Matt Cutts, Head of Webspam bei Google, hat vor kurzem Gastbloggen für tot erklärt: Stick a fork in it, guest blogging is doneschreibt er auf seinem Blog. Nach einer großen Kontroverse fügte er hinzu, dass er nur von Gastbloggen als SEO-Taktik und vor allem von spammigen Gastartikeln sprach.

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Ich finde trotzdem, dass er dem Gastbloggen an sich nun einen schalen Beigeschmack verpasst hat. Denn wenn etwas einmal in aller Öffentlichkeit durch den Dreck gezogen wurde, lässt es sich oft nicht mehr komplett rein waschen – das schlechte Image bleibt im Hinterkopf hängen. Deswegen möchte ich nun an die Vorteile und den Nutzen von Gastbeiträgen erinnern. Wenn Sie gute, interessante Artikel für andere Blogs schreiben und diesen Content-Austausch nicht nur als Linkbuilding sehen, werden Sie davon auf jeden Fall profitieren.

3 gute Gründe für das Gastbloggen

1. Ein neues Publikum ansprechen. 

Gastartikel für andere Blogs zu schreiben bringt Ihren Content, logischerweise, an die Leser des Blogs, dem Sie Ihre Stimme leihen. Und da sich Ihre Themen höchstwahrscheinlich mit denen dieses Blogs überschneiden, liegt es nahe, dass die Leser an Ihrem Content interessiert sind – sonst wären Sie ja nicht eingeladen worden, für sie zu schreiben. Das heisst, dass Sie mehr Reichweite bekommen und neue Zielgruppen ansprechen. Will das nicht jeder?

2. Ein guter Link ist ein guter Link.

Google kann es sich nicht herausnehmen, Blogs abzustrafen, nur weil mehrere Autoren dafür schreiben, oder weil auf andere Seiten verlinkt wird. Und ich wüsste nicht, wie die Suchmaschine erkennen und bewerten sollte, ob ein Gastartikel nun spammig ist oder nicht. Matt Cutts meint mit spammig ja Dienstleister, die Gastartikel kaufen oder automatisieren, und das tun Sie ja sowieso nicht. Sie schreiben tolle Gastbeiträge und verlinken darin auf Ihre Seite, was total legitim und sinnvoll ist – auch aus SEO-Sicht. Auch Copyblogger meint dazu: Build quality no matter what, and you’ll be fine. Richten Sie sich nicht wie ein Fähnchen im Wind nach allem, was Google oder Facebook oder eine andere Plattform willkürlich im Monatsrythmus ändert. Konzentrieren Sie sich darauf, authentisch stets gute Qualität zu publizieren. 

3. Mit Bloggern und Community networken.

Wenn Sie für andere Blogs schreiben, bauen Sie Beziehungen mit diesen Bloggern und auch deren Followern auf. Gerade Blogger und Blog-Leser tummeln sich gerne online und sind Verstärker für Ihre Botschaft: In der Blogosphäre und auf Social Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Google+, XING oder LinkedIn finden Sie mehr Gehör, wenn Ihre Inhalte von mehr Influencern geteilt werden.

Ich sehe also keinerlei Gründe, keine Gastartikel mehr zu schreiben, nur weil Google meint, dass sie teilweise zu einer spammigen SEO-Taktik verkommen sind. Lassen Sie sich nicht beirren und legen Sie noch mehr Wert auf guten Content – ob auf Ihrem oder einem anderen Blog!

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Ursprünglich veröffentlicht am 3. März 2014, aktualisiert am 26. November 2018

Themen:

Gastbeiträge