

Auch das Vergütungsform „Lifetime-Provision“ ist beliebt: Hier erhält der Publisher in regelmäßigen Abständen Zahlungen. Ähnlich dem CPS-Modell erfolgt beim ersten Kauf der vermittelten Kundschaft eine Ausschüttung. Kommt es jedoch zu Folgekäufen, profitiert der Publisher erneut - und zwar solange, wie die geworbene Kundschaft weiter Umsatz generiert.

Welche Vorteile hat Affiliate-Marketing?

Für Publisher ist es von Vorteil, mit Merchants zu kooperieren, die zu ihrer eigenen Online-Präsenz passen.

Beispiel: Ein Publisher betreibt einen Blog zum Thema Bergsteigen. Er wird mehr Klicks, Leads oder Kaufabschlüsse für einen Merchant generieren können, dessen Warenangebot thematisch verwandte Produkte umfasst. Ein Affiliate-Link zu einem Auffanggurt des Merchants X ist ein besserer Einsatz seiner Werbefläche als beispielsweise eine Verlinkung auf Modeschmuck, den Merchant Y vertreibt.

Von dieser Absprache profitieren sowohl Merchants als auch Publisher: Die Merchants können ihre Streuverluste durch diese zielgerichtete Werbemaßnahme reduzieren, da sie nur zahlen müssen, wenn eine zuvor definierte Zielhandlung erfolgt. Die Publisher werden indes durch ihre Vermittlung unter Umständen mit viel Geld entlohnt.

Fazit: Von Affiliate-Programmen profitieren

Affiliate-Partnerprogramme haben nach wie vor ein großes Potenzial und bieten wichtige Einnahmequellen für viele Websitebetreiber und -betreiberinnen. Die Teilnahme kostet kein Geld und ist für beide Seiten von Vorteil:

Für Publisher ist es eine attraktive Möglichkeit, um ihre Website oder ihren Blog zu monetisieren und teilweise hohe Provisionen zu verdienen; Merchants gewinnen dadurch an Reichweite und gelangen so an neue Kundschaft.

Affiliate Marketing Guide

Titelbild: undrey / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 30. September 2022, aktualisiert am Oktober 10 2022

Themen:

Affiliate Marketing