Blogging ist im Content-Marketing so relevant wie nie. Ein Unternehmensblog hilft Firmen, ihre Sichtbarkeit im Internet zu erhöhen und das Unternehmensprofil zu schärfen. Aktuell ist bereits jeder vierte Social-Media-Nutzer auf der Suche nach Informationen auch auf Blogs unterwegs. Und die Relevanz des Mediums nimmt weiter zu. Das Blogging hat es unter die Top 3 der beliebtesten Content-Marketing-Taktiken geschafft, denn es ist durch unterhaltsame Wissensvermittlung in der Lage, Leser zu gewinnen und zu binden. Ein erfolgreicher Blog ist ein wirksames Instrument, um Conversions zu erzielen, und aus dem Inbound-Marketing nicht mehr wegzudenken.

Die Wahl der Blogging-Plattform

Am Anfang einer jeden Blogging-Karriere steht die Wahl der Hosting-Plattform. Ein besonders renommiertes Beispiel für einen solchen Hosting-Dienst ist WordPress.com. Das Pendant dieser Plattform namens WordPress.org bietet eine quelloffene Software zur Erstellung und Verwaltung von Blogs an. Diese wird mittlerweile von über 60 Millionen Nutzern verwendet. Das sind geschlagene 30 Prozent aller Websites im normal zugänglichen Internet.

WordPress-Blogs erfreuen sich also großer Beliebtheit und bieten vielen erfolgreichen Bloggern eine Heimat. Wer beim Thema Blogging jedoch auf anderen Pfaden wandeln möchte, kann auch alternative Anbieter wie Blogger.com testen.

Beispiel: Kostenloses Blogging mit WordPress

Haben Sie sich für WordPress als Plattform entschieden, erwartet Sie eine einfache Installation. Es läuft nach dem Baukastenprinzip, alles wird gestellt. Nutzer entscheiden sich zwischen einer Auswahl an kostenlosen WordPress Themes (Designs) und WordPress Plugins (Erweiterungen). Sie können die überschaubaren Mittel auch um einige kostenpflichtige Optionen erweitern, um Ihren Blog aufzubauen.

Im Grunde genommen benötigen Sie für diese Basisversion eines eigenen Blogs aber nur eine gute Internetverbindung. Alles andere übernimmt WordPress für Sie.

Wer mehr Autonomie will, muss zahlen

Wer mehr Auswahlmöglichkeiten und Unabhängigkeit von der Plattform möchte, kann stattdessen auch die WordPress-Software herunterladen. Anschließend können Sie sie dann auf einem Webserver Ihrer Wahl installieren. WordPress ist Open-Source-Software, also kostenlos verfügbar. Kaufen muss man jedoch eine Domain mit Webspace und Datenbank. Eine oder mehrere E-Mail-Adressen gibt es dazu. Viele Anbieter offerieren Hosting-Pakete: so beispielsweise HostEurope, Domainfactory und Dreamhost.com. 

Bei diesen Hosting-Anbietern gibt es Angebote für Webspace (Speicherplatz), Domainregistrierung und eigene E-Mail-Postfächer. Diese Art der Einrichtung eines Blogs ist aufwändiger, bietet aber mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Plus: Wenn der Blog wächst und erweitert werden soll, ist dies einfacher als bei der kostenlosen Plattform.

Blogging lernen: So einfach geht’s

Wer lernen will, wie Blogging richtig geht, sollte sich diese Tipps für Anfänger zu Herzen nehmen:

Ausrichtung und Zielgruppe festlegen 

Für die inhaltliche Gestaltung Ihres Blogs wählen Sie zunächst das Themenfeld. Bei der Auswahl der Ausrichtung sollten Sie sich Gedanken darum machen, wen Sie erreichen wollen.

Nachdem Sie Ihre Zielgruppe bestimmt haben, ermitteln Sie, welche Inhalte für diese besonders relevant sind. Dafür können Sie beispielsweise Kunden telefonisch befragen.

Wer im Marketing unterwegs ist, kann zu diesem Zweck auch Buyer-Personas als Inspiration wählen. Um dieses Themennetz herum stricken Sie nun Ihren Content.

Inspiration sammeln

Auf der Jagd nach konkreten Beitragsideen sollten Sie aufmerksam durchs Leben gehen. Gespräche mit Kollegen, Äußerungen von Kunden, Anregungen von Geschäftspartnern und andere Erlebnisse im Arbeitskontext – all das kann für Sie zu einer Inspirationsquelle werden.

Zudem bietet es sich an, themenverwandte Blogs zu konsultieren: Worüber schreiben andere in Ihrem Bereich? Haben auch Sie zu diesem Thema relevante Gedanken und Argumente? Bietet es sich an, eine abweichende Perspektive auf Ihrem Blog zu präsentieren? Sie werden feststellen, dass sich die Szene so gegenseitig gedanklich befruchtet.

Auch Magazine, Fachzeitschriften und Bücher bieten in diesem Kontext weitere Ansätze zur Themenfindung.

Ideen festhalten

Tolle Einfälle kommen oft in den unpassendsten Momenten. Sie steigen etwa in die Straßenbahn ein und werden im Vorbeifahren von einem Plakat animiert. Damit Ihnen der Gedanke nicht genauso schnell wieder entwischt, wie er gekommen ist, sollten Sie ihn festhalten. Dafür eignen sich der klassische Notizblock oder sein digitaler Zwilling, die Notiz-App im Smartphone. Alternativ funktionieren auch Sprachnotizen oder Fotos.

Das gesammelte Material sollten Sie anschließend so kategorisieren und ablegen, dass schnell wieder darauf zugegriffen werden kann. So schaffen Sie einen Pool von Ideengebungen, aus dem Sie sich jederzeit bedienen können.

Gute Blogs bieten ihren Lesern einen Mehrwert 

Sobald Sie Ihre Zielgruppe ermittelt haben, können Sie Inhalte auf diese zuschneiden und damit die eigene Relevanz erhöhen. Denn zufriedene Leser kehren zurück, empfehlen Sie weiter und werden zu Leads. Am einfachsten erreichen Sie dies, indem Ihr Blog die Fragen und Probleme seiner Leserschaft anspricht und Lösungsansätze bietet.

Um Ihnen zu helfen, besonders interessante Beiträge und tolle Artikel zu schreiben, haben wir folgende Tipps zusammengestellt: 

Ihr Blog ist aufgesetzt. Worauf gilt es beim Verfassen von Artikeln zu achten?

  1. Finden Sie eine spannende Überschrift. Machen Sie es kurz und knackig.
  2. Erfüllen Sie die Erwartungen, die Sie wecken. Wenn Sie eine Anleitung ankündigen, erwarten Ihre Leser dementsprechend konkrete Vorschläge.
  3. Bauen Sie Bilder ein. Nichts schreckt Leser mehr ab als eine Textwüste. Lockern Sie Ihr Geschriebenes durch visuelle Anreize auf.
  4. Haben Sie keine Angst vor Whitespace (Freiraum). Viele Absätze im Text machen das Geschriebene übersichtlicher.
  5. Wählen Sie ein ansprechendes Layout: Zwischenüberschriften, hervorgehobene Sätze und Textkästen helfen Ihrem Blog optisch.
  6. Wechseln Sie Content-Formate: Artikel, Videos, Infografiken, Checklisten, Produktvergleiche, Rezensionen von Fachliteratur und Anleitungen sind typische Möglichkeiten. So halten Sie das Interesse Ihrer Leser aufrecht.
  7. Verwenden Sie das Sprachregister des Zielpublikums. Wichtig ist, dabei authentisch zu bleiben. Generell gilt jedoch: Zu viel Fachsprache und Anglizismen sind zu vermeiden.
  8. Achten Sie darauf, dass sich Ihre Artikel gut lesen lassen. Ihr Blog ist kein wissenschaftliches Thesenpapier – nutzen Sie Metaphern, Anekdoten und eine lebendige Sprache, um Ihre Gedanken zu vermitteln.
  9. Machen Sie Inhalte konkreter, indem Sie sie mit Beispielen und Anekdoten illustrieren. Das hilft Lesern dabei, Ihre Gedankengänge nachzuvollziehen. Plus: Wenn Sie ein komplexes Thema einfach vermitteln können, wirkt das Wunder für Ihre Autorität auf dem jeweiligen Gebiet.
  10. Integrieren Sie einen Call-to-Action (CTA). Geben Sie Ihren Lesern die Möglichkeit, sich weiter mit Ihrem Material zu befassen. Angebote wie der Download eines kostenlosen E-Books können zudem verwendet werden, um Leads zu generieren.

Reichweite aufbauen

Um Ihren Blog zu promoten, sind die sozialen Medien unverzichtbar. Daher sollten Sie entsprechende Sharing-Buttons in Ihren Blog integrieren. Leser können so Artikel so in den relevanten Social-Media-Kanälen einfach liken, teilen und empfehlen. 

Außerdem können Sie vom Austausch mit anderen Blogautoren Ihrer Nische profitieren. Durch gegenseitige Verlinkungen oder gemeinsame Projekte locken Sie neue Leser auf Ihren Blog. So werden Sie auch in der Szene bekannter. 

Achten Sie auf Ihre SEO, um ein gutes Ranking in den Suchmaschinen zu bekommen. Für einen gewerblichen Blog lohnt es sich, den Google Keyword Planner zu nutzen. Dieser bietet Ihnen die Möglichkeit, ein genaues Suchvolumen für Keywords zu bestimmen. So sind Sie immer auf der sicheren Seite und wissen genau, welche Begriffe zählen.

Eine Alternative bietet Google Trends: Es visualisiert grobe Trends bei Suchanfragen in relativen Zahlen. Genaue Werte dürfen Sie hier also nicht erwarten. Außerdem bietet es die Möglichkeit, Begriffe miteinander zu vergleichen. So können Sie sich etwa für ein relevantes Thema entscheiden. Oder statt einem generischen Keyword eines mit hoher aktueller Nachfrage wählen.

Last but not least: Diese Seiten dürfen nicht fehlen

Um Ihren Blog gesellschaftsfähig zu machen, sollten Sie ihn vor dem Start noch mit einigen Grundelementen ausstatten. Denn ist Ihr Blog erst gestartet, zieht er pro Monat unter Umständen unzählige Besucher an. Eine „Über das Unternehmen“-Seite darf da natürlich nicht fehlen. Dies bietet Ihnen im Übrigen auch eine hervorragende Möglichkeit, mit entsprechendem Storytelling etwas Inspirierendes über Ihre Marke zu erzählen. 

Impressum, Datenschutzerklärung und eine Seite mit Kontaktformular für Ihre Leser sollten Sie ebenfalls integrieren.

Im Inbound-Marketing zählt das Blogging schon längst zu den wirkungsvollsten Instrumenten. Für Unternehmen bietet es Chancen, durch SEO und unterhaltsame Wissensvermittlung an Sichtbarkeit zu gewinnen. Und treue Leser werden gegebenenfalls zu Kunden oder bringen durch auf Social Media geteilte Beiträge andere Leser auf Ihre Webpräsenz.

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Headerbild: GaudiLab / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 28. Mai 2019, aktualisiert am Mai 28 2019

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