Daten bilden die Grundlage Ihrer Online-Marketing-Strategie. Das Google Data Studio ermöglicht es Ihnen, wichtige Daten ansprechend und leicht verständlich zu visualisieren und unterstützt Sie und Ihr Team dabei, schnell und einfach fundierte Entscheidungen zu treffen.

Mit diesem Leitfaden erhalten Sie einen Einblick in das Tool und erfahren, welche Vorteile das Google Data Studio mit sich bringt.

Leitfaden: So nutzen Sie G Suite für die effektive Organisation von  Marketing-Kampagnen.

Was ist das Google Data Studio?

Egal, ob es um Ihre SEO-Performance oder Ihre Ads geht: Die Analyse Ihrer Online-Aktivitäten ist eine wichtige Voraussetzung dafür, sich im Wettbewerb behaupten zu können. Die Visualisierung wichtiger Werte kann dabei das entscheidende Element sein, denn so können Sie Ihre Daten schnell und richtig interpretieren. Genau hierbei hilft Ihnen das Google Data Studio.

Das Google Data Studio erweitert seit 2018 das Produktportfolio der Google Analytics 360 Suite. In personalisierten Dashboards lassen sich Ihre Daten darstellen und Sie können Reports erstellen, um Ihre Erkenntnisse mit anderen zu teilen. Durch diese verständlichen Berichte lassen sich Ihre Daten optimal nutzen – und das sogar kostenlos.

Ein weiterer Pluspunkt: Das Google Data Studio ermöglicht es Ihnen, Daten aus einer großen Auswahl verschiedener Quellen darzustellen und diese miteinander zu verbinden. Mit integrierten Daten-Connectors können Sie beispielsweise Produkte der Google Marketing Platform als Datenquellen nutzen und diese verbinden. Dafür eigenen sich zum Beispiel Google Analytics, Google Ads, Datenbanken wie MySQL und darüber hinaus auch eigene CSV-Dateien und vieles mehr.

Google Data Studio: Ein Tutorial für Einsteiger

Dank seiner intuitiven Handhabung ist das Google Data Studio auch für Neulinge auf dem Gebiet der Datenvisualisierung geeignet. Unser Tutorial führt Sie durch die wichtigsten Schritte.

Neuen Bericht erstellen

Los geht’s: Rufen Sie das Google Data Studio auf und melden Sie sich mit Ihrem Google-Account an – ein bestätigtes Google Konto ist die einzige Voraussetzung für die Nutzung.

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Bild: Google Data Studio 

Klicken Sie links oben auf „Erstellen“ und wählen Sie anschließend „Bericht“ aus. Zusätzlich dazu bietet das Tool Ihnen auch Vorlagen an, in die Sie Ihre Daten importieren können.

Daten einfügen

Im nächsten Schritt wählen Sie Ihre Datenquelle(n) aus. Damit Sie Diagramme in Ihren Bericht einfügen können, müssen Sie mindestens eine Datenquelle auswählen: Entweder Sie greifen aus der Liste rechts auf eine vorhandene Datenquelle zurück – beispielsweise Google Ads – oder sie erstellen eine neue Datenquelle.

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Bild: Google Data Studio 

Wenn Sie eine neue Datenquelle erstellen wollen, müssen Sie im nächsten Schritt die Art der Daten bestimmen:

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Bild: Google Data Studio 

Neben den 18 integrierten Google-Connectors gibt es aktuell (Stand September 2019) auch 149 Partner-Connectors, aus denen Sie Datenquellen auswählen können – so haben Sie zum Beispiel auch die Möglichkeit, Facebook-Daten zu analysieren. Hier finden Sie eine Übersicht über alle möglichen Datenquellen.

Dashboard bearbeiten

Nachdem Sie Ihre Daten ausgewählt haben, geht es nun an die Bearbeitung Ihres Dashboards.

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Bild: Google Data Studio 

1. Layout und Design

Rechts können Sie unter „Layout“ verschiedene Einstellungen treffen, die das Format Ihres Dashboards an Ihre Wünsche anpassen. Unter dem Reiter „Design“ haben Sie die Möglichkeit, Ihr Dashboard mit vielen Funktionen noch ansprechender zu gestalten.

2. Seiten hinzufügen

Wenn Sie ein detaillierteres Dashboard erstellen wollen, oder dieses mit einem Deckblatt noch übersichtlicher gestalten möchten, können Sie Ihr Dashboard mit einem Klick auf „Seite hinzufügen“ um weitere Seiten erweitern.

3. Diagrammoptionen

Mit einem Klick auf „Diagrammoptionen“ können Sie auf alle verfügbaren Diagramme, Darstellungen und Tabellen zurückgreifen. Auch diese Elemente lassen sich dank der Designoptionen ganz individuell anpassen, um beispielsweise bestimmte Aspekte besonders hervorzuheben.

4. Filter

Drei Filter helfen Ihnen dabei, Ihre Daten individuell anzupassen:

  • Mit dem Zeitraum können Sie Diagramme oder Tabellen zeitlich eingrenzen, zum Beispiel für die letzten 30 Tage oder das letzte Quartal.
  • Mit der Filtersteuerung können Sie eigene Filter erstellen, um individuelle Veränderungen in Diagrammen vornehmen zu können. Sie können sich dann zum Beispiel in einem Diagramm nur bestimmte Balken oder Linien anzeigen lassen.
  • Dank der Datenkontrolle lassen sich bestimmte Daten in der ausgewählten Quelle herausfiltern – die Tabellen, Diagramme und Darstellungen passen sich automatisch an die gefilterten Daten an.

5. Designoptionen

An dieser Stelle lassen sich weitere Design-Elemente einfügen, die Ihren Bericht optisch aufwerten: Das können beispielsweise Bilder, Formen, Texte oder eine eingebettete URL sein.

6. Bericht ansehen

Mit dieser Funktion überprüfen Sie, ob Ihr Report Ihren Wünschen entspricht oder ob Sie nochmals Änderungen vornehmen möchten.

7. Bericht freigeben

Zur Freigabe Ihres Berichts klicken Sie im letzten Schritt auf „Teilen“ und geben Personen oder Gruppen an, mit denen Sie den Bericht teilen möchten. In den erweiterten Freigabe-Optionen legen Sie fest, ob Nutzer den Bericht nur sehen oder auch bearbeiten können. Wenn Sie Ihren Bericht für eine möglichst große Nutzeranzahl zur Verfügung stellen möchten, können Sie ihn auch auf Ihrer Website oder Ihrem Blog einbetten. 

Dashboards erstellen: Das Ziel bestimmt den Aufbau

Bevor Sie mit der Erstellung eines Dashboards in Google Data Studio beginnen, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, für welche Zielgruppe Sie Ihren Bericht erstellen und wofür der Report genutzt werden soll. Denn das Ziel Ihres Berichts und was Sie damit vorhaben bestimmt auch dessen Aufbau.

Machen Sie sich daher bewusst, wer das Dashboard nutzen wird und welche Metriken für diesen Nutzer beziehungsweise diese Nutzergruppe wichtig sind.

Teilen Sie den Bericht nur intern, sollte Ihr Fokus auf der Funktionalität liegen – teilen Sie das Dashboard auch extern, sollten Sie ganz besonders auf die Benutzerfreundlichkeit achten. So ersparen Sie nicht nur den Nutzern, sondern auch sich selbst bei der Erstellung eine Menge Zeit.

Egal, für welche Zielgruppe Sie Ihr Dashboard anfertigen - grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr! Vermeiden Sie es, Ihre Dashboards zu überfüllen, damit Nutzer die dargestellten Informationen so schnell wie möglich verstehen.

Datenvisualisierung für eine effektive Teamarbeit

Sind Sie sich Ihrer Zielgruppe bewusst, lassen sich Ihre Daten schnell in aussagekräftige Diagramme und Grafiken verwandeln. Diese können Sie dank der dynamischen Steuerelemente einfach an Ihre optischen Wünsche anpassen.

Es ist aber vor allem die vereinfachte Teamarbeit, die das Google Data Studio so attraktiv macht: Die Dashboards eignen sich nicht nur perfekt, um Kennzahlen und Insights zu kommunizieren, sondern auch dafür, gemeinsam an diesen zu arbeiten.

Dank der Interaktivität des Google Data Studios können einzelne Mitarbeiter oder ganze Teams verschiedene Versionen von Dashboards und Berichten ganz einfach abrufen, bearbeiten, kommentieren und verwalten. Dies ermöglicht Ihnen eine Zusammenarbeit in Echtzeit, wodurch die Effizienz Ihrer Teamarbeit gesteigert wird.

Die informativen Berichte, die Sie mit dem Google Data Studio zielgruppenorientiert erstellen können, sind nicht nur leicht lesbar, sondern können auch gemeinsam von verschiedenen Nutzern bearbeitet werden. Damit erspart Ihnen das Google Data Studio bei der Datenvisualisierung wertvolle Zeit und stellt somit eine gute kostenlose und bedienungsfreundliche Alternative zu anderen Datenvisualisierungs-Tools dar.

So nutzen Sie die Google Suite

Header: Tetiana Lazunova / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 7. November 2019, aktualisiert am November 18 2019