Die Zeiten, in denen die eigene Website aufwendig manuell erstellt und gepflegt werden musste, sind lange vorbei: Mit einem passenden Content-Management-System (CMS) gelingt Ihnen eine einfache und effiziente Verwaltung Ihrer Webprojekte.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen die beliebtesten CMS-Systeme vor und zeigen, welche für Ihre individuellen Anforderungen geeignet sind.

Erstellen und verwalten Sie Ihre Website mit CMS Hub

Das sind die 12 besten und beliebtesten CMS-Systeme

  1. WordPress
  2. CMS Hub
  3. Shopify
  4. Wix
  5. Squarespace
  6. Joomla!
  7. Drupal
  8. Magento
  9. Blogger
  10. Bitrix
  11. OpenCart
  12. PrestaShop

Ganz gleich, ob es sich um Texte, Bilder oder Videos handelt: Ein geeignetes Content-Management-System (CMS) hilft Ihnen dabei, Ihre Inhalte schnell und einfach zu verwalten. Neben Webseiten oder Blogs sind CMS auch für Online-Shops unverzichtbar, um auch wenig IT-affinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine effiziente Arbeit an Webprojekten zu ermöglichen.

Wie viele CMS-Systeme gibt es?

Bereits jetzt existieren mehr als 800 verschiedene CMS-Systeme – und die Landschaft der Lösungen scheint stetig zu wachsen. Jedoch wird nur eine Handvoll von den meisten Website-Betreiber und -Betreiberinnen genutzt. Grund sind die verschiedenen technischen Anforderungen und die Unterschiede der Benutzeroberfläche. Die Nutzerfreundlichkeit von Content-Management-Systemen unterscheidet sich teilweise drastisch.

CMS-Systeme Marktanteile

Ein Ranking der Top 10 Content-Management-Systeme (CMS) weltweit nach Marktanteil zeigt, welche CMS derzeit bei den Nutzerinnen und Nutzern hoch im Kurs stehen.

Marktanteile CMS-Systeme

Quelle: Screenshot W3techs.com

Wenig überraschend: WordPress führt das globale Ranking der Content-Management-Systeme an. Mit beinahe 65 Prozent Marktanteil lässt es die anderen Softwareanbieter mit weitem Abstand hinter sich zurück. Shopify liegt mit etwas mehr als 5 Prozent auf Platz zwei und Wix rutscht aufs Bronze-Treppchen.

Der neue Konkurrent am CMS-Himmel, Squarespace, kommt immerhin schon auf fast 3 Prozent Marktanteile. 2,5 Prozent aller Webseiten nutzen Joomla als CMS-System, bei Drupal sind es 1,9 Prozent. Mit großem Abstand liegt WordPress unangefochten vorn und wird von 43 Prozent aller Webseiten-Betreibenden verwendet.

Die Baukasten-Lösungen von Google (Blogger) und Adobe (Magento) haben jeweils einen Marktanteil von 1,5 Prozent und einem Nutzungsanteil von einem Prozent. Die Plätze neun bis zwölf belegen Bitrix, OpenCart, PrestaShop und Webflow. Danach folgen Weebly, GoDaddy Website Builder, Tilda, TYPO3 und HubSpot CMS.

CMS-Systeme im Vergleich: Die 12 beliebtesten Tools

Doch nur, weil die aufgeführten Content-Management-Systeme viel Zuspruch erfahren, muss sich nicht jedes davon für Ihre individuellen Zwecke eignen. Wollen Sie beispielsweise mithilfe eines Unternehmensblogs ins Content-Marketing einsteigen, haben Sie ganz andere Ansprüche an Ihr CMS als Betreibende mehrerer internationaler Online-Shops.

Um eine fundierte Entscheidung für oder gegen ein CMS treffen zu können, lohnt es sich, die verschiedenen Anbietenden genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Vergleichskriterien werden dabei von den Bedürfnissen Ihres Unternehmens bestimmt. Als Orientierungshilfe erfahren Sie im folgenden CMS-Vergleich, wodurch die beliebtesten Content-Management-Systeme jeweils überzeugen.

1. WordPress

Das kostenlose Content-Management-System WordPress wurde 2003 als schlichte Blogging-Software konzipiert. Durch seinen Open-Source-Charakter ist das Programm seitdem von zahllosen Nutzerinnen und Nutzern adaptiert und weiterentwickelt worden. Als CMS besticht es durch eine leichte Bedienung, schnelle Installation und nicht zuletzt die riesige, aktive Community auf wordpress.org.

Entscheiden Sie sich für dieses Programm, werden Sie sicher nicht so schnell in eine IT-Sackgasse geraten, da Sie davon ausgehen können, dass so gut wie jedes Softwareproblem im Netz samt Lösung auffindbar ist und Sicherheitslücken zügig erkannt und geschlossen werden.

Dennoch ist als Nachteil an dieser Stelle zu nennen, dass WordPress ein beliebtes Angriffsziel für Hacker ist. Sie sollten Ihr WordPress-CMS also regelmäßig warten lassen, um sich abzusichern.

2. CMS Hub

Ganz gleich, ob Sie einen Online-Shop planen oder eine ansprechende Angebotsseite für Ihre B2B-Website erstellen möchten: All das ist mit dem CMS Hub von HubSpot möglich, und zwar ganz ohne Know-how im Programmieren. Durch anpassbare Designvorlagen und einen intuitiven Drag-and-Drop-Editor sparen Sie sich jede Menge Zeit beim Erstellen von Website-Inhalten. Dank SEO-Empfehlungen punktet Ihre Seite nicht nur visuell, sondern auch bei den Suchmaschinen-Crawlern.

Besonders interessant: Mithilfe von adaptiven Tests prüft das CMS Hub, welche Version Ihrer Webseite den meisten Traffic erreicht. Analysieren Sie darüber hinaus, welche Landingpage wie viele Leads generiert und wo noch Optimierungsbedarf besteht.

3. Shopify

Wie der Name schon vermuten lässt, richtet sich Shopify vor allem an Online-Shop-Betreiberinnen und -Betreiber. Für das Webdesign Ihres Shops bietet Ihnen das Programm eine große Auswahl an mobile-optimierten Designs und eignet sich aufgrund seiner Benutzerfreundlichkeit auch für E-Commerce-Beginner und -Beginnerinnen. Besonders erfreulich: Shopify ist nun auch auf Deutsch verfügbar.

Nun die schlechte Nachricht: Shopify ist nicht kostenlos, sondern erst ab 27 Euro pro Monat verfügbar. Eine kostenlose Testversion können Sie jedoch 14 Tage lang ausprobieren.

4. Wix

Wix punktet durch branchenspezifisch-sortierte Designvorlagen und eine intuitive Bedienung per Drag-and-Drop. Für Anfänger lohnt sich die kostenlose Basisversion, die bereits viele Funktionen enthält.

Nach dem Baukastenprinzip können mit steigenden Anforderungen mehr Features kostenpflichtig hinzugebucht werden, sodass auch größere Webprojekte, wie beispielsweise Online-Shops, mit diesem CMS realisierbar werden.

CMS-System WIX

Quelle: Screenshot Wix

5. Squarespace

Squarespace ist sehr flexibel: Nicht nur Webseiten oder Blogs, sondern auch Online-Shops können Sie mit diesem CMS verwalten – sofern Sie den passenden Tarif buchen. Die vielfältigen Templates eignen sich für jeden Zweck. Suchmaschinenoptimierung- und Social-Media-Tools helfen Ihnen zusätzlich beim Aufbau Ihrer Markenidentität. Das Beste: Squarespace ist CMS und Hoster in einem.

Nutzungsrechte für die Software erhalten Sie ab 11 Euro pro Monat. Möchten Sie unbegrenzte Benutzerrechte, beginnen die Tarife ab 17 Euro pro Monat. Großer Vorteil dieses CMS: Ihnen bietet sich eine reiche Auswahl aus über 100 mobile-optimierten Vorlagen. Wer Wert auf das digitale Erscheinungsbild legt, ist hier also gut beraten.

CMS-System Squarespace

Quelle: Screenshot Squarespace

6. Joomla!

Joomla! eignet sich besonders für international agierende, größere Unternehmen, denn in diesem CMS haben Sie die Möglichkeit, mehrsprachige Webseiten ganz einfach zu verwalten.

CMS-System Joomla!

Quelle: Screenshot Joomla!

Ein weiterer Vorteil: Mit Joomla! gelingt ein detailliertes, aber dennoch intuitives Nutzermanagement, das es Ihnen ermöglicht, unterschiedliche Rechte zu vergeben: So können Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter individuell für Ihre Webprojekte autorisieren.

Abzüge gibt es jedoch in der B-Note: Joomla! verfügt über keine Kommentarfunktion, was Ihrer Community eine wichtige Möglichkeit zur Interaktion mit Ihren Beiträgen nimmt. Glücklicherweise gibt es jedoch Joomla! Extensions, die diese wichtige Funktion abdecken.

7. Drupal

Bei Drupal handelt es sich ebenfalls um ein Open-Source-CMS, weshalb die Nutzung der Basisversion kostenlos ist.

Drupal ist vor allem aufgrund seiner Erweiterbarkeit beliebt, denn das CMS ist modular aufgebaut. Dank einer Vielzahl an zusätzlichen Modulen lässt sich das System folglich perfekt an individuelle Bedürfnisse anpassen – das macht Drupal vor allem für größere Webprojekte attraktiv.

CMS-System Drupal

Quelle: Screenshot Drupal

Überdies punktet Drupal beim Thema „Tagging“: Ihre Inhalte können Sie nach Schlagworten kategorisieren, sodass beispielsweise im Falle eines klassischen Blogs mehrere Keywords für einen einzelnen Beitrag bestimmt werden, ohne dass dieser dupliziert wird.

8. Magento (Adobe Commerce)

Auch mit Magento lassen sich ideal Online-Shops erstellen und verwalten. Das CMS ist vor allem aufgrund seiner vielfältigen Variationsmöglichkeiten und der hohen Skalierbarkeit beliebt, allerdings werden mehr Programmierkenntnisse als etwa bei Shopify benötigt, um alle Funktionen voll ausschöpfen zu können.

CMS-System Magento (Adobe Commerce)

Quelle: Screenshot Magento

Magento ist als kostenlose Open-Source-Variante und kostenpflichtige Enterprise Edition verfügbar. Die Unterschiede liegen im Funktionsumfang und Preis, wobei dieser in der kostenpflichtigen Version je nach Größe und Anforderungen des Webauftritts festgelegt wird.

9. Blogger von Google

Der Titel verrät es bereits: Blogger von Google richtet sich an alle, die auf der Suche nach einer einfachen Lösung zur Erstellung und Verwaltung Ihres Blogs sind. Dank seiner intuitiven und benutzerfreundlichen Bedienung ist dieses CMS auch für Einsteiger und Anfängerinnen geeignet.

Es überzeugt vor allem mit einer Vielzahl von Designvorlagen, der kostenlosen Nutzung und der einfachen Integration von Google AdSense.

Nachteile gibt es bei Blogger jedoch auch: Mit diesem CMS können keine Landing-Pages oder eine Homepage erstellt werden, da das Programm explizit auf Blogging-Funktionen ausgerichtet ist.

CMS-System Blogger von Google

Quelle: Screenshot Blogger

10. Bitrix

Als umfassende Plattform bietet Bitrix neben Tools für CRM und Projektmanagement auch ein CMS an, mit dem sich Webseiten oder Online-Shops inklusive kostenloser Domain und Hosting erstellen lassen. Dafür können Sie auf verschiedene mobile-optimierte Vorlagen zurückgreifen.

11. OpenCart

Eine sehr gute Wahl, wenn Sie einen Online-Shop einrichten möchten, ist die kostenfreie Open-Source-Software OpenCart. Dank unzähliger Plugins, Add-ons und Themes kann OpenCart hochgradig individualisiert werden. Ein Nachteil könnte jedoch sein, dass IT-Leistung unumgänglich ist. Durch die große Community ist jedoch für jede Anforderung schnell die passende Lösung gefunden.

CMS-System OpenCart

Quelle: Screenshot OpenCart

12. PrestaShop

PrestaShop ist wie Shopify in erster Linie auf das Erstellen und Verwalten von Online-Shops ausgelegt. Die kostenlose Open-Source-Lösung für E-Commerce bietet verschiedene Erweiterungspakete an, die jedoch zum Teil eher im höheren Preissegment angesiedelt sind.

Stärken hat das CMS hingegen im Bereich der internationalen Orientierung: Durch seinen modularen Aufbau ist es eine praktische Lösung für zusammenhängende Online-Shops, die Handel in verschiedenen Regionen betreiben.

Was kostet ein CMS-System?

CMS können als Open-Source-Systeme oder auch als Software-as-a-Service bereitgestellt werden. Möglich sind sowohl kostenlose Systeme wie Magento oder OpenCart, die eigene IT-Leistung voraussetzen als auch vollkommen intuitive Drag-and-Drop-Builder, mit denen selbst Neulinge ohne Quellcode- und Programmierkenntnisse individuelle Webseiten erstellen können. Die Preise für SaaS beginnen bereits ab 11 Euro pro Monat.

Entscheidung leicht gemacht: CMS-Systeme-Liste erstellen und vergleichen

Wer sich für ein einfach zu bedienendes CMS interessiert, sollte sich im ersten Schritt einen Überblick über das Angebot verschaffen. Doch das ist gar nicht mal so einfach, denn die Anzahl an CMS wächst konstant und die Funktionen der Programme werden immer vielfältiger.

Bedenken müssen Sie zudem das Anwendungsfeld, für das Sie ein CMS benötigen. Möglich sind:

  • Web-Content-Management (beispielsweise eine Website)
  • Redaktionssystem (für Blog oder News Content)
  • Community Content (für Foren und andere Portale)

Eine weitere wichtige Frage, die Sie sich stellen müssen, bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden, ist die Bedienbarkeit. Während einige CMS-Systeme mit HTML-Editoren arbeiten und demnach einfache Programmierungskenntnisse voraussetzen, arbeiten andere mit WYSIWYG-Editoren (What-you-see-is-what-you-get).

Website-Baukästen behalten gegenüber Open-Source-Software den großen Vorteil, dass intuitiv via Drag-and-Drop Websites gebaut werden können. Gerade Anfänger und Anfängerinnen sind deshalb mit einer SaaS-Lösung besser bedient.

Die oben aufgeführte Übersicht der beliebtesten CMS-Systeme wird Ihnen dabei helfen, Ihre Anforderungen mit den gegebenen Funktionen abzugleichen und die richtige Wahl für Ihre Unternehmensausrichtung und -strategie zu treffen.

Fazit: Wählen Sie das CMS-System aus, das zu Ihrem Vorhaben passt

Für welches CMS Sie sich letztendlich entscheiden, hängt von Ihren Unternehmenszielen, technischen Vorkenntnissen sowie den gewünschten Funktionen ab. Unser

Tipp: Unterziehen Sie das jeweilige CMS einem ausführlichen Test, bevor Sie sich final zum Kauf entscheiden: CMS Hub von HubSpot beispielsweise können Sie als kostenlose Demo anfordern und ausgiebig testen.

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Titelbild: ribkhan / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am May 19, 2022 2:00:00 AM, aktualisiert am Mai 19 2022

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