Wahrscheinlich haben Sie schon gehört, wie unerlässlich Bloggen für den Erfolg Ihres Marketings ist. Ohne Blog-Beiträge geht auch Ihre SEO unter, Sie haben kein Material für Social Media, verlieren an Einfluss bei Leads und Kunden, und haben natürlich weniger Seiten, auf denen Sie die zur Lead-Generierung so wichtigen Calls-to-Action (CTAs) unterbringen können.

Aber weshalb haben dann so viele Marketer eine ganze Reihe von Ausreden dafür, dass sie nur selten Blog-Beiträge schreiben?

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Vielleicht liegt es daran, dass Bloggen – wenn man nicht zufällig zu den wenigen Leuten gehört, denen Schreiben tatsächlich Spaß macht – ziemlich nervig sein kann. Es ist nicht jedermanns Sache, nach den richtigen Worten zu suchen und daraus Sätze zu bilden.

Tja, mit den Ausreden ist jetzt Schluss. Nachdem Sie diesen Beitrag gelesen haben, werden Sie absolut keinen Grund mehr haben, nicht jeden Tag zu bloggen – und keine Angst, Sie müssen nicht mal viel Zeit investieren.

Mit der richtigen Anleitung kann wirklich jeder einen Blog-Beitrag schreiben, solange die Thematik des Beitrags stimmt. Und da Sie ein Experte in Ihrer Branche sind, hält Sie jetzt nichts mehr davon ab, jeden Tag einen hervorragenden Blog-Beitrag zu veröffentlichen.

Einen Blog-Beitrag schreiben: Eine einfach zu befolgende Formel

1) Berücksichtigen Sie Ihre Zielgruppe.

Bevor Sie mit dem Schreiben anfangen, sollten Sie Ihre Zielgruppe klar vor Augen haben. Worüber will Ihr Publikum informiert werden? Welche Inhalte kommen gut an? Hier erweist sich das Erstellen von Buyer-Personas als nützlich. Denken Sie darüber nach, was Sie über Ihre Buyer-Personas und deren Interessen wissen und berücksichtigen Sie dies bei der Wahl des Themas für Ihren Blog-Beitrag.

Wenn Ihre Leser beispielsweise junge Leute sind, die ihr eigenes Unternehmen gründen wollen, müssen Sie ihnen nicht erst den Umgang mit Social Media beibringen – das werden die meisten von ihnen bereits perfekt beherrschen. Allerdings könnten Sie in diesem Fall darüber schreiben, wie man Social Media als Unternehmen richtig nutzt – wie man sich darstellt, um nicht zu locker und persönlich, sondern professionell zu wirken, und wie man Social Media für Networking nutzen kann. Mit dieser kleinen Änderung bewegen Sie sich weg von generischen Blog-Beiträgen, und hin zu dem, was Ihre Zielgruppe wirklich lesen will (und sollte).

2) Fangen Sie mit einem Thema und einem provisorischen Titel an.

Bevor Sie mit dem Schreiben loslegen, müssen sie ein Thema für Ihren Blog-Beitrag auswählen. Für den Anfang kann das Thema allgemein gehalten werden. Wenn Sie zum Beispiel ein Klempner sind, möchten Sie vielleicht etwas über „undichte Wasserhähne“ schreiben. Überlegen Sie sich dann einige Variationen Ihres Titels oder verschiedene Herangehensweisen an das Thema, um dieses besser eingrenzen zu können. Vielleicht entscheiden Sie sich dafür, Ihr Thema auf „Werkzeuge für die Reparatur von undichten Wasserhähnen“ oder „Häufige Ursachen für undichte Wasserhähne“ zu beschränken. Ein provisorischer Titel ist konkret und dient Ihnen während dem Schreiben als roter Faden.

Sehen wir uns als Beispiel einen echten Beitrag an: „Die richtigen Themen finden – So wählen Sie Google's Lieblinge aus“ Passend, oder? Das Thema war in diesem Fall wohl „Bloggen“. Der provisorische Titel könnte in etwa so ausgesehen haben: „Der Auswahlprozess eines Themas für einen Blog-Beitrag“. Und der endgültige Titel wurde letztendlich: „Die richtigen Themen finden – So wählen Sie Google's Lieblinge aus“.

So sieht die Entwicklung vom Thema zum provisorischen Titel und schließlich zum endgültigen Titel aus. Auch wenn der provisorische Titel vielleicht ganz anders lautet als der endgültige (dazu gleich mehr), liefert er dennoch genügend Informationen und ermöglicht Ihnen so, sich in Ihrem Blog-Beitrag auf etwas Konkretes zu konzentrieren.

3) Schreiben Sie eine Einleitung (und fesseln Sie damit Ihre Leser).

Erregen Sie zunächst die Aufmerksamkeit des Lesers. Wenn Ihre Leser nach den ersten Abschnitten – oder sogar nach den ersten Sätzen – das Interesse verlieren, kann Ihr Beitrag noch so gut sein, und sie werden ihm trotzdem keine Chance geben. Das Interesse Ihrer Leser können Sie auf ganz verschiedene Weise wecken: Versuchen Sie es mit einem Witz oder einer einfühlsamen Geschichte, einer interessanten Tatsache oder Statistik.

Beschreiben Sie anschließend, worum es in Ihrem Beitrag geht, und inwiefern das für den Leser von Interesse sein könnte. Das gibt dem Leser einen Grund weiterzulesen, und stellt gleichzeitig einen Bezug dazu her, wie der Leser damit seine Arbeit oder sein Leben verbessern kann. 

4) Ordnen Sie Ihre Inhalte.

Manchmal ist die Menge an Informationen in einem Blog-Beitrag einfach überwältigend – für den Leser und den Verfasser. Sie müssen die Informationen also am besten so gestalten, dass die Leser nicht von der Länge des Beitrags abgeschreckt werden. Sie können Ihre Inhalte auf verschiedene Art und Weise strukturieren: Verwenden Sie Abschnitte, Listen, Tipps oder was auch immer am besten geeignet ist. Was zählt, ist eine sinnvolle Struktur!

Sehen wir uns den Beitrag „12 unkonventionelle Tipps für mehr Produktivität, die wirklich funktionieren“ an. In diesem Beitrag gibt es sehr viele Informationen, also haben wir ihn in zwölf Punkte unterteilt. Dann wurden diesen Abschnitten Unterabschnitte hinzugefügt, die konkrete Themen näher beschreiben unddas Lesen erleichtern.

Um diesen Schritt abzuschließen, müssen Sie eigentlich nur noch Ihren Beitrag in groben Zügen festlegen. Auf diese Weise wissen Sie – bevor Sie mit dem Schreiben anfangen – auf welche Punkte Sie eingehen wollen, und in welcher Reihenfolge Sie das am besten tun sollten.

5) Schreiben Sie!

Der nächste Schritt – aber noch nicht der letzte – ist das Schreiben des eigentlichen Beitrags. Das können wir natürlich nicht vernachlässigen.

Schreiben Sie über etwas, mit dem Sie sich auskennen, und führen Sie falls notwendig weitere Recherchen durch – je mehr Informationen, Beispiele und Daten Sie haben, umso überzeugender ist Ihr Beitrag. Denken Sie bei externen Quellen außerdem an korrekte Quellenangaben. 

Machen Sie sich keine Gedanken über die Länge Ihres Beitrags. Der Beitrag sollte einfach „so lang wie nötig“ sein, um nützlich und überzeugend zu sein.

6) Bearbeiten/korrigieren Sie Ihren Beitrag und die Formatierung.

Sie sind noch nicht ganz fertig, aber Sie haben es fast geschafft! Das Editing ist ein wichtiger Bestandteil des Bloggings, der nicht zu kurz kommen sollte. Finden Sie einen Kollegen, der die Grammatik gut beherrscht, und bitten Sie diesen, das Editing und Korrekturlesen Ihres Beitrags zu übernehmen. Anschließend sollten Sie Ihre Formatierung auf Folgendes prüfen...

Ausgewähltes Bild 

Vergewissern Sie sich, dass Sie ein optisch ansprechendes und für Ihren Beitrag relevantes Bild ausgewählt haben. Da Inhalte mit Bildern auf Social-Media-Plattformen eher auffallen, spielen Bilder heutzutage eine sehr große Rolle für den Erfolg Ihres Blog-Beitrags. Statistiken zeigen, dass auch E-Mails mit Bildern bevorzugt werden. Daher ist es sehr wichtig, dass auch die E-Mails, die Sie an Ihre Blog-Abonnenten verschicken, Bilder enthalten.

Optische Darstellung

Niemand mag hässliche Blog-Beiträge. Und nicht nur Bilder werten einen Beitrag optisch auf – auch die Formatierung und Strukturierung des Beitrags sind hier von Bedeutung. 

Ein gut formatierter und optisch ansprechender Beitrag zeichnet sich dadurch aus, dass Überschriften und Zwischenüberschriften verwendet werden, um lange Textabschnitte aufzuteilen – und dadurch, dass diese Überschriften einen einheitlichen Stil aufweisen. Screenshots sollten immer einen ähnlichen, klar definierten Rahmen haben, damit sie gut in den Beitrag passen. Der Stil sollte von Beitrag zu Beitrag gleich bleiben. Ein einheitlicher Stil trägt zur Professionalität Ihrer Inhalte (und Ihrer Marke) bei, und schont noch dazu die Augen der Leser.

Themen/Tags

Tags sind bestimmte Keywords, die einen Beitrag beschreiben. Damit können Leser auf Ihrem Blog auch nach mehr Inhalten in der gleichen Kategorie suchen. Es geht nicht darum, möglichst viele Tags zu jedem Beitrag hinzuzufügen. Stattdessen sollten Sie sich eine Strategie zur Verwendung von Tags überlegen. Betrachten Sie Tags als „Themen“ oder „Kategorien“, und wählen Sie 10–20 Tags aus, die alle Schwerpunkte Ihres Blogs beschreiben. Und halten Sie sich anschließend an die ausgewählten Tags. 

7) Fügen Sie am Ende eine Calls-to-Action (CTA) hinzu.

Am Ende jedes Blog-Beitrags sollten Sie einen CTA hinzufügen. Viele Leute denken, dass ein CTA in erster Linie dem Marketer nutzt. Ihre Besucher lesen den Blog-Beitrag, klicken auf den CTA, und Sie generieren schließlich einen Lead. Aber der CTA kann auch Ihren Lesern nutzen – bieten Sie diesen mit Ihren CTAs mehr Inhalte an, die sich auf ähnliche Themen beziehen wie der Beitrag, den sie gerade gelesen haben.

Das ist doch eine Win-win-Situation, oder? Die Leser haben die Möglichkeit, sich weiter zu informieren, und das Unternehmen bekommt einen neuen Lead ... der vielleicht sogar irgendwann zum Kunden wird!

8) Optimieren Sie Ihren Beitrag für On-Page-SEO

Nachdem Sie mit dem Schreiben fertig sind, sollten Sie Ihren Beitrag für Suchmaschinen optimieren.

Vielleicht fragen Sie sich auch, ob Sie genügend Keywords hinzugefügt haben. Machen Sie sich darüber nicht allzu viele Sorgen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, Keywords einzubauen, ohne dass es den Lesefluss der Leser stört, tun sie es. Wenn Sie Ihre URL kürzen und so Keyword-tauglicher machen können, tun sie es. Aber übertreiben Sie es nicht mit den Keywords – Google ist zu klug, um darauf hereinzufallen.

Meta-Beschreibung

Meta-Beschreibungen erscheinen unterhalb des Seitentitels des Beitrags auf den Suchergebnisseiten von Google. Sie bieten Suchenden eine kurze Beschreibung des Beitrags, bevor diese darauf klicken. Idealerweise beinhalten sie zwischen 150 und 160 Zeichen und beginnen mit einem Verb wie „Lernen“, „Lesen“, oder „Entdecken“. Auch wenn der Keyword-Ranking-Algorithmus von Google-Meta-Beschreibungen nicht mehr berücksichtigt, können sie dennoch dafür sorgen, dass Suchende den Beitrag in den Suchergebnissen tatsächlich anklicken.

Seitentitel und Überschriften

Die meisten Blogging-Programme nutzen die Überschrift Ihres Beitrags als Seitentitel – dieser ist das wichtigste Element für On-Page-SEO, das Ihnen zur Verfügung steht. Aber wenn Sie unsere Formel befolgt haben, haben Sie bereits einen provisorischen Titel, der Keywords beinhaltet, die das Interesse Ihrer Zielgruppe wecken. Versuchen Sie nicht, Keywords dort einzufügen, wo sie nicht hingehören – so wird Ihr Titel nur unnötig kompliziert. Wenn es allerdings eindeutige Möglichkeiten gibt, Keywords in Ihrem Beitragstitel oder Ihren Überschriften zu verwenden, können Sie das gerne tun. Versuchen Sie außerdem, Ihre Überschriften kurz zu halten – am besten unter 65 Zeichen –, sodass sie in Suchmaschinenergebnissen nicht gekürzt oder abgeschnitten werden.

Anchor-Text

Anchor-Text beschreibt ein oder mehrere Wörter, die zu einer anderen Seite verlinken – entweder auf Ihrer eigenen oder auf einer externen Website. Wählen Sie sorgfältig aus, welche Keywords Sie mit anderen Seiten auf Ihrer Website verlinken wollen, denn das wird von Suchmaschinen beim Ranking Ihrer Website für bestimmte Keywords berücksichtigt.

Es ist auch wichtig, darauf zu achten, auf welche Seiten Sie verlinken. Verlinken Sie zu Seiten, die für das gewünschte Keyword ein gutes Ranking erzielen sollen. Es könnte sein, dass die Seite letztendlich auf der ersten Suchergebnisseite von Google erscheint statt auf der zweiten – und das wäre natürlich super.

Optimierung für Mobilgeräte

Mittlerweile ist es entscheidend, eine responsive oder für Mobilgeräte optimierte Website zu haben. Laut eines Berichts von Google mit dem Titel „Was Nutzer heutzutage von mobilen Websites erwartengaben 74 % der befragten Nutzer an, dass Sie eine für Mobilgeräte optimierte Website in Zukunft mit größerer Wahrscheinlichkeit erneut besuchen würden. Aufgrund von solchen Informationen und anderen ähnlichen Statistiken zieht Google jetzt Websites vor, die für die mobile Nutzung optimiert wurden. 

9) Wählen Sie einen prägnanten Titel.

Zu guter Letzt ist es an der Zeit, Ihrem Titel den letzten Schliff zu geben. Zum Glück haben wir für Sie eine einfache Formel zum Verfassen prägnanter Titel, die die Aufmerksamkeit Ihrer Leser erregen. Das gilt es zu beachten:

  1. Beginnen Sie mit einem provisorischen Titel.
  2. Behalten Sie bei der Bearbeitung des Titels im Hinterkopf, dass dieser präzise und deutlich bleiben sollte.
  3. Überlegen Sie dann, wie Sie Ihren Titel attraktiver gestalten können – sei es mit einer guten Ausdrucksweise, Alliterationen oder anderen literarischen Mitteln.
  4. Unter Umständen können Sie einige Keywords verwenden, um Ihren Titel für SEO zu optimieren (aber nur, wenn es wirklich gut passt!).
  5. Schließlich sollten Sie überlegen, wie Sie den Titel kürzen können. Niemand mag lange, überwältigende Titel – und denken Sie daran: Bei mehr als 65 Zeichen wird der Titel in Google-Suchergebnissen abgeschnitten.

Viel Spaß beim Bloggen!

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Ursprünglich veröffentlicht am 12. Juli 2016, aktualisiert am Januar 28 2020

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