Fragen Sie sich auch manchmal, wie Sie noch mehr Menschen auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen und Kunden auf Ihre Webseite holen können? Suchmaschinen sind Traffic-Lieferant Nummer 1 – allen voran natürlich Google. Aber auch Pinterest ist mit seinem enormen Nutzerwachstum nicht zu unterschätzen. Wir zeigen Ihnen, wie SEO für die Bildersuchmaschine funktioniert und was Sie dabei unbedingt beachten müssen.

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Pinterest-SEO: Was bringt das?

Pinterest ist in den vergangenen Jahren in rasantem Tempo gewachsen. Im zweiten Quartal 2020 hatte es weltweit rund 416 Millionen Nutzer, in der DACH-Region mehr als zwölf Millionen. Das sind gut 39 Prozent mehr als im Vorjahr. Und das Beste ist: Über 75 Prozent der aktiven Nutzer haben auf Pinterest schon neue Marken und Produkte entdeckt. Dank „shoppable“ Pins können Produkte auch direkt in der App gekauft werden.

Das macht die Bildersuchmaschine nicht nur zu einem machtvollen Traffic-Kanal, sondern auch zum starken Verkaufswerkzeug für Unternehmen – vorausgesetzt natürlich, dass es richtig genutzt wird. Und genau hier kommt Pinterest-SEO ins Spiel.

Eine Suchmaschine für Bilder: So funktioniert Pinterest

Pinterest wird oft als soziales Netzwerk bezeichnet, doch das ist nicht ganz korrekt. Zwar gibt es einige soziale Funktionen – zum Beispiel Kommentare unter den einzelnen Pins – aber in Aufbau und Funktionsweise ist es in erster Linie eine Suchmaschine für Bilder.

Nutzer suchen auf Pinterest vor allem neue Ideen und Inspiration zu allen nur denkbaren Themen. Wenn Sie einen Suchbegriff eingeben, werden Ihnen sogenannte Pins angezeigt. Dabei handelt es sich um ansprechende Grafiken, die bei einem Klick darauf direkt zu einer thematisch passenden Webseite führen. Wenn Ihnen der Inhalt gefällt, können Sie sich den Pin merken und je nach Thema auf persönlichen Boards einordnen. So finden Sie ihn später leicht wieder und verbreiten den Pin gleichzeitig weiter, da Ihre Follower sehen, welchen Content Sie sich zuletzt gemerkt haben.

Besonders häufig werden auf Pinterest Blogartikel und Produkte aus Online-Shops verbreitet. Es ist aber auch möglich, auf Podcasts, Videos, Landing-Pages oder Posts in sozialen Netzwerken zu verlinken.

SEO für Pinterest: So gehen Sie vor

Wenn Sie Ihr Profil und Ihre Pins auf Pinterest optimieren möchten, gibt es natürlich eine Menge zu beachten. Allerdings ist Pinterest-SEO deutlich einfacher als die klassische Suchmaschinenoptimierung wie Sie sie etwa von Google kennen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Schritte in der Reihenfolge vor, in der Sie vorgehen sollten.

Ein Business-Konto anlegen

Wenn Sie sich auf Pinterest anmelden, haben Sie standardmäßig ein persönliches Konto. Das sollten Sie schnellstmöglich in ein Business-Konto umwandeln. Nur dann können Sie alle Funktionen der Plattform uneingeschränkt nutzen.

Klicken Sie zunächst ganz oben rechts auf den kleinen Pfeil neben Ihrem Profilbild und öffnen Sie die Einstellungen. Dann wählen Sie in der linken Seitenleiste den Punkt „Kontoeinstellungen“. Scrollen Sie nun ganz nach unten bis zur Überschrift „Kontoänderungen“ und klicken Sie auf den Button „In Business-Konto umwandeln“. Fertig!

Pinterest SEO_1Screenshot: Pinterest

Ihre Webseite verifizieren

Als Nächstes sollten Sie Ihre Webseite verifizieren. Im Anschluss werden Sie unter anderem die Pinterest-Analytics nutzen können und so wertvolle Einblicke erhalten, welche Ihrer Inhalte von den Nutzern besonders gut angenommen werden.

Öffnen Sie zum Verifizieren erneut die Einstellungen. Diesmal steuern Sie in der linken Seitenleiste den Punkt „Verifizieren“ an.

Pinterest SEO_2

Screenshot: Pinterest

Tragen Sie die URL Ihrer Webseite ein und klicken Sie auf „Verifizieren“. Pinterest zeigt Ihnen nun einen HTML-Tag an, den sie in den Head-Bereich Ihrer Webseite einfügen müssen. Wenn Sie Ihre Webseite über WordPress erstellt haben, können Sie zum Einbinden des Tags alternativ ein SEO-Plugin wie Yoast SEO oder RankMath nutzen.

Kehren Sie danach auf die Pinterest-Seite zurück und klicken Sie auf den Button „Absenden“.

Rich Pins einrichten

Wollen Sie alles aus Pinterest herausholen, kommen Sie an Rich Pins nicht vorbei. Dieses Format reichert Ihre Pins mit zusätzlichen Metadaten wie zum Beispiel Preisen von Produkten oder Zutaten für ein Rezept an. Sie werden dadurch noch wertvoller und aussagekräftiger für Nutzer.

Rich Pins müssen Sie einmalig aktivieren. Danach zieht Pinterest die benötigten Daten für jeden Ihrer künftigen Pins automatisch von Ihrer Website.

Die Validierung ist schnell erledigt. Öffnen Sie den Rich Pins Validator und geben Sie die URL eines beliebigen Blogartikels oder Produkts ein. Klicken Sie auf den Button „Validieren“. Wenn alle Häkchen grün sind, klicken Sie auf „Rich Pins beantragen“. In der Regel dauert es danach 24 bis 48 Stunden, bis die Rich Pins aktiv sind.

Passende Keywords recherchieren

Auch Pinterest wertet Keywords aus, um Ihre Inhalte korrekt einordnen und den richtigen Nutzern ausspielen zu können. Die Keyword-Recherche für Pinterest ist dabei allerdings sehr viel weniger aufwändig als die für Google.

Geben Sie ein Schlagwort in die Suchleiste ein, drücken Sie aber nicht auf Enter. Die Autocomplete-Funktion schlägt Ihnen nun Keywords vor, die Ihrem Begriff ähneln. Probieren Sie verschiedene Keywords aus und schreiben Sie sich die Vorschläge auf.

Weitere Keywords finden Sie, wenn Sie eine Suche tatsächlich starten, also nach der Eingabe ins Suchfeld auf Enter drücken. Ganz oben wird Ihnen eine lange Reihe verwandter Suchbegriffe angezeigt.

Eine genaue Analyse bezüglich Suchvolumen und Konkurrenz der einzelnen Keywords ist leider nicht möglich. Generell werden auf Pinterest aber oft allgemeinere Suchanfragen gestellt als auf Google.

Die Keywords an den richtigen Stellen einbauen

Ihre gesammelten Keywords müssen Sie nun noch an den richtigen Stellen einbauen. Dazu gehören:

  • der Name Ihres Profils,

  • Ihre Profilbeschreibung,

  • die Titel Ihrer Boards,

  • die Beschreibungen Ihrer Boards,

  • die Titel Ihrer Pins und

  • die Beschreibungen Ihrer Pins.

Wählen Sie für Ihr Profil allgemeine Keywords, die Ihr Fachgebiet und Ihre Angebote gut umreißen. Die Keywords für die einzelnen Pins dürfen je nach Inhalt gern auch sehr konkret sein.

Achten Sie zudem darauf, keine reinen Keyword-Karawanen aufzuschreiben, sondern die Begriffe sinnvoll in einen kleinen Text einzubinden.

Regelmäßig pinnen

Wie Google liebt auch Pinterest Konstanz. Posten Sie regelmäßig neuen Content auf Ihrem Account – am besten 20 bis 30 pro Tag. Keine Sorge: Nicht alle davon müssen von Ihrer eigenen Webseite stammen. Sie können sich auch Pins von anderen Profilen auf Ihren Boards merken, um schneller auf die gewünschte tägliche Zahl zu kommen.

Das Standardformat für Grafiken auf Pinterest beträgt aktuell 1000x1500 Pixel. Es sind aber auch andere Formate und sogar kurze Videos möglich. Wichtig ist, dass Ihre Pins aus der Masse der Bilder herausstechen. Zugleich sollten Sie ein eindeutiges Branding aufweisen, damit Nutzer Sie auf den ersten Blick Ihrem Unternehmen zuordnen können. Vergessen Sie nicht, Ihr Logo und/oder die URL Ihrer Webseite in den Grafiken zu platzieren!

Fazit: Mit SEO wird Pinterest zur Traffic-Maschine

Dank seines schnellen Wachstums und der vergleichsweise einfachen Optimierungsmöglichkeiten ist Pinterest ein großartiger Weg, um viel Traffic auf Ihre Webseite zu lenken. Mit fast 70 Prozent sind die meisten Nutzer übrigens weiblich. Ihr Alter liegt überwiegend zwischen 18 und 44 Jahren. Insbesondere, wenn Sie sich mit Ihren Angeboten an diese Zielgruppe richten, sollten Sie Pinterest also eine Chance geben.

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Titelbild: Zephyr18 / Getty Images

Ursprünglich veröffentlicht am 30. September 2020, aktualisiert am September 30 2020

Themen:

SEO