Marketing auf der Überholspur

17 Juli 2017

5 Grundregeln für Gastbeiträge auf Ihrem Blog

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Grundregeln für Gastbeiträge

Gastbeiträge bieten Unternehmen eine gute Möglichkeit, für Abwechslung im eigenen Blog zu sorgen und der Leserschaft spannende Perspektiven von eingeladenen Experten zu bieten. Ein renommierter Autor bedeutet auch, dass Ihre Artikel mit höherer Wahrscheinlichkeit in sozialen Netzwerken geteilt werden.

Doch bei aller Gastfreundschaft – damit die Artikel von unternehmensfremden Autoren tatsächlich positiv hervorstechen, sollten Sie einige Grundregeln beachten.

Warum Sie bei Gastbeiträgen systematisch vorgehen sollten

Artikel von auserlesenen Experten der Branche können Ihren Blog ohne Frage aufwerten. Mit Insider-Wissen zu aufkommenden Trends oder hilfreichen Erfahrungen aus der Praxis etwa bieten Sie Ihren Lesern einen exklusiven Mehrwert. Außerdem präsentieren Sie sich so als zukunftsweisendes Unternehmen mit wertvollen Beziehungen in der Branche.

Damit Gastbeiträge sich gut in Ihrem Blogangebot einfinden, sollten sie stets den Qualitätsstandards Ihrer Seite entsprechen. Sowohl bei der Wahl des Autors als auch bei den Kriterien für die Erstellung sollten Sie deshalb hohe Ansprüche stellen und dazu grundsätzliche Regeln aufstellen.

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Grundregeln für Gastbeiträge auf Ihrem Blog

1. Renommierte Autoren auswählen

Um einen geeigneten Autor zu finden, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder kommen potenzielle Gastautoren von selbst auf Sie zu oder aber Sie ergreifen die Initiative und kümmern sich eigenständig um die Kontaktaufnahme.

In beiden Fällen sollten Sie stets überprüfen, ob ein Gastautor über angemessene fachliche Kompetenz und Schreibfähigkeiten verfügt, denn Sie wollen in Ihrem Blog schließlich nur hochwertige Inhalte veröffentlichen.

Suchen Sie im Internet nach Informationen zu dem potenziellen Autor, um sich anhand seiner bisherigen Karriere und bestehenden Publikationen ein Bild von seinen Fähigkeiten zu machen. Möglicherweise existieren bereits Gastartikel von ihm – andernfalls sollten die Beiträge in seinem eigenen Blog überzeugend sein. Der Autor sollte nur dann infrage kommen, wenn er folgende Kriterien erfüllt:

  • Expertise in den für Sie relevanten Themenbereichen
  • fachliche Tiefe in bestehenden Artikeln
  • verständlicher Schreibstil
  • Verlinkungen mehrerer hochwertiger Quellen in bestehenden Artikeln

Diese Voraussetzungen schaffen die Basis für eine erfolgreiche Kooperation.

2. Korrekte Grammatik einfordern und Stil vorgeben

Unabhängig vom Thema gilt: Ein Artikel muss gut geschrieben und übersichtlich strukturiert sein. Neben einem roten Faden sollte auch der Unterhaltungsfaktor nicht zu kurz kommen. Schließlich erleichtert das die Informationsaufnahme.

Korrekte Grammatik sollten Sie dabei ebenso voraussetzen wie das Einhalten Ihrer individuellen Stilvorgaben, zum Beispiel:

  • maximale Textlänge
  • Zahlen bis zwölf ausschreiben
  • Einsatz von Bullet-Points

Mit einem detaillierten Briefing stellen Sie sicher, dass sich der Gastbeitrag harmonisch in das Gesamtbild Ihres Blogs einfügt und den bisherigen Lesegewohnheiten Ihres Publikums entsprechen wird. Gegebenenfalls können Sie auch vorab ein Konzept oder eine Übersicht des Beitrags anfragen. So stellen Sie sicher, dass er nicht an der Ausrichtung Ihres Blogs vorbeigeht.

3. Auf hochwertige Quellen und Links bestehen

Auch hinsichtlich des Inhalts sollten Sie hohe Ansprüche stellen. Gastbeiträge sollen den Horizont Ihrer Leser erweitern – deshalb ist inhaltliche Tiefe das oberste Gebot.

Sofern der Gastautor beispielsweise auf Studienergebnisse verweist, sollte er auch den entsprechenden Link zur Quelle erwähnen. Das macht seine Behauptungen nicht nur glaubwürdig, sondern bietet denjenigen Lesern einen Mehrwert, die sich ausführlicher zum Thema informieren möchten.

Für die Häufigkeit solcher externen Links gibt es keine feste Richtlinie. Marketing-Experte Neil Patel allerdings empfiehlt als Faustregel mindestens vier Links, die entsprechende Aussagen belegen.

4. Keine Eigenwerbung abseits der Autorenbox zulassen

Mit einer Autorenbox unter oder neben dem Artikel sollten Sie Ihren Gastautor Ihrer Leserschaft vorstellen. Damit versichern Sie Ihren Lesern dessen fachliche Kompetenz. Neben einer Kurzbeschreibung – idealerweise mit Foto und in der dritten Person – können Sie dort auch Links zu seinen Social-Media-Kanälen und zu seiner Website oder seinem Blog veröffentlichen. Auf diese Weise können sich Leser noch weiter über den Gast informieren.

Abseits der Box sollte allerdings der Inhalt im Vordergrund stehen – und nicht der Autor. Natürlich kann und darf der Experte das Thema aus seiner Sicht beschreiben und mit eigenen Erfahrungen anreichern. Wenn der SEO-Experte im Artikel seine Tipps zur OnPage-Optimierung vorstellt, sollten Sie jedoch tunlichst darauf achten, dass er dabei nicht auf sein neuestes Buch verweist.

Der Gastbeitrag soll dem Leser in erster Linie einen Mehrwert bieten und nicht als Werbefläche des Autors dienen. Offensichtliche Verkaufsabsichten kommen auch bei Lesern nicht gut an – und können letztlich Ihnen angekreidet werden.

5. Sichern Sie sich die Rechte am Beitrag

Halten Sie die Rechte an dem Gastbeitrag. Das sichert Ihnen die Exklusivität zu und verhindert zum einen, dass die Autoren den Inhalt auch auf anderen Websites veröffentlichen.

Zum anderen genießen Sie damit vollständige Unabhängigkeit: Sie können bestimmen, wie der Beitrag weiterverwendet wird und ihn beispielsweise auf weiteren Kanälen veröffentlichen ohne jedes Mal die Erlaubnis des Autors einholen zu müssen.

Hohe Ansprüche für hohe Qualität

Mit diesen Grundregeln bei der Auswahl und Erstellung von Gastartikeln können Sie die Qualität in Ihrem Blog absichern. Seien Sie bei Ihren Vorgaben so detailliert wie möglich. So kommt es bei der Abnahme von Gastbeiträgen zu keinen bösen Überraschungen und Mehrarbeit. Denn mit den vorab kommunizierten Vorgaben an die Autoren sinkt das Risiko, dass die Artikel noch im Nachhinein überarbeitet und an die Qualitätsstandards angepasst werden müssen.

Außerdem zahlt sich eine ausführliche Abstimmung zu Beginn auch bei langfristigen Beziehungen aus. Hat ein Experte erst einmal ein Gefühl für die eingeforderte Qualität und den erforderlichen Stil entwickelt, geht die Zusammenarbeit bei möglichen Folgeaufträgen oder ganzen Artikel-Serien viel leichter von der Hand. Sie haben dann vielleicht einen neuen regelmäßigen Autor gewonnen.

Die genannten Grundregeln lassen sich natürlich nach Ihren eigenen Kriterien zu Inhalt und Stil weiter spezifizieren. Ebenso können Sie Ihre Vorgaben für Gastbeiträge auch auf Ihrer Seite veröffentlichen, sodass sich potenzielle Autoren direkt ein Bild von Ihren Konditionen machen, bevor sie mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

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