Der Erfolg jeder Webseite beginnt mit der Wahl des richtigen Content-Management-Systems. Doch welcher der unzähligen Anbieter am Markt ist der beste? Wir helfen Ihnen bei der Entscheidung und vergleichen zwei der bekanntesten Systeme: Drupal und WordPress.

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Drupal vs. WordPress: Die Gemeinsamkeiten

Sowohl WordPress als auch Drupal sind Open-Source-Systeme, die Sie kostenlos herunterladen können. Das macht beide recht flexibel und an Ihre Bedürfnisse anpassbar – wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise.

Beide Systeme müssen Sie selbst hosten und einrichten. Insbesondere der zweite Punkt ist oft mit einem gewissen Aufwand verbunden. Es gibt aber gute Entwickler, die entweder auf WordPress oder Drupal spezialisiert sind und bei Bedarf helfen können. Dank des Open-Source-Charakters können Sie zudem auf Unterstützung der internationalen Nutzer-Communitys setzen.

Die Unterschiede: Drupal vs. WordPress

Vielfältiger als die Gemeinsamkeiten sind die Unterschiede zwischen Drupal und WordPress. Geht es rein nach der Verbreitung, ist WordPress eindeutig der Favorit: 39 Prozent aller Webseiten werden damit erstellt und gepflegt. Das ist ein Marktanteil unter den Content-Management-Systemen (CMS) von satten 63,7 Prozent. Drupal kommt noch hinter Joomla! auf nur 1,5 Prozent aller Webseiten und einen Marktanteil von 2,5 Prozent.

Ist die Entscheidung zwischen den beiden Anbietern also eigentlich ganz klar? Mitnichten, denn in vielen Punkten unterscheiden sie sich erheblich. Welches System das beste für Sie ist, sollte sich immer nach Ihren persönlichen Ansprüchen und Zielen richten – nicht nach dem Herdentrieb. Beleuchten wir die Unterschiede einmal näher:

Nutzerfreundlichkeit

In Sachen Nutzerfreundlichkeit müssen wir nicht lange rätseln: WordPress ist der klare Gewinner.

Das CMS lässt sich innerhalb weniger Minuten installieren und sofort nutzen. Auch Laien können nach einer kurzen Einarbeitung schnell und einfach Webseiten bauen oder verwalten.

Drupal hingegen ist deutlich komplizierter: Nach der Installation müssen in der Regel noch eine Reihe von Einstellungen und Individualisierungen vorgenommen werden, die sich allein kaum bewerkstelligen lassen – zumindest nicht ohne Entwicklerkenntnisse. Auch die Benutzeroberfläche ist wenig intuitiv. Entscheiden Sie sich für Drupal, sollten Sie in jedem Fall bereit sein, die Hilfe eines Entwicklers in Anspruch zu nehmen.

Flexibilität

In Sachen Flexibilität haben beide Systeme einiges zu bieten.

WordPress lässt sich durch die sogenannten „Themes“ optisch leicht anpassen. Auf der offiziellen WordPress-Seite stehen aktuell fast 8.000 der Designvorlagen zur Auswahl. Hinzu kommen mehrere Tausend kostenpflichtige Themes von verschiedenen Anbietern im Internet.

Auch Funktionen lassen sich auf WordPress schnell aufrüsten: Wählen Sie einfach eines von mehr als 58.000 kostenlosen Plug-ins oder eine kostenpflichtige Erweiterung von einem Anbieter Ihrer Wahl. Die Plug-ins sind innerhalb von Sekunden installiert und meist auch rasch eingerichtet. Durch sie können Sie nahezu jedes denkbare Element auf Ihrer Webseite einbauen: von Kontaktformularen über Kundenstimmen bis hin zu Social-Media-Buttons.

Mit Drupal sind Anpassungen schwieriger. Zwar gibt es auch hier Themes und Erweiterungsmodule – um ein ansehnliches und funktionelles Ergebnis zu erhalten, muss aber meist ein Entwickler ran. Dafür bietet Drupal eine API-Schnittstelle, um eigene Module zu programmieren. Dank dieser Integration ist buchstäblich jede Anpassung Ihrer Webseite möglich, die Sie sich nur vorstellen können. Es erfordert nur ein wenig mehr Aufwand.

Funktionalität

Wenn es um die Funktionalität geht, hat in diesem Rennen Drupal die Nase vorn. WordPress hat in der Standardversion kaum Funktionen, die über einen simplen Blog hinausgehen und muss durch eine Vielzahl von Plug-ins erweitert werden.

Drupal kommt von Haus aus mit einem größeren Funktionsumfang, der reines Content-Management weit überschreitet.

Für kleine Webseiten und Blogs ist WordPress völlig ausreichend. Bei komplexeren Projekten aber besticht Drupal durch seine Vielfalt und Anpassungsfähigkeit.

Sicherheit

Beide CMS gelten gemeinhin als sicher. Die tatsächliche Sicherheit ist jedoch meist bei Drupal besser. Das liegt nicht am System selbst: Auch WordPress ist an und für sich gut gegen Angriffe gerüstet. Doch die vielen Plug-ins von Drittanbietern stellen ein Risiko dar. Sie müssen regelmäßig aktualisiert werden. Versäumen Sie das, öffnen Sie Angreifern Tür und Tor. Und seien wir ehrlich: Wie schnell ist so eine Aktualisierung mal vergessen oder auf die nächste Woche verschoben?

Kosten

Wie oben bereits erwähnt sind beide CMS Open-Source-Systeme und als solche kostenlos. Sie zahlen jedoch für das Hosting, für eventuelle Zusatzfunktionen und für Unterstützung durch Fachpersonen.

Die genauen Kosten hängen natürlich davon ab, wie Ihre Webseite aussehen und über welche Funktionen sie verfügen soll.

Oft ist es jedoch so, dass WordPress-Webseiten günstiger sind. Das liegt daran, dass sie weniger Programmierkenntnisse erfordern und dadurch weniger Hilfe von Webentwicklern oder Agenturen nötig ist. Doch gerade, wenn Sie in WordPress viel mit Integrationen und Plug-ins arbeiten, sollten Sie sich nicht darauf verlassen, dass jedes Programm kostenlos zur Verfügung steht. So kann die Nutzung von WordPress unverhofft ganz schön ins Geld gehen.

Ähnlich sieht es bei Drupal aus: Auch hier müssen Sie das CMS selbst aufrüsten und hosten, was monatliche Kosten verursacht.

Die Vor- und Nachteile beider CMS-Systeme zusammengefasst

WordPress überzeugt zusammengefasst vor allem durch seine hohe Nutzerfreundlichkeit. Auch, wenn Sie mit Webseiten keine Erfahrung haben, können Sie schnell einsteigen und optisch ansprechende Seiten erstellen. Hilfe in Form von Webdesignern und -entwicklern ist bei Bedarf schnell gefunden, die meisten Probleme können Sie aber auch allein lösen.

Programmierkenntnisse benötigen Sie in der Regel nicht. Dank der großen Auswahl an Themes und Plug-ins können Sie Ihre Webseite an Ihre Wünsche anpassen. Dennoch sollten Sie bedenken, dass hier ein erhöhter Recherche- und Verwaltungsaufwand auf Sie zukommt, da jedes Plug-in von Ihnen zunächst aufgestöbert, erworben, installiert und verwaltet werden muss. Das umfasst unter anderem auch laufende Upgrades, da veraltete Plug-in-Versionen eine Sicherheitslücke darstellen.

Drupal ist erheblich komplizierter in der Handhabung und führt nur zu einem vorzeigbaren Ergebnis, wenn Sie Entwicklererfahrung oder professionelle Unterstützung haben. Auf der anderen Seite bekommen Sie auf diesem Weg eine hoch individualisierte Webseite, die haargenau zu Ihren Zielen passt und dynamisch mit Ihrem Unternehmen wächst.

Auch in Sachen Sicherheit ist Drupal meist die bessere Wahl. Dennoch sind bei Drupal die Kosten ein klarer Minuspunkt: Obwohl die Software an sich kostenlos ist, fallen für Hosting und weitere Technologien (wie z. B. SEO) Gebühren an. Da Erweiterungen nicht standardmäßig enthalten sind, müssen Sie diese zudem selbst recherchieren, kaufen, installieren und verwalten.

Fazit: Wer hat im Vergleich „Drupal gegen WordPress“ die Nase vorn?

Welches CMS nun das beste ist, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Beide haben Vor- und Nachteile. WordPress eignet sich hervorragend für Blogs und kleinere Webseiten, die ohne großen Aufwand erstellt und verwaltet werden sollen. Drupal hingegen ist geeignet für komplexere Projekte – zum Beispiel, wenn Sie einen Mitgliederbereich oder ein Intranet in die Webseite integrieren oder diese mehrsprachig aufziehen wollen.

Eine Alternative, die für alle Arten von Webseiten überzeugt, ist das CMS Hub. Der integrierte Drag-and-Drop-Builder lässt Sie Seiten intuitiv gestalten. Wenn es schnell gehen soll, können Sie aus einer Vielzahl fertiger Designs wählen und einfach nur noch Elemente wie Farben und Schriften anpassen. Themes und Erweiterungen brauchen Sie hier nicht: Alles, was Sie benötigen, ist schon im System enthalten.

Auch im Bereich Sicherheit ist das CMS Hub die beste Lösung, denn die integrierte Sicherheitsüberwachung erkennt Bedrohungen automatisch und macht sie unschädlich.

Vergleiche zwischen WordPress und dem CMS Hub sowie Drupal und dem CMS Hub geben Ihnen einen genaueren Überblick.

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Titelbild: fizkes / Getty Images

Ursprünglich veröffentlicht am 4. Dezember 2020, aktualisiert am März 02 2021

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