Sie träumen davon, Ihren eigenen Podcast zu erstellen? Dann sollten Sie sich nicht nur Gedanken über Inhalte und die notwendige technische Ausstattung machen, sondern auch darüber, wie Sie Ihren Audio-Content veröffentlichen möchten.

Was Podcast Hosting in diesem Zusammenhang bedeutet und welche Anbieter zur Wahl stehen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Download: Podcasting Leitfaden: Erfolgreich starten, messen und optimieren.

Erfolgreiches Podcasten: Der Weg der Audiodatei in die Podcast-Apps

Einen Podcast zu konsumieren ist nicht weiter schwierig. Bei Smartphones gehören vorinstallierte Podcast Apps inzwischen zur Grundausstattung und auch in den App Stores tummeln sich zahllose Alternativprogramme zu iTunes und Co. Ein Trend, der durchaus seine Früchte trägt:

Rund jeder dritte Deutsche hört mittlerweile regelmäßig oder zumindest gelegentlich Podcasts.

Für den Podcaster selbst ist der Aufwand schon etwas höher. Abgesehen von der inhaltlichen Konzeption und der Aufnahme des Podcasts stellt sich auch die Frage, wie die Dateien einem möglichst breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Hier kommt Podcast Hosting ins Spiel.

Kein Podcast ohne Hosting

Podcasting ohne Hosting ist praktisch nicht möglich. Damit aus normalen Audiodateien tatsächlich ein Podcast wird, braucht es zunächst einen RSS-Feed. Darin sind alle relevanten Informationen über den Podcast (Inhaber, Titel, Inhalt, Episoden usw.) abgespeichert, die dann über die unterschiedlichen Plattformen veröffentlicht und von den Nutzern abonniert werden können.

Erstellt wird der RSS-Feed entweder mittels HTML-Programmierung oder über spezielle Plugins – zum Beispiel PowerPress oder Podlove. Darüber hinaus müssen die einzelnen Dateien an einem bestimmten Ort gespeichert werden – zum Beispiel auf dem eigenen Server – und öffentlich abrufbar sein, damit der Feed funktioniert.

Die Vorteile von Hosting-Anbietern

Der bequemste Weg, einen Podcast zu hosten, führt über externe Anbieter. Diese bieten den nötigen Speicherplatz für den Podcast und umgehen zudem technische Hürden beim RSS-Feed, weil dieser ganz einfach und automatisch mit Hilfe eines Formulars erstellt wird.

Darüber hinaus liefern Hosting-Anbieter Statistiken über Zugriffszahlen, Downloads und die Entwicklung des Podcasts, was insbesondere für das Marketing und etwaige Optimierungen relevant ist.

Verschiedene zusätzliche Features, wie zum Beispiel Direktlinks, Auto-Posts etc., runden die Vorteile des externen Podcast-Hostings ab.

Dem gegenüber steht, dass der Feed nicht direkt beim Podcaster selbst gespeichert ist, was zu einer gewissen Abhängigkeit vom Hosting-Anbieter führt. Außerdem ist das Hosting über kurz oder lang meist mit Kosten verbunden.

15 Podcast-Hosting-Anbieter im Vergleich

Als Orientierungshilfe bei der Entscheidung für einen geeigneten Hoster haben wir für Sie 15 Anbieter verglichen:

1) Buzzsprout

Bei Podcastern vor allem wegen der einfachen Bedienung beliebt, überzeugt Buzzsprout zusätzlich durch regelmäßige Updates, Funktionserweiterungen und ein ausgefeiltes Analyse-Tool.

Anfänger können mit einem kostenlosen Einsteiger-Paket starten: Zwei Stunden Content für 90 Tage sind darin enthalten. Als Upgrade stehen drei kostenpflichtige Varianten zur Verfügung. Im Herbst 2019 wurde außerdem ein Affiliate-Marktplatz integriert, der dabei hilft, mit dem Podcast Geld zu verdienen.

2) Podbean

Als einer der Pioniere des Podcast-Hosting wird Podbean von vielen Podcastern geschätzt. Besonders punktet der Hoster durch die kostenlose YouTube-Version des Podcasts, aber auch mit Vertrieb und Werbung für iTunes, Google Play, Spotify und alle anderen wichtigen Apps sowie der automatischen Verknüpfung zu Social-Media-Kanälen und einem 24-Stunden-Support.

Auch hier gibt es eine kostenlose Startversion mit fünf Stunden Content pro Monat, beschränkt auf 100 GB Bandbreite, und einem Basispaket an statistischen Auswertungen. Wer Podbean in vollem Funktionsumfang samt unbegrenztem Podcast-Hosting nutzen will, kann das durch verschiedene Upgrade-Modelle tun.

3) Transistor

Als Hoster von einigen großen Podcasts unterstützt Transistor mit verschiedenen Features – zum Beispiel einer gebrandeten Website, der einfachen Verbreitung des Podcasts oder erweiterten Analyse-Funktionen – Podcaster optimal dabei, ihr Publikum zu vergrößern.

Bereits in der Basisversion für 19 Dollar pro Monat ist unbegrenztes Hosting für zwei Benutzer und 10.000 Downloads pro Monat möglich. Wächst das Publikum weiter, lassen sich die Preismodelle skalieren.

4) Captivate

Entwickelt von Betreibern einer eigenen Podcast-Website, profitieren Podcaster bei Captivate von der entsprechenden Branchenerfahrung. Das ansprechende Design von Podcast-Player und Website sind ebenso durchdacht wie die intuitive Bedienung, die leicht verständlichen Analysen und die integrierten Marketingfunktionen.

Auch hier können bereits ab 19 Dollar pro Monat unbegrenzt Podcasts für bis zu 12.000 Downloads gehostet werden.

5) Castos

Wer mit WordPress arbeitet, findet in Castos einen optimalen Anbieter: Der Podcast lässt sich nahtlos integrieren und Episoden können direkt aus WordPress hochgeladen werden.

Unbegrenzte Up- und Downloads gibt es kombiniert mit einem konfigurierbaren Player für die Einbindung auf die eigene Website für 19 Dollar pro Monat.

6) Simplecast

Mit Kickstarter, Nike oder Facebook zählt Simplecast prominente Marken zu seinen Kunden. Bekannt ist der Hoster für seine leistungsstarken Funktionen bereits ab 15 Dollar pro Monat.

One-Click-Publishing und verschiedene Web-Player zählen ebenso dazu wie eine voll funktionsfähige Website, ein erweitertes Analyse-Tool und das spezielle Feature zum Planen und Veröffentlichen des Podcasts in sozialen Medien.

7) Spreaker

Speziell auf mobile Endgeräte ausgerichtet bietet Spreaker in der kostenpflichtigen Version ab 16,50 Dollar pro Monat verschiedenste hochkarätige Funktionen – von der Live-Podcasting-Option über das Teilen privater Podcast-Episoden und die Möglichkeit, Widgets in der Website zu integrieren bis hin zum Verwalten von Werbeanzeigen. Die kostenlose Basisversion ist in ihrem Funktionsumfang allerdings stark eingeschränkt.

8) Podigee

Ein renommierter Podcast-Hoster aus Deutschland ist Podigee. Das Berliner Unternehmen mit umfassendem Expertenwissen bietet vielfältige Funktionen in verschiedenen Paketen für individuelle Podcast-Ansprüche und Budgets.

Podcaster können hier auf Wunsch von Komplett-Betreuung profitieren: Von der Einrichtung des Podcasts über das Cover-Design bis hin zum Trailer kümmert sich Podigee um alles.

9) Podcaster

Ebenso aus Berlin bietet podcaster.de unbegrenztes Hosting im kleinen Umfang (50 MB Speicherplatz) bereits ab 1 Euro pro Monat.

Größere Pakete mit mehr Speicherplatz und erweiterten Statistik-Funktionen sind dann für 5, 10 oder 20 Euro im Monat zu haben.

10) Audioboom

Auf eine einfache Preisstruktur setzt Audioboom: Das Basispaket kostet 9,99 Dollar im Monat und umfasst fünf Episoden und bis zu 10.000 Downloads. Wer damit nicht auskommt, kann direkt bei Audioboom alternative Preismodelle erfragen.

11) Libsyn

Als Hosting-Anbieter der ersten Stunde wird Libsyn nach wie vor von vielen Podcastern empfohlen – obwohl Website als auch Dashboard durchaus Optimierungsbedarf haben.

50 MB Speicherkapazität gibt es hier für 5 Dollar pro Monat, für 15 Dollar erweitert sich der Speicher auf 250 MB und umfasst Basis-Statistiken.

12) Blubrry

Neben der einfachen Integration in WordPress und erweiterten Statistiken punktet Blubrry vor allem durch die „No Fault“-Überschreitung:

Selbst wenn bis zu 25 Prozent mehr als das monatliche Daten-Limit hochgeladen werden, fallen keine zusätzlichen Kosten an. Los geht‘s bei 12 Dollar pro Monat für 100 MB Speicher.

13) RedCircle

Relativ neu auf dem Markt ist RedCircle. Spezialisiert auf semi-professionelle Podcaster hostet der Anbieter komplett kostenlos und agiert gleichzeitig als Plattform. Die Grundidee dahinter ist, dass sich Podcaster miteinander vernetzen und ihre Podcasts gegenseitig bewerben.

14) Megaphone

Auf Unternehmen, die einen Podcast hosten lassen wollen, hat sich Megaphone spezialisiert.

Dynamische Werbeeinblendungen, Anzeigenverwaltung und -verkauf machen die Monetarisierung des Contents einfach und Megaphone nicht nur für Podcaster, sondern auch für Werbekunden attraktiv.

15) SoundCloud

Als einzige klassische Podcast-Plattform bietet SoundCloud auch die Möglichkeit, Podcasts direkt dort zu hosten – und das ebenfalls kostenlos.

Allerdings ist das auf drei Stunden beschränkt. Wer mehr hochladen will, zahlt 135 Dollar pro Jahr.

Für Einsteiger ist Podcast Hosting oft kostenlos

Mit wachsendem Interesse an Podcasts steigt auch die Zahl der Podcast Hosting-Anbieter stetig. Verschiedenste Modelle zu unterschiedlichen Konditionen machen die Entscheidung für den richtigen Anbieter nicht leicht. Generell sind die Kosten für Podcast Hosting überschaubar. Achten Sie aber darauf, welche Funktionen und Leistungen im Hosting-Paket enthalten sind und wie diese zu Ihrem individuellen Podcast-Vorhaben passen.

Vor allem für Einsteiger gibt es durchaus auch interessante kostenlose Angebote. Allerdings sind diese in Sachen Speicherkapazität häufig begrenzt und könnten bei zunehmendem Erfolg des Podcasts rasch an ihre Grenzen stoßen.

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Headerbild: Hadis Malekie / Unsplash

Ursprünglich veröffentlicht am 22. April 2020, aktualisiert am September 15 2020

Themen:

Online Marketing