Was haben Pilze mit Business-Blogs gemeinsam? Richtig: Sie schießen nur so aus dem Boden. Egal ob große Konzerne oder Selbstständige: ein Blog eignet sich für alle als Zugpferd des Content Marketings. 86 Prozent aller Unternehmen geben an, eher Blogbeiträge als andere Formate zu veröffentlichen.

Und das ist kein Wunder, denn Business-Blogs leisten einen wertvollen Beitrag zur Suchmaschinenoptimierung, erhöhen die Reichweite der Unternehmen, festigen den Expertenstatus der Schreibenden und unterstützen bei der Lead-Gewinnung.

Wie auch Sie von diesen Vorteilen profitieren und eigenen Business-Blog starten können, verraten wir Ihnen in diesem Artikel - inklusive Themenideen und den sechs schönsten Business-Blogs im deutschsprachigen Raum für Ihre Inspiration.

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Business-Blog: Fünf Ideen

Möglicherweise denken Sie nun: Es klingt ja ganz nett, einen Corporate Blog zu betreiben, aber was soll ich dort denn überhaupt schreiben?!

Zum Glück haben Sie diesbezüglich etliche Möglichkeiten. Hier einige Beispiele:

  1. Lösen Sie kleine Probleme Ihrer Kundinnen und Kunden, indem Sie auf Ihrem Blog Anleitungen und Tipps aus der Praxis veröffentlichen oder nützliche Tools vorstellen.

  2. Posten Sie Fallbeispiele aus der Arbeit mit Ihren Kundinnen und Kunden. Auf diesem Weg demonstrieren Sie, dass Ihre Methoden wirken und bauen bei Ihrer Leserschaft Vertrauen auf.

  3. Schreiben Sie über Neuigkeiten aus Ihrer Branche. Was bedeuten diese für Ihre Kundinnen und Kunden?

  4. Posten Sie Berichte von Live-Events, die Sie besucht haben - zum Beispiel Konferenzen und Messen.

  5. Gewähren Sie einen Blick hinter die Kulissen Ihres Unternehmens, indem Sie zum Beispiel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorstellen oder einen typischen Arbeitstag dokumentieren. Kundinnen und Kunden lernen Sie so besser kennen und können Sympathie zu Ihrem Unternehmen entwickeln.

Einen Business-Blog starten: So gehen Sie vor

Ein eigener Business-Blog ist technisch schnell eingerichtet. Bevor Sie losschreiben, sollten Sie jedoch noch einige strategische Fragen klären. So gehen Sie am besten vor:

1. Definieren Sie Ihre Zielgruppe

Ihr Blog wird nur dann gelesen, wenn der Content für die Leserschaft interessant ist. Hier einfach Mutmaßungen anzustellen, bringt oft nicht die gewünschten Ergebnisse. Stattdessen sollten Sie zunächst Ihre Buyer Personas genau definieren und im Anschluss eine Umfrage oder ein Interview mit diesen durchführen.

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Fragen können Sie unter anderem nach:

  • dem Alter der Person,

  • ihrem aktuellen Job,

  • ihrem genauen Aufgabengebiet bei der Arbeit,

  • ihrer Motivation beziehungsweise ihrem Antrieb,

  • ihren Zielen,

  • ihren Träumen, Hoffnungen und Wünschen,

  • ihren Hobbys und Interessen,

  • ihrem Tagesablauf,

  • ihrer Familie,

  • Blogs, Magazinen und Büchern, die sie gern liest.

Je nach Ihren Buyer Personas, Ihren Themen und Ihrem Angebot können Sie die Fragen natürlich beliebig anpassen oder weitere hinzufügen.

2. Legen Sie eine Content-Strategie fest

Auf Basis der Erkenntnisse aus der Umfrage entwickeln Sie nun eine Content-Strategie. Legen Sie Themenkategorien fest, über die Sie künftig bloggen wollen. Machen Sie sich dabei auch Gedanken über Ihr Alleinstellungsmerkmal: Wie können Sie sich von bereits bestehenden Business-Blogs abheben?

Haben Sie diese Aspekte geklärt, entscheiden Sie sich für ein Posting-Intervall. Empfehlenswert ist es, mindestens einmal pro Woche einen neuen Beitrag zu veröffentlichen, und zwar am besten immer an den gleichen Wochentagen. So können sich Ihre Leserinnen und Leser später auf Ihren Posting-Rhythmus einstellen.

Denken Sie bei der Blog-Strategie zudem an die Vermarktung: Über welche Kanäle wollen Sie neue Blogartikel bewerben?

3. Richten Sie den Blog ein

Im letzten Schritt richten Sie Ihren Blog technisch ein – vom Hosting bis hin zu Blog-Software. In den meisten Fällen ist es ratsam, ihn direkt mit der Webseite Ihres Unternehmens zu verknüpfen, den Blog also über die gleiche Domain und den gleichen Hoster laufen zu lassen. Auf diesem Weg verstehen Ihre Kundinnen und Kunden sofort den Zusammenhang zwischen dem Blog und Ihren Angeboten.

Landen sie als erstes auf einem Blogartikel (zum Beispiel über Google), können sie von dort aus ganz einfach den Rest der Webseite entdecken – beispielsweise über eine oben platzierte Reiterzeile, die auf Ihr Angebots-Portfolio verweist.

Business-Blog Best Practice: Die 6 schönsten deutschsprachigen Unternehmensblogs

Im deutschsprachigen Raum gibt es bereits unzählige Unternehmensblogs zu allen nur denkbaren Themen. Die sechs schönsten stellen wir Ihnen nun vor, damit Sie sich beim Aufbau Ihres eigenen Blogs davon inspirieren lassen können.

Alexandra Polunin

Alexandra Polunin ist Spezialistin für Pinterest. Auf ihrem Blog teilt sie vor allem praktische Tipps und Anleitungen. Sowohl Einsteigerinnen und Einsteiger als auch Fortgeschrittene finden dort hilfreichen Content rund um die Bildersuchmaschine. Besonders überzeugend sind die auch für Laien verständlichen Erklärungen und die schnelle Umsetzbarkeit der vorgestellten Tricks.

Björn Tantau

Björn Tantau bloggt vorwiegend über das Thema Social-Media-Marketing. Das Besondere: Er gibt nicht nur fremde Statistiken, Meinungen und Erfahrungen weiter, sondern testet häufig selbst verschiedene Strategien in der Praxis. Die Ergebnisse mit allen Pros und Contras teilt er anschließend sehr offen mit seiner Community.

Karin Wess

Der Blog von Erfolgscoach Karin Wess zeichnet sich unter anderem durch die direkte Zielgruppenansprache aus. Anleitungen, generische Tipps und langweilige Überschriften suchen Sie hier vergeblich. Stattdessen stellt Wess provokante Fragen wie „Wie lange werden wir uns an dich erinnern?” und schreibt mit einem Augenzwinkern über die mentalen Hürden des Unternehmertums.

Miss Webdesign

Bei der Österreicherin Daniela Retzl alias Miss Webdesign dreht sich alles um das Thema WordPress-Webseiten. Von den Grundlagen der Customer Journey über die Suche nach einem passenden WordPress-Plugin bis hin zur Lösung von Technikproblemen greift sie auf ihrem Blog verschiedenste praxisorientierte Themen auf. Dazwischen finden sich gelegentlich persönliche Anekdoten und Empfehlungen.

Um 180 Grad

Carina Herrmann von Um 180 Grad hat ihren Blog thematisch vergleichsweise breit aufgestellt. Sie schreibt über Gründe dafür, sich selbstständig zu machen, über Produktivität im Arbeitsalltag, Elevator Pitches und Mindset-Themen, kurz: über alle Themen, die Selbstständigen helfen könnten, ein Online-Business aufzubauen. Die Zielgruppe ist dabei eindeutig weiblich, doch auch Männer können auf diesem Blog noch einiges lernen.

Zendepot

Auf Zendepot bloggt Holger Grethe über alles rund ums Geld. Schritt für Schritt und von der Pike auf lernen Leserinnen und Leser, wie sie leichter sparen können, wie die Börse funktioniert oder warum sie sich frühzeitig Gedanken um ihre Altersvorsorge machen sollten. Die einzelnen Artikel sind sehr detailliert und führen die Zielgruppe elegant zu den Angeboten von Zendepot.

Fazit: Business-Blogs sind so vielfältig wie die Personen dahinter

Eines ist unbestreitbar: Business-Blogs können ein starkes Marketing-Instrument für Unternehmen sein. Voraussetzung ist natürlich, dass sie gut gepflegt werden und einer klaren Strategie folgen.

Wie Sie Ihren Blog gestalten und inhaltlich ausrichten sollten, ist hingegen nicht so eindeutig. Viele erfolgreiche deutschsprachige Business-Blogs machen vor, wie es gehen kann und eignen sich hervorragend, um sich inspirieren zu lassen. Letztlich sollten Sie bei allen Entscheidungen aber nicht anderen nacheifern, sondern sich immer an den Wünschen Ihrer Zielgruppe ausrichten.

So launchen Sie einen eigenen BlogTitelbild: Poike / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 17. März 2021, aktualisiert am März 17 2021

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