Die „Über mich“-Seite ist ein wahrer Besucher-Magnet, denn sie gehört garantiert zu den am meisten frequentierten Seiten Ihrer Website. Dementsprechend viel Potenzial steckt in ihr. Doch wie gelingt es, eine erstklassige „Über mich“-Seite zu erstellen, die mit den richtigen Inhalten überzeugt? Wir haben für Sie die besten Tipps zusammengefasst.

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Langweiliger Profiltext: Die Stolperfalle Nummer 1

Die „Über mich“-Seite zählt zu den wichtigsten, gleichzeitig aber auch zu den schwierigsten Aufgaben beim Erstellen Ihrer Website. Denn sich selbst treffend zu beschreiben kann sogar den wortgewandtesten Blogger an seine Grenzen bringen. Das Bemühen um einen ausgewogenen Text zwischen Information und Eigenlob endet dann häufig mit einem Ergebnis, das einem Lebenslauf gleicht. Und der wird bei Ihren Lesern nicht gerade für Begeisterung sorgen.

Die „Über mich-Seite“ erstellen Sie für Ihre Besucher

Seien es die informativen und hilfreichen Artikel in Ihrem Blog oder das überzeugende Angebot Ihres Unternehmens – wer Ihre Website besucht erwartet in der Regel, einen Mehrwert aus den Inhalten ziehen zu können. Das Gleiche gilt für Ihre „Über mich“-Seite. Ihre Leser wollen wissen, ob sie bei Ihnen an der richtigen Adresse sind und bekommen, was sie brauchen. Mit anderen Worten: Auf Ihrer „Über mich“-Seite sollte es in Wahrheit weniger um Sie gehen, als darum, welchen Nutzen Ihre Kunden von Ihnen haben. Aber wie lässt sich das nun konkret umsetzen?

Eine allgemein gültige Über-mich-Vorlage gibt es nicht

Die „Über mich“-Seite gibt Ihrem Blog oder Ihrer Website sozusagen ein Gesicht und lässt sich dementsprechend nicht nach Schema F erstellen. Dennoch hat es sich bewährt, beim Aufbau auf einige spezielle Bestandteile zu achten und diese nach Möglichkeit umzusetzen.

Das Erfolgsrezept für Ihre „Über mich“-Seite: Beispiele, Tipps & Ideen

Auf Ihrer „Über mich“-Seite machen Sie im Grunde genommen nichts anderes als im Marketing: Sie versuchen, als Marke zu überzeugen, um Leser oder Kunden für sich zu gewinnen. Und dabei spielen folgende Faktoren eine Rolle:

1. Holen Sie Ihre Besucher schon in der Einleitung ab

Wie erwähnt ist der Leser nicht Ihretwegen auf der „Über mich“-Seite, sondern seinetwegen. Genau darauf sollten Sie eingehen und im Idealfall sofort den Nerv Ihres Kunden treffen. Deshalb braucht Ihre „Über mich“-Seite eine überzeugende Einleitung.

Schon in der Überschrift sollten Sie in einem Satz auf den Punkt bringen, was Ihre Besucher davon haben, Ihren Blog zu lesen oder Ihr Angebot zu nutzen. So könnte diese zum Beispiel lauten: „Ich heiße *vollständiger_Name* und zeige Ihnen, wie Sie *ein_konkretes_Ziel_erreichen*.“

Weiter sollte aus Ihrer einleitenden Botschaft hervorgehen, wer Sie überhaupt sind, was Sie machen und warum Sie es machen. So erhalten Ihre Website-Besucher einen ersten Eindruck, mit wem sie es hier zu tun haben und was sie von Ihnen erwarten können.

2. Vertiefen Sie den Nutzen für Ihre Zielgruppe

Im Anschluss an Ihre Einleitung können Sie noch detaillierter ausführen, welche Vorteile Ihre Dienste für die Leser haben. Das funktioniert zum Beispiel mit Aufzählungen sehr gut, die dem Besucher auf einen Blick auflisten, wie und wobei Sie ihm behilflich sein können. Mit Formulierungen wie „Bei mir sind Sie richtig, wenn …“ oder „Ich helfe Ihnen bei …“ können Sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ihre relevanten Interessenten gezielt ansprechen – und alle, die nicht zu Ihrer Zielgruppe passen, bewusst aussortieren.

3. Liefern Sie Beweise für Ihre Glaubwürdigkeit

Ihre Worte alleine werden wahrscheinlich nicht reichen, um die potenziellen Kunden vollständig zu beeindrucken. Deshalb sollten Sie Ihren Lesern auch beweisen, dass an Ihren Ausführungen etwas dran ist. Um Ihre Vertrauenswürdigkeit zu untermauern und Autorität aufzubauen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel:

  • Referenzen

  • Testimonials / Kundenstimmen / bekannte Fürsprecher

  • Preise / Auszeichnungen / Zertifikate

  • Medienberichte (Zeitung / TV / Radio etc.)

  • Verlinkungen zu von Ihnen verfassten Online-Artikeln / Blogs / Websites

  • Feedback / Bewertungen

  • Erfolgs-Stories

Sie dürfen ruhig zeigen, was Sie können, denn schließlich wollen Sie überzeugen. Allerdings sollten Sie dabei ehrlich bleiben. Deshalb ist falsche Bescheidenheit auf Ihrer „Über mich“-Seite ebenso fehl am Platz wie Lügen oder Übertreibungen.

4. Erzählen Sie Ihre Geschichte

Natürlich sollen Sie auf Ihrer „Über mich“-Seite auch wirklich über sich schreiben dürfen. Doch auch dabei steht Ihr Leser im Mittelpunkt. Bereiten Sie Ihre Inhalte spannend im Sinne des Storytellings auf, statt Ihren bisherigen Werdegang einfach nur „abzuspulen“.

5. Lassen Sie Ihre persönliche Note einfließen

Beim Schreiben Ihrer „Über mich“-Seite sollten Sie sich immer vor Augen halten, dass Sie nicht Ihre Arbeit, Ihr Werdegang oder Ihre Erfolge so besonders machen, sondern Ihre Persönlichkeit. Denn das macht Sie erst zu der einzigartigen Marke, die Sie auf Ihrer Website präsentieren. Deshalb können Sie Ihre „Über mich“-Seite auch mit persönlichen Details anreichern. Zu wissen, was Sie mögen und was nicht, welche Werte Ihnen wichtig sind oder auch, welche Ecken und Kanten Sie haben, macht Sie nicht nur sympathisch, sondern auch natürlich.

6. Verstellen Sie sich nicht

Nachdem Ihre „Über mich“-Seite vor allem von Ihrer Persönlichkeit lebt, sollten Sie sich darauf auf keinen Fall verstellen. Das gilt für die Formulierung Ihrer Texte ebenso wie für Ihre Fotos. Beides sollte zu Ihnen passen und Ihrem Naturell entsprechen. Wählen Sie deshalb am besten die Sprache, die Sie auch tatsächlich sprechen, sowie ein Bild, das Sie in einer vertrauten Umgebung und in einer natürlichen Pose zeigt.

7. Fordern Sie Ihre Leser zur Handlung auf

Ein Besucher Ihrer „Über mich“-Seite ist wohl der Inbegriff eines qualifizierten Interessenten und somit nur einen Mausklick davon entfernt, den nächsten Schritt zu tun. Sei es, Ihren Newsletter zu abonnieren, ein Kontaktformular auszufüllen oder ein bestimmtes Angebot zu buchen. Und genau diesen Schritt können Sie ihm erleichtern, indem Sie ihn gezielt zum Handeln auffordern. Deshalb sollten Sie auf Ihrer „Über mich“-Seite auch an den geeigneten Stellen Call-to-Actions einbauen.

Fazit

Die „Über mich“-Seite ist die Visitenkarte Ihrer Website. Als meistbesuchte Seite sollten Sie ihr besondere Aufmerksamkeit schenken und sie regelmäßig optimieren. Denn eine nachlässige Behandlung kann Sie Leser und Kunden kosten, während überzeugende Inhalte an dieser Stelle vertrauensbildend wirken, auf Sie als Marke einzahlen und das Zünglein an der Waage für einen unentschiedenen Besucher sein können.

Neuer Call-to-Action (CTA)

Titelbild: max-kegfire /getty images

Ursprünglich veröffentlicht am 1. Juli 2020, aktualisiert am Juli 01 2020

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