In der privaten Nutzung dominieren soziale Netzwerke wie TikTok, Snapchat und Instagram die Appleisten der Smartphones. Im beruflichen Kontext sieht die Zusammenstellung etwas anders aus. Während Facebook und auch Instagram auf den vorderen Plätzen liegen, mischt ein Netzwerk von Microsoft ganz oben mit: LinkedIn.

Wie Sie auf LinkedIn den perfekten Post verfassen und auf welche Feinheiten und Unterschiede Sie achten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

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Darum sollten Sie überhaupt einen eigenen LinkedIn Beitrag erstellen

Auf dem deutschen Markt konkurriert LinkedIn mit Xing um die Marktführerschaft bei reinen B2B-Plattformen. Dabei gewinnt LinkedIn immer weiter an Marktanteil und liegt im Herbst 2021 mit 17 Millionen Nutzenden in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) laut Statista ungefähr gleichauf mit der Konkurrenz – Tendenz seit 2009 beinahe linear steigend.

Das soziale Netzwerk adressiert gleichermaßen Unternehmer, Selbstständige und Angestellte und bietet vor allem Unternehmen im B2B-Sektor eine spannende Plattform zum Austausch, Recruiting und für die Stärkung der eigenen Marke. Bei weltweit monatlich rund 1,3 Milliarden Plattformbesuchen gilt es, den als Unternehmen veröffentlichten Content wohlüberlegt zu planen und zu veröffentlichen.

Im Rahmen einer konsequenten Content-Marketing-Strategie sollten Sie sich intensiv mit Ihrem LinkedIn-Marketing beschäftigen, wenn Sie nicht bereits ein Unternehmensprofil angelegt haben. Das ist die Voraussetzung, um Beiträge posten zu können.

Der perfekte LinkedIn Post: Format?

Bevor Sie sich Gedanken zu Rahmenbedingungen wie dem Format, der Größe, der Links oder dem Zeitpunkt des Postings machen, sollten Sie sich mit dem Inhalt auseinandersetzen. Wie möchten Sie LinkedIn für Content Marketing nutzen und welches Ziel haben Ihre Posts?

Die Möglichkeiten sind vielfältig: als Freiberufler mit direkten Kunden und Kundinnen agieren, als Unternehmen Recruiting betreiben oder als Geschäftsführerin authentisch für die eigene Marke werben.

Wichtig ist dabei stets: Schreiben und gestalten Sie die Postings für Ihre Zielgruppe. Stellen Sie sich die Frage, welchen Mehrwert die Userinnen und User auf dem sozialen Netzwerk mit Ihren Inhalten erzielen. Wenn Ihre Content-Strategie klar ist, folgt die erste konkrete Frage: Wie sieht der Beitrag oder Artikel aus?

Seien Sie dabei kreativ und verarbeiten Sie in verschiedenen Formaten die möglichen Inhalte wie Bilder, Videos, Stellenanzeigen oder Links, je nachdem, welches Ziel Sie erreichen möchten. Es ist sinnvoll, einzelne Content-Formate zu wiederholen oder mindestens regelmäßig Beiträge zu posten. Das erhöht die Bindung Ihrer Kontakte an Sie und spielt auch dem Algorithmus in die Karten.

Der perfekte LinkedIn Post: Größe?

Beiträge mit Bildern erzielen bei LinkedIn bis zu zweimal höheres Engagement als reine Textbeiträge. Die Verwendung von Fotos in Ihren Statusbeiträgen ergibt Sinn – jedoch ist nicht jede Bildgröße für die Plattform geeignet.

LinkedIn selbst empfiehlt seiner Nutzerschaft eine Bildgröße von 1200 x 627 Pixeln. Bestenfalls verwenden Sie Bilder aus Ihrem Unternehmen, von Ihnen selbst oder Fotos mit Bezug zu Ihren Leistungen oder Produkten. Das schafft Nähe und Authentizität. Verwenden Sie hingegen Stock-Fotos, die Ihre Kontakte bereits zigfach woanders gesehen haben, ist das kontraproduktiv.

Texte hingegen sollten wenige Minuten Lesezeit nicht überschreiten – wer längeren Content von Ihnen lesen möchte, sollte auf Ihre Website oder Ihren Blog verwiesen werden.

Wann soll man auf LinkedIn posten?

Statistisch gesehen gibt es bessere und schlechte Zeiträume und Tageszeiten, um auf LinkedIn Posts zu veröffentlichen. Meist eignet sich der Mittwoch zwischen 10 und 14 Uhr am meisten, Dienstag- und Donnerstagvormittag sind ebenfalls gut. Erfahrungsgemäß ungünstigere Zeiträume sind Wochenenden und grundsätzlich Postings zwischen 21 und 3 Uhr.

Was ist der Unterschied zwischen Beitrag und Artikel bei LinkedIn?

Bei LinkedIn gibt es zwei Möglichkeiten, Statusmeldungen und Inhalte mit seinen Kontakten zu teilen. Mit einem Beitrag posten Sie ein Statusupdate, für das Sie 3.000 Zeichen Platz haben. Diese Funktion ist mit dem Status bei Facebook vergleichbar. Artikel hingegen ermöglichen Ihnen eine Art Blogartikel mit Bildern, Videos und formatierten Texten.

LinkedIn Beitrag planen und posten

Nachdem Sie nun den Unterschied zwischen einem Beitrag und einem Artikel kennen, folgt im nächsten Schritt die Vorbereitung eines Statusupdates. Hier gibt es einige Tricks und Kniffe, die Sie beachten sollten, um eine möglichst hohe Reichweite und Interaktion mit Ihren Kontakten zu erzielen.

Um einen Beitrag zu posten, klicken Sie entweder im Namen Ihres eigenen Profils oder das Ihres Unternehmens auf „Beitrag beginnen“ und tippen Ihre Gedanken in das Textfeld. Es lassen sich Links setzen, Fotos hochladen und Videos verlinken.

Die genaue Zeit Ihres Postings hängt von weiteren Faktoren wie Ihrer Zielgruppe ab. Wenn Sie beispielsweise in Deutschland posten, aber Ihre Kundschaft in den USA sitzt, sollten Sie auf die Zeitverschiebung achten. Wenn Sie einen Beitrag nicht direkt veröffentlichen wollen, bietet LinkedIn leider keine Funktion, um diesen zu planen. Abhilfe schaffen Tools wie Later oder Buffer, mit denen Sie neben Facebook und Co. auch auf LinkedIn Ihre Postings planen können.

Carousel Post: LinkedIn bietet viele Möglichkeiten

Losgelöst von der Zeit ist der Inhalt Ihres Posts entscheidend. Ein Hingucker sind Carousel Posts, die eine Art Slideshow darstellen, durch die sich die Userinnen und User klicken oder wischen können. Um so eine Slideshow, auch Karussellpost genannt, zu erstellen, klicken Sie in das Feld „Beitrag beginnen“ und laden Sie ein aufbereitetes Dokument, beispielsweise im PPT oder PDF-Format, hoch.

Dabei ist ein Aufmerksamkeit erregendes Titelbild wichtig, um Ihre Kontakte beim Scrollen durch ihren Feed anzuziehen. Am Ende des Carousel Posts sollte ein zielgerichteter CTA nicht fehlen, der auf Ihre Dienstleistung verweist oder zur Diskussion aufruft.

Zur Erstellung der verhältnismäßig aufwendigen Slideshows bieten sich Tools und Software wie Canva oder PowerPoint an.

Wann ergibt ein LinkedIn Video Post Sinn?

Genau wie Bilder erregen auch Videos eine erhöhte Aufmerksamkeit im Vergleich zu reinen Textpostings. Achten Sie darauf, dass die Videos nicht zu lang sind und einen klaren Mehrwert bieten. Im Rahmen eines LinkedIn Video Posts können Sie beispielsweise Events, Workshops oder Produkte vorstellen – bedenken Sie jedoch, dabei nicht zu werblich zu wirken.

LinkedIn gibt klare Vorgaben für das bestmögliche Videoerlebnis:

  • Länge: Drei Sekunden bis 30 Minuten
  • Dateiformat: MP4
  • Bildrate: weniger als 30 Bilder pro Sekunde
  • Breite: zwischen 640 und 1920 Pixel
  • Höhe: zwischen 360 und 1920 Pixel
  • Videoformate: 1920 x 1080, 1200 x 675 und 720 x 920 Pixel

In den ersten Sekunden des Videos entscheidet sich direkt, ob Ihre Kontakte weiterschauen oder direkt zum nächsten Beitrag springen. Steigen Sie also mit einem interessanten Fakt oder einer Überraschung ein.

Fazit: LinkedIn als Content-Marketing-Tool

Auf LinkedIn tummeln sich täglich Millionen Menschen, und das weltweit. Wenn Sie als freischaffende Person oder Unternehmen von diesen interessanten Kontakten und möglichen Reichweiten profitieren möchten, benötigen Sie nicht nur hochwertigen Content, sondern auch das richtige Handwerkszeug, um erfolgreich agieren zu können.

Mit der richtigen Mischung aus passenden Inhalten wie Bildern, Texten und Videos, die Sie regelmäßig ausspielen, können Sie vor allem im B2B-Bereich eine sehr spitze und passende Zielgruppe über LinkedIn erreichen. Das soziale Medium ist also weniger Zeitvertreib und Spielerei – vielmehr ist LinkedIn richtig eingesetzt ein smartes Content Marketing-Tool.

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Titelbild: paulaphoto / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 17. Januar 2022, aktualisiert am Januar 27 2022

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