8 Schreibtipps für Blogging-Anfänger

Here's How to Find Writing Inspiration, No Matter What the Season [Infographic]

Wenn man als erfahrener Blogger auf seine ersten Texte zurückblickt, würde man den ein oder anderen Beitrag am liebsten aus dem Internet löschen. Manch einer würde beim Lesen seiner ersten Werke wohl am liebsten in den Erdboden versinken.

Aber gehen Sie mit sich selbst nicht allzu hart ins Gericht. Aller Anfang ist schwer. Sie müssen schließlich erst ein paar Erfahrungen sammeln. Nicht umsonst heißt es: Übung macht den Meister.

Lassen Sie sich also nicht entmutigen, wenn Sie zunächst selbst nicht so richtig zufrieden mit Ihren Blog-Beiträgen sind. Sie müssen nicht an Schreibkursen teilgenommen haben oder Teil eines Content-Marketing-Teams sein, um ein guter Blogger zu werden (schaden kann es aber sicherlich nicht). Sie können Ihren Schreibstil auch online perfektionieren, möglicherweise kann Ihnen sogar dieser Blog-Beitrag als erste Ressource dienen.

Bevor Sie sich verzweifelt Themen aus den Fingern saugen, empfiehlt es sich,  eine effektive Strategie zu entwickeln, die genau auf Ihre Zielgruppe  zugeschnitten ist. Laden Sie sich jetzt die praktische Anleitung zur  Entwicklung einer effektiven Content-Strategie herunter.

In diesem Beitrag präsentieren wir Ihnen acht hilfreiche Schreibtipps, die wir aus diversen Schreibkursen und unseren Erfahrungen im Content-Marketing zusammengetragen haben. Sie sollen Ihnen dabei helfen, Ihre Leser mit leicht verständlichen, prägnanten und überzeugenden Inhalten zu fesseln.

8 Tipps zum Schreiben leicht verständlicher, prägnanter und überzeugender Inhalte

1. Fassen Sie sich kurz

Je mehr überflüssige Wörter und Phrasen Sie weglassen, desto verständlicher wird ein Text. Reden Sie nicht lange um den heißen Brei herum und kommen Sie schnell zum Punkt.

Ein prägnanter Text kommt mit wenigen Worten aus und lässt sich schnell und mühelos lesen.

Falls Sie auf der Suche nach automatisierter Hilfe sind, können Sie ein Tool wie den BlaBlaMeter verwenden, um Textpassagen zu entschlacken.

2. Ein Satz sollte nur einen Hauptgedanken vermitteln

Ein Satz, der klar und verständlich sein soll, sollte nur einen Hauptgedanken enthalten. Autoren machen jedoch häufig den Fehler, sich möglichst gewählt ausdrücken zu wollen anstatt Informationen auf einfache Weise zu vermitteln. Das führt häufig zu komplexen Sätzen, die bei den Lesern für Verwirrung sorgen können.

Denken Sie daran, dass es Ihren Lesern in den meisten Fällen nicht auf eine gewählte Ausdrucksweise ankommt. Nutzer möchten nur möglichst schnell Lösungen für ihre Probleme finden, und einfache Satzstrukturen erfüllen diese Anforderung.

3. Sätze ergeben nur im Zusammenhang einen Sinn

Um einen aussagekräftigen Satz zu formulieren, müssen sie ihn im Zusammenhang mit den umgebenden Sätzen sehen. Vermeiden Sie es, dieselbe Wortwahl in zwei aufeinander folgenden Sätzen zu verwenden oder ähnliche Gedanken in zwei unterschiedlichen Sätzen zu thematisieren (Redundanz). Variieren Sie Ihre Wortwahl und vermeiden Sie inhaltliche Wiederholungen, um Ihre Texte für Ihre Leser ansprechender zu gestalten.

Mithilfe von Tools wie OpenThesaurus können Sie übermäßig häufig verwendete Wörter durch passende Synonyme ersetzen.

4. Variieren Sie Satzlänge und Satzbau

Abwechslung liegt in der Natur des Menschen. Nicht nur kurze, mittellange und lange Sätze ergänzen einander, auch einfache und komplizierte Sätze bilden eine gute Kombination.

Texte, in denen alle Sätze gleich aufgebaut und gleich lang sind, wirken eintönig und langweilig. Unterschiedlich aufgebaute Sätze machen Ihren Text zu einer angenehmen Lektüre.

Generell gilt:

  • Haben Sie ein Auge auf die Satzlänge und sorgen Sie für Abwechslung.
  • Lösen Sie übermäßig lange oder verschachtelte Sätze auf.

5. Vermeiden Sie Klischees

Klischees, häufig verwendete Zitate und Redewendungen oder ähnlich abgedroschene Phrasen und Floskeln untergraben die Originalität Ihres Contents.

Manche Redewendungen werden so häufig verwendet, dass sie ihre eigentliche Bedeutung verlieren. Einigen Studien zufolge wird bei übermäßig häufig verwendeten Redewendungen der präfrontale Kortex, der für Emotionen verantwortlich ist, nicht aktiviert. Diese Phrasen hinterlassen also keinen besonderen Eindruck bei den Lesern.

Fragen Sie sich bei Klischees und Floskeln, ob Sie sie schon einmal gehört haben. Falls ja, sollten Sie versuchen, eine frische, unverbrauchte Formulierung zu finden. Mithilfe eines Tools zur Suche nach Redensarten können Sie abgegriffene Klischees und Redewendungen aus Ihren Texten verbannen.

6. Sprechen Sie die Sinne an

Schriftsteller, die ihr Handwerk verstehen, erzählen ihre Geschichten so, dass Leser ganz in die Erzählung eintauchen können. Sie beschreiben konkrete Details, die die Sinne der Leser ansprechen, und können nur mit Worten eine Geschichte zum Leben erwecken.

Im Rahmen einer Studie an der Emory University im Jahr 2012 wurden die Teilnehmer gebeten, Metaphern zu lesen, die die Textur bzw. die Struktur eines Objektes beschrieben. Dabei beobachteten Forscher ihre Hirnaktivität. Bei Metaphern wie „Er hatte lederartige Hände“ zeigte sich eine deutlich höhere Aktivität im sensorischen Kortex, der für die Wahrnehmung des Tastsinns verantwortlich ist. Bei ähnlichen Sätzen wie „Er hatte starke Hände“ reagierte der sensorische Kortex der Studienteilnehmer hingegen nicht.

„Lederartig“ ist ein konkretes Detail, das den Tastsinn anspricht. Dies hilft Lesern dabei, sich in eine Szene hineinzuversetzen, die der Autor beschreibt. Mithilfe von Metaphern können sich die Leser Situationen vorstellen, indem sie ein konkretes Bild mit einer abstrakten Vorstellung vergleichen.

Pragmatisches Schreiben und kreatives Schreiben sind grundverschieden. Doch nichts spricht dagegen, auch in Blog-Beiträgen eine Ausdrucksweise zu verwenden, die die Sinne anspricht.

7. Lassen Sie los

Geht es Ihnen auch so? Wenn Ihnen eine schöne Formulierung für einen Absatz oder Satz einfällt, ist Ihr Ehrgeiz geweckt. Sie wollen um jeden Preis daran festhalten, auch wenn sie eigentlich nicht so richtig in den Text passt. Oft fällt es uns schwer, vermeintlich gute Ideen fallenzulassen.

Abschnitte oder Sätze, die nicht zum Verständnis des Themas eines Textes beitragen, neue Informationen liefern oder das Interesse am Weiterlesen wecken, sind aber Ballast und trüben den Blick für das Wesentliche.

Da hilft nur, überflüssigen Text zu löschen und neu anzufangen. Es fällt natürlich schwer, schöne Formulierungen wegzustreichen. Wenn sie jedoch für die Leser keinen Nutzen haben, sollten Sie sich nicht daran festbeißen.

8. Legen Sie eine Pause ein

Ist es Ihnen auch schon einmal passiert, dass Sie die endgültige Fassung eines Textes so oft durchgelesen haben, dass Sie am Ende nicht mehr wussten, ob Ihr Artikel gut oder schlecht ist? Wenn Sie lange genug an einem Text arbeiten, wird er Ihnen irgendwann gelungen vorkommen, auch wenn das nicht der Fall ist.

Bevor Sie einen Text als fertig betrachten, sollten Sie daher zunächst eine Arbeitspause einlegen. Nehmen Sie Abstand und arbeiten Sie später mit frischem Kopf weite. Es wird Ihnen leichter fallen, Fehler zu finden, die Sie bisher übersehen haben, und neue kreative Möglichkeiten zu entdecken.

Eddie Shleyner, Copywriter und Content-Marketer bei Workforce Software lässt sich beim Schreiben seiner Blog-Beiträge vom Grundsatz „The Rule of 12“ leiten. Wenn er die endgültige Fassung eines Artikels fertig gestellt hat, lässt er ihn 12 Stunden lang liegen. Dann überarbeitet er den Artikel ein letztes Mal. Meistens entdeckt er dabei kleine Fehler oder es fallen ihm bessere Formulierungen ein.´

Effektive Content-Strategien entwickeln

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