newspapers-spread-outEs ist viel los in der Medien- und Marketing-Welt. Hier einige ausgewählte Themen und Links aus der letzten Woche. Mit dabei: Der Start des ersten deutschsprachigen Onlinekurses für professionelles Bloggen, ein Startpunkt für eine Recap-Klick-Tour zurück zur Berliner Web Week – sowie insgesamt 134 Tipps für digitales Arbeiten. Viel Spaß beim Stöbern.

Bloggen lernen im Blog Camp 

Am 8 Mai. ist mit dem Blog Camp der erste deutschsprachige Onlinekurs rund ums professionelle Bloggen gestartet. In 10 Modulen inklusive 100 Lektionen und 35 Videos lernen die Teilnehmer, wie man ein Thema für seinen Blog findet, was es bei Branding und Design zu beachten gilt, wie man die technischen Hürden überwindet, wie man Inhalte erstellt und für Google und Social Media-Kanäle optimiert – und wie man schließlich mit dem eigenen Blog Geld verdient. 

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Gestartet wurde das Blog Camp von den zwei erfolgreichen Reisebloggern Conni Biesalski und Sebastian Canaves. „Deutschland hinkt anderen Ländern und vor allem dem großen Vorbild USA um Meilen hinterher. Dabei gibt es viele Blogger, die etwas auf die Beine stellen wollen und das Bloggen professionalisieren wollen. Nur wissen die Meisten nicht, wie das geht“, erklärt Conni zur Blog Camp-Idee. „Es gibt uns ein gutes Gefühl unsere Learnings an andere Blogger weiterzugeben. Mit dem Onlinekurs wollen wir einen signifikanten Beitrag leisten, um die hiesige Bloglandschaft voranzutreiben und auf internationalen Standard zu bringen“, ergänzt Sebastian.

Spannend für Blogger: Der Journalist und Blogger Richard Gutjahr versucht derzeit seine Blogbeiträge mit Hilfe der Micropayment-Lösung LaterPay in Bares umzumünzen. Zur re:publica hat er einen ersten Kassensturz gemacht. 

Anders Arbeiten 

Die Digitalisierung hat einen massiven Einfluss auf unsere Arbeitswelt. Jetzt wollen uns zwei Konzerne Orientierung biete:  Mit dem „Manifest für ein neues Arbeiten” stößt Microsoft gemeinsam mit Autor Markus Albers, Zeitmanagement-Coach Prof. Dr. Lothar Seiwert, Moderator Richard Gutjahr und Bloggerin Ninia Binias eine Debatte zum neuen Arbeiten in Deutschland an. Ergänzt werden die Forderungen mit 33 Regeln erfolgreicher digitaler Pioniere von Buchautor Albers. Auch auf Twitter wurde unter dem Hashtag #einfachmachen die Diskussion angestoßen. 

Spannend auch die 101 Dos and Don’ts für den digitalen Lifestyle, die uns die Deutsche Telekom im Rahmen ihrer eEtiquette an die Hand gibt. Pointierte Leitlinien, die sich auch Unternehmen bei der Entwicklung digitalen Strategien anschauen sollten. Anders Arbeiten auch im Journalismus. Seit dem 13. Mai sammeln die Krautreporter via Crowdfunding Geld, um anschließend den (Online) Journalismus neu zu erfinden. Wie der dann aussehen soll, davon erhält man im Krautreporter Blog zumindest eine Ahnung.

Fakt ist: Die etablierten Medien bieten diesen Journalisten keine annehmbaren Arbeitsbedingungen und Perspektiven. Deshalb nehmen sie das jetzt selbst in die Hand. Passend dazu: Der Innovations-Bericht der “New York Times” der aufzeigt, vor welchen Herausforderungen (Medien-)Unternehmen stehen, und den Thomas Knüwer zur Pflichtlektüre für jeden erklärt, der sich für Medienwandel interessiert. In einem lesenswerten Blogbeitrag hat Marko Saric den Innovations-Bericht der “New York Times” schon im Bezug auf Content Marketing analysiert.

Best of the Rest 

Erin Nelson hat einige der besten Content Marketers und SEOs interviewt und spannende Zitat-Highlights in einem Beitrag versammelt. 

Markus Hövener, Gründer der Agentur Bloofusion,widmet sich Matt Cutts und geht der Frage auf den Grund, was beim Thema Gastbeiträge, Artikelverzeichnisse und Backlinks erlaubt ist und was nicht.

Vom 5. bis zum 10. Mai war Web Week in Berlin. Europas digitale Avantgarde traf sich auf mehr als 20 Konferenzen, Messen und Barcamps – unter anderem der Next und der re:publica. Wer nicht dabei war, kann sich im Netz endlos durch Recaps in Form von Videos und Beiträgen klicken. Starten kann man zum Beispiel mit dem Storify-Stream zu Berliner Web der W&V- und LEAD digital-Redakteure.

Thomas Schwenke ist Rechtsanwalt und Experte für Social Media-Recht. In einem aktuellen Podcast liefert er interessante Einblicke zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs bezüglich Google und dem “Recht auf Vergessenwerden”. 

Wir hoffe, es war was für Sie dabei – und wünschen einen guten Start in die Woche!

Ursprünglich veröffentlicht am 19. Mai 2014, aktualisiert am 04. Dezember 2017

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