Simplizität zahlt sich aus: Eine Mindmap ist eine Arbeitstechnik, um Ideen und Themengebiete effektiv und anschaulich zu visualisieren. Sie hilft Projekte in Gang zu bringen und erleichtert die Entscheidungsfindung. Die sogenannte „Gedankenkarte“ fördert das ganzheitliche Denken von Teams. Ganz gleich, ob Sie mit einem Mindmap Programm oder Stift und Papier arbeiten: bestimmte Elemente gehören immer in eine Mindmap.

Welche genau das sind und wie Sie diese mithilfe einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zu einer Mindmap zusammenfügen, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag. 

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Definition: Was ist eine Mindmap?

Die Begriffe „mind“ und „map“ ergeben das englische Wort „Mindmap“. „Mind“ steht hierbei für die Gedanken im „Geist“, die sich rund um eine Idee oder ein Thema entwickeln. „Map“ bedeutet übersetzt „Karte“, auf der sich die verschiedenen Begriffe wie in einem Straßenbahnnetz miteinander verbinden.

Eine Mindmap kann demnach als eine Art „Gedankenkarte“ bezeichnet werden, mit deren Hilfe jedes Thema, Projekt und jede Assoziation ein klares Bild ergibt. Von oben betrachtet sieht eine Mindmap wie ein Baum aus, mit mehreren Ästen und Zweigen.

Im Mittelpunkt einer Mindmap steht eine Hauptidee, das Thema, von dem weitere Verbindungen zu Unterbegriffen abgehen. Auch diese Begriffe lassen sich untereinander wieder verknüpfen.

Farben, visuelle Hilfsmittel oder Formatierungen sind bei der Mindmap Erstellung flexibel wählbar und verleihen jeder Mindmap einen individuellen Charakter. Wie eine Mindmap aussehen kann, zeigt beispielsweise die folgende Grafik:

Mind-Map beispiel

Vorteile von Mindmaps

Mindmapping schafft Verbindungen zwischen Ideen, Gedanken und Begriffen, die sonst vielleicht nicht auf den ersten Blick offensichtlich sind. Im Gegensatz zum üblichen Aufschreiben von Notizen entstehen Relationen und Zusammenhänge, die neue, kreative Sichtweisen fördern.

Rund um ein zentrales Thema entsteht ein Kontext mit weiteren Details. Das Gehirn kann sich Informationen in Form einer Mindmap leichter merken, weshalb die Technik gerade im Bildungsbereich häufig angewendet wird. Auch das Hinzufügen wichtiger Marker in Form von auffälligen Farben und Formen unterstützt diese Merkfähigkeit.

Selbst komplexe Vorgänge lassen sich mit einer Mindmap schnell und einfach abbilden. Das zentrale Thema wird in mehrere Aufgaben und Unterthemen aufgeteilt und somit deutlich vereinfacht. Nahezu jedes Thema kann mit einer Mindmap dargestellt werden.

Mit Mindmapping bleiben Sie flexibel. Die Technik ist intuitiv und verknüpft das lineare und bildhafte Denken miteinander. Von der Universität bis hin zum Projektmanagement: Für alle Bereiche lässt sich Mindmapping einfach umsetzen – unabhängig von der Komplexität des Themas. Sie können Mindmaps für sich allein erstellen oder im Rahmen eines Brainstormings in einer großen Gruppe. 

Was gehört in eine Mindmap?

Um selbst komplexe Gedankenbilder in eine übersichtliche Form zu bringen, besteht jede Mindmap aus den folgenden Elementen: 

Eine Hauptidee bzw. ein Fokusthema

Im Zentrum jeder Mindmap steht ein zentrales Thema, Projekt oder Ereignis. Je nach Strukturierung der Mindmap kann diese Idee seitlich, in der Mitte oder oben am Rand des Dokuments stehen.

Verwandte Hauptgedanken, sogenannte „Äste”

Von dem Fokusthema gehen mehrere themenverwandte Ideen ab, die sich mit der Hauptidee verbinden lassen. Bei diesen Gedanken handelt es sich um größere Kategorien, die sich in weitere Ebenen aufteilen. Um eine gute Übersichtlichkeit zu gewährleisten, sollten es nicht mehr als sieben Assoziationen sein.

Spezifische Unterthemen, „Zweige“ genannt

Mit jedem Zweig werden die Gedanken spezifischer und detaillierter. Die Hauptgedanken spalten sich mit jedem Zweig weiter auf und werden je nach Tiefe Assoziationen der zweiten, dritten oder vierten Ebene. 

Schlüsselwörter

In Mindmaps werden statt ganzen Sätzen eindeutige Schlüsselwörter verwendet, um Gedanken leichter zusammenzufassen. 

Farben oder Bilder

Um Zusammenhänge auf einer Mindmap schneller zu erkennen und sich Inhalte leichter merken zu können, raten Expertinnen und Experten dazu, die verschiedenen Ebenen farblich und mit Formen oder Grafiken zu strukturieren.

Mindmap erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Um eine Mindmap effektiv zu erstellen, empfehlen wir folgende Vorgehensweise:

  1. Starten Sie mit dem zentralen Thema, der Hauptidee, dem Projekt und platzieren Sie den Begriff in der Mitte oder am Rand des Dokuments. So bleibt ausreichend Platz für weitere Begriffe und Verbindungen.

  2. Nun fügen Sie der Mindmap seine ersten Äste hinzu. Hauptunterthemen und Aufgaben werden rund um das Fokusthema angeordnet. Für eine gute Übersichtlichkeit sind Schlüsselbegriffe Sätzen vorzuziehen.

  3. Idealerweise erhält jedes Unterthema eine eigene Farbe.

  4. Jetzt werden weitere Begriffe als Äste und Zweige jedem Unterthema hinzugefügt oder um spezifische Beispiele ergänzt, um weitere Ideen zu dem zentralen Thema zu erhalten.

  5. Erst mit visuellen Elementen entsteht ein einprägendes Bild Ihrer Mindmap. Informationen werden besser von dem Gehirn verarbeitet, wenn sie visuell strukturiert sind. Grenzen Sie die verschiedenen Wissensebenen durch Farben und Formen voneinander ab. Auch farbige Linien oder Pfeile heben die Verbindungen zwischen einzelnen Ideen deutlicher hervor.

So finden Sie ein Mindmap Programm, das zu Ihren Bedürfnissen passt

Erfolg im Business beginnt mit einer guten Idee. Umso wichtiger ist es, diese zu visualisieren, einfach auszuarbeiten und mit anderen Teammitgliedern teilen zu können. Damit dies gelingt, stehen Ihnen im Netz einige hilfreiche Mindmap-Tools zur Verfügung.

Je nachdem, ob Sie allein oder im Team Mindmaps erstellen wollen und wie hoch der Anspruch an die Optik und Features einer Mindmap sein soll, kommen unterschiedliche Mindmap Programme infrage. Einige Tools sind sogar komplett webbasiert, sodass kein Download erforderlich ist. 

Bewährt haben sich zum Beispiel die folgenden Anwendungen

  1. Bubble.us
  2. Coggle
  3. FreeMind 
  4. mapul
  5. Mind42
  6. MindManager
  7. MindMup
  8. Canva
  9. Miro
  10. WiseMapping

Fazit: Mindmaps als Startpunkt für kreative Prozesse nutzen

Das Arbeiten mit Mindmaps ist effektiv, um die eigenen Gedanken und Ideen zu strukturieren und für andere sichtbar zu machen. Das Erstellen einer Mindmap fördert die Kreativität und Zusammenarbeit. Neue Ideen sprudeln, sodass die Technik ideal für Brainstormings oder das Beheben von Problemen im Unternehmen ist.

Projekten verleiht Mindmapping frischen Schwung und vereinfacht gleichzeitig komplexe Themen für alle Beteiligten. Marketing-Teams, Autorinnen, Berater oder Coaches nutzen Mindmaps Tag für Tag, um ihre Gedanken einfacher zu ordnen und Projekte erfolgreich voranzutreiben.

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Titelbild: marekuliasz / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 10. August 2021, aktualisiert am August 10 2021

Themen:

Projekt-Management