Sie träumen davon, Ihren eigenen Podcast zu erstellen? Dann sollten Sie sich nicht nur Gedanken über Inhalte und die notwendige technische Ausstattung machen, sondern auch darüber, wie Sie Ihren Audio-Content veröffentlichen möchten.

Was Podcast Hosting in diesem Zusammenhang bedeutet und welche Anbieter zur Wahl stehen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Download: Podcasting Leitfaden: Erfolgreich starten, messen und optimieren.

Erfolgreiches Podcasten: Der Weg der Audiodatei in die Podcast-Apps

Einen Podcast zu konsumieren ist nicht weiter schwierig. Bei Smartphones gehören vorinstallierte Podcast Apps inzwischen zur Grundausstattung und auch in den App Stores tummeln sich zahllose Alternativprogramme zu iTunes und Co. Ein Trend, der durchaus seine Früchte trägt: Fast 4 von 10 Deutschen (38 %) hören mittlerweile regelmäßig oder zumindest gelegentlich Podcasts.

Für den Podcaster bzw. die Podcasterin selbst ist der Aufwand schon etwas höher. Abgesehen von der inhaltlichen Konzeption und der Aufnahme des Podcasts stellt sich auch die Frage, wie die Dateien einem möglichst breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Hier kommt Podcast Hosting ins Spiel.

Als Orientierungshilfe bei der Entscheidung für einen geeigneten Hoster haben wir für Sie 16 Anbieter verglichen:

1) Buzzsprout

Bei Podcastern vor allem wegen der einfachen Bedienung beliebt, überzeugt Buzzsprout zusätzlich durch regelmäßige Updates, Funktionserweiterungen und ein ausgefeiltes Analyse-Tool. Zudem ist Buzzsprout mit allen bekannten Podcast-Verzeichnissen, wie beispielsweise Spotify, Apple Podcasts, Stitcher, Deezer, Tuneln und Google Podcasts, kompatibel.

Anfänger und Anfängerinnen können mit einem kostenlosen Einsteiger-Paket starten: Zwei Stunden Content für 90 Tage sind darin enthalten. Als Upgrade stehen drei kostenpflichtige Varianten zur Verfügung. Im Herbst 2019 wurde außerdem ein Affiliate-Marktplatz integriert, der dabei hilft, mit dem Podcast Geld zu verdienen.

2) PodBean

Als einer der Pioniere des Podcast-Hostings wird PodBean von vielen Podcastern geschätzt. Besonders punktet der cloudbasierte Hoster durch die kostenlose YouTube-Version des Podcasts, aber auch mit Vertrieb und Werbung für iTunes, Google Play, Spotify und alle anderen wichtigen Apps sowie der automatischen Verknüpfung zu Social-Media-Plattformen und einem 24-Stunden-Support.

Auch hier gibt es eine kostenlose Startversion mit fünf Stunden Content pro Monat, beschränkt auf 100 GB Bandbreite, und einem Basispaket an statistischen Auswertungen. Wer PodBean in vollem Funktionsumfang samt unbegrenztem Podcast-Hosting nutzen will, kann das durch die drei verschiedenen Upgrade-Modelle tun.

3) Transistor

Als Hoster von einigen großen Podcasts unterstützt Transistor mit verschiedenen Features – zum Beispiel einer gebrandeten Website, der einfachen Verbreitung des Podcasts oder den erweiterten Analyse-Funktionen – Podcaster und Podcasterinnen optimal dabei, ihr Publikum zu vergrößern.

Bereits in der Basisversion für 19 Dollar pro Monat ist unbegrenztes Hosting für zwei Benutzende und 15.000 Downloads pro Monat möglich. Wächst das Publikum weiter, lassen sich die Preismodelle skalieren.

4) Captivate

Entwickelt von Betreibern einer eigenen Podcast-Website, profitieren Podcaster bei Captivate von der entsprechenden Branchenerfahrung. Das ansprechende Design von Podcast-Player und Website sind ebenso durchdacht wie die intuitive Bedienung, die leicht verständlichen Analysen und die integrierten Marketingfunktionen.

Hier können bereits ab 17 Dollar pro Monat unbegrenzt Podcasts für bis zu 12.000 Downloads gehostet werden. Darüber hinaus gibt es noch zwei weitere Pakete, wobei der Funktionsumfang bei allen drei Preispaketen der gleiche ist. Zudem kann die Podcast-Hosting-Plattform 7 Tage kostenlos getestet werden.

5) Castos

Wer mit WordPress arbeitet, findet in Castos einen optimalen Anbieter: Der Podcast lässt sich nahtlos integrieren und Episoden können direkt aus WordPress hochgeladen werden.

Unbegrenztes Upload-Volumen und Download-Bandbreite gibt es kombiniert mit einem konfigurierbaren Player für die Einbindung auf der eigenen Website für 19 Dollar pro Monat. Möchten Sie Castos ausgebieger nutzen und zum Beispiel Video-Podcasts hosten, dann können Sie dies mit der Pro-Version für 99 Dollar pro Monat machen.

6) Simplecast

Mit Kickstarter, Nike, Slack oder Facebook zählt Simplecast prominente Marken zu seiner Kundschaft. Bekannt ist der Hoster für seine leistungsstarken Funktionen bereits ab 15 Dollar pro Monat.

One-Click-Publishing und verschiedene Web-Player zählen ebenso dazu wie eine voll funktionsfähige Website, ein erweitertes Analyse-Tool und das spezielle Feature zum Planen und Veröffentlichen des Podcasts in sozialen Medien.

Sie können Simplecast 14 Tage kostenlos testen, um sich vom Angebot zu überzeugen. Neben dem Basispaket gibt es auch zwei weitere Pakete, die zusätzliche Funktionen aufweisen und mehr Downloads ermöglichen.

7) Spreaker

Speziell auf mobile Endgeräte (iOS und Android) ausgerichtet, bietet Spreaker in der kostenpflichtigen Version ab 20 Dollar pro Monat verschiedenste hochkarätige Funktionen an - von der Live-Podcasting-Option über das Teilen privater Podcast-Episoden und die Möglichkeit, Widgets in der Website zu integrieren bis hin zum Verwalten von Werbeanzeigen.

Zwar gibt es auch eine kostenlose Basisversion, diese ist allerdings in ihrem Funktionsumfang stark eingeschränkt. Die Basisversion lohnt sich jedoch, um Spreaker einmal auszuprobieren.

8) Podigee

Ein renommierter Podcast-Hoster aus Deutschland ist Podigee. Das Berliner Unternehmen mit umfassendem Expertenwissen bietet vielfältige Funktionen in verschiedenen Paketen für individuelle Podcast-Ansprüche und Budgets an.

Podcaster können hier auf Wunsch von einer Komplett-Betreuung profitieren: Von der Einrichtung des Podcasts über das Cover-Design bis hin zum Trailer kümmert sich Podigee um alles. Das Basis-Paket bekommen Sie bei Podigee für 12 Euro bei Jahreszahlung und für 19 Euro bei monatlicher Zahlung.

9) Podcaster

Ebenfalls aus Berlin bietet podcaster.de unbegrenztes Hosting im kleinen Umfang mit 250 MB Speicherplatz (ca. 5 Stunden Audio) bereits ab 5 Euro pro Monat.

Größere Pakete mit mehr Speicherplatz und erweiterten Statistik-Funktionen sind dann für 10, 20 oder 100 Euro im Monat zu haben. Zudem bietet podcaster.de eine kostenlose Probephase von 30 Tagen an.

10) Audioboom

Auf eine einfache Preisstruktur setzt Audioboom: Das Basispaket kostet 9,99 Dollar im Monat und umfasst fünf Episoden, bis zu 10.000 Downloads und ein hilfreiches Analyse-Tool.

Wer mit der Basis-Version nicht auskommt und 10.000 Downloads überschritten hat, kann direkt bei Audioboom alternative Preismodelle erfragen. Zudem erhalten Sie dann Zugang zu Markenpartnershaften und Sponsoring sowie zum zielgerichteten Ad-Netzwerk von Audioboom. Dies stellt eine einfache und ausgezeichnete Möglichkeit dar, Ihren Podcast zu monetarisieren.

11) Libsyn

Als Hosting-Service der ersten Stunde wird Libsyn nach wie vor von vielen Podcastern empfohlen – obwohl Website als auch Dashboard durchaus Optimierungsbedarf haben. Mit mehr als 75.000 Podcasts, die weltweit von Libsyn gehostet werden, zählt die cloudbasierte Podcast-Hosting-Plattform zu einer der größten. Libsyn ist sowohl für kleinere als auch größere Unternehmen geeignet.

50 MB Speicherkapazität gibt es hier für 5 Dollar pro Monat, für 15 Dollar erweitert sich der Speicher auf 250 MB und umfasst Basis-Statistiken. Libsyn bietet auch zwei Enterprise-Lösungen an, die noch weitere Monetarisierungsmöglichkeiten anbieten.

12) Blubrry

Neben der einfachen Integration in WordPress mit dem PowerPress Wordpress Plugin und erweiterten branchenführenden Statistiken punktet Blubrry vor allem durch die „No Fault“-Überschreitung: Selbst wenn bis zu 25 Prozent mehr als das monatliche Daten-Limit hochgeladen werden, fallen keine zusätzlichen Kosten an.

Los geht‘s bei 12 Dollar pro Monat für 100 MB Speicher. Das sollte für mindestens eine Episode pro Woche ausreichen. Möchten Sie mehr Speicher haben, dann sollten Sie den Advanced Plan von Blubrry wählen. Bevor Sie die 20 Dollar Pro Monat jedoch investieren, können Sie den Advanced Plan 30 Tage kostenlos testen.

13) RedCircle

Relativ neu auf dem Markt ist RedCircle. Spezialisiert auf semi-professionelle Podcaster hostet der Anbieter komplett kostenlos und agiert gleichzeitig als Plattform. Die Grundidee dahinter ist, dass sich Podcaster miteinander vernetzen und ihre Podcasts gegenseitig bewerben. Zudem verfügt die kostenlose Version auch über eine dynamische Anzeigenschaltung.

Für diejenigen, die voll und ganz ins Podcast-Business einsteigen wollen, bietet RedCircle auch weitere Pakete mit zusätzlichen Funktionen an, wie beispielsweise Cross-Promotion-Marktplatz, Videoerstellung, werbefreie Podcast-Websiten und erweiterte Analyse-Tools. Die zur Verfügung stehenden Parkete starten bei 9 Dollar pro Monat.

14) Megaphone

Auf Unternehmen, Verlage und Netzwerke mit großen Teams, die einen Podcast hosten lassen wollen, der durchschnittlich mehr als 20.000 Downloads pro Episode hat, hat sich Megaphone spezialisiert.

Dynamische Werbeeinblendungen, Anzeigenverwaltung und -verkauf machen die Monetarisierung des Contents einfach und Megaphone nicht nur für Podcaster, sondern auch für Werbekunden attraktiv.

Möchten Sie Ihren Podcast bei Megaphone hosten, müssen Sie ein Angebot einholen.

15) SoundCloud

Die größte offene Audio-Plattform der Welt, SoundCloud bietet auch die Möglichkeit, Podcasts direkt auf der Plattform zu hosten – und das kostenlos. Allerdings ist das Hosten von Podcasts auf drei Stunden beschränkt.

Möchten Sie mehr auf SoundCloud hochladen und von der unbegrenzten Upload-Zeit pro Track sowie von weiteren Funktionen profitieren, dann zahlen Sie 8,25 Euro pro Monat. Das Pro Unlimted Paket können Sie 30 Tage kostenlos testen.

Ist Ihnen wichtig, Ihre Podcast einer großen Community zur Verfügung zu stellen, dann ist SoundCloud die richtige Wahl. Weitere Vorteile von SoundCloud sind beispielsweis der eingebettete Player, die Release Planung und die Analyse-Funktion mit genauen Statistiken zur Performance von Podcasts.

16) Soundwise

Möchten Sie Audio-Kurse oder Hörbücher anbieten, dann lohnt sich Soundwise. Es handelt sich um eine einfach zu bedienende Plattform, die es ermöglicht kostenpflichtige Audiodateien Endkunden und Endkundinnen direkt über die Soundwise App anzubieten. Zudem bietet Soundwise verschiedene Monetarisierungsmöglichkeiten der Audioinhalte an und auch verschiedene Rabatt-Aktionen können erstellt werden.

Soundwise bietet vier verschiedene Pakete an, wobei das günstigste 39 Dollar pro Monat kostet (bei Jahreszahlung). Enthalten sind hier unbegrenzte Soundcasts (Hörbuch, Audio-Kurs, Podcast oder Album) ohne Transaktionsgebühr sowie die unbegrenzte Anzahl an Zuhörenden öffentlicher Screencasts. Sie können Soundwise 14 Tage lang kostenlos ausprobieren.

Kein Podcast ohne Hosting

Podcasting ohne Hosting ist praktisch nicht möglich. Damit aus normalen Audiodateien tatsächlich ein Podcast wird, braucht es zunächst einen RSS-Feed. Darin sind alle relevanten Informationen über den Podcast (Inhaber bzw. Inhaberin, Titel, Inhalt, Episoden, usw.) abgespeichert, die dann über die unterschiedlichen Podcast-Hosting-Plattformen veröffentlicht und von den Nutzenden abonniert werden können.

Erstellt wird der RSS-Feed entweder mittels HTML-Programmierung oder über spezielle Plugins – zum Beispiel PowerPress oder Podlove. Darüber hinaus müssen die einzelnen Dateien an einem bestimmten Ort gespeichert werden – zum Beispiel auf dem eigenen Server – und öffentlich abrufbar sein, damit der Feed funktioniert.

Die Vorteile von Hosting-Anbietern

Der bequemste Weg, einen Podcast zu hosten, führt über externe Anbieter. Diese bieten den nötigen Speicherplatz für den Podcast und umgehen zudem technische Hürden beim RSS-Feed, weil dieser ganz einfach und automatisch mit Hilfe eines Formulars erstellt wird.

Darüber hinaus liefern Hosting-Anbieter Statistiken über Zugriffszahlen, Downloads und die Entwicklung des Podcasts, was insbesondere für das Marketing und etwaige Optimierungen relevant ist.

Verschiedene zusätzliche Features, wie zum Beispiel Direktlinks und Auto-Posts, runden die Vorteile eines externen Podcast-Hostings ab.

Dem gegenüber steht, dass der Feed nicht direkt beim Podcaster bzw. bei der Podcasterin selbst gespeichert ist, was zu einer gewissen Abhängigkeit vom Hosting-Anbieter führt. Außerdem ist das Hosting über kurz oder lang meist mit Kosten verbunden.

Für Einsteiger ist Podcast Hosting oft kostenlos

Mit wachsendem Interesse an Podcasts steigt auch die Zahl der Podcast Hosting-Anbieter stetig. Verschiedenste Modelle zu unterschiedlichen Konditionen machen die Entscheidung für den richtigen Anbieter nicht leicht. Generell sind die Kosten für Podcast Hosting überschaubar. Achten Sie aber darauf, welche Funktionen und Leistungen im Hosting-Paket enthalten sind und wie diese zu Ihrem individuellen Podcast-Vorhaben passen.

Vor allem für Einsteiger gibt es durchaus auch interessante kostenlose Angebote. Allerdings sind diese in Sachen Speicherkapazität häufig begrenzt und könnten bei zunehmendem Erfolg des Podcasts rasch an ihre Grenzen stoßen.

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Titelbild: jacoblund / iStock / Getty Images Plus

Ursprünglich veröffentlicht am 13. Dezember 2021, aktualisiert am Dezember 13 2021

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