UX, User Experience und Usability: Bereits die ähnlich lautenden Namen verraten, dass bei diesen drei Konzepten der User und seine Erfahrungen die Hauptrolle spielen. In diesem Artikel erfahren Sie, was genau sich hinter den drei Buzzwords verbirgt, worin sie sich unterscheiden, und auch, wie Sie alle drei zielgerichtet angehen können.

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Die UX umfasst alle subjektiven Empfindungen, die vor, während und nach der Nutzung auftreten und wird sowohl durch technische als auch durch ästhetische Faktoren beeinflusst.

Usability vs. User Experience

Obwohl die beiden Begriffe sehr ähnlich klingen und aus demselben Bereich stammen, sind Usability und User Experience nicht gleichbedeutend.

Was ist Usability?

Der Begriff Usability beschreibt die allgemeine Benutzerfreundlichkeit eines Produkts während der Anwendung. Für digitale Produkte wie Webseiten und Apps sind etwa die Bedienbarkeit und das Design zwei wichtige Faktoren, die zu einer guten Usability beitragen. 

Generell wird die Usability eines digitalen Produkts daran gemessen, wie effektiv, effizient und zufriedenstellend sich der Nutzungsprozess darstellt. Als Signale für die ausbaufähige Usability einer Webseite können beispielsweise eine hohe Bounce Rate (Absprungrate), eine kurze Sitzungsdauer und eine niedrige Conversion Rate (Konversionsrate) gelesen werden.

Klassische Merkmale, anhand derer die Usability einer Webseite unter anderem gemessen wird, sind:

  • Eindeutigkeit: Der User weiß direkt, worum es auf der Seite geht.

  • Orientierung: Userinnen verstehen intuitiv den Aufbau und die Navigation der Seite.

  • Ladezeit: Die Webseiteninhalte bauen sich schnell auf.

  • Attraktivität: Das Design ist ansprechend, einheitlich und gibt eine klare Struktur beziehungsweise Hierarchie der Inhalte vor.

Was genau ist dann User Experience?

User Experience hingegen beschreibt die Nutzererfahrung, die Nutzerinnen und Nutzer vor, während und nach der Nutzung mit einem Produkt oder einer Dienstleistung machen. Im Vergleich zur Usability bildet die User Experience also nicht nur das Erlebnis während der Nutzung selbst ab, sondern berücksichtigt die Gesamtheit aller subjektiven Erfahrungen, die mit dem Produkt oder der Dienstleistung gemacht werden.

Dazu gehören sowohl Erwartungen, die vor der Nutzung entstehen, als auch Empfindungen, die nach dem Gebrauch zurückbleiben.

Usability ist folglich lediglich ein Teil der User Experience.

Was ist UX Design?

UX Design ist eine Art der Produktentwicklung, bei der von Anfang an das Nutzungserlebnis von Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt steht. Zentrale Aufgabe des UX Designs ist es, das Verhalten und die Bedürfnisse von Nutzerinnen und Nutzern anhand von beispielhaften Kundenmodellen und Personas durch Tests frühzeitig zu ermitteln und das Produkt dahingehend zu optimieren. 

Durch Prototyping beispielsweise können Software-Projekte oder Webseiten visualisiert und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen für die User Experience lange vor der geplanten Markteinführung des Produkts in iterativen Schritten umgesetzt werden. 

Benutzerfreundlichkeit messen: User Experience Testing

Die Optimierung der User Experience eines Produkts oder einer Webseite sollte bereits in der Planungsphase des Projekts erfolgen. Doch die Arbeit ist hier noch lange nicht getan: Auch nach dem Markteintritt sollte die Nutzerfreundlichkeit kontinuierlich getestet werden.

Bei einer Webseite beispielsweise lässt sich zu diesem Zweck das Nutzerverhalten beobachten. Eine erhöhte Bounce Rate nach einem Update könnte etwa ein Hinweis darauf sein, dass für Besuchende neue Probleme bei der Nutzung aufgetreten sind. 

Wenn Sie ganz genau wissen wollen, wo es bei Ihrem Produkt in Sachen Nutzungserfahrung hakt, wird ein Usability-Test Ihnen wertvolle Antworten liefern können. Bei Usability-Tests erproben Versuchspersonen, an welchen Stellen bei der Anwendung oder Nutzung Probleme auftreten – etwa bei der Verwendung einer Software. Im Anschluss an die Tests können entsprechende Schwachstellen optimiert werden, sodass die Benutzerfreundlichkeit steigt.

Beliebte Maßnahmen zur Verbesserung der User Experience sind

  • Onsite-Befragungen

  • Eye Tracking

  • Tree Testing

  • Prototyping & Wireframes

  • Fokusgruppen

  • Card Sorting (Navigation)

UX Design optimieren: So verbessern Sie die User Experience auf Ihrer Webseite

Um die Zufriedenheit Ihrer Kundinnen und Kunden nachhaltig zu steigern, ist es unerlässlich zu wissen, welche Bedürfnisse diese bei der Nutzung Ihrer Webseite haben. Zur Verbesserung der User Experience müssen in erster Linie die Kriterien Benutzerfreundlichkeit und Design optimiert werden.

Damit Sie auf Ihrer Webseite eine hohe Benutzerfreundlichkeit gewährleisten können, sollten Sie die folgenden Faktoren in Ihrem UX Design berücksichtigen:

  • Hohe Zugänglichkeit (Accessibility) und ein responsives Webdesign auf allen Plattformen, insbesondere auf mobilen Endgeräten

  • Einfache und effektive Bedienung

  • Verständliche und intuitive Navigation

  • Angemessen große Bilder und gut strukturierte Texte

  • Guter Zugang zu Service-Funktionen

Neben einer benutzerfreundlichen Gestaltung Ihrer Webseite sollten auch das Design und die Darstellung entsprechend angepasst werden. Dafür eigenen sich die folgenden Maßnahmen: 

  • Auf bewährte Design-Standards setzen (beispielsweise auf Flat Design)

  • Lesbarkeit garantieren

  • Farben aufeinander abstimmen

  • Keywords in Texten kennzeichnen

Nachdenken können Sie zudem auch über den Mobile-First-Ansatz. Hier wird eine Webseite von der Pieke auf so designt, dass sie für die mobile Nutzung optimiert ist. Gerade in Hinblick auf Googles Mobile First Index und die steigenden Zugriffe auf das Internet von mobilen Endgeräten aus, ist dies definitiv eine Überlegung wert.

User Experience Management: Entwickeln Sie Ihre UX-Strategie

Die Entwicklung einer langfristigen UX-Strategie ist für jedes Unternehmen sinnvoll, denn die Ergebnisse aus den Bereichen Usability und User Experience spielen eine immer wichtigere Rolle bei strategischen Unternehmensentscheidungen. 

Je früher eine UX-Strategie für ein Projekt festgelegt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass durch Maßnahmen wie Usability Testing die Erwartungen der Kundinnen und Kunden ermittelt und übertroffen werden können.

Durch das User Experience Management werden konkrete und unternehmensübergreifende Ziele für Ihre UX-Strategie festgelegt, die in periodischen Zeitabständen überprüft werden können. 

Die folgenden Fragestellungen können Ihnen dabei helfen, Ihre UX-Strategie genauer zu erfassen:

  • Welche Erlebnisfaktoren spielen für meine Services eine große Rolle? (Beispiele: Spaß, Emotion, Effizienz)

  • Welche Bedürfnisse und Erwartungen hat meine Zielgruppe?

  • Wie groß ist das Budget für meine UX-Strategie und wie werden die Verantwortlichkeiten verteilt?

  • Welche Methoden eignen sich für das Ermitteln meiner Customer Insights?

  • Inwiefern und in welchen Projektphasen werden die Ergebnisse der Customer Insights berücksichtigt?

Fazit: User Experience, Usability und UX Design verbessern die Kundenzufriedenheit

Mithilfe einer UX-Strategie kann ein Unternehmen langfristig neue Kundinnen und Kunden binden, die Markenwahrnehmung verbessern und das Gesamterlebnis für Nutzerinnen und Nutzer verbessern. Durch Usability-Test können Sie herausfinden, wie benutzerfreundlich Ihre Webseite für Ihre Zielgruppe ist und an welchen Stellen Sie Ihren Internetauftritt noch anpassen sollten.

UX Design ist ein wichtiger Bestandteil für jedes Unternehmen, um Kundenbedürfnisse bereits während der Entwicklung eines Produkts zu ermitteln und die User Experience inklusive Usability fortlaufend zu optimieren.

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Titelbild: Cavan Images / Cavan Images / Getty Images 

Ursprünglich veröffentlicht am 23. März 2021, aktualisiert am März 23 2021

Themen:

Webdesign